Kubb - das Wikingerschach | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin

Outdoor Spiel

Kubb - das Wikingerschach

Früher spielte man Krocket auf dem Rasen, wenn die Platzreife für die Golfanlage nicht ausreichte. Heute spielt man Kubb. Kubb steht für Geschicklichkeit, ein bisschen Strategie, aber vor allem für ganz großen Spaß! Und das gilt für jedes Alter.

 
Kubb © Selbermachen
Kubb

"Wir gehen heute zum Kubb!“ Sagen Sie das Ihren Freunden oder Nachbarn, und Sie werden nicht allein gehen! Die einen kommen mit, weil sie es noch nicht kennen, und die anderen, weil sie es kennen … Kubb ist ein Spiel für jedermann, ob jung oder alt. Wer einen Stock werfen kann, der kann auch Kubb spielen.

© SelbermachenKubb ist ein Freiluftspiel, und es heißt, dass es schon von den Wikingern vor über 2000 Jahren gespielt wurde. Das Wort Kubb bedeutet übersetzt etwa so viel wie Hackklotz oder Holzklotz. Was auch die grobe Bauart erklärt. Kubb stellt mit seinen insgesamt elf Holzklötzen eine Feldschlacht dar, in der zwei verfeindete Gruppen für ihren König kämpfen. In der heutigen Form wird es seit den 90er-Jahren gespielt und ist vor allem in (wen wundert es) Skandinavien beliebt. Hier werden sogar seit einigen Jahren die Kubb-Weltmeisterschaften ausgetragen. Dann treffen sich über Tausend Teilnehmer (sechs Spieler je Mannschaft) in Rone auf der schwedischen Insel Gotland und kämpfen um den Weltmeistertitel.

Doch so weit muss es ja nicht gleich gehen. Kubb macht ebenso im eigenen Vorgarten Spaß wie im Stadtpark oder auf der Nachbarwiese. Eins ist jedenfalls sicher: Kubb ist Kult!

  1. Leisten zusägen© Selbermachen

    Leisten zusägen

    Sägen Sie die gehobelten Leisten der Dimension 6 × 2 cm in der Gehrungslade zu, damit sie eine exakte Schnittkante bekommen.
  2. Nägel einschlagen© Selbermachen

    Nägel einschlagen

    Damit die Hölzer bei dem Verleimvorgang nicht verrutschen, werden kleine Nägel eingeschlagen und ...
  3. Nägel abkneifen© Selbermachen

    Nägel abkneifen

    ... dann bei etwa 1 mm abgekniffen.
  4. Platten leimen© Selbermachen

    Platten leimen

    Ein wasserfester Leim wird aufgetragen und die Hölzer übereinandergelegt.
  5. Platten fixieren© Selbermachen

    Platten fixieren

    Die kleinen Nagelstummel pressen sich nun in das Holz und verhindern so auf eine ganz simple Weise, dass sich die einzelnen Hölzer beim Pressen und Zwingen nicht gegeneinander verschieben.
  6. Überschüssigen Leim abnehmen© Selbermachen

    Überschüssigen Leim abnehmen

    Noch bevor der Leim komplett abgebunden ist, wird das herausgequetschte Material mit einem scharfen Stecheisen abgenommen. Der Leim sollte dabei von gallertartiger Erscheinung sein.
  7. Kanten schleifen© Selbermachen

    Kanten schleifen

    Ist der Leim ganz durchgetrocknet, werden die Flächen und Kanten geschliffen
  8. Loch bohren© Selbermachen

    Loch bohren

    Die Königsfigur erhält als krönenden Abschluss eine Kugel, die mit einem Holzdübel befestigt wird.
  9. Kugel leimen© Selbermachen

    Kugel leimen

    Um die Leimverbindung zu unterstützen, haben wir noch einen Gardinenring mit eingeleimt.
  10. Kugel fixieren© Selbermachen

    Kugel fixieren

    So erhöht sich die Leimfläche und damit auch die „Amtszeit“ des Königs.
  11. Eckpfeiler anspitzen© Selbermachen

    Eckpfeiler anspitzen

    Die Wurfhölzer mit einem Querschnitt von 4 cm und die Eckpflöcke mit Durchmesser 2 cm werden ebenfalls mithilfe einer Gehrungslade zugesägt und anschließend deren Kanten mit einer Feile abgerundet beziehungsweise angespitzt.
  12. Mit Holzwachs versiegeln© Selbermachen

    Mit Holzwachs versiegeln

    Zuletzt erhalten alle Spielteile eine Oberflächenversiegelung mit einem Holzwachs.

Spielregeln für Kubb

© SelbermachenSpielfeld aufstellen: Zunächst wird das Spielfeld mit den vier angespitzten Eckpflöcken abgesteckt. Besonders gut eignen sich Sandböden oder Wiesen. Harte Böden wie etwa Stein oder Asphalt machen die Wurfhölzer nur kaputt. Die Spielfeldgröße beträgt etwa acht mal fünf Meter.

Die zehn Kubbfiguren (zweimal fünf) werden in gleichmäßigem Abstand auf den beiden Grundlinien verteilt. Jede Partei erhält also fünf Spielfiguren, und damit man nicht durcheinandergerät, haben wir von SELBER MACHEN den Kubbs schon gleich zwei verschiedene Holzfarben gegeben. Der über alles herausragende König wird in der Mitte der Mittellinie aufgestellt.

Das Team, das anfängt, hat einen enormen Vorteil. Daher wird um den Beginn gekämpft, indem jedes Team ein Wurfholz in Richtung des Königs wirft. Wer näher beim König landet, ohne diesen umzuwerfen, darf beginnen.

© SelbermachenDas Spiel beginnt: Die Spieler der Gruppe A stellen sich auf ihre Grundlinie und versuchen, mit den insgesamt sechs Wurfhölzern die Kubb-Spielfiguren auf der gegnerischen Grundlinie umzuwerfen. Dabei soll das Wurfholz mit einer Armbewegung von unten nach oben und darf nicht quer und auch nicht rotierend geworfen werden. Wenn Gruppe A alle sechs Wurfhölzer geworfen hat, muss die Gruppe B die getroffenen Kubbfiguren dem Gegner „überlassen“. Dies macht sie, indem sie die Kubbs in die Spielhälfte von Gruppe A wirft. Gruppe A stellt diese dann wieder senkrecht auf. Dabei ist es der Gruppe A überlassen, ob die Kubbs beim Aufstellen nach vorn oder nach hinten gekippt werden. Jetzt muss die Gruppe B die neu aufgestellten Kubbs im Feld mit ihren sechs Wurfhölzern umwerfen, und zwar bevor sie die eigentlichen gegnerischen Kubbfiguren auf der Grundlinie von A umwerfen darf.

Das Spiel geht weiter: Schafft die Gruppe B es nicht, die Feldfiguren umzuwerfen, dann bekommt die Gruppe A den entscheidenden Vorteil. Sie darf die Abwurflinie nach vorn verlegen, nämlich auf die Höhe des zuvorderst stehenden Kubb. Trifft der Werfer mit einem Kubb zweimal das Feld nicht, dann darf die Gegenpartei den Kubb platzieren. Das erklärt dann auch, warum es von fast spielentscheidender Bedeutung ist, als erste Mannschaft die Wurfhölzer zu werfen! Das Spiel geht danach wechselseitig weiter.

Das Spiel endet: Wenn eine Gruppe alle Figuren des Gegners umgeworfen hat, wird der König von der Grundlinie aus unter Beschuss genommen. Kann die Mannschaft auch den König zu Fall zu bringen, hat sie gewonnen.

Weitere Regeln: Wird mit einem Kubb oder einem Wurfholz der König getroffen, hat die Mannschaft verloren.

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