Smart Home | Mein Zuhause selber nachrüsten
Smart Home

Wie kann ich mein Zuhause mit Smart Home selber nachrüsten?

Die Smart Home-Technologie ist seit Jahren ein beliebter Trend. Vor allem für Bauherren ist sie interessant. Doch auch wenn Sie bereits in einer Immobilie wohnen, kann eine Aufrüstung sinnvoll sein. Wir zeigen Ihnen, wie Sie das passende System finden und was Sie zum Thema Smart Home sonst noch wissen müssen.
 

 
Zuhause mit Smarthome-System nachrüsten © Fotolia.com
Smart Home-Systeme sorgen für mehr Komfort und Energieeffiienz.

Connected Living hat in Kooperation mit dem Unternehmen Mücke, Sturm & Company eine Studie mit dem Titel „Smart Home Index 2017“ durchgeführt. Es handelt sich um eine Online-Umfrage mit 20 Fragen und 970 Befragten. Dabei wurden interessante Fakten zum Thema Smart Home ermittelt. So wussten 80 Prozent der Befragten etwas mit dem Begriff „Smart Home“ anzufangen, die Technologie ist also den meisten bekannt.

Zahlen und Fakten zum Thema Smart Home

Rund 60 Prozent der Befragten haben sogar bereits ihr Zuhause smart gemacht. In den Haushalten von Smart Home-Nutzern sind im Durchschnitt 4,1 smarte Produktgruppen vorhanden.  15 Prozent der Nutzer zählen laut der Studie zu den sogenannten „Heavy Smart Home-Nutzern“, haben also zwischen sechs und 17 smarte Produktgruppen in ihrem Haus.

Am häufigsten wird die Smart Home-Technologie den Ergebnissen der Befragung zufolge im Bereich Entertainment eingesetzt. In den Haushalten der Nutzer gibt es vor allem smarte Unterhaltungsgeräte wie Fernseher, Spielekonsolen und Musikanlagen.

An zweiter Stelle im Ranking folgen Geräte im Bereich Energie, sprich Beleuchtung/Elektrik, Temperatur und Beschattung. Am dritthäufigsten verbreitet sind Geräte aus dem Segment Sicherheit: Meldesysteme, Fenster/Türen und Überwachungsanlagen.

Die Studie ergab auch, dass das Interesse und die Kaufabsicht für die Anschaffung von smarten Geräten umso höher ausfallen, je mehr Geräte die Befragten bereits nutzen. Zeigen bisherige Nichtnutzern 40 Prozent Interesse und gerade einmal vier Prozent Kaufabsicht, liegen die Werte bei Heavy Smart Home-Nutzern bei 60 beziehungsweise 25 Prozent.

Die Studienteilnehmer wurden auch dazu befragt, welche Bedürfnisse und Anforderungen sie in Bezug auf die Smart Home-Technologie haben. Die Grundbedürfnisse fielen bei allen gleich aus: einfache Bedienung und Datensicherheit. 

Die erweiterten Bedürfnisse fielen bei Nichtnutzern und Nutzern unterschiedlich aus: Während Nichtnutzer hier Wartung, Installation, Kompatibilität und Hilfe für den Einstieg angaben, waren es bei den Nutzern die Schlagwörter Kompatibilität, Selbstoptimierung sowie Wartung, sorgenfreie und investitionssichere Erweiterung (Basic-Nutzer) beziehungsweise attraktives Design, sorgenfreie und attraktive Erweiterung (Heavy-Nutzer).
 

So funktioniert die Smart Home-Technologie

Ein sogenanntes Smart Home, also ein intelligentes Zuhause, zeichnet sich dadurch aus, dass bestimmte Haushalts- und Multimedia-Geräte miteinander vernetzt sind und zentral ferngesteuert werden. Die vernetzten Geräte interagieren miteinander: Sie empfangen und versenden Informationen in Form von elektronischen Daten. 

Die Steuerung des Smart Homes erfolgt über den Computer oder über eine spezielle App auf dem Smartphone oder auf dem Tablet. So können Hausbesitzer die intelligenten Geräte problemlos von unterwegs aus bedienen. Auch die Steuerung über Sprachbefehle wird immer beliebter.  Vernetzt sind die einzelnen Komponenten über die Smart Home-Zentrale, eine Basisstation, die mit dem Internet verbunden ist und sich dadurch via WLAN, Bluetooth und dergleichen sowie über eine App steuern lässt.

Die Geräte werden via Tablet, Smartphone oder Computer gesteuert
Die Geräte werden via Tablet, Smartphone oder Computer gesteuert.

Im Grunde gibt es bei der Nutzung der Smart Home-Technologie zwei Vorgehensweisen, die Geräte-Automation und die Haus-Automation. Bei der Geräte-Automation geht es darum, elektronische Haushaltsgeräte miteinander zu vernetzen und sie zu programmieren. Dadurch können Beleuchtung, Heizung und Haushaltsgeräte an die persönlichen Bedürfnisse der Hausbewohner angepasst werden.

Eine Haus-Automation sorgt dafür, dass alltägliche Handgriffe und Vorgänge mit Hilfe der Smart Home-Technologie automatisch ablaufen. Das können beispielsweise die Rollläden sein, die zu den programmierten Uhrzeiten herauf- oder herunterfahren. Oder die Heizung, die so eingestellt wird, dass sie die Temperatur absenkt, wenn die Hausbewohner morgens das Haus verlassen, und die Räume wieder aufwärmt, wenn sie abends von der Arbeit nach Hause kommen.

Auf diese Weise verspricht die Smart Home-Technologie vor allem ein großes Plus an Komfort im eigenen Haus, da viele Handgriffe nun automatisch ablaufen oder sich bequem vom Handy aus steuern lassen.  Außerdem ist der Energieverbrauch in einem intelligenten Zuhause deutlich geringer als in einem herkömmlichen Wohnhaus, da die Energie für Strom und Heizung durch das Programmieren effizienter genutzt wird. Ein weiterer Punkt, den die Technik verspricht, ist eine erhöhte Sicherheit im Eigenheim.
 

Smart Home – das passende System finden

Jeder Nutzer hat unterschiedliche Erwartungen und Anforderungen, die er an ein Smart Home-System stellt. Analog dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, das Eigenheim entsprechend nachzurüsten. Zunächst stehen Sie als zukünftiger Smart Home-Nutzer also vor der Aufgabe, das passende System zu finden, das den persönlichen Anforderungen entspricht.

Eine Frage ist, ob es ein offenes oder ein geschlossenes Smart Home-Netzwerk sein soll. Offene Systeme haben den Vorteil, dass Produkte verschiedener Anbieter miteinander kombiniert werden. Diese Systeme arbeiten mit einem plattformübergreifenden Standard, der von den Smart Home-Lösungen der Anbieter unterstützt wird.  In den meisten Fällen sind das Funksysteme.

Geschlossene Smart Home-Systeme sind dagegen nicht kompatibel mit den Produkten anderer Anbieter. Das kann unter Umständen sehr unpraktisch sein. Etwa dann, wenn Sie ein bestimmtes Produkt an Ihr Netzwerk anschließen möchten, aber der gewählte Anbieter dafür keine technische Lösung im Sortiment hat.  Das entsprechende Produkt eines anderen Anbieters passt nicht zum übrigen Netzwerk. Oft bieten diese Systeme jedoch einen höheren Schutz vor unerlaubtem Zugriff.  

Dann ist noch zu entscheiden, ob Sie das Smart Home-System selbst installieren oder einen Profi ans Werk lassen möchten. Es gibt einige einfach Systeme, die man mit etwas Geschick und handwerklichem Können problemlos selbst installieren kann. Sie laufen unter der Bezeichnung „Plug and Play“, also „Anschließen und Inbetriebnehmen“. 

Bei kabelgebundenen Systemen ist allerdings eine Planung und Installation durch einen Fachmann notwendig. Das ist auch bei komplexeren Funksystemen zu empfehlen. Die Erstprogrammierung sollte ein Installateur beziehungsweise ein Gebäudesystemintegrator durchführen, falls erforderlich. Mittlerweile gibt es zudem vorprogrammierte Systeme, die aber trotzdem Raum für Veränderungen lassen.

Bei einem Neubau oder umfangreicheren Maßnahmen im Altbau ist es sinnvoll, einen Architekten heranzuziehen, der sich mit der Planung von Smart Home-Systemen auskennt. Alternativ können Sie ein erfahrenes Büro für Haustechnik beauftragen. Handelt es sich nur um kleinere Maßnahmen, können Sie sich auch an ein Elektrohandwerk wenden, das auf Smart Home spezialisiert ist und eine entsprechende Zertifizierung hat.

Worauf Einsteiger achten sollten

Vor dem Nachrüsten steht der Kauf des Smart Home-Systems an und dabei gibt es ein paar Dinge zu beachten. So sollten Sie eher Smart-Geräte wählen, die verbreitete Funkprotokolle haben, damit die Geräte untereinander problemlos kommunizieren können. Solche Protokolle sind etwa W-LAN, Bluetooth, ZigBee oder Z-Wave und zeichnen sich durch unterschiedliche Details aus.

Allerdings sind die Geräte inzwischen schon deutlich kompatibler, sodass auch die Kommunikation zwischen Geräten von immer mehr Anbietern funktioniert. Fragen Sie dennoch genau nach, mit welchen Produkten das System kompatibel ist.

Ein wichtiger Punkt sind auch die Serviceleistungen, die nach dem Kauf des Produktes zu erwarten sind. Sind Updates enthalten? Stehen Erweiterungen zur Verfügung? Wie steht es um die Installation und Wartung des Systems und gibt es Hilfe für Einsteiger?

Achten Sie auch darauf, dass es sich bei dem Smart Home-System um ein passend und ausreichend zertifiziertes Produkt handelt und dass die Kommunikation der Geräte auf jeden Fall verschlüsselt wird. Verschlüsselt ein Gerät seine Informationen bei der Übertragung nicht, ist von einem Kauf abzuraten.

Kabel oder Funk? – Vor- und Nachteile der Techniken

Smart Home-Systeme funktionieren auf zwei verschiedene Arten: funkbasiert oder kabelgebunden.  Beide haben jeweils ihre Vor- und Nachteile.

Funkbasierte Systeme

Smart Home-Systeme, in denen die einzelnen Geräte über Funk miteinander vernetzt sind, haben gegenüber kabelgebundenen Systemen verschiedene Vorteile.

Gerade dann, wenn es darum geht, ein bereits bestehendes Haus nachträglich smart zu machen, ist eine funkbasierte Lösung sinnvoll. Andernfalls müssen neue Leitungen in den Wänden verlegt werden, was in manchen Fällen mit einem enormen Aufwand verbunden ist. Funkbasierte Systeme lassen sich dagegen recht schnell installieren. Mit der Funktechnik lassen sich sogar Altbauten smart machen.

Funkbasierte Systeme
Die Vernetzung der Geräte erfolgt entweder funkbasiert oder kabelgebunden.

Sie sind zudem sehr flexibel, da die Geräte sich nur innerhalb des Netzradius befinden müssen, um gesteuert werden zu können. Die Position der Geräte kann also nach Belieben verändert werden, was den Nutzern bei Umgestaltungen der Räumlichkeiten sehr entgegenkommt.

Der Nachteil bei funkbasierten Lösungen liegt darin, dass sie wegen der Funkverbindung anfälliger sind für Störungen, etwa durch dicke Wände, und dass die Reichweite des Funksignals auf einen bestimmten Radius begrenzt ist. Dazu kommt, dass die einzelnen Geräte ihre Informationen auf der gleichen Funkwellenlänge senden müssen, um kompatibel zu sein. Das kann bei Produkten verschiedener Anbieter unter Umständen schwierig sein.

Kabelgebundene Systeme

Smart Home-Systeme, deren Geräte über Kabel miteinander vernetzt sind, gewährleisten eine stabilere Verbindung im Netzwerk. Hier gibt es im Gegensatz zu Funklösungen keine potenziellen Störungen oder zu große Abstände zwischen den einzelnen Geräten, die die Qualität und Funktionalität der Gerätekommunikation beeinflussen kann. Daher sind Kabelverbindungen zuverlässiger.

Außerdem haben kabelgebundene Systeme den Vorteil, dass sie mehr Unabhängigkeit mit sich bringen: Geräte verschiedener Anbieter lassen sich hier einfacher miteinander kombinieren. Eine Kompatibilität, die bei Funklösungen entscheidend ist, spielt hier keine Rolle.

Wer beim Hausbau schon die nötigen Vorkehrungen trifft, kann auch im Nachhinein noch ohne größeren Aufwand ein kabelgebundenes Smart Home-System installieren. Dazu sollte man lediglich beim Bauen Leerrohre in die Wände einsetzen lassen, durch die später die zusätzlichen Kabel gezogen werden können.
Beim Nachrüsten in einem bereits bestehenden Gebäude müssen diese Rohre erst noch verlegt werden – und das ist mit einem höheren handwerklichen wie auch finanziellen Aufwand verbunden. Auch die Geräte für die Kabellösung haben ihren Preis.

Ein weiterer Nachteil: Wer ein kabelgebundenes System installieren lässt, büßt Flexibilität ein. Einmal festgelegt, lassen sich die Anschlüsse an den Wänden nicht mehr ändern und die Geräte können dementsprechend nur an diesen Positionen genutzt werden, ein Wechsel ist nicht möglich.

Das Haus intelligent machen – das sollte mit dabei sein

Wer sein Haus auf Smart Home aufrüsten möchte, sollte sich überlegen, was das intelligente Zuhause alles können soll. Grundsätzlich lässt sich so ziemlich jedes elektronische Gerät in einem Haus an das Smart Home-Netzwerk anschließen. Doch nicht alles davon ist unbedingt notwendig. So manches dient eher als nette Spielerei.

Was ein Smart Home können sollte

Wenn ein Haus nachgerüstet werden soll, empfiehlt es sich, bei den smarten Produkten neben der Sicherheit vor allem auch auf Energieeffizienz zu setzen. So lässt sich langfristig Geld sparen und das Klima schonen. Smarte Alarmsysteme senden den Hauseigentümern eine Nachricht auf das Smartphone, sobald jemand versucht, sich Zutritt zu dem Haus zu verschaffen. So kann man frühzeitig die Polizei alarmieren und handeln, bevor etwas passiert.


Smarte Heizsysteme sparen eine Menge Energie ein.

Zu diesen Alarmsystemen zählen Überwachungskameras, Alarmanlagen und Fenstersensoren. Diese registrieren, wenn sich jemand an den Fenstern zu schaffen macht und geben diese Information an die Alarmanlage weiter. Die Smart Home-Technologie macht es auch möglich, Geräte von unterwegs aus zu steuern. Damit kann man nachträglich noch den Herd oder andere potenzielle Feuerquellen ausschalten und so effektiv einen Brand verhindern.

Ein smartes Heizsystem mit Thermostaten trägt dazu bei, dass weniger Wärmeenergie im Haus verbraucht wird. Spezielle Sensoren regulieren die Temperatur, wenn ein Fenster zum Lüften geöffnet wird, genügend Sonne in den Raum scheint oder wenn sich niemand im Raum befindet.  Dazu können smarte Heizungen so eingestellt werden, dass das Haus wieder aufgewärmt ist, wenn die Hauseigentümer von der Arbeit kommen.

Lampen, die sich automatisch abschalten, wenn niemand im Raum ist, sparen ebenfalls Strom. Das gilt auch für schaltbare Steckdosen. Sie sorgen dafür, dass Geräte, die im Standby-Modus laufen, von der Stromversorgung komplett getrennt werden.

Darauf kann ein Smart Home verzichten

Zu den Dingen, auf die ein Smart Home verzichten kann, gehören smarte Türschlösser und Garagentore. Sie sind über das Netzwerk mit dem Smartphone des Hauseigentümers verbunden und öffnen sich automatisch, wenn dieser in einen bestimmten Radius eintritt.

Das ist zwar praktisch, aber nicht unbedingt notwendig, vor allem aber kann das die Sicherheit gefährden. Das Internet weist immer wieder Lücken auf, die Hacker und potenzielle Einbrecher gern für ihre Zwecke nutzen. Zugänge zum Haus sollten daher derzeit besser nicht mit dem Smart Home-System verbunden werden.

Nicht zwingend notwendig ist auch die Verknüpfung so mancher Haushaltsgeräte mit dem Netzwerk. Daher sollten sich Nutzer der Smart Home-Technik fragen, wie wichtig es tatsächlich ist, dass sie eine Nachricht auf das Smartphone erhalten, sobald die Waschmaschine fertig ist, oder dass morgens der Toaster von allein die Toastscheiben für das Frühstück vorbereitet.
 

Sicherheit vor Komfort – Sicherheitslücken bei Smart Home-Systemen erkennen und schließen

Die Smart Home-Technologie verspricht mehr Komfort, Energieeffizienz und mehr Sicherheit. Während die ersten beiden Punkte ohne Weiteres erfüllt werden, wird das Plus an Sicherheit nur bedingt gewährleistet.  Dabei sollte die Sicherheit an erster Stelle stehen.

Sicherheitslücken in Smarthome-Systemen erkennen und schließen
Je mehr Geräte vernetzt sind, desto größer das Sicherheitsrisiko.

Grundsätzlich sorgen Sicherheitsmaßnahmen wie elektronische Türschlösser, verschiedene smarte Überwachungskameras und spezielle Sensoren an den Fenstern schon dafür, dass Einbrecher und Diebe kaum eine Chance haben, um ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen. Allerdings weist die Smart Home-Technologie gewisse Sicherheitslücken auf, die Nutzer unbedingt kennen und umgehend schließen sollten.  

Sicherheitsrisiken der Smart Home-Technologie

Ein grundsätzliches Problem in Sachen Sicherheit ist, dass sich einige Hersteller der potentiellen Risiken nicht bewusst sind. So steht nicht bei jedem, der Smart Home-Systeme vertreibt, die Sicherheit an oberster Stelle. Daher bieten manche Produkte nur einen sehr schwachen Schutz gegen Angriffe von Unbefugten.

Internetbasierte Geräte wie solche, die an das Smart Home-Netzwerk angeschlossen sind, geraten immer wieder in den Fokus von Hackern. Schaffen sie es, sich in das System einzuklinken, können sie die Daten, die die Geräte empfangen und versenden, abgreifen und für ihre Zwecke nutzen. Beispielsweise um Datenklau zu betreiben oder die Alarmanlage, elektronische Türschlösser oder andere Sicherheitssysteme zu manipulieren, um dadurch unbemerkt in Häuser einbrechen zu können.

Eine große Sicherheitslücke besteht dann, wenn die Daten zwischen den Geräten unverschlüsselt übertragen werden. So haben Dritte leichtes Spiel, diese mitzulesen und abzugreifen. Auch unsichere Passwörter öffnen Unbefugten schnell alle Türen und Tore. Gleiches gilt für Smart Home-Systeme, die keine Authentifizierung durch den Hausbesitzer anfordern, wenn sich jemand an ihnen zu schaffen macht. Verschiedene Maßnahmen helfen dabei, sich gegen Datenklau und Identitätsdiebstahl zu schützen.

So können Sie sich schützen

Wer sich dazu entschließt, sein Zuhause smart zu machen, sollte vorher genau überlegen und planen, welche und vor allem wie viele Geräte an das Smart Home-Netzwerk angeschlossen werden sollen. Denn grundsätzlich fällt das Sicherheitsrisiko umso größer aus, je mehr Geräte über WLAN, Internet oder Bluetooth miteinander verbunden sind und darüber gesteuert werden.

Die nächste Sicherheitsmaßnahme können Sie ergreifen, wenn Sie sich für den Kauf eines Smart Home-Systems entscheiden. Beim Kauf ist unbedingt darauf zu achten, dass das System eine ausreichende und passende Zertifizierung hat, wie etwa das TÜV Trust IT-Zertifikat.

Am sichersten sind solche Systeme, die aus Deutschland stammen und die Daten auch nur innerhalb der Landesgrenzen abspeichern. Das hat den Grund, dass in Deutschland höhere Sicherheitsstandards beim Datenschutz gelten als in anderen europäischen Ländern.

Nutzer sollten außerdem darauf achten, dass die Geräte, die an das Smart Home-Netzwerk angeschlossen sind, nur unverschlüsselt Daten austauschen, damit kein Unbefugter Zugriff darauf hat.

Was viele unterschätzen, ist die Sicherheit der Passwörter für die Smart Home-Geräte. Oft gibt es voreingestellte Passwörter, die automatisch generiert wurden. Diese sollten unbedingt durch sichere Passwörter ersetzt werden. Das sind solche, die Groß- und Kleinschreibung, Zahlen und Sonderzeichen enthalten.

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