Dämmplatten zum Klicken | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Trittschalldämmung

Dämmplatten zum Klicken

Bisher galt das „Klick“-Prinzip als die ultimative Verbindungstechnik für Laminat- und Fertigparkettböden. Neuerdings lassen sich aber auch die drunter liegenden Dämmplatten klicken. Wir haben’s für Sie ausprobiert.

 
Trittschalldämmung zum Klicken © Selbermachen
Trittschalldämmung zum Klicken

Die Trittschalldämmung fristet ein weithin unbeachtetes Dasein in der Welt der harten Bodenbeläge. Völlig zu Unrecht, weil doch gerade sie es ist, die das Begehen von Laminat- und Fertigparkettböden für den Hausherrn wie für die Nachbarn akustisch überhaupt erst erträglich macht. Selbst die so unterschätzten Trittschalldämmungen bieten eine gewisse Produkt- Varianz: So bekommt man etwa besonders schwere Matten, die die im Raum selbst hörbaren Gehgeräusche fast komplett schlucken, oder auch besonders dünne Polyäthylen- (PE-)Schaumrollen, die die Strahlungswärme einer Fußbodenheizung besonders gut nach oben durchreichen.

Die neueste Variante bietet weniger in den technischen Eigenschaften als vielmehr in der Verlegbarkeit der Dämmplatten eine echte Weiterentwicklung. War es bisher so, dass man die PE-Dämmung erst ausrollen, auf dem Unterboden fixieren und dann an den Seitenstößen der Bahnen mit einem Klebeband miteinander verbinden musste, so haben die neuen „Selitac“-Platten durchlaufende Schwalbenschwanz-Verbindung an den Seiten. Damit lassen sich die Bahnen zu einer geschlossenen und satt aufliegenden Fläche regelrecht zusammen-„ puzzlen“. Die Bahnenstöße müssen Sie dann aber trotzdem noch abkleben – die neuen Dämmplatten weisen nämlich auf der Oberseite eine Alu-Kaschierung als eingebaute Dampfbremse auf. Damit die auch an den Stößen dampfdicht bleibt, ist ein spezielles Alu-Klebeband nötig. Immerhin sparen Sie sich so das Auslegen einer dampfbremsenden PE-Folie, die bei allen mineralischen Untergründen (Zementestriche) unter der Trittschalldämmung ausgerollt werden muss.

Übrigens: Die neue „Selitac“- Trittschalldämmung kommt nicht etwa als unhandliche Rolle, sondern als Faltplatte daher – das macht das Puzzlen noch einfacher. Der Preis liegt mit 3,20 Euro/qm um 2 Euro höher als der für die klassische PE-Rollenware.

Trittschalldämmung

  1. © jalag-sydication.deDämmplatten ausbreiten
    Die erste Bahn der Faltplatten wird an einer Wand entlang ausgebreitet. Sie liegt dann plan und muss nicht fixiert werden. Die wandseitigen Schwalbenschwänze können, aber müssen nicht abgeschnitten werden.
  2. © jalag-sydication.deVersatz der Schwalbenschwänze
    Bei der zweiten Bahn muss darauf geachtet werden, dass der Versatz der Schwalbenschwänze zueinander passt. Wenn nicht, zweite Bahn mit der anderen Längsseite anlegen.
  3. © jalag-sydication.deStöße abkleben
    Die Stöße müssen mit Alu-Dichtband (vom gleichen Hersteller) abgeklebt werden.
  4. © jalag-sydication.deaufgedrucktes Zentimeterraster
    Mittels des aufgedruckten Zentimeterrasters kann man die kurzen Seiten mit dem Cutter, aber ohne Lineal oder Leiste gerade abschneiden.

„Mit dem neuen Dreiklang aus „easy lay“ (Faltplatte), „easy click“ (Schwalbenschwanzverbindung) und „easy cut“ (aufgedrucktes Zentimeterraster) will der Hersteller Selit die Trittschalldämmung noch verlegefreundlicher machen. Das ist voll gelungen, wobei das eigentlich verlegefreundliche, die Faltplatte, schon länger auf dem Markt ist. Die neue Klickverbindung hingegen ist deshalb gut, weil aus den einzelnen Bahnen eine stabile und unverrutschbare Gesamtfläche wird, was bei der anschließenden Verlegung des Bodenbelags ein großer Vorteil ist“, sagt Ulrich Wolf, Mitarbeiter von SELBERMACHEN.

Die Faltplatten sind eine Kombination aus Polystyrol-Schaum als Dämmung und einer Alu-Schicht als Dampfbremse. Letztere muss nach dem Verlegen immer nach oben, also zum Raum hin zeigen.

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