Klicksystem für Holzfußböden | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Holzboden

Klicksystem für Holzfußböden

Ein Fingerdruck genügt, schon sind die Dielen miteinander verbunden: Das „2-lock“-Klicksystem für die Holzfußböden von Tarkett ermöglicht das einfache Verlegen ohne Kraft, schnell und sicher – auch ohne Werkzeuge.

 
Parkettdiele mit Finger einrasten lassen © Selbermachen
Parkettdiele mit Finger einrasten lassen

Ein Fingerdruck genügt© SelbermachenEndlich: Beim Verlegen eines Bodenbelags gehört das aufwendige Verschieben von Holzdielen im Kleber genauso der Vergangenheit an wie Schlagwerkzeuge. Und Kraft braucht man auch nicht mehr: Beim „2-lock“-Klicksystem werden die Längsseiten der Dielen eingewinkelt und die flexible Nut an den Kopfseiten mit etwas Druck eingerastet. Und so geht es: Erste Diele mit Abstandshalter vor der Wand positionieren. Die zweite Diele der ersten Reihe dicht geschlossen ans Kopfende der ersten legen.

Vorsichtig runterdrücken und darauf achten, dass beide eng aneinander liegen, auf das Kopfende der zweiten Diele klopfen – ein „Klick“-Geräusch bestätigt die sichere Verriegelung. Da es so einfach geht, überzeugt die neue Technik durch Schnelligkeit, nämlich bis zu 30 Prozent Zeitersparnis. Trotz des vereinfachten Arbeitsablaufs: Die richtige Vorbereitung entscheidet mit über das gute Ergebnis. Zur Akklimatisierung müssen die Pakete vor dem Verlegen mindestens 24 Stunden im Raum liegen, im Abstand von 1 m zu den Wänden.

Die Pakete werden erst unmittelbar vor dem Verlegen geöffnet. Der Boden muss trocken, sauber und fest sein. Unebenheiten von mehr als 3 mm über eine Strecke von 1 m gilt es auszugleichen. Nägel und Schrauben in alten Holzbelägen festziehen, um später quietschende Dielen zu vermeiden. Die Oberflächentemperatur des Bodens muss mindestens 15°C betragen und sollte nicht höher als 27°C sein, die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 30 % und 60 % liegen. Unter den „2-lock“-Holzfußboden gehört immer eine Trittschalldämmung, etwa Filzpappe, Kork oder Schaumstoff. Auf Zementestrich- oder Betonunterböden ist bei der schwimmenden Verlegung eine 0,2 mm starke PE-Folie zu verlegen.

Zunächst wird die Laufrichtung der Dielen festgelegt. Sie sollten am besten längs zur Hauptrichtung des Lichteinfalls liegen; in Fluren und schmalen Räumen immer parallel zur Längsrichtung arbeiten. Rundum bleibt eine Dehnungsfuge von 10 bis 15 mm mit Hilfe von Abstandskeilen, auch an Rohren und Türzargen. Vorausdenken: In der letzten Reihe dürfen die Dielen nicht schmaler als 5 cm sein; sonst kürzt man bereits die erste Reihe. Die Fläche darf maximal 12 x 20 m messen, sonst fügt man eine Dehnungsfuge ein, die von einem Profil abgedeckt wird.

Steht ein Umzug an, punktet das „2-lock“- Klicksystem nochmals: Die Dielen lassen sich problemlos demontieren. Daher kann man einzelne Dielen auch während oder nach dem Verlegen austauschen. Man trennt eine ganze Reihe durch leichtes Anheben und Klopfen auf der Fuge der Längsseite, löst sie durch Hochwinkeln und zieht sie durch horizontales Verschieben heraus.

Artikel aus selber machen Ausgabe 10/2012. Jetzt abonnieren!
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