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Smarthome mit modernen Steckern aufrüsten

Das alles können intelligente Steckdosen

Die 230-Volt Steckdose hat dazugelernt und wird immer intelligenter: Moderne Stromtankstellen sind fernbedienbar und messen zu Hause den Energieverbrauch. Sie transportieren Daten oder laden USB-Geräte auf. Mit einer App auf dem Smartphone oder Tablet wird sogar ein smartes Energienetz daraus. Wir verschaffen Ihnen einen Überblick über die Möglichkeiten und den Markt.

 
Smarthome mit modernen Steckern aufrüsten: Das alles können intelligente Steckdosen © T. Straszburger
Smarthome mit modernen Steckern aufrüsten: Das alles können intelligente Steckdosen

Die Schutzkontakt-Steckdose, oder kurz Schuko, sieht noch fast genauso aus wie bei ihrer Einführung vor mehr als 80 Jahren. Muss sie auch, schließlich sollen alle Schuko-Stecker in die genormte Dose passen.

Allerdings sind die Ansprüche an den häuslichen Stromanschluss inzwischen gestiegen. Neue Geräte und Anwendungen geben sich mit 230 Volt aus der Leitung nicht mehr zufrieden. Logische Folge: An den Wänden hängen immer mehr Ladegeräte, die den Netzstrom auf Niederspannung heruntertransformieren.

Dabei können Wandsteckdosen mit USB-Anschluss das Smartphone oder Tablet viel eleganter und unauffälliger laden. Wer ein Smarthome plant, wünscht sich früher oder später schaltbare Steckdosen. Sei es, um mit automatischer Beleuchtung während des Urlaubs Anwesenheit zu simulieren. Oder auch nur, um zu kontrollieren, ob das Bügeleisen wirklich ausgeschaltet ist.

Ganz einfach Steckdosen Nachrüsten

Das standardisierte Schuko-System bietet ideale Voraussetzungen zum Nachrüsten solcher Funktionen, gerade weil es so verbreitet ist. Viele Hersteller bieten Zwischenstecker an, die per Funk den Stromkreis unterbrechen oder schließen.

Als Fernbedienung dienen kleine Handsender oder eine App am Smartphone. Manche Modelle messen auch den Energieverbrauch. So lassen sich Stromfresser mit einem Blick in die App identifizieren.

Richtig komfortabel wird es, wenn die Steckdosen mit anderen Komponenten im Smarthome kommunizieren. Dann gibt der Bewegungsmelder im Flur etwa automatisch den Befehl zum Lichteinschalten.

Das Beste dabei: Fast alle Lösungen können Selbermacher ohne fremde Hilfe installieren. Nur für ganz spezielle Aufgaben muss der Fachmann ran.

Systeme für intelligente Steckdosen im Überblick:

Unterputzdosen: Smarte Einbauten

Einige Schalterhersteller bieten smarte Einbauten für die Unterputzdose an. Von USB-Steckdosen zum Laden von Geräten über Docking-Stationen fürs Mobiltelefon bis hin zum drahtlosen Bluetooth-Lautsprecher (Bild links) reicht das Programm. Die Elektro-Installationen sind vom Fachmann durchzuführen, schließlich arbeitet der Monteur am offenen 230- Volt-Netz.     weiter >

 

 

Einfache Lösung: Zwischenstecker

Die einfachste Lösung, um das eigene Stromnetz intelligent zu machen: ein Adapter zwischen Steckdose und Gerät. Er enthält die komplette Elektronik zum Schalten und Messen sowie ein Funkmodul zur drahtlosen Fernbedienung. Vorteil: Weil bei der Montage keine stromführenden Teile berührt werden, ist die Installation kinderleicht. 

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Smarthome-Systeme als Komplettlösung

Einige Smarthome-Systeme verbinden ihre Zwischenstecker mit drahtlosen Sensoren und programmierbaren Aktionen. Nach der Methode „Wenn …, dann …“ kann so zum Beispiel das Licht einschalten und die Videoaufnahme starten, sobald es Bewegungen an der Haustür erkennt. Voraussetzung: Der Nutzer nimmt sich etwas Zeit für die nötigen Einstellungen.     weiter >

 
Artikel aus selber machen Ausgabe 09/2015. Jetzt abonnieren!
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