Mit der Découpage-Technik Möbel verschönern | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin

Dekorative Papiervorlagen

Mit der Découpage-Technik Möbel verschönern

Mit der Découpage-Technik (französich für "ausschneiden") können Sie mit dekorativen Papiervorlagen oder auch Servietten, Klebstoff und etwas Klarlack hübsche Motive aufs Tablett, kleinen Aufbewahungsboxen oder Vintage-Möbeln zaubern. 

 
Mit der Découpage-Technik (Klein-)Möbel verschönern © Selbermachen
Mit der Découpage-Technik (Klein-)Möbel verschönern

Découpage – das französische Wort bedeutet so viel wie "ausschneiden". Bei dieser Technik werden ausgeschnittene Bildmotive auf ein Werkstück geklebt und mit mehreren Lackschichten überstrichen. Danach wirkt das aufgeklebte Bild wie ein aufgemaltes Original.

Geeignet für Découpagearbeiten sind fast alle Untergründe wie zum Beispiel Holz, Pappe sowie Kunststoff, wobei sich glatte Oberflächen besser bearbeiten lassen als strukturierte.

Beklebter Stuhl und Spiegel© Selbermachen Je nachdem, welcher Gegenstand neu gestaltet wird, sollte man darauf achten, dass das ausgewählte Motiv in die Umgebung passt. Schachteln und kleine Kästen vertragen auch verspielte Muster. Bei Kleinmöbeln, Tabletts und Spiegelrahmen sind dezente Farben und klassische Bildmotive eher angebracht.

Wird die Fläche nicht vollständig mit Papier beklebt, kann man einen Grundanstrich auftragen und diesen den Farben des Motivs anpassen. Achten Sie aber darauf, dass Anstrich und Lack in der Art (Wasser- oder Kunstharzbasis) zusammenpassen. Ein schönes Beispiel für diesen Fall ist diese kleine Aufbewahrungsbox:

Damit das ausgewählte Objekt auch später Ihren Vorstellungen entspricht, ist es ratsam, diese Technik auf einer Pappe auszuprobieren. Denn das spezielle Découpage- Papier, das man im Kreativmarkt kaufen kann, ist dünner als fotokopierte Vorlagen oder Geschenkpapier. Das heißt, der Auftrag mit Klebstofflack und Pinsel bei den verschiedenen Papierarten bedarf einiger Übung.

  1. SchneidewerkzeugSchneidewerkzeug© Selbermachen

    Schneidewerkzeug

    Voraussetzung für ein gutes Gelingen sind die Schneidwerkzeuge. Mit der speziell geformten Schere und dem Skalpell lassen sich besonders scharfe Schnitte durchführen. Beim Skalpell eine Unterlage benutzen.
  2. Pappschachtel beklebenPappschachtel bekleben© Selbermachen

    Pappschachtel bekleben

    Die Oberfläche der Pappschachtel wurde hier mit einer Kaseinfarbe im Ton des Papiers grundiert. Diese Plakafarben (Pelikan) sind wasserverdünnbar, untereinander mischbar, und sie können abgetönt werden.
  3. Motive ausschneidenMotive ausschneiden© Selbermachen

    Motive ausschneiden

    Das filigrane Lavendelmuster wird erst mit dem Skalpell auf der Schneidunterlage großzügig ausgeschnitten. Die Feinschnitte an Blüten und Gräsern lassen sich am besten mit der spitzen Schere bewältigen.
  4. Motive aufklebenMotive aufkleben© Selbermachen

    Motive aufkleben

    Um die fein ausgeschnittenen Motive auf die gewünschte Stelle zu kleben, wird der Klebstofflack (Brause) mit einem Pinsel aufgestrichen, dann das Papier aufgeklebt und wiederholt mit Klebstofflack überstrichen.
  5. Schutzlack aufpinselnSchutzlack aufpinseln© Selbermachen

    Schutzlack aufpinseln

    Der Schutzlack kommt zum Schluss. Objekte, die häufig benutzt werden, benötigen zwei Schichten. Nach der ersten Schicht den Lack eine Stunde lang trocknen lassen. Danach erfolgt der zweite Auftrag.

Ideen für Kulturfans:

Mit speziellen Motiven lassen sich Objekte mit persönlicher Note herstellen. Ein zerschnittenes Filmplakat ziert den Spiegelrahmen. Der Stuhl wurde mit diversen Theater- und Kinokarten dekoriert. Ein tolles Geschenk an den Liebsten, mit dem man die Ereignisse gemeinsam erlebt hat.

Beklebte Schachtel© Selbermachen Diese Schachtel ist ganzflächig mit speziellem Découpage-Papier beklebt. Diese Methode ähnelt der Serviettentechik. Nur dass bei dieser erst die bedruckte Lage der Serviette aufgelegt und darüber die Lackschicht mit Pinsel aufgetragen wird.

Vom schlichten Möbel zur Antiquität:

Spiegel im Antik-Look© Selbermachen
Mit Fotokopien von historischen Reklameplakaten aus Frankreich beklebt, macht der Spiegel richtig was her. Nach dem Trocknen des Klebers wird die Oberfläche mit einer braunen Lacklasur überstrichen und mit einem Lappen verwischt. Dadurch entsteht der antike Charakter.

Alte Kunstbücher sind eine gute Motivquelle

Material© SelbermachenDie Auswahl an Papieren mit passenden Motiven für diverse Gegenstände ist groß und in Kaufhäusern und Kreativmärkten zu haben. Das feine Papier "Decoupage" von der Firma Brause wird mit über 180 verschiedenen Mustern angeboten. Die 30 x 40 cm großen Bögen sind widerstandsfähig gegen Durchweichen oder Abfärben beim Kleben, lassen sich leicht in Stücke reißen und gut verarbeiten.

Interessante Gestaltungsmöglichkeiten bieten allerdings auch Kinoplakate, Poster mit architektonischen Sehenswürdigkeiten und Reliefs aus der Antike. Außerdem sind Kunstbücher ein wahrer Fundus. Zeichnungen von Heilkräutern, Pilzen und Tieren lassen sich besonders gut auf Tabletts arrangieren.

Auch Geschenkpapiere bieten tolle Muster zum Verzieren an. Das Gute an diesen Vorlagen: Die Motive können Sie sich auf dem Fotokopierer – dem Objekt entsprechend – vergrößern oder verkleinern.

Artikel aus selber machen Ausgabe 02/2010. Jetzt abonnieren!
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