Public Viewing: Fantribüne selber bauen | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Fussball-Feier-Möbel

Public Viewing: Fantribüne selber bauen

König Fußball regiert dieses Jahr anlässlich der Europameisterschaft in Frankreich. Grund genug, sich gründlich auf diesen Anlass vorzubereiten: Wir machen Sie fit in Sachen EM-Möbel. Fast wie im Stadion: Auf der mobilen Sitztribüne fiebern bis zu sechs Fans mit ihrem Team.

 
Unsere Sitztribüne aus dauerhaftem Douglasienholz bietet is zu sechs Personen Platz zum Mitfiebern, Bangen und Feiern. © Selbermachen

Unsere Sitztribüne aus dauerhaftem Douglasienholz bietet is zu sechs Personen Platz zum Mitfiebern, Bangen und Feiern. Auf Rollen ist sie leicht zu verschieben, mit ihren Geländern absolut sicher, und außerdem mit Getränkehaltern und einer beschriftbaren Tafel bestückt.

Schwierigkeitsgrad: Aufsteiger
Aufwand: 12 Stunden
Kosten: ca. 540 Euro

Materialliste

  • 11 x Douglasie Rahmenholz 7 x 7 x 200 cm
  • 8 x Douglasie Rahmenholz 7 x 4,5 x 200 cm
  • 3 x OSB-3 Platte 205 x 62,5 x 22 cm
  • 5 x OSB-3 Platte 205 x 62,5 x 12cm
  • 3 x Holzlatte Fichte 5,8 x 3,8 x 200 cm
  • Winkelverbinder 6 x 6 cm
  • 2 x Lenkrolle 16 cm
  • 2 x Bockrolle 16 cm
  • 16 x Sechskant-Holzschraube 8 x 50
  • 16 x Karosseriescheibe 8,4 mm Innendurchm.
  • Holzschrauben: 6 x 140 • 5 x 80 • 4,5 x 50 •
  • 4 x 40
  • Konusplättchen 20 mm
  • Nadelholz Imprägnierung, Isoliergrund,
  • Dauerschutz-Farbe Granitgrau, Dauerschutz-
  • Farbe Weiß
  • Schultafellack
  • Aluprofil 20 x 30 x 2 mm
  • wetterfester Montagekleber
  • 2 x Isomatten
  • Leim
  • Füllspachtel

Werkzeuge

Akkubohrschrauber • Bits • Bleistift • Bohrer • Deltaschleifer • Forstnerbohrer 20 mm • Handkreisäge • Kappsäge • Lackierrolle • Multitool • Pinsel • Schleifklotz • Senker • Stichsäge • Zollstock

Sitztribüne: Das Holz zuschneiden

Zu Beginn werden die Rahmenhölzer aus Douglasie mit der Kappsäge passend zugeschnitten. An dieser lassen sich auch die Gehrungswinkel für die Handläufe gradgenau einstellen.

  1. © Selber Machen Media

    Mit der Kappsäge kürzen Sie die Kanthölzer aus Douglasienholz für die Seitenrahmen auf die dafür vorgesehenen Längen.
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    Den Neigungswinkel von 38° stellen Sie an der Kappsäge ein. So können Sie die Pfosten für das Geländer entsprechend anschrägen.
  3. © Selber Machen Media

    Mit dem Schleifklotz und 120er-Schleifpapier brechen Sie alle Kanten. Schleifen Sie danach auch die Oberflächen an.
  4. © Selber Machen Media

    Das gesamte vorbereitete Holz streichen Sie mit einer Imprägnierung ein, sodass es vor sämtlichen Witterungseinflüssen geschützt ist.
  5. © Selber Machen Media

    Die passenden Werkstücke verbinden Sie bündig miteinander, um zunächst Löcher für die Verschraubung vorzubohren.
  6. © Selber Machen Media

    Mit einem Spitzensenker senken Sie diese so an, dass der Schraubenkopf später bündig mit der Holzoberfläche abschließt.
  7. © Selber Machen Media

    Mit einem Akkuschrauber werden die entsprechenden Schrauben durch die angefertigten Löcher fixiert.
  8. © Selber Machen Media

    Die OSB-Platten für die Seitenwände kürzen Sie mit der Handkreissäge auf die benötigten Längen und Breiten.
  9. © Selber Machen Media

    Fixieren Sie die zugeschnittenen Platten bündig an den Außenseiten der Seitenrahmen. Hierfür setzen Sie alle 20 Zentimeter eine Schraube.

Die Geländer montieren

Die Hölzer für die Geländer werden zunächst vorgebohrt und mit einem Sackloch versehen, bevor sie mit den Pfosten verschraubt werden. In dem Loch verschwindet der Schraubenkopf unter einem Konusplättchen.

  1. © Selber Machen Media

    Für die Verschraubung des Handlaufs bohren Sie die Löcher vor. Achten Sie dabei auf eine senkrechte Ausrichtung der Bohrspitze.
  2. © Selber Machen Media

    Mit dem Forstnerbohrer bereiten Sie die Sacklöcher für die Schraubverbindungen vor. Diese werden später verdeckt.
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    Mittels Holzschrauben befestigen Sie den Handlauf mit dem Akku-Bohrschrauber auf den Pfosten und versenken die Schraubenköpfe.
  4. © Selber Machen Media

    Die Sacklöcher verschließen Sie nun mit Konusplättchen. Ummanteln Sie die Plättchen mit Holzleim und drücken Sie sie in die Löcher
  5. © Selber Machen Media

    Die Struktur des ersten Seitenteils der Tribüne ist nun fertig. Das zweite Seitenteil wird auf die gleiche Weise zusammengebaut.
  6. © Selber Machen Media

    Tipp! Für mehr Beinfreiheit zwischen dem Rücken des Vordermanns und den Füßen des Hintermanns passen Sie einfach die 60 Zentimeter Tiefe der Sitzflächen entsprechend an.

Die Seitenteile verbinden

Sind die beiden Seitenteile der Tribüne fertig zusammengefügt, verbinden Sie diese mit den Querstreben. Dann ist die Struktur der Tribüne bereit, um mit OSB-Platten verkleidet zu werden.

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    Mit Hammer und Vorlage schlagen Sie die Konusplättchen vorsichtig in die Öffnung ein. Der Überstand wird später abgeschnitten.
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    Der hochführende Handlauf und die seitliche Reling treffen sich dank Gehrungsschnitt passgenau. Der Überstand wird später entfernt.
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    Auch die seitliche und hintere Reling werden mittels auf 45°-Gehrung gesägter Stirnseiten miteinander verbunden.
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    Die Querstreben der Tribüne werden nun miteinander verschraubt, um die beiden Seitenteile miteinander zu verbinden.
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    An den Ecken der Seitenteile befestigen Sie von innen zusätzliche Klötze, um die Auflagefläche für die Rollen zu schaffen.
  6. © Selbermachen

    Das Gerüst der Tribüne ist jetzt schon sehr stabil. Die folgende Beplankung versteift sie zusätzlich und macht sie noch belastbarer.

Die Sitzflächen einbauen

Die Rollen werden an der Unterseite der Tribüne befestigt. An den OSB-Platten für die Sitzflächen müssen Sie an den Ecken vier Flächen ausklinken, damit die Platten zwischen die Pfosten passen.

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    Die Befestigungspunkte zuerst mit einem Körner markieren, damit Sie die Positionen der Rollen festlegen können.
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    Nach dem Vorbohren der Löcher verschrauben Sie die Rollen mit Sechskantschrauben und passenden Unterlegscheiben am Rahmen.
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    Um die Platten für die Sitzflächen plan einzupassen, reißen Sie die zuvor ausgemessenen Flächen an, die Sie dafür ausklinken müssen.
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    Die angezeichneten Flächen sägen Sie entlang der Linien mit ein bis zwei Millimeter Zuschuss mit der Stichsäge aus.
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    Die ausgeklinkte Platte setzen Sie auf der ausgemessenen Ebene ein. Der Zuschuss beim Sägen ermöglicht ein einfacheres Einsetzen.
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    An der Unterseite müssen noch Stützklötze angebracht werden, um die Stabilität zu er - höhen. Dazu entnehmen Sie die Platte wieder.
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    Auch an den Querstreben bringen Sie die Stützklötze so an, dass die Rückwände zusätzliche Auflage bekommen.
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    Experten-Tipp: Massive Rollen - Transportgeräterollen sind aus massivem Industriestahl gefertigt. Der Reifen besteht aus hochwertigem Vollgummi. So behält die Tribüne auch bei maximaler Auslastung mit einer sechsköpfigen Besatzung sicheren Stand. Es gibt sie als Bock- oder Lenkrolle mit oder ohne Feststellbremse in unterschiedlichen Durchmessern. Wir haben uns für zwei Bockrollen „RO 8160“ (je 15 Euro) und zwei Lenkrollen mit Feststellbremse „RO 7160“ (je 27 Euro) von Wagner System mit 16 Zentimetern Durchmesser und einer Tragkraft von jeweils 150 Kilogramm entschieden. www.wagner-webshop.com

Rückwände und Frontblenden anbringen

Stützklötze aus Fichtenholz werden an der Tribünenkonstruktion verschraubt, um die Sitzflächen, Frontblenden und Rückwände aus OSBPlatten daran zu befestigen. Dadurch wird die Tribüne auch noch stabiler.

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    Die angebrachten Stützklötze aus Fichtenholz erhöhen die Stabilität der Sitzfläche im vorderen Bereich, die auch als Trittbereich viel zu tragen hat. Im Rückenbereich geben sie der Platte den notwendigen Halt, damit sie sich beim Anlehnen nicht durchbiegt.
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    Die Winkelverbinder verschrauben Sie an einer Latte, die dann als Querstrebe eingezogen wird, um daran die Frontblende zu fixieren.
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    Befestigen Sie die Latte an den inneren Seiten der Rollenauflagen, so dass sie vorne bündig abschließt.
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    Die Tribüne ist nun bereit für das Anbringen der Rückwände und der Frontblende. Messen Sie jede einzelne Ebene noch einmal nach.
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    Die jeweilige Rückwand passen Sie in einer Ebene ein und fixieren sie mit Schrauben an Pfosten und Stützklötzen.
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    Verspachteln Sie alle Löcher mit Schrauben köpfen. So erhalten Sie am Schluss ebene Oberflächen.
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    Die obere Reling erstellen Sie, indem Sie zwei Pfosten an einen Handlauf fixieren. Dazu vorbohren, Sackloch bohren und verschrauben.
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    Befestigen Sie die Reling auf den Eckpfosten. Die auf Gehrung gesägten Stirnseiten schließen den Rahmen und werden verschraubt.

Die Oberflächen schleifen

Sind Überstände und vorstehende Konusplättchen abgeschnitten, werden alle Flächen mit einem Deltaschleifer abgeschliffen. So fassen sie sich angenehm an und nehmen Grundierung und Lack besser auf.

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    Die Stützpfosten der Reling verschrauben Sie nun mit der obersten Querstrebe der Sitztribüne. Bohren Sie die Löcher vor.
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    Mit einem Multitool trennen Sie den Überstand des nach oben führenden Handlaufs bündig ab.
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    Auf gleiche Weise entfernen Sie überstehende Konusplättchen. Achten Sie darauf, dass der Leim durchgetrocknet ist.
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    Überschüssigen Spachtel schleifen Sie nach dem Trocknen mit dem Deltaschleifer weg. Dann schleifen Sie die Fläche komplett an.
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    Den Handlauf glätten Sie ebenfalls mit dem Deltaschleifer, da er besonders weiche Übergänge schafft. Gerade beim oberen Teilstück des Handlaufs ist dies wichtig, damit er sich angenehm anfühlt.
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    Den Handlauf glätten Sie ebenfalls mit dem Deltaschleifer, da er besonders weiche Übergänge schafft. Gerade beim oberen Teilstück des Handlaufs ist dies wichtig, damit er sich angenehm anfühlt.

Das Holz lackieren

Zunächst grundieren Sie alle Hölzer mit Imprägnierung. Nach dem Trocknen folgt ein Anstrich mit Isoliergrund, bevor Sie, nach abermaligem Trocknen, den finalen Farbton als Dauerschutz-Farbe auftragen.

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    Imprägnieren Sie alle Kanthölzer, die noch nicht vorbereitet wurden, zum Beispiel mit Bondex „Nadelholz Imprägnierung Ultra“.
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    Für den Anstrich der gesamten Tribüne eignet sich Isoliergrund. Er verhindert das Durchschlagen farbiger Holzinhaltsstoffe.
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    Eine Dauerschutz-Farbe im gewünschten Ton bildet einen deckenden und strapazierfähigen Film auf der Grundierung.
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    Für die beschriftbare Tafel verschrauben Sie auf der Rückseite der zugeschnittenen Tischlerplatte zwei Befestigungslatten.
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    Die Latte verschrauben Sie zusätzlich durch die Vorderseite. Zuvor das Vorbohren und Ansenken nicht vergessen.
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    Vor dem Auftragen des Isoliergrundes verspachteln Sie die entstandenen Schraublöcher und schleifen nach dem Trocknen die Platte.
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    Die grundierte Tafel streichen Sie nach entprechender Trocknungszeit mit Schultafellack. Hierfür eignet sich eine Lackierrolle.
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    Die Pfosten der Tafel schrauben Sie seitlich an den Befestigungslatten fest. So vermeiden Sie eine Verschraubung durch die lackierte Tafel.
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    An der Rückseite der Pfosten bringen Sie den Seitenrahmen in der gewünschten Höhe mit Holzschrauben an.

Zum Schluss: Die Ausstattung

Der letzte Schliff: Befestigen Sie nun noch Trittschutzkanten, Sitz polster und Getränkehalter. Auf eine erfolgreiche EM!

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    Zum Befestigen der Trittschutzkanten benutzen Sie Montagekleber mit hoher Klebekraft, wie MEM „Kleben Plus Kristallklar“.
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    Die Alu-L-Profile drücken Sie nun als Kantenschutz auf die Vorderseite der Sitzflächen auf. So wird eine Beschädigung der Kanten verhindert.
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    Die Sitzflächen aus zugeschnittenen Iso matten stücken kleben Sie mit einem Kleber auf PUBasis auf, zum Beispiel „PU Max“ von UHU.
  4. © Selbermachen

    Die fertige Tribüne lässt sich auf ihren tragfähigen Rollen problemlos in Position bringen. Nicht vergessen, die Feststellbremsen zu drücken!
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    Originell und praktisch sind die Metall-Flaschenhalter , die für jeden Tribünengast ein Getränk bereithalten
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    Umfunktionierte Blumen kästen halten Nachschub und Knabbereien parat. Tipp: Zur Flaschenkühlung kann man die Kästen mit Eiswürfeln befüllen

 

Artikel aus selber machen Ausgabe 06/2016. Jetzt abonnieren!
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