Wichtige Schritte im Online-Flohmarkt

Do it yourself hat in den allermeisten Fällen etwas damit zu tun, selbst etwas im Garten, im Haus oder in der Werkstatt zu erschaffen. Aber Do it yourself kann auch bedeuten, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen, um dann das so Erschaffene online zu verkaufen.
 

 
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Wer sich gerne handwerklich betätigt, kann daraus ein Geschäftsmodell stricken.

Wer zunächst einmal testen möchte, ob die selbst kreierten Werke überhaupt Anklang finden, wählen viele Tester den Weg in den Online-Flohmarkt. Dort können sie – getreu dem Do it yourself-Stil – nicht nur ihre Werkstücke selbst fabrizieren, sondern diese auch in Eigenregie online vermarkten. Wie das funktioniert, verrät diese Schritt-für-Schritt-Anleitung.
 

1. Das Werkstück ins beste Licht rücken

Egal ob es sich um ein praktisches Möbelstück wie etwa eine Hockerbank handelt oder ob im Rahmen von Upcycling ein neues It-Piece kreiert wurde – Fans wird es nur finden, wenn es in Wort und Bild aussagekräftig beschrieben wird. Das bedeutet für diejenigen, die ihr Werkstück im Online-Flohmarkt präsentieren wollen zweierlei:

  • Die Beschreibung des Werkstücks hat große Bedeutung. Dabei ist es wichtig, das selbst kreierte Werk in den eigenen Worten zu beschreiben sowie mit den Worten, die Suchende vielleicht dafür verwenden werden. Darüber hinaus kommt es auf die Details zu Maßen und Materialien an. Wer ein paar persönliche Worte zur Fertigung des selbst kreierten Werks verlieren möchte, kann dies durchaus tun. Es kann vielleicht dabei helfen, einen Fan von dem Werk zu begeistern.
  • Nicht minder wichtig ist auch die bildliche Darstellung des Werks. Entscheidend ist dabei nicht nur das Werkstück selbst, sondern auch die Umgebung, in der es fotografiert wird. Hell und freundlich sollte es sein. Vielleicht ist es auch möglich, die Nutzung bildlich zu demonstrieren, wie beispielsweise bei einem Aufsatz für die Wickelkommode. Wer online Selbstgebautes verkaufen möchte, muss wissen: Ein Bild sagt oft mehr als viele Worte.

 

2. Einstellen auf der Plattform: die Produktdetails

Je nachdem, auf welcher Flohmarkt-Plattform das Werkstück künftig zu kaufen sein wird, entscheidet die dort verfügbare Verkaufsmaske in weiten Teilen darüber, was in punkto Produktdetails noch ergänzt werden muss. Soll ein Preis für das Werk ausgewiesen werden, ist es wichtig, diesen richtig zu kalkulieren. Die Materialkosten sind das Mindeste, was veranschlagt werden sollte – entweder als Mindestgebot oder als Festpreis. Alternativ kann der Preis deutlich über den Materialkosten liegen. Die Materialkosten und eine persönlich festzulegende Gewinnmarge können in Summe als Verkaufspreis dienen. Meist wird hier der Zusatz „VB“ für „Verhandlungsbasis“ verwendet. Das signalisiert Interessenten, dass es die Möglichkeit gibt, zu verhandeln.
 

3. Der Kaufinteressent bekundet Interesse: So wird online sicher verkauft

Viele Akteure in Online-Shops und Online-Flohmärkten schwören auf die Vorzüge von PayPal. Der Anbieter agiert in der Regel als Zwischenhändler. Das soll die Kontodaten der Beteiligten schützen. Sicherer soll das Shopping mit PayPal werden. Doch die Tatsache, dass keine Bankverbindung im Online-Shop hinterlegt werden muss, ist nur ein Vorteil. Auch der Käuferschutz ist ein beliebtes Kriterium, warum sich Online-Kunden für die PayPal-Variante entscheiden: Der Käuferschutz schreitet dann aktiv ein, wenn das Produkt nicht zur Beschreibung passt oder nicht wie avisiert ankommt. Kaufpreis und Porto übernimmt der Zwischenhändler im zweiten Fall, doch auch bei Stunk mit dem Händler wird PayPal aktiv. Für Transparenz im häufig unübersichtlichen Online-Shopping-Wirr-Warr sorgt eine Information über jede einzelne Transaktion. Einen Detailbericht über die Funktionsweise sowie die mobile Nutzung von PayPal ist hier online nachzulesen.
 

4. Paket verpacken und versenden

Hat die Bezahlung wie vereinbart funktioniert, sind nun noch zwei Aktionen nötig, um den Deal abzuschließen: Paket verpacken und versenden. Da in aller Regel der Käufer die Portokosten trägt, ist es sinnvoll, sich bereits im Vorfeld über die Kosten zu informieren, um diese direkt bei der Produktbeschreibung transparent mit auszuweisen. Das bietet einen Vorteil in zweierlei Hinsicht: Zum einen erkennt jeder Interessent direkt und transparent, was Verpackung und Versand kosten. Zum anderen zwingt es auch den Verkäufer dazu, sich im Vorfeld darüber Gedanken zu machen, ob das Werkstück überhaupt versandt werden kann und was beim Versand zu beachten ist. Das kann sowohl die Verpackung mit Packmitteln und Kisten sein als auch die Überlegung, ob ein Gut als Sperrgut verschickt werden muss, was mitunter recht teuer werden könnte.
 

5. Eine Bewertung schließt den Do it yourself-Verkauf ab

In aller Regel ist es die beidseitige Bewertung von Käufer und Verkäufer, die den Online-Kauf im Shop und auch im Online-Flohmarkt abschließt. Von Vorteil ist das für alle Transaktionen, die die Zukunft bereithält, denn: Wer sich als zuverlässiger Käufer/Verkäufer einen Namen macht, bei dem wird tendenziell eher bzw. lieber gekauft. Wer vorhat, mehr seiner Eigenwerke auf diesem Weg zu verkaufen, sollte also auf positive Bewertungen und damit verbundene PR setzen.