Panel-Tracks, Schiebevorhänge, Slinding Panel

Flächenvorhänge

Mit Flächenvorhängen vor den Fenstern lassen sich Licht- und Sonnenstrahlen optimal regulieren. Wir zeigen tolle Ideen, die Sie leicht nachbauen

 
 
Sliding Panel © Selbermachen
Sliding Panel

Filz in zwei Farben© SelbermachenGardinen zugezogen© Selbermachen

Panel-Tracks aus Filz

Bunte Streifen setzen Akzente und lockern die Fläche auf. Auch wenn es mehr Arbeit macht, verleihen die Zickzackränder den Bahnen mehr Profil. Interessante Lichtstimmungen entstehen bei zugezogenen Vorhängen durch die offenen Schlitze von 4 cm Breite. Durch die geraden Linien entsteht auf großer Fläche ein geometrisches Gesamtbild.

Panel-Tracks oder auch Flächen- und Schiebevorhänge genannt, sind im Moment der Renner. Im Gegensatz zu Gardinen haben sie den Vorteil, das man das einfallende Licht besser regulieren kann. Was auch davon abhängt, ob eine zwei- oder drei läufige Schiene montiert ist. Denn je mehr Paneele verschoben werden, desto besser lassen sich Sonnenstrahlen filtern. Da man fertig genähte Stoffbahnen für dieses System günstig kaufen kann, haben wir bei unseren Vorschlägen mit anderen Materialien gearbeitet, die sich alle ohne Nähmaschine herstellen lassen. Filz (6,50 Euro/m) hat den Vorteil, dass er beim Zuschneiden nicht ausfranst und in vielen Farben angeboten wird. Damit die Streifen auf dem Rahmen mit der Zeit nicht durchhängen, ist es ratsam, sie mit Vlies, der aufgebügelt wird, zu verstärken. Und sollte das Klettband partout keine Haftung übernehmen wollen oder der Stoff zu schwer sein, dann können Sie die Bahnen auch festtackern. Dazu an beiden Seiten der Stoffbreite je 2 cm zugeben.

Stoffpaneele mit fester Spannung

  1. © SelbermachenRahmen verschrauben
    Das Rahmenaußenmaß des Paneels beträgt 60 x 246 cm, die Leistenstärke 2 x 3 cm. Die 60 cm langen Leisten werden oben und unten auf den Längsleisten befestigt, so dass sich ein Innenmaß von 240 cm ergibt. Dazu an den Endpunkten mit einem 4-mm-Holzbohrer vorbohren und mit einer Spaxschraube die Holzleisten verbinden. Zum Stabilisieren werden kleine Eisenwinkel (3 x 3 cm) befestigt.
  2. © SelbermachenStabilisierungskreuz
    Um die Rahmen im rechten Winkel zu halten sind Stabilisierungskreuze vonnöten, die auf die Rückseite geschraubt werden. In diesem Fall metallene aus dem „Ivar“-Programm von Ikea (zwei Stützstangen/2 Euro).
  3. © SelbermachenFilzbahnen zuschneiden
    Für die Bespannung aus Filz müssen aus der Meterware die Streifen zugeschnitten werden. Das geht am besten mit einer Stahlschiene und einem Rollcuttermesser. Insgesamt müssen 14 Streifen in 11 cm und zwei Streifen in 16 cm Breite (als Abschluss oben und unten) zugeschnitten werden. Die lichten Abstände zwischen den Streifen betragen je 4 cm. Die Filzstreifen sind 64 cm lang, das heißt, an beiden Enden werden je 2 cm um den Rahmen geschlagen.
  4. © SelbermachenKlett aufkleben
    Die Enden der Filzstreifen werden mit selbstkleben den Klettbandstückchen versehen, die man fest auf den Stoff drücken muss.
  5. © SelbermachenEinlasslöcher bohren
    In die doppelläufige Gardinenschiene, die von Wand zu Wand geht, müssen Einlasslöcher für die Schraubenköpfe, die als Gleiter dienen, gebohrt werden. 10 mm für den Bohrer sind ausreichend.
  6. © SelbermachenPaneels aufhängen
    Da Gardinen-Kunststoffgleiter das Gewicht des Paneels nicht halten, haben wir alternativ verschiedene Schraubenköpfe ausprobiert. Am besten lassen sich Rundkopfschrauben mit flacher Unterseite schieben. Beim Einfädeln der Flächenvorhänge erst eine Schraube in das Einlassloch drücken, zur Seite schieben und dann die zweite Schraube hochdrücken.
  7. © SelbermachenEinlasslöcher verschrauben
    Sind die vier Paneele auf der zweiläufigen Schiene eingehängt, werden die Einlasslöcher mit zwei kurzen Schrauben verschlossen. Dann können die Rahmen nicht entgleiten.
  8. © SelbermachenFilz aufkleben
    Auf die Außenkanten des Rahmens wird das selbsthaftende Unterklettband geklebt. Dann die mit dem Oberklettband beklebten Filzstreifen Bahn für Bahn erst auf der einen Seite befestigen, fest spannen und auf der anderen Seite gut andrücken. Bei schweren Stoffen das Klettband aufnähen.

Vorhang auf für neue Ideen

Wer fröhliche Farben wie in der italienische Eisdiele bevorzugt, für den ist dieses Paneel gerade richtig. Für die Herstellung benötigen Sie vier Wäscheleinen (20 m/2 Euro) aus Kunststoff in unterschiedlichen Tönen. Ein Farbstreifen besteht aus zwanzig geschnittenen Bändern, die im gleichmäßigen Abstand auf der Rückseite des Paneels angetackert sind. Wegen der Spannung Querstreben einbauen.

Rahmen mit Netz© SelbermachenFür Fischer und Freunde des Fußballs ist das netzbespannte Paneel eine verspielte Alternative zur Gardine. Je nachdem, wie viele Sonnenstrahlen und Einblicke im Netzwerk hängen bleiben sollen, kann man es ein- beziehungsweise zweiseitig bespannen. Rechts sehen Sie die doppelte Variante. Netze aus Naturgarn gibt es in verschiedenen Größen (2 x3 m /16,50 Euro) und Farben in allen Kreativmärkten.

Rahmen mit Vliestapete© SelbermachenEine tolle Möglichkeit, sich an der Gestaltung der Fensterfläche kreativ auszutoben, bieten Vliestapeten. Hier kann man dann passend nach Jahreszeit die Deko ändern. Vliestapeten haben den Vorteil, dass sie reißfest sind, in einer großen Palette an Strukturen angeboten werden und sich gut streichen lassen. Für dieses Paneel haben wir die Bahnenbreite der Tapete von 53 cm („Wallton 2007“ von Rasch, Rolle/ 24 Euro) genutzt und aufgetackert.

Einfach, aber mit großer Wirkung ist die ganzflächig aufgebrachte Noppenfolie (4 Euro/m im Baumarkt). Sie ist blickdicht, lässt ausreichend Tageslicht durchscheinen, fängt aber durch ihre isolierende Wirkung starke Sonneneinstrahlung auf. Eine schnörkellose „Hightech“- Lösung, die in jedes Ambiente passt.
Vorhang in Grün-Weiß© SelbermachenVorhang mit Blumenmotiv in Blau-Weiß© Selbermachen

Stoffe am laufenden Band

Dreiläufige Schiene© SelbermachenMal dichter, mal lichter heißt die Devise bei der Flächenvorhang- Kollektion von Teba. Dank der großen Farbpalette und der unterschiedlichen Licht- und Blickdurchlässigkeit lassen sich Bahnen in verschiedenen Tönen reizvoll kombinieren (250 x 60 cm, 62 Euro). Besonders an großen Fensterflächen ist der Wechsel mit bildhaften Motiven, wie zum Beispiel das florale Muster (250 x 80 cm, 93 Euro) mit einfarbigen Paneelen sehr dekorativ. Durch bloßes Überlagern der Stoffbahnen entstehen immer neue Bühnenbilder im Raum.

Roter Flächenvorhang© SelbermachenDas Zimmer abdunkeln, sich vor neugierigen Blicken schützen und das Sonnenlicht filtern – mit dem Aufhängesystem „Kvadrant“ von Ikea hat man alles im Griff. Bei der dreiläufigen Schiene (140 cm, 14,95 Euro) lässt sich die Lichtstimmung mit unterschied lichen Stoffen variabel gestalten. Die Bahnen (300 x 60 cm ab 9,99 Euro) nur auf Länge schneiden, die Stoffkanten verschwinden hinter Schienen.

Diese Vorhänge aus waschbarem Polyester gibt es nicht nur in Rot und Weiß, sondern auch in den Pastelltönen Blau, Gelb und Orangebraun. Ein Plus bei diesen Schiebegardinen: Sie können, ohne die Nähmaschine einzusetzen, gekürzt werden. Dazu wird lediglich ein Klettband am unteren Saum aufgebügelt. 250 x 57 cm ist der Stoffpreis mit Paneelwagen um 15 Euro (Otto Versand).

Vorhänge in Rot-Weiß© SelbermachenWenn schon eine handelsübliche, zweiläufige Gardinenschiene vorhanden ist, können Sie Ihre Gardinen gegen Schiebevorhänge austauschen. Pro Paneel wird ein Kunststoffschlitten mit zwei normalen Gleithaken am Gardinenbrett eingehängt. Erst den rechten, dann den linken Laufwagen einklicken. Die Vorderseite des Schlittens ist mit einem Klettband versehen, an dem anschließend die Stoffbahn angeheftet wird. Damit der Stoff gut fällt, wird am unteren Ende der Stoffbahn ein Unterstab angebracht. (Laufwagen um 6 Euro/Stück, Teba).Stoffbahnen anheften© SelbermachenStoffbahnen angebracht© Selbermachen

Wo gibt´s...?

Filz: In den Stoffabteilungen von Kaufhäusern sowie in Kreativmärkten

Spaxschrauben: Im Eisenwarenhandel und in Baumärkten

Artikel aus SELBERMACHEN Ausgabe 04/2006. Jetzt abonnieren!
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