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So finden Sie das richtige Parkett

Alles rund um Parkett

Parkett ist ein beliebter Bodenbelag mit zahlreichen Vorteilen. Um dauerhaft von einem attraktiven und robusten Fußboden profitieren zu können, ist der Auswahl des optimalen Produktes die volle Aufmerksamkeit zu schenken. In diesem Kaufratgeber fassen wir die wichtigsten Faktoren zusammen.

 
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Aufbau – Welcher Parketttyp soll es sein?

Parkettböden können unterschiedlich konstruiert sein. Besonders teuer sind Massivholzvarianten, weil sie aus einem Holzstück gefertigt werden. Günstiger und leichter zu verlegen, ist das Mehrschichtparkett. Es setzt sich aus diesen drei Schichten zusammen:

  1. Nutzschicht: Dies ist die sichtbare Schicht mit dem jeweiligen Design. Sie besteht aus Echtholz. Abhängig davon, wo der Parkettboden verlegt werden soll, muss die ideale Nutzungsklasse (NK) gewählt werden. Stark genutzte Räume wie Küche, Kinderzimmer oder Flur erfordern NK23. Für Räume wie Schlafzimmer reicht NK21. Grundsätzlich darf Parkett laut DIN EN 13489 nur als solcher verkauft werden, wenn die Nutzschicht mindestens 2,5 Millimeter aufweist.
  2. Mittellage: Die sogenannte Mittellage, kann entweder aus Echtholz oder einer hochdichten Faserplatte gefertigt sein. Eine Hochdicht Faserplatte, kurz HDF, ist extrem widerstandsfähig gegenüber den täglichen Beanspruchungen durch das Begehen. „Da diese Mittellage besonders schwer ist, erhöht sich auch das Eigengewicht der verlegten Fläche deutlich. Das wirkt sich positiv auf die Raum- und Gehschalleigenschaften aus“, ergänzt das Internetportal für Markenböden, wo hochwertiges Longlife Parkett der Firma Meister mit Mehrschicht-Konstruktion empfohlen wird. Ebenfalls positiv am Mehrschichtparkett ist der geringe Wärmedurchlasswiderstand, wodurch sich die Heizkosten senken lassen. Denn dieses Parkett lässt Wärme von Fußbodenheizungen schnell durch, ohne größere Energieverluste zu verursachen.
  3. Gegenzug: Der Gegenzug ist für die nötige Stabilität und Belastbarkeit des Bodens zuständig. Sind Mehrschicht-Parkett und Massivholzböden keine Option, weil zum Beispiel nicht ausreichend Höhe für den Aufbau zur Verfügung steht, kann Holzboden eine Alternative sein. Unter diesem Begriff werden Böden bestehend aus Edelholzfurnier mit geringer Höhe verkauft.

Oberflächenveredelung – Wie soll der Boden aussehen?

Die Nutzschicht von Parkett wird je nach Hersteller, Holzsorte und Design veredelt, um die Optik möglichst lange zu erhalten beziehungsweise eine besondere Stilrichtung zu erzielen. Soll der natürliche Charme des Holzes erhalten bleiben, wird die Oberfläche mit exklusivem Öl behandelt. Geöltes Parkett fühlt sich beim Begehen warm und gemütlich an. Auch gebürstete Varianten unterstreichen den natürlichen Look der Oberfläche und lassen typische Merkmale durch das Aufrauen hervortreten. Wer eine intensive Maserung wünscht, greift zu gepastetem Parkett. Hier wird die Oberfläche zuerst gebürstet und anschließend mit Farbe geprägt. In Kombination mit der Inszenierung von Gebrauchsspuren wird der populäre Used-Look erarbeitet.

Besonders pflegeleicht, sind lackierte Böden, weil die Nutzschicht durch Lack konsequent versiegelt wird. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass der Lack die „Emicode“ Aufzeichnung trägt. Dieses Gütesiegel steht für emissionsarme Produkte, die regelmäßig kontrolliert werden, um Gesundheit und Umwelt zu entlasten. Bei Produkten aus der EC1 Klassifizierung müssen sich Konsumenten keine Sorgen um ihre Gesundheit machen. Weiterführende Informationen zum Emicode-Siegel können online nachgelesen werden.

Dunkle Holzsorten veredeln Hersteller gerne durch Räuchern, weil dieses Verfahren das Parkett noch schicker wirken lässt. Um bestimmte Farben zu erzielen, können die Böden außerdem gefärbt werden. Um Holz aufzuhellen, wird Parkett häufig gekalkt. Noch individueller wird es durch Hobeln, da während der Bearbeitung eine Wellenform entsteht.

Hölzer – Welche Holzart ist gewünscht?

Für Parkettböden kommen diverse Holzsorten in Frage. Da jedes Holz eine andere Struktur, Farbe sowie individuelle Merkmale aufweist, unterscheidet sich Parkett teilweise deutlich voneinander. Manche Hölzer eignen sich perfekt für den dunklen Kolonialstil, andere rücken helle Vintage-Akzente gekonnt in Szene und passen perfekt zum hellen Landhausstil. Doch auf die Optik allein kommt es bei der Auswahl des Holzes nicht an. Abhängig ob Fichte, Eiche, Kirsche oder ein anderes Holz gewählt wird, müssen Unterschiede in Bezug auf Feuchtigkeitsresistenz, Robustheit und Pflegeaufwand in Kauf genommen werden.

Die folgende Auflistung macht auf die Härte der Hölzer aufmerksam:
 

Holzsorte Holzart Brinellhärte
Laubholz Eiche
Roteiche
Birke
Kirsche
Buche
Esche
Bergahorn
Ahorn  
3,6
3,7
2,6
3,0
3,5
4,0
4,0
4,8
 
Nadelholz Kiefer
Fichte
Tanne
1,6
1,3
1,3

Zur Erklärung: Die Brinellhärte gibt Aufschluss darüber, wie hart ein Holz ist. Der Wert sollte möglichst hoch sein.  Generell sind Laubhölzer härter und unempfindlicher als Nadelhölzer, was auch an der Brinellhärte erkennbar ist. Daher eignen sich Laubhölzer wie Ahorn, Esche und Eiche besonderes gut für Parkettböden.


 
Designs – Welche Merkmale soll der Fußboden aufweisen?

Die Nutzschicht kann verschiedene Qualitätsmerkmale aufweisen. Um Verbrauchern die Auswahl zu erleichtern, werden die Holzfußböden vielerorts den drei Kategorien rustikal, natur und premium zugeordnet. Was diese Begriffe bedeuten, verrät die folgende Tabelle:
 

Bezeichnung Bedeutung
Rustikal
  • viele Aststellen
  • weniger stabile Nutzschicht
   
Natur
  • ästhetischer als rustikale Produkte, weil weniger Aststellen
  • Zwischenlösung zu premium
Premium
  • i.d.R. keine Aststellen
  • stabile Nutzschicht
  • gleichmäßige und edle Oberfläche

Weitere Kaufkriterien

  • Verlegetechnik: Empfehlenswert sind innovative Klick-Systeme, die zum einen das Verlegen beschleunigen, zum anderen eine gesunde Wohnumgebung erlauben, da auf ökologisch bedenkliche Klebeverbindungen verzichtet werden kann.
  • Muster: Ist die Wohnung größtenteils mit Möbeln ausgestattet, sollte vor dem Kauf des Parketts die Harmonie zwischen Mobiliar und potenziellem neuen Bodenbelag getestet werden. In der Regel erlauben es Fachhändler der Kundschaft Muster kostenlos mit nach Hause zu nehmen, um die Kaufentscheidung zu begünstigen.
  • Nutzschicht: Je dicker die Nutzschicht, desto besser in Hinblick auf die Langlebigkeit von Parkett. Um den Boden mehrmals abschleifen zu können, sollte die Schicht mindestens vier Millimeter betragen. Schließich wird bei jedem Abschleifen ein Teil der Nutzschicht entfernt.

Sie möchten demnächst Ihr Parkett erneuern oder Ihren Teppich- oder Laminatboden durch echtes Holzparkett ersetzen? - Auf markenboden.de erhalten Sie zahlreiche Modelle und wertvolle Tipps für Ihren Traumboden. Damit auch beim Verlegen nichts schief läuft, möchten wir Sie abschließend auf unseren Ratgeber zum Verlegen von Parkett hinweisen. Darin wird auch auf die wichtige Trittschalldämmung hingewiesen.
 

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