Umweltfreundlich leben: Die besten Tipps für mehr Nachhaltigkeit in der Küche
Umweltfreundlich leben

Grüner kochen: Die besten Tipps für mehr Nachhaltigkeit in der Küche

Um etwas für die Umwelt zu tun, muss man keine großen Taten vollbringen. Von wiederverwendbaren Verpackungen über stromsparendes Kochen bis hin zu regionalen Lebensmitteln können wir bereits in der Küche viele kleine, aber nachhaltige Entscheidungen treffen. Wir stellen Ihnen die besten Tipps vor, wie Sie Ihren Küchenalltag grüner gestalten. 

 
In der Küche kann man schon mit kleinen Veränderungen viel für die Umwelt tun. © IKEA
In der Küche kann man schon mit kleinen Veränderungen viel für die Umwelt tun.

Niedrigenergiehäuser, dreifach verglaste Fenster, Farben auf Naturbasis - beim Hausbau gibt es mittlerweile viele Möglichkeiten, um Energie zu sparen und die Umwelt zu schützen. Doch auch wer gerade kein Haus plant, kann seinen Alltag nachhaltiger gestalten. Dazu sind gar nicht immer große Veränderungen oder Einschränkungen nötig. 

Von unseren Lebensbereichen ist besonders die Küche ein Ort, an dem man täglich mit kleinen Entscheidungen eine Menge für die Umwelt tun kann. Wir haben für Sie 7 Tipps zusammengefasst, wie Sie beim Einkaufen, Kochen und Putzen Ihren ökologischen Fußabdruck verbessern können.

1. Die Verpackungsflut reduzieren

Ob Einwegflaschen, Pappbecher oder Plastiktüten - unser Lebensmittelkonsum wirft jeden Tag eine Menge Müll ab. Kaufen Sie Getränke deshalb am Besten in Glas- oder zumindest Mehrwegflaschen. Oder steigen Sie direkt auf Leitungswasser um, dann sparen Sie sich auch das mühsame Kistenschleppen. 

Bei Gemüse und Obst sollte man darauf achten, nicht die Tomaten oder Zucchini in der eingeschweißten Plastikschale in den Korb zu legen. Die losen Produkte müssen zwar abgewogen werden, aber für die gesparte Verpackung, die Zuhause sowieso gleich in den Müll wandert, lohnt sich der Aufwand allemal. 

In einigen Städten haben bereits Supermärkte eröffnet, die komplett auf verpackungsfreie Artikel setzen (z. B. Original Unverpackt in Berlin oder OHNE in München). 

Eigentlich bereits ein alter Hut: Anstatt sich an der Kasse mit Plastiktüten einzudecken, nehmen Sie immer einen Korb oder Stofftaschen mit.

2. Strom und Wasser sparen

Mit Deckel verbraucht man beim Kochen bis zu 30 Prozent weniger Energie (Foto: IKEA)
Mit Deckel verbraucht man beim Kochen bis zu 30 Prozent weniger Energie (Foto: IKEA)

Natürlich verbrauchen Geräte wie Herd und Spülmaschine unter dem Strich am meisten Energie in der Küche. Deshalb sollten Sie auf versteckte Stromfresser achten und beim Neukauf ein möglichst energieeffizientes Modell wählen. 

Aber auch beim Kochen kann viel Strom gespart werden, wenn Sie zum Beispiel das Nudelwasser mit dem Wasserkocher erhitzen und auf die Kochtöpfe immer einen Deckel setzen. Dadurch kann bis zu einem Drittel der Energie eingespart werden. Auch den Kühlschrank zu lange offen stehen lassen, verbraucht unnötig viel Strom.

Wasser sparen können Sie zum Beispiel, indem Sie den Abwasch von der Spülmaschine erledigen lassen, anstatt alles Geschirr von Hand zu spülen.

3. Müll trennen und vermeiden

Trennen Sie Biomüll, Plastik, Glas und Papier vom Restmüll. Diese werden recycelt und Biomüll kann wunderbar als Dünger für den Garten verwendet werden. Leere Schraubgläser werden gespült und als Vorratsgläser weiter verwendet.

Damit erst gar nicht so viel Abfall anfällt, kochen Sie keine zu großen Portionen bzw. verwerten Sie Essensreste am nächsten Tag. Auch Rüstabfälle von Gemüse können z. B. noch zum Kochen einer Brühe verwendet werden.

Achten Sie zu guter Letzt im Supermarkt darauf, auch wirklich nur das einzukaufen, was Sie brauchen. Da hilft meistens der klassische Einkaufszettel (an den man sich dann auch halten sollte!).

4. Nachhaltige Lebensmittel einkaufen

Frisches Gemüse aus der Region ist nachhaltiger und schmeckt besser (Foto: Pixabay)
Frisches Gemüse aus der Region ist nachhaltiger und schmeckt besser (Foto: Pixabay)

Bio, regional, saisonal - das sind die Stichworte für den Lebensmitteleinkauf. Obst und Gemüse, das bei uns (im Moment) nicht wächst, hat lange Transportwege und Lagerzeiten hinter sich, die viel Energie verbrauchen. 

Stellen Sie sich doch ein paar Kräutertöpfe auf die Fensterbank - das frische Grün enthält mehr Vitamine, schmeckt besser und hat eine positivere Energiebilanz als die TK-Variante.

5. Weniger, dafür besseres Fleisch

Fast 20 % des weltweiten CO2-Ausstoßes gehen auf das Konto der Fleischproduktion. Deshalb empfiehlt es sich, seinen Fleischkonsum generell zu reduzieren und dafür auf bessere Qualität zu setzen. Statt des abgepackten Steaks aus dem Supermarktregal kaufen Sie lieber beim Metzger um die Ecke ein, bei dem das Fleisch aus der Region und vielleicht sogar aus biologischer Zucht stammt.

6. Langlebige Küchenutensilien verwenden

Mit langlebigen Geräten und wiederverwendbaren Gefäßen sparen Sie Geld und Energie (Foto: Pixabay)
Mit langlebigen Geräten und wiederverwendbaren Gefäßen sparen Sie Geld und Energie (Foto: Pixabay)

Anstatt günstige Geräte zu kaufen, die nach zwei, drei Jahren kaputt sind, lohnt es sich, in ein etwas teueres und qualitativ hochwertigeres Produkt zu investieren, das länger hält. Eine tolle Idee ist es auch, sich seine Küchenutensilien einfach selbst zu bauen.

Leere Gläser und Dosen können für die Aufbewahrung von Lebensmitteln oder als Kochlöffelhalter weiterverwendet werden.

7. Umweltfreundlicher putzen

Reinigungsmittel, die chemische Bleichstoffe oder Lösemittel enthalten, belasten unser Trinkwasser. Besser ist es, biologische Putzmittel zu verwenden, die ohne giftige Rückstände abgebaut werden. Verwenden Sie außerdem Putzlappen, die in die Waschmaschine dürfen und nicht nach einmaliger Verwendung in den Müll wandern.

 

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