Schimmel im Haus erkennen und entfernen: Erste Hilfe gegen Hauspilz | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Schimmelbefall lokalisieren und bekämpfen

Schimmel im Haus erkennen und entfernen: Erste Hilfe gegen Hauspilz

Der gemeine Schimmelpilz: Der Albtraum jedes Hausherrn. Lässt man ihn in Ruhe, drohen Gesundheitsschäden. Deshalb sollte sofort nachdem Schimmelbefall entdeckt wurde, etwas dagegen getan werden. Wir verraten, wie Sie den Schimmel erkennen und wirksame Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten.

 
Schimmelbefall lokalisieren und bekämpfen: Erste Hilfe gegen Schimmel © PR
Schimmelbefall lokalisieren und bekämpfen: Erste Hilfe gegen Schimmel

Schimmelbefall ist immer ein Zusammenspiel von zu hoher Feuchtigkeit und idealem Nährboden. Drei Ursachen für Feuchtigkeit kommen dabei in Betracht:

  • Entweder dringt Wasser von außen oder aus defekten Leitungen ins Mauerwerk ein.
  • Oder ein alter Wasserschaden wurde nicht fachgerecht trockengelegt.
  • Oder die Feuchtigkeit entsteht durch kondensierende Luftfeuchtigkeit aus dem Raum selbst. Sprich: ungenügendes oder falsches Lüften.

Wir zeigen Ihnen wie Sie Schimmel erkennen und was Sie als Erste-Hilfe-Maßnahmen tun können, um den Schimmel zu bekämpfen.

Allgemein gilt aber: Schimmelpilze sollten Sie nur mit entsprechenden Schutzmaßnahmen bekämpfen!

So erkennen Sie Schimmel

Dunkle Flecken auf der Wand, meist in den Ecken, sind ein erster wichtiger Hinweis auf Schimmelbefall. Letzte Sicherheit bekommen Sie aber erst durch Tests aus der Apotheke oder durch Schimmelexperten vor Ort.

Neben den sichtbaren Flecken ist der Schimmelpilzbefall oft durch einen modrig-faulen Geruch zu erkennen, der schwer in der Luft liegt.

Auch leicht feuchte Stellen an der Wand können auf eventuell sogar giftige Sporen hinweisen, nicht zuletzt sind Allergien und Schleimhautreizungen ein Ernst zu nehmendes Anzeichen, falls es dafür keine andere schlüssige Erklärung gibt.

Müssen Sie nur in manchen Räumen husten, kann das auch auf Schimmelbefall hindeuten.

Achtung! Spielen Sie auch einen noch so kleinen Schimmelflecken nicht herunter: Die Sporen können nämlich schon weit über die sichtbaren Stellen hinaus im Putz und in den Wänden verteilt sein und so für alle Bewohner ernste gesundheitliche Gefährdungen schaffen.

Mit Vorsicht handeln

Haben Sie einen Schimmelverdacht, sollten Sie sofort an die Beseitigung gehen oder gehen lassen. Im betroffenen Raum bitte auf keinen Fall mehr schlafen oder unnötig lange aufhalten. Stets gut durchlüften.

Meiden Sie den Raum bis zur endgültigen Sanierung und tragen Sie bei allen Arbeiten und Untersuchungen Einmalhandschuhe und Mundschutz – gibt es in jedem gut sortierten Supermarkt und hilft gegen den Angriff der Sporen, die in der Luft verteilt sind.

Textilien, die mit der befallenen Stelle in Berührung gekommen sind (Gardinen, Vorhänge) bitte unbedingt waschen. Bei sichtbar großflächigen, feuchten Flecken, an denen gegebenenfalls der Putz abplatzt oder die Tapete aufquillt, sollten Sie bei ausgewiesenen Schimmelexperten Rat einholen.

Dieser kann den Grad des Schimmelbefalls und der Feuchtigkeit messen und, wenn nötig, weitere Schritte einleiten (Testbohrungen für Sensoren, Trockenlüfter aufstellen). Eine Investition, die sich auf jeden Fall lohnt.

In Raumecken bilden sich gern Schimmel - flächen, weil hier der Wärmedurchgang nach außen am größten und die Wandoberflächentemperatur am geringsten ist

In Raumecken bilden sich gern Schimmel - flächen, weil hier der Wärmedurchgang nach außen am größten und die Wandoberflächentemperatur am geringsten ist

Erste Hilfe gegen Schimmel

Welches Mittel Sie zur Schimmelvernichtung einsetzen, hängt von der Oberflächenbeschaffenheit ab. Zu unterscheiden sind glatte, nicht saugfähige Flächen wie Fliesen oder mineralische Untergründe wie Putz.

Die Erste-Hilfe-Maßnahmen sind gut geeignet, dem Schimmelpilz unverzüglich den Garaus zu machen, sind aber nur der erste Schritt. Unabdingbar ist bei aller Art der Schimmelbekämpfung die Ursachenbeseitigung. Viele der Mittel enthalten Chlor, was einerseits streng riecht, andererseits aber eine sehr gute Wirksamkeit und einen vorbeugenden Effekt bietet.

Maßnahmen beim Renovieren

Falls Sie Ihre Wände sowieso neu verputzen, tapezieren oder streichen wollen, können Sie gleich einen schimmelhemmenden Zusatz mit einrühren. Das funktioniert bei allen wasserbasierten Baustoffen. Ein Liter reicht dabei für etwa 40 Liter Farbe.

Schimmelvernichter mit einem Abstand von 5–10 Zentimetern auf die befallenen Stellen aufsprühen, nach 10–15 Minuten gut abspülen.Die Zugabemenge des Mittels ist abhängig vom Baustoff. Die Mengenangaben auf der Packung sollten Sie penibel einhalten.

1.)Schimmelvernichter mit einem Abstand von 5–10 Zentimetern auf die befallenen Stellen aufsprühen, nach 10–15 Minuten gut abspülen.

2.) Die Zugabemenge des Mittels ist abhängig vom Baustoff. Die Mengenangaben auf der Packung sollten Sie penibel einhalten.

Fotos und Illustration: Hersteller
Artikel aus selber machen Ausgabe 05/2015. Jetzt abonnieren!
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