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Dämmung

Dach dämmen

Viel Energie entweicht über das ungedämmte Dach. Doch gerade hier kann der Selbermacher einiges leisten und Geld sparen.

 
Dämmstoff © Selbermachen
Dämmstoff

Wissen Sie, wie viele Kilowattstunden an Heizenergie Ihr Haus pro qm und Jahr benötigt? Eine kleine Rechenhilfe: 10 kWh entsprechen etwa einem Liter Heizöl oder 1 qbm Erdgas. Wenn Sie auf einen Wert von 300 oder sogar mehr kommen, dann sollten Sie unbedingt handeln. Ein Wert von 200 kWh pro Jahr und qm gilt als (oberes) Mittelfeld, ab dem bereits Wärmeschutzmaßnahmen ratsam sind.

Viel Energie entweicht über das ungedämmte Dach. Doch gerade hier kann der Selbermacher einiges leisten und Geld sparen. Eine selbst ausgeführte effektive Dämmung des Daches senkt die Heizkosten und erhält den Wert der Immobilie. Denn der soll zukünftig auch durch die Angaben im Energieausweis bestimmt werden. Die einfachste Möglichkeit bietet hier die Zwischensparrendämmung.

Meist ist der Platz ausreichend für eine Dämmstärke von 160 bis 180 mm. Ansonsten lassen sich die Sparren mit Latten problemlos aufdoppeln. Elastische Matten und Filze eignen sich besser als starre Platten, da sie sich auch unebenen Sparren anpassen und so Kältebrücken vermeiden. Ob Mineralwolle zum Einsatz kommt oder ein nachwachsender Rohstoff wie Hanf oder Flachs, ist nicht nur eine Frage des ökologischen Gewissens, sondern auch des Geldbeutels. Noch sind Glas- und Steinwolle günstiger. Zudem sind die ökologischen Dämmstoffe nicht so leicht zu bekommen.

Feste Platten, zum Beispiel aus Holzfasern oder Polystyrol, sind bestens für eine Untersparrendämmung geeignet. Sie kann eine Ergänzung zu einer bereits vorhandenen, aber ungenügenden Zwischensparrendämmung sein. Allein macht sie wenig Sinn, da bei Stärken von über 50 mm zu viel nutzbarer Raum verloren geht.

Wie gut ein Material dämmt, gibt die Wärmeleitfähigkeit an, je geringer, desto besser. Alle Dämmstoffe der Tabelle rechts weisen Werte zwischen 0,050 und 0,035 auf und haben damit gute bis beste Dämmeigenschaften. Sie sind leicht zu verarbeiten und daher für Selbermacher geeignet. Wer sein Dach neu decken lassen will, sollte dabei gleich über eine Aufsparrendämmung nachdenken. Sie bietet zwei Vorteile: Der nutzbare Raum wird nicht verringert und die Sparren bleiben sichtbar. Doch sollte man sich zumindest von einem Fachmann vorher beraten lassen, falls man die Arbeiten nicht gleich dem Profi überlässt.

SELBER MACHEN 01/2008

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