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Leserbrief

Gipsplatten biegen

Gipsplatten lassen sich wirklich mit Wasser biegen. Dazu benötigen Sie eine Nadelwalze (ein Tapezierwerkzeug), einen Schwamm und eine äußerst vorsichtige Herangehensweise.

 
Gipsplatte © Chris Lambertsen
Gipsplatte

„In einer griechischen Taverne habe ich neulich Wandnischen gesehen, die oben mit einem Rundbogen abschlossen. Das sah wirklich sehr gut aus. Der Wirt erzählte mir dann, dass die Handwerker die Gipsplatten mit Wasser eingeweicht hätten und sie so gebogen werden konnten. Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass das wirklich stimmt. Wie macht man das wirklich?“, schreibt Andreas Newermann aus Bramsche.

Gipsplatte biegen© Selbermachen

Lieber Herr Newermann, Ihr Wirt hatte Recht, Gipsplatten lassen sich wirklich mit Wasser biegen. Dazu benötigen Sie eine Nadelwalze (ein Tapezierwerkzeug), einen Schwamm und, das möchte ich Ihnen nicht verheimlichen, eine äußerst vorsichtige Herangehensweise. Die durchfeuchteten Platten sind nämlich sehr empfindlich und brechen schnell entzwei. Schneiden Sie sich also den Gipsplattenstreifen für den Rundbogen mit dem Cuttermesser zu, perforieren Sie eine Seite der Platte mit der Nadelwalze und wässern Sie diese kräftig. Bevor Sie sich nun ans Biegen machen, muss die Gipsschicht relativ weit durchtränkt sein. Die andere, nicht perforierte Pappschicht aber darf noch nicht nass sein. In diesem Zustand lässt sich die Platte gut bearbeiten. Clever ist es dann, die gebogene Platte mit zwei Streifen Malerkrepp so zu fixieren, dass sie in Form gehalten wird.

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