Fliegengitter

Insektenschutz für Ihr Zuhause

Wenn im Sommer die Fenster Tag und Nacht geöffnet sind, um frische Luft hereinzulassen, nutzen auch Mücken und Motten die Gelegenheit zum Besuch. Wir suchen Abhilfe.

 
Insektenschutz im Schlafzimmer © PR
Insektenschutz im Schlafzimmer

Insekt© PRSo herrlich die lauwarmen Sommernächte auch sind, genießen kann sie nur, wer nicht von den sirrenden Geräuschen stechender Quälgeister um den Schlaf gebracht wird. Auf chemische Keulen wie Spray oder Verdampfer sollten Sie die Finger lassen, da sie oft die Atemluft belasten. Zuverlässigen Schutz gegen Insekten gibt es mittlerweile für Terrassentüren und Fenster in verschiedenen Bauarten und Preisklassen.

Das einfachste Abwehrsystem gegen Insekten sind Fliegengitter, die mittels Klettband am Fensterrahmen befestigt werden. Lückenlose Abschlüsse bieten auch Lamellenvorhänge zum Ankletten. Weitere Lösungen sind Steckrahmen aus Aluminium, die es als Bausatz für alle gängigen Fenstergrößen gibt. Die Profile schneidet man selbst zu, was jeder handwerklich begabte Laie schafft. Komplizierter wird der Einbau bei Schiebeelementen, Rollotüren und integrierter Gaze in Jalousiekästen. Hier kommt man um den Fachmann nicht herum.

Mit Fliegengittern sperren Sie Insekten einfach aus

Angehende Selbermacher im Training© SelbermachenDas Gewebe wird in verschiedenen Größen und Farben angeboten (1,2 x 2,4 m für bodentiefe Fenster um 18 Euro von Tesa). Mit Motiven wird der Insektenschutz im Kinderzimmer zu einem lustigen Bild (1,3 x 1,5 m, etwa 8 Euro, Schellenberg).

Klettband

Klettband© PRFliegengitter für Fenster gelten immer noch als die klassische und preiswerte Lösung, um Insekten fernzuhalten. Die Montage ist einfach: Das Klettband rundum in den Fensterfalz kleben und das Gewebe darauf befestigen. Das Material aus Polyester lässt sich in der Höhe und Breite mit einem Cutter oder einer Schere auf Fenstergröße kürzen.

Angeboten werden die Gitter (1 x 1 m, ab etwa 4,20 Euro, Schellenberg) in zwei Farben. Wenn Sie außer dem Insekten- gleichzeitig den perfekten Sichtschutz wollen, ist Weiß richtig. Die Farbe Anthrazit gewährleistet eine bessere Durchsicht. Nach Saisonschluss lassen sich die Fliegengitter leicht abziehen und sind bei 30 Grad waschbar. Fazit: Preisgünstig sowie schnell und einfach austauschbar.

Gitter zum Öffnen

Gitter zum Öffnen© PREine praktische Variante: Fliegengitter zum Öffnen nach Bedarf. Dank eines speziellen Klettsystems – neben dem Montageband im Falz wird zusätzlich ein Klettband am Netz befestigt – lässt es sich jederzeit zum Blumengießen hochschlagen („Open/Close“, 1,3 x 1,5 m, um 20 Euro von Tesa). Falls Sie zu den Allergikern gehören und im Frühjahr bereits ein feinmaschiges Pollenschutzgitter vor dem Fenster hatten, können Sie es gegen dieses Fliegengitter austauschen, da es mit demselben Klettsystem ausgerüstet ist. Es lässt mehr Licht und Luft hindurch. Fazit: Klettband trägt auf. Fenster muss leicht nachjustiert werden.

Spannrahmen

Spannrahmen© PRAus leichten, sehr robusten Aluminiumprofilen bestehen diese Spannrahmen, die als Bausatz erhältlich sind. Das heißt, die Profile, die es in verschiedenen Formaten von 0,8 x 1 m bis 1,4 x 1,5 m gibt (ab rund 37 Euro von Windhager), schneiden Sie selbst auf die individuelle Fenstergröße mit der Säge zu. Mit den zum Set gehörenden Eckverbindern werden die Profile zusammengesteckt und das Gewebe aus Fiberglas verspannt.

Bei diesem System haben Sie die Möglichkeit, den Rahmen fest einzubauen oder ihn als Schwing- oder Klappflügel zu installieren. Je nach Montage werden die Einhängefedern entweder am Fensterrahmen oder die Scharniere für den Flügel an der Hauswand befestigt. Fazit: Vorteilhaft – jedes Teil ist auch einzeln erhältlich.

Rahmen auf Maß zuschneiden

  1. Profile zusägenProfile zusägen© PR

    Profile zusägen

    Insektenschutz-Rahmensysteme aus Aluminiumprofilen werden von vielen Firmen als Bausätze angeboten und sind schnell und einfach zu montieren. Für Heimwerker auf jeden Fall ein leichtes Spiel. Die Größe sollte stimmen, deshalb ist beim Ausmessen Genauigkeit gefragt. Stehen die Maße fest, werden die Profile entsprechend zugesägt.
  2. Profile zusammen steckenProfile zusammen stecken© PR

    Profile zusammen stecken

    Insektenschutz-Rahmensysteme aus Aluminiumprofilen werden von vielen Firmen als Bausätze angeboten und sind Dann die Profile über die Eckverbinder stecken.
  3. Rahmen einklemmenRahmen einklemmen© PR

    Rahmen einklemmen

    Zum Schluss das Gewebe mit der Kederschnur stramm in die Nut des Profils pressen. Der Rahmen wird in die Mauerlaibung geklemmt. („Eleganza“, 1 x 2,1 m rund 60 Euro, Schellenberg).

Dachfenstersystem

Dachfenstersystem© PRWer unter der Dachschräge wohnt, hat im Sommer nicht nur mit Insekten, sondern auch mit starker Sonneneinstrahlung zu kämpfen. Abhilfe schaffen hier Kombi-Sets, die beide Bereiche abdecken. Der Alurahmen, der direkt auf der Wand montiert wird, ist mit zwei Kassetten sowie Führungsschienen und Bürstendichtungen ausgestattet. In der oberen ist das Verdunklungsrollo versteckt und in der unteren hat das Insektenschutzgewebe seinen Platz (0,9 x 1,7 m etwa 190 Euro, Schellenberg). Fazit: Dach- und Kippfenster lassen sich uneingeschränkt öffnen.

Zwei Schwenkflügel

Zwei Schwenkflügel© PRWer zwei linke Hände hat, auf einen Insektenschutz aber nicht verzichten will, ist auf den professionellen Einbau eines Fachmanns angewiesen. Diese einund zweiflügeligen Türen für Balkone oder Terrassen sind aus Aluminiumprofilen („Luxaflex“, 0,85 x 2,1 m, um 290 Euro, Teba). Zum Schutz des Gewebes sind sie mit einer durchgehenden Griffkante sowie mit Trittplatten ausgerüstet. Das Gewebe aus Fiberglas hat durch die Profileigenschaften eine dauerhaft stabile Spannung. Der Rahmen wird mit Federstiften in der Nische montiert und ist leicht abnehmbar. Fazit: Gewebewechsel kann nur der Fachmann vornehmen.

Rollotür

Rollotür© PRMaßanfertigung ist auch diese neue Rollotür „Free“. Durch das Aufrollen des Gewebes in der schmalen Kassette von nur 5,6 cm bleibt der Durchgang auch mit beladenem Tablett passierbar. Die geringe Federspannung ermöglicht stufenloses Öffnen und Schließen der Tür, ungewolltes Zurückschnellen ist ausgeschlossen. Ein Magnetverschluss schließt die Tür absolut dicht ab. Das schwarze, kunststoffbeschichtete Fiberglasgewebe läuft in einer Kette, die über eine Bodenleiste geführt wird. Demontage© PR Diese Leiste ist lediglich 4 mm dick und nahezu flächenbündig, so dass keine gefährliche Stolperkante entsteht. Die Profile aus Aluminium werden in allen Standardfarben und auch mit Sonderbeschichtungen angeboten. Praktisch, aber nicht ganz preiswert: 0,9 x 2 m kosten etwa 450 Euro inklusive Montage (Lämmermann). Fazit: Leichte Demontage zum Reinigen der Tür.

Schiebeelement

Schiebeelement© PRWespenfreie Kuchenbleche und frische Luft sind im Wintergarten garantiert, wenn der passende Insektenschutz eingebaut wird. Ein- und zweiflügelige Schiebetüren benötigen Platz und werden vorrangig bei großen Türöffnungen eingesetzt. Der stabile Alurahmen, der in Silbergrau, Weiß und Braun erhältlich ist, erlaubt eine flexible Montage in oder vor der Nische. Die Einzeloder Doppelschiebetüren („Luxaflex“, 0,85 x 2,1 m, zirka 370 Euro von Teba) laufen oben und unten auf Schienen in ein- oder in zweiläufiger Ausführung. Damit bei diesem System nichts schiefläuft, ist der Einbau Sache eines Fachmanns. Fazit: Stabiles System mit einwandfreier Führung.

Artikel aus selber machen Ausgabe 07/2012. Jetzt abonnieren!
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