Dachausbau: neuer Platz unterm Dach | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin

Dachausbau

Dachausbau: neuer Platz unterm Dach

Sie haben sich beim Kauf Ihres Eigenheims den Dachausbau erstmal gespart? Dann wird’s jetzt aber Zeit – Ihr „Oberstübchen“ bietet nämlich jede Menge Potenzial für Wohn(t)räume. Und wir zeigen Ihnen, wie Sie es perfekt nutzen.

 
Dachausbau: neue Wohnräume unterm Dach! © Selbermachen
Dachausbau: neue Wohnräume unterm Dach!

In Zeiten des Klimawandels wird die energetische Sanierung sogenannter Bestandsgebäude immer wichtiger. Dem Dach eines Hauses kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, denn im ungedämmten Zustand entweichen hier immerhin 25 bis 30 Prozent der Heizenergie auf Nimmerwiedersehen.

Die Bundesregierung hat deshalb mit der neuen Energieeinsparverordnung, kurz EnEV, klare Signale gesetzt, sprich die Mindestanforderungen noch einmal verschärft. Entscheidend für einen Dachgeschossausbau ist die sogenannte „Bauteilanforderung bei Sanierungen“. Nach der sind die Anforderungen an den maximal zulässigen U-Wert (Wärmedurchgangswert) immer dann zwingend einzuhalten, wenn mehr als zehn Prozent der Außenhautfläche verändert wird – was bei einem Dachgeschossausbau natürlich der Fall ist. Vereinfacht gesagt: Wenn Sie schon sanieren, dann muss es richtig sein und den Anforderungen entsprechen. Das hat aber auch Vorteile: Die Förderung durch die KfW-Bank können Sie nur dann in Anspruch nehmen, wenn Sie die Standards der EnEV nachweislich erfüllen. Deshalb ist es so wichtig, dass Sie von Anfang an einen kompetenten Energieberater zur Seite haben – der plant nicht nur mit Ihnen die Sanierungsmaßnahmen, er bestätigt auch gegenüber der KfW die Einhaltung der Anforderungen.

Überlegen Sie sich vor der eigentlichen Sanierungsarbeit, wie viel und was Sie wirklich selber machen wollen und können. Für einige Gewerke (Fenstereinbau, Elektrik) empfehlen wir grundsätzlich einen Profi, der im Schadensfall auch die Regressverantwortung übernimmt. Grundsätzlich sind alle Dämmund Trockenbauarbeiten für einen Selbermacher gut machbar (wenn Sie aufmerksam SELBERMACHEN lesen). Aber ein Dachausbau ist kein Wochenend- Job, Sie sollten je nach Größe allein für die Dämm- und die sorgfältig auszuführenden Abdichtarbeiten ein bis zwei Wochen Arbeitszeit einplanen. Der trockene Innenausbau ist dann fast ein Kinderspiel, aber nicht weniger zeitaufwendig. Grundsätzlich ist es gut, zu zweit zu arbeiten, die Gipsplatten sind zwar nicht schwer, aber manchmal extrem unhandlich. Lassen Sie nach jedem Dämm- und Abdichtgewerk den Energieberater den sachgerechten Einbau begutachten – das erspart später Ärger und Missverständnisse.

Dachausbau: Der Staat hilft bei der Sanierung

Wer sein Dachgeschoss energetisch saniert, kann von der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) großzügig gefördert werden – sofern Ihr Vorhaben die technischen Mindestanforderungen nach EnEV erfüllt. Wurde Ihr Haus vor dem 1. Januar 1995 gebaut, können Sie in dem Programm „Energieeffizient sanieren“ zwischen einem zinsgünstigen Kredit (bis zu 50000 Euro) oder einem Zuschuss in Höhe von 7,5 Prozent Ihrer förderfähigen Kosten wählen. Wichtig: Beantragen Sie die Förderung bei Ihrer Hausbank, bevor Sie anfangen zu sanieren.

Einen Energieberater sollten Sie ganz zu Anfang Ihrer Überlegungen miteinbeziehen. Lassen Sie sich eine energetische Analyse Ihres Gebäudes erstellen (Energiepass reicht nicht!) – in dieser Analyse rechnet der Berater sämtliche Kenngrößen wie etwa die Dämmdicke aus und sagt Ihnen, wie Sie die Anforderungen der EnEV kostengünstig erreichen. Eine solche Analyse kostet etwa 1200 Euro. Aber Achtung: Der Begriff „Energieberater“ ist nicht geschützt, die Kompetenzunterschiede der Kandidaten sind erheblich. Kontakte über: www.verbraucherzentrale-energieberatung.de

Gute Planung ist der halbe Dachausbau

Was wissen Sie eigentlich von Ihrem Dachgeschoss? Nichts? Dann wird’s Zeit, den guten alten Speicher mal freizuräumen und eine Bestandsaufnahme zu machen. Nicht jeder Dachboden ist für einen Ausbau geeignet, Hauptausschlusskriterium ist eine mangelnde Stehhöhe beziehungsweise eine zu kleine Fläche bei ausreichender Stehhöhe. Für einen Mitteleuropäer sollten es mindestens 20 qm bei 2 m Stehhöhe sein, damit sich der Aufwand lohnt. Das ist auch eine gute Größe, falls Sie nur einen Raum schaffen wollen. Wie sieht es mit dem Zustand des Dachstuhls aus? Das Holz muss trocken und fest sein, damit es die zusätzlichen Lasten tragen kann. Apropos Lasten: Ein Dachausbau ist immer ein erheblicher Eingriff in die Statik des Dachstuhls. Machen Sie einen Termin mit einem Architekten oder Ingenieur, der die Tragfähigkeit und eventuelle statische Zusatzmaßnahmen beurteilen kann. Falls Ihr Dachgeschoss für einen Ausbau ungeeignet ist, können Sie auch die oberste Geschossdecke dämmen und so ebenfalls enorm Heizenergie einsparen.

Alte Dämmung

Nicht selten sind alte Dachgeschosse vor Jahren mal eher schlecht als recht gedämmt worden. Diese alte Dämmung muss komplett raus. Bei Entsorgungsunternehmen bekommen Sie spezielle faserdichte Säcke (etwa 5 Euro pro Stück), die Sie dann entsorgen können.

Ein Dachgeschoss – vier Raumaufteilungen

  1. Raumaufteilung Variante 1Raumaufteilung Variante 1© Selbermachen

    Raumaufteilung Variante 1

    Machen Sie sich vor dem Ausbau klar, wie Sie den neuen Raum gestalten wollen. Bedenken Sie, dass jedes Zimmer ein eigenes Fenster braucht, also sollten Sie nicht zu kleinteilig planen. Ferner müssen Sie beachten, dass die Dachschräge die Stehhöhe und damit die Nutzbarkeit einschränkt.
  2. Raumaufteilung Variante 2Raumaufteilung Variante 2© Selbermachen

    Raumaufteilung Variante 2

    Machen Sie sich vor dem Ausbau klar, wie Sie den neuen Raum gestalten wollen. Bedenken Sie, dass jedes Zimmer ein eigenes Fenster braucht, also sollten Sie nicht zu kleinteilig planen. Ferner müssen Sie beachten, dass die Dachschräge die Stehhöhe und damit die Nutzbarkeit einschränkt.
  3. Raumaufteilung Variante 3Raumaufteilung Variante 3© Selbermachen

    Raumaufteilung Variante 3

    Machen Sie sich vor dem Ausbau klar, wie Sie den neuen Raum gestalten wollen. Bedenken Sie, dass jedes Zimmer ein eigenes Fenster braucht, also sollten Sie nicht zu kleinteilig planen. Ferner müssen Sie beachten, dass die Dachschräge die Stehhöhe und damit die Nutzbarkeit einschränkt.
  4. Raumaufteilung Variante 4Raumaufteilung Variante 4© Selbermachen

    Raumaufteilung Variante 4

    Machen Sie sich vor dem Ausbau klar, wie Sie den neuen Raum gestalten wollen. Bedenken Sie, dass jedes Zimmer ein eigenes Fenster braucht, also sollten Sie nicht zu kleinteilig planen. Ferner müssen Sie beachten, dass die Dachschräge die Stehhöhe und damit die Nutzbarkeit einschränkt.

Licht im Oberstübchen

Um das Dachgeschoss als echten Wohnraum nutzen zu können, braucht es Licht. Hier haben Sie drei Möglichkeiten: Ein sogenanntes Giebelfenster sitzt in der dreieckigen gemauerten Wand. Vorteil: Der Einbau funktioniert ohne Anschluss an die Luftdichtschicht. Nachteil: Die Beschattung ist in der Regel eine Maßanfertigung. Beim Dachflächenfenster sind je nach Größe Eingriffe in den Dachstuhl nötig. Durch die geneigte Fläche ist die Aufheizung des Innenraums im Sommer sehr hoch, eine Beschattung also Pflicht. Tipp: Immer von außen beschatten, dann staut sich die Hitze nicht unterm Fenster. Die Dachfensterhersteller haben passende Rollladen-Systeme im Programm. Bei der Gaube werden zusätzlich vertikale Wände geschaffen, in die die Fenster eingebaut werden. Vorteil: Sie realisieren einen spürbaren Raumgewinn, allerdings ist die Gaube die aufwendigste und teuerste Lösung. Für alle drei Varianten ist unbedingt ein Architekt oder Bauingenieur zu konsultieren, weil Sie mit allen Fenstern in die Statik des Hauses eingreifen. Die Ausführung der Arbeiten überlassen Sie dann am besten einem Zimmerer.

Dachausbau: Auch das Dämmen der Sparrenfelder ist Maßarbeit

Eine effiziente Dämmung ist ein Zusammenspiel aus der Wärmeleitgruppe und der Dicke des eingesetzten Dämmstoffs. Maßgebend sind die Vorgaben der EnEV: Für die wärmedämmtechnische Erneuerung von Steildächern gilt zukünftig ein maximaler U-Wert von 0,24 W/m²K. Wie stark die Dämmung dafür sein muss, steht idealerweise im Gutachten Ihres Energieberaters. In der Regel sind Sie dann in einem Bereich von 20 bis 25 cm Dämmdicke, die Sie mit einer 20er Zwischensparrendämmung und einer 5er Untersparrendämmung erreichen. Die luftdichte Schicht (Dampfbremse) gehört zwingend dazu.

Fehlt Ihnen die Unterspann bahn (links), lassen Sie zwischen Dämmung und Lattung 2 bis 3 cm Luft, damit eventuell eindringendes Regenwasser durch den Luftzug wieder abtrocknen kann. Haben Sie eine Unterspannbahn (rechts), können Sie die volle Sparrenhöhe für die Dämmung nutzen und bis an die Lattung herandämmen. Regenwasser läuft dann oberhalb der Bahn ab.

Gute Dämmung muss lückenlos sein

  1. Sparrenfeld ausmessenSparrenfeld ausmessen© Selbermachen

    Sparrenfeld ausmessen

    Messen Sie das Sparrenfeld aus. Entscheidend ist hierbei das lichte Maß an der breitesten Stelle.
  2. Dämmstoff schneidenDämmstoff schneiden© Selbermachen

    Dämmstoff schneiden

    Den Dämmstoff schneiden Sie einen Zentimeter breiter als gemessen mit dem Dämmstoffmesser.
  3. Matte einklemmenMatte einklemmen© Selbermachen

    Matte einklemmen

    Die Matte muss satt zwischen den Sparren klemmen, damit keine Luft durch die Fugen zieht.
  4. Dämmung anbringenDämmung anbringen© Selbermachen

    Dämmung anbringen

    Auch der Streifen zwischen Sparren und Dachfenster muss gedämmt werden – sonst schimmelt’s hier.

Dachschrägen dämmen

Ist die Zwischen- und Untersparrendämmung angebracht, wird’s noch filigraner. Für die Beplankung der Dachschrägen müssen Profile verbaut werden, an denen die Platten verschraubt werden können. Da ein hölzerner Dachstuhl ständig in Bewegung ist, werden diese Profile an flexiblen Direktabhängern befestigt, die diese Bewegungen aufnehmen können und so verhindern, dass die Plattenfugen aufreißen. Das ist ein etwas aufwendigerer Weg als die klassische Konterlattung aus Holz, aber dafür absolut sicher. Der Profilabstand darf wegen der schräg hängenden Platten 45 cm nicht überschreiten.

Mit Gipskartonplatten schräge Flächen schaffen

  1. Gipskartonplatten verlegenGipskartonplatten verlegen© Selbermachen

    Gipskartonplatten verlegen

    Die Gipskartonplatten müssen Sie quer zu den Profilen verlegen, die einen Abstand von maximal 45 cm haben dürfen. Lassen Sie die Platten bis auf den Rohfußboden laufen. Zur Giebelwand lassen Sie 5 mm Luft.
  2. Platte anschraubenPlatte anschrauben© Selbermachen

    Platte anschrauben

    Die Platten müssen Sie gegebenenfalls so auf Länge schneiden, dass die kurze Kante immer auf einer Profilmitte endet. Hier setzt dann auch die nächste Platte an. Die kurzen Kanten leicht anfasen, damit die Spachtelmasse später hält.
  3. Die BeplankungDie Beplankung© Selbermachen

    Die Beplankung

    Wichtig bei der Beplankung: Vermeiden Sie Kreuzfugen, das heißt, versetzen Sie die Plattenstöße um mindestens zwei Profile.
  4. Platten vorsichtig hebenPlatten vorsichtig heben© Selbermachen

    Platten vorsichtig heben

    Vorsicht beim Anheben von 2,60-m-Platten, damit die nicht unbeabsichtigt brechen.
  5. Platten zuschneidenPlatten zuschneiden© Selbermachen

    Platten zuschneiden

    Wenn Sie ans Dachfenster kommen, müssen Sie die Platten auch in der Breite zuschneiden.
  6. Platten verschraubenPlatten verschrauben© Selbermachen

    Platten verschrauben

    Passen Sie zuerst die Platten in der Fensterlaibung ein und verschrauben Sie dann die zugeschnittene Platte in der Fläche. So verdecken Sie sauber die Kanten der Laibungsplatten.
  7. Fertiger FensterausschnittFertiger Fensterausschnitt© Selbermachen

    Fertiger Fensterausschnitt

    So sieht der fertige Fensterausschnitt aus. Vor dem Spachteln der Fugen tackern Sie ein Kantenschutzprofil rundherum auf die Plattenkanten.

Gipskarton zuschneiden

  1. Gipskarton einschneidenGipskarton einschneiden© Selbermachen

    Gipskarton einschneiden

    Beim Zuschnitt von Gipskartonplatten wird zunächst der obere Karton mit dem Cutter eingeschnitten. Sorgen Sie immer für eine stabile Auflage, sonst wird’s ungenau.
  2. Gipskern brechenGipskern brechen© Selbermachen

    Gipskern brechen

    Entlang der Schnittkante lässt sich der Gipskern nun ganz leicht brechen. Auch hier ist eine Auflage hilfreich.
  3. Karton durchtrennenKarton durchtrennen© Selbermachen

    Karton durchtrennen

    Den Karton auf der Plattenrückseite müssen Sie nun auch noch per Cutter durchtrennen. Achten Sie darauf, dass der Karton durch das herabfallende Reststück nicht abgezogen wird.
  4. Schnittkanten anfasenSchnittkanten anfasen© Selbermachen

    Schnittkanten anfasen

    Alle Schnittkanten, die später an eine andere Platte stoßen, werden per Surformhobel angefast, um die Stöße sauberer zu verspachteln.

Alles in Grün

Falls Sie in Ihrem Dachgeschoss ein Bad einplanen, brauchen Sie neben den Verund Entsorgungsleitungen für die Beplankung imprägnierte Gipsplatten. Die sind wesentlich weniger feuchteempfindlich, aber ansonsten genauso zu verarbeiten wie die Standardplatten. Die imprägnierten Vertreter und die zugehörige Spachtelmasse sind grün. Im direkten Spritzwasserbereich (Dusche) benötigen aber auch diese Platten eine zusätzliche Abdichtung („FlächenDicht“), die einfach aufgerollt wird.

Dachausbau: Dachschrägen dämmen

Unabdingbar für eine funktionierende Dämmung ist die Luftdichtschicht unterhalb der Sparren. Die verhindert, dass Luftfeuchte in die Dämmung eindringen kann und die Dämmwirkung leidet. Außerdem verhindert sie, dass durch Zugluft kalte Inseln in der Dämmkonstruktion entstehen, sich dort Luftfeuchte niederschlägt und zu Schimmel führt. Dementsprechend ist das Wort „dicht“ äußerst ernst zu nehmen, die Folie muss an allen Stößen, Anschlüssen und Durchdringungen mit einem zugehörigen Klebeband sorgfältigst abgeklebt werden. Unter der Luftdichtschicht folgt die Untersparrendämmung.

Dachschrägen luftdicht dämmen

  1. Dampfbremsfolie anbringenDampfbremsfolie anbringen© Selbermachen

    Dampfbremsfolie anbringen

    Die Dampfbremsfolie wird parallel zu den Sparren angebracht. Etwa alle 30 cm wird getackert.
  2. Folienbahn festtackernFolienbahn festtackern© Selbermachen

    Folienbahn festtackern

    Die Überlappung der Bahnen darf 10 cm Breite nicht unterschreiten. Am praktikabelsten ist es, die jeweils nächste Folienbahn auf halber Sparrenbreite festzutackern.
  3. Stoß abklebenStoß abkleben© Selbermachen

    Stoß abkleben

    So können Sie den Stoß später sauber und mit viel Druck abkleben. Der Sparren bietet genügend Widerstand, um das Klebeband absolut luftdicht aufzudrücken.
  4. Durchdringungen abklebenDurchdringungen abkleben© Selbermachen

    Durchdringungen abkleben

    Durchdringungen müssen Sie sauber ausschneiden und sorgfältigst (!) abkleben.

Dachausbau: Wände stellen

Nach der Beplankung der Schrägen folgt der Aufbau der Wände. Hier brauchen Sie zwei Profilarten: Die UW-Profile montieren Sie an Boden und Decke, die CW-Profile stellen Sie vertikal in die U-Profile ein. Wichtig: Damit Luft- und Körperschall nicht in den Baukörper weitergeleitet werden, müssen Sie alle Profile, die Boden, Decke oder eine bestehende Wand berühren, mit einem entkoppelnden Schaumstoffband versehen. Die Profillängen reichen von 2 bis 4 Metern, zugeschnitten werden sie mit der Blechschere. Da die Standard-Gipsplatten 2,60 m lang sind und somit gut Raumhöhe haben, können Sie sie auch senkrecht verschrauben – das spart Zuschnittarbeit. Die Profile dürfen dann aber nur 30 cm Abstand zueinander haben.

Durch Wände entstehen Räume

  1. Dichtband aufklebenDichtband aufkleben© Selbermachen

    Dichtband aufkleben

    Wichtig für den Schallschutz ist das Dichtband, das Sie auf alle Profile an Boden, Wand und Decke kleben.
  2. Abstand der VerankerungAbstand der Verankerung© Selbermachen

    Abstand der Verankerung

    Beim Abstand der Verankerung orientieren Sie sich an den vorgebohrten Löchern in den U-Profilen.
  3. Schnellbauschrauben einsetzenSchnellbauschrauben einsetzen© Selbermachen

    Schnellbauschrauben einsetzen

    Bei einem Holzboden setzen Sie die Schnellbauschrauben durchs Profil in den Boden, im Estrich wird gedübelt.
  4. Lage und Maße beachtenLage und Maße beachten© Selbermachen

    Lage und Maße beachten

    Beachten Sie die Lage und die Maße für die Türöffnungen beim Verschrauben der U-Profile.
  5. Türpfostenprofil verankernTürpfostenprofil verankern© Selbermachen

    Türpfostenprofil verankern

    Türpfostenprofile sind dicker als C-Profile, sie werden per Spezialwinkel in Boden und Decke verankert.
  6. Türsturzprofil ausrichtenTürsturzprofil ausrichten© Selbermachen

    Türsturzprofil ausrichten

    Das Türsturzprofil wird waagerecht ausgerichtet und bis zur Beplankung einfach mit Klebebändern gesichert.
  7. Profilabstand beachtenProfilabstand beachten© Selbermachen

    Profilabstand beachten

    Der Profilabstand liegt bei 30 cm, falls Sie die 260 x 60 cm großen Gipsplatten hochkant verschrauben.
  8. Schrauben eindrehenSchrauben eindrehen© Selbermachen

    Schrauben eindrehen

    Die Lage der Profile sollten Sie sich markieren, damit Sie sie mit den Schnellbauschrauben auch treffen.

Elektrik für Profis

Löcher bohren, Hohlwanddosen setzen und Kabel verlegen dürfen Sie bei der Elektrik selber machen, den Anschluss an das Hausstromnetz muss aber unbedingt der Elektriker übernehmen.

Die senkrechten CW-Profile haben vorgestanzte Löcher, durch die Sie die Kabel durchführen. Setzen Sie die Dosen, solange die Rückwand offen ist.

Dachausbau: Plattenfugen verspachteln

Das Verspachteln der Plattenstöße macht aus vielen Einzelelementen eine durchgehende Scheibe. Das ist für die nachfolgende Wandgestaltung enorm wichtig, aber auch für die Stabilität und den Schallschutz der Wand. Verwenden Sie immer die Spachtelmasse des von Ihnen gewählten Plattenherstellers, damit die Haftung zwischen beiden optimal ist. Ein zweimaliges Spachteln ist Standard, einige Hersteller bieten für den zweiten Spachtelgang eine gebrauchsfertige und feinkörnige Spachtelmasse an, was das Glätten der Fläche erleichtert.

Plattenfugen verspachteln

  1. Tiefengrund auftragenTiefengrund auftragen© Selbermachen

    Tiefengrund auftragen

    Gips- und Schnittkanten mit Tiefengrund behandeln.
  2. Schraubenköpfe versenkenSchraubenköpfe versenken© Selbermachen

    Schraubenköpfe versenken

    Herausstehende Schraubenköpfe versenken.
  3. Fugen zuspachtelnFugen zuspachteln© Selbermachen

    Fugen zuspachteln

    Fugen mit Gipsspachtel schließen, bündig abziehen.
  4. Fugen nachsoachtelnFugen nachsoachteln© Selbermachen

    Fugen nachsoachteln

    Nach 1 Stunde Fugen schleifen und nachspachteln.
  5. Anschlussfugen ausspritzenAnschlussfugen ausspritzen© Selbermachen

    Anschlussfugen ausspritzen

    Anschlussfugen mit einer dauerelastischen, überstreichbaren Dichtmasse (z. B. Acryl) ausspritzen.

Dachausbau: Schaffen Sie sich Zugang

Zu jedem Raum gehört mindestens eine Tür. In der Wahl der Türbreite und -höhe sind Sie im Prinzip frei, allerdings gibt es übliche Standard maße, die teure Sonderanfertigungen überflüssig machen. Diese Maße finden Sie auf den diversen Internetseiten (z. B. www.fertighaus.de), idealerweise legen Sie Ihre Türöffnung und die Lage vor dem Aufbau der Wand fest. Günstig ist es auch, die Zarge erst nach der Wandgestaltung einzubauen, dann brauchen Sie sie nicht abzukleben.

Schaffen Sie sich Zugang

  1. Maße für die TürMaße für die Tür© Selbermachen

    Maße für die Tür

    Für die Türhöhe ist das Standardmaß auf 2,10 m erhöht worden, die Breiten gehen von 63,5 bis 126 cm (einflüglige Tür).
  2. Der TürrahmenDer Türrahmen© Selbermachen

    Der Türrahmen

    Der vormontierte Türrahmen sollte nach allen Seiten etwa 15–20 mm Luft zum Ausschäumen haben.
  3. Türrahmen ausrichtenTürrahmen ausrichten© Selbermachen

    Türrahmen ausrichten

    Vor dem Ausschäumen muss der Rahmen exakt lotrecht stehen und mit Keilen fixiert werden.
  4. Das TürblattDas Türblatt© Selbermachen

    Das Türblatt

    Das Türblatt hängen Sie vor dem Ausschäumen einmal probehalber ein und prüfen die Passgenauigkeit.

Dachausbau: Dachfenster einbauen

Viele ungenutzte Dachgeschosse haben zumindest schon ein altes Dachfenster. Wenn Sie energetisch sanieren, müssen Sie dieses alte Fenster austauschen und gegen ein neues, mehrfach verglastes austauschen. Doch Vorsicht: Ein Dachfensteraustausch ist ebenfalls ein Eingriff in die Statik des Dachstuhls, die wasser- und luftdichten Anschlüsse an die Unterspannbahn außen und die Dampfbremse innen sind auch nicht ohne – hier sollten Sie einen Fachmann zurate ziehen. Gute Dachflächenfenster bekommen Sie immer mit Zubehör, also mit Innenfutter, Eindeckrahmen und Dampfsperrschürze. Preise ab etwa 500 Euro.

Altes Fenster ausbauen

  1. Laibungsverkleidung abhebelnLaibungsverkleidung abhebeln© Selbermachen

    Laibungsverkleidung abhebeln

    Die Laibungsverkleidung des alten Fensters lässt sich leicht abhebeln. Aber Vorsicht: dabei keine luft- oder wasserdichte Folie beschädigen.
  2. Laibungskasten demontierenLaibungskasten demontieren© Selbermachen

    Laibungskasten demontieren

    Der innere Laibungskasten liegt jetzt frei und kann vorsichtig demontiert werden. Meist kann er als Ganzes herausgenommen werden.
  3. Schwingfenster raushebenSchwingfenster rausheben© Selbermachen

    Schwingfenster rausheben

    Um das alte Schwingfenster rauszuheben, müssen Sie per Schraubendreher einen Nippel in den Scharnieren eindrücken. Ein Helfer ist Gold wert.

Neues Fenster einbauen
  1. Eindeckrahmen ausbauenEindeckrahmen ausbauen© Selbermachen

    Eindeckrahmen ausbauen

    Um den Fenster- und den Eindeckrahmen auszubauen, sollten Sie den Profi rufen. Der kann die Pfannen abdecken und die Unterspannbahn fachmännisch entfernen.
  2. Eindeckrahmen entsorgenEindeckrahmen entsorgen© Selbermachen

    Eindeckrahmen entsorgen

    Den Eindeckrahmen können Sie nun entsorgen. Manche Dachdecker nehmen brauchbare Modelle auch gern mit.
  3. Fenster vormontierenFenster vormontieren© Selbermachen

    Fenster vormontieren

    Die Vormontage des neuen Fensters ist für den Profi kein Problem, für Selbermacher oft knifflig.
  4. Rahmen einsetzenRahmen einsetzen© Selbermachen

    Rahmen einsetzen

    Um den neuen Rahmen einzubauen, sind zwei neue Dachlatten nötig. Die hat der Profi vorher exakt eingemessen und verschraubt.
  5. Dachpfanne anpassenDachpfanne anpassen© Selbermachen

    Dachpfanne anpassen

    Sind alle Wasserableitenden Bleche und Teile verbaut, müssen die Pfannen angepasst werden.

 

Dachausbau: Sparrenwechsel

Ist das neue Fenster breiter als die Sparrenfelder, muss ein Sparren gekürzt und durch einen Wechsel abgefangen werden. Auch hier gilt für Selbermacher: Finger weg! Das kann der Zimmermann besser.

Dachausbau: Holz oder Kunststofffenster?

Für die Bauart des Dachflächenfensters gilt das Gleiche wie für andere Fenster: Holz ist schön, aber pflegeaufwendig, Kunststoff ist nahezu unkaputtbar. Beide Arten gibt es in hoch dämmender Ausführung, und hier sollten Sie nicht sparen. Je nach gewünschter Größe der Fensterfläche lässt sich der von der EnEV geforderte U-Wert von 0,24 W/m²K für die Gesamtdachfläche nur mit erstklassig gedämmten Varianten erreichen. Dreifachverglasung und der vertiefte Einbau sind dazu nötig.

Luftdichte Schicht an Dachfenstern

Für einen bestmöglichen Wärmeschutz und die Verhinderung von Feuchteschäden muss die luftdichte Schicht der Dampfbremsfolie im gesamten Dachgeschoss lückenlos ausgeführt werden. Das gilt auch für die Anschlüsse an das Dachfenster. Gute Fensterhersteller haben spezielle Dampfsperrschürzen für jede Fenstergröße im Programm, die Sie ganz einfach selbst anbringen und mit der Dampfbremsfolie der Fläche verkleben können. Der Preis für solche Schürzen liegt bei 35 Euro.

Dachausbau: der Boden

Dachböden sind in der Regel mit Rauspund verschalt, ein wahrlich unattraktiver Boden. Die unvermeidlichen Schüsselungen der Bretter sorgen für eine unebene Fläche, die zunächst ausgeglichen werden muss. Eine Trockenschüttung und ein ebensolcher Estrich sind die beste und für Selbermacher einfachste Möglichkeit dazu. Theoretisch kann auch ein mineralischer Estrich in 4–6 cm Stärke eingebaut werden, aber hier ist erst mal wieder der Statiker gefragt, der die Tragfähigkeit der Decke angesichts der enormen Flächenlast von Betonestrich beurteilen muss. Hinzu kommt die Baufeuchte, die mit Trockenestrichelementen natürlich nicht entsteht. Wichtig: Randdämmstreifen entkoppeln den Estrich von den Wänden.

Die Trockenschüttung

  1. PE-Folie auslegenPE-Folie auslegen© Selbermachen

    PE-Folie auslegen

    Eine PE-Folie dient als Dampfbremse und Rieselschutz. Die Stöße müssen mindestens 10 cm überlappen und abgeklebt werden.
  2. Schüttung einbringenSchüttung einbringen© Selbermachen

    Schüttung einbringen

    Die Schüttung wird streifenweise (ca. 1,50 m) eingebracht, dann lässt sie sich gut abziehen.
  3. Schüttung abziehenSchüttung abziehen© Selbermachen

    Schüttung abziehen

    Mit einer geraden Latte wird die Schüttung über zwei Lehrschienen waagerecht abgezogen.
  4. Trockenstrichelement verklebenTrockenstrichelement verkleben© Selbermachen

    Trockenstrichelement verkleben

    Die Trockenestrichelemente legen Sie auf der abgezogenen Fläche aus. Sie werden verklebt und verschraubt.
  5. Elemente verlegenElemente verlegen© Selbermachen

    Elemente verlegen

    Die Elemente müssen ohne Kreuzfugen, also um eine halbe Plattenlänge versetzt, verlegt werden. Alle Falze kleben und schrauben.
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