Heizen mit Holzpellets | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Energieträger Holz

Heizen mit Holzpellets

Lange galt der heimische Energieträger Holz als rückständig, zu teuer und allenfalls noch als romantisch. Doch in Zeiten schwankender – und mittelfristig eher steigender – Öl- und Gaspreise wird Holz zu einer echten Alternative in modernem Gewand: Pellets halten Einzug in die deutschen Haushalte.

 
Holzpellets © PR
Holzpellets

Holzpellets bestehen aus Holzresten und -abfällen wie Sägemehl, Altholz oder Hobelspänen. Sie werden unter hohem mechanischem Druck zu kleinen Zylindern oder Stäbchen geformt. Die Holzteilchen halten durch natürliche, holzeigene Bindestoffe zusammen. Damit beim Verbrennen keine Schadstoffe entstehen, darf das Holz nicht durch Leim, Farbe oder Kunststoffe verunreinigt sein. Die Presslinge sind zwischen 0,5 und 4,5 cm lang, haben einen Durchmesser von 6 bis 8 mm und werden als Schüttgut verwendet. Dank ihrer Rieselfähigkeit sind Holzpellets einfach zu handhaben und zu transportieren.

Der Lieferant

Das Pellethändlernetz ist derzeit noch nicht überall lückenlos. Mit Hilfe des Internets finden Sie aber einen in Ihrer Nähe. Am besten wissen natürlich die Pellethersteller, wo die Händler sitzen. Eine Gesamtliste ist hier zu finden. Darüber hinaus bieten viele Hersteller auf ihrer Internetseite eine Händlersuche. Es gibt auch Händlerlisten im Internet oder unter www.bio-energie.de. Wer hier nicht fündig wird, kann auch im Branchenbuch einen Händler finden. Ein Vergleich mehrerer Lieferanten lohnt sich in jedem Fall – mit Blick auf Qualität, Service und Preis. Hochwertige Pellets sehen glatt und glänzend aus, weisen wenige Risse auf und enthalten wenig Staub. Die Qualitätsanforderungen für Holzpellets sind in der Din 51731 und in dem neueren Zertifikat „Din plus“ festgelegt.

Auf solche Qualitätszeichen von Anfang an zu achten, ist sinnvoll: Gute Pellets sind die Basis für den störungsfreien Betrieb der Heizungsanlage. Die Presslinge werden in Säcken oder als lose Ware gehandelt, was deutlich billiger ist. Neben dem Preis gilt es jedoch auch, die darin enthaltenen Leistungen zu vergleichen: Gibt es eine Mindestabnahme? Ist der Preis abhängig von der Liefermenge? Entstehen zusätzliche Transportkosten oder Einblaspauschalen bei der Lieferung loser Ware?

Die Heizung

Eine Pelletheizung besteht immer aus dem Lagerbehälter, dem Kessel und dem Austragsystem, der Verbindung zwischen den beiden ersten Anlagenteilen. Nur wenn diese Komponenten aufeinander abgestimmt oder kompatibel sind, läuft die Heizung störungsfrei. Um unnötige Kosten zu vermeiden, lohnt es also, die ganze Anlage von einem Hersteller zu kaufen.

Die optimale Lagerung

Holzpellets können in separaten Räumen oder in speziellen Behältern aufbewahrt werden. Das benötigte Lagervolumen hängt vom Wärmebedarf des Gebäudes ab. Im Idealfall wird eine Jahresbrennstoffmenge eingelagert. Als Faustregel gilt dann: Die Gebäudeheizlast in Kilowatt multipliziert mit dem Faktor 0,9 ergibt das Lagerraumvolumen in Kubikmetern. Ein Beispiel: Für ein Einfamilienhaus mit einer Gebäudeheizlast von 13 kW wird al- also ein Raum von 11,7 cbm benötigt. Das entspricht einem Raum mit den Maßen 2,6 x 2 m bei einer Raumhöhe von 2,25 m. Generell sollte die Raumbreite 2 m nicht übersteigen, damit keine „toten“ Lagerecken entstehen. Wer im Wohngebäude ausreichend Platz hat, kann einen separaten Lagerraum neben dem Heizungsraum einrichten oder auch einen Bereich eines Raumes abtrennen – vorausgesetzt, Wände und Boden sind massiv und trocken. Alternativ können industrielle Lagerungsbehälter wie Silos aus Gewebe oder Metall direkt neben der Heizungsanlage aufgestellt werden.

Diese umfassen kaum das Volumen eines Jahresbedarfs. Es gibt jedoch auch Silos, die zu Batterien kombiniert werden können. Egal, ob separater Raum oder Silo: Gelagert wird am besten in einem Raum, der von einer Außenwand, idealerweile zur Straßenseite hin, begrenzt ist. Das erleichtert die Anlieferung. Es gibt auch die Möglichkeit, auf den Garten auszuweichen. Diverse Behältersysteme können dort an geschützter Stelle aufgebaut werden. Bei Neubau oder Gartenumgestaltung ist die unterirdische Lagerung in einem Erdtank die eleganteste Möglichkeit.

Befüllung des Lagers

Wenn es sich nicht um Sackware handelt, werden Holzpellets mit dem Silowagen angeliefert und mittels Pumpschlauch in den Vorratsraum beziehungsweise in den Lagerbehälter eingeblasen. Da der Schlauch in der Regel 30 m lang ist, darf der Befüllanschluss maximal 30 m von der Hauszufahrt entfernt sein. Bei größeren Entfernungen müssen bereits im Vorfeld die technischen Möglichkeiten des Lieferanten geklärt werden. Parallel zum Einblasvorgang werden die erforderliche Förderluft sowie der entstehende Staub abgesaugt.

Das Raumaustragsystem

Bei einer vollautomatischen Pelletzentralheizung gelangen die Presslinge aus dem Lagerraum oder -behälter über sogenannte Raumaustragsysteme zum Heizkessel. Dabei werden grob zwei Systeme unterschieden: Förderschnecken sind ideal, wenn die Pellets in unmittelbarer Nähe des Kessels aufbewahrt werden. Müssen hingegen weitere Entfernungen oder auch Höhenunterschiede überbrückt werden, so kommen pneumatisch betriebene Saugsysteme zum Einsatz. Ihr etwas höherer Geräuschpegel lässt sich durch den Einbau eines zwischengeschalteten Vorratsbehälters, der nur periodisch aufgefüllt wird, sowie eine gute Schallisolierung der Rohrleitungen auf ein erträgliches Maß reduzieren.

Der Heizkessel

Der Heizraum sollte wie der Lagerraum an die Außenmauer des Hauses angrenzen. Das ermöglicht die direkte Zufuhr von Verbrennungsluft zum Kessel. Die Pellets werden mittels Förderschnecke vollautomatisch in den Brennraum des Kessels transportiert. Ihre Menge wird bei modernen Heizanlagen durch eine mikroprozessorgesteuerte Regelung an die Kesselleistung angepasst. Im Kessel werden die Presslinge bei rund 1000°C nahezu rückstandsfrei verbrannt. Vor dem Kauf einer Pelletheizung ist es sehr hilfreich, sich Musteranlagen oder bereits installierte Anlagen in Aktion anzusehen. Bei der Auswahl der Anlage spielen dann zum einen der Heizbedarf, zum anderen Komfortwünsche eine Rolle.

Die Kesselnennleistung muss dem Heizbedarf des Hauses angepasst sein und soll nicht überdimensioniert sein, auch nicht „sicherheitshalber“. Die Grundlage der Planung ist eine aktuelle Wärmebedarfsrechnung. Auch eben getätigte oder in Kürze geplante Sanierungsmaßnahmen wie neue Fenster müssen einbezogen werden. Da ein Laie die technische Ausgereiftheit eines Kessels kaum überprüfen kann, sollte man sich auf die Richtlinien von Förderstellen verlassen: Ihre Anforderungen an den Wirkungsgrad und die Verbrennungsgüte eines förderwürdigen Kessels sind weit strenger als gesetzliche Regelungen. Ein überlegenswertes Extra ist der Einbau eines Warmwasser-Pufferspeichers: Er reduziert die Zahl der Brennerstarts und lässt den Heizkessel dann immer im Volllastbetrieb laufen. Dies erhöht den Wirkungsgrad und reduziert zugleich die Emissionen Ihrer Pelletheizung.

Pflege und Wartung

Pflege heißt bei einer Pelletzentralheizung vor allem Ascheentleerung. Je größer der dafür vorgesehene Behälter, um so seltener muss geleert werden. Praktisch ist ein Behälter in der Nähe der Heizanlage, in den die Asche umgefüllt wird. Bei der Verbren- nung entstehen auch geringe Mengen Flugasche, die sich auf Flächen des Wärmetauschers absetzen. Dieser muss deshalb regelmäßig gereinigt werden, manuell oder auch automatisch. Anlagen mit automatischer Reinigung und Entaschung sind teurer, aber sie bieten dadurch die Garantie, dass der Kessel stets mit optimalem Wirkungsgrad läuft. Wie bei der Öl- oder Gaszentralheizung lohnt sich auch bei Pelletheizungen ein Servicevertrag mit einem (in Sachen Pellets versierten!) Heizungsfachmann: Er überprüft jährlich die Funktion und Betriebssicherheit Ihrer Anlage.

Kosten

Bei den laufenden Kosten können Pelletheizungen punkten: Laut dem Deutschen Energie-Pellet-Verband (DEPV) lag der mittlere Preis für 1 kg Pellets im Oktober 2008 knapp über 20 Cent. Der Heizwert dieser Menge beträgt 5 kWh. Das entspricht ungefähr dem eines halben Liters Heizöl. Das allerdings kostete trotz momentan sinkender Preise im Vergleichsmonat knapp 80 Cent pro Liter. Die laufenden Kosten beim Heizen mit Öl sind also rund doppelt so hoch wie beim Heizen mit Pellets. Ener- gieexperten rechnen wegen knapper werdender Ressourcen, Versorgungsunsicherheiten bei Öl und Gas sowie steigender Ökosteuer in den nächsten Jahren mit einer wachsenden Preisdifferenz. Abschreckend wirken hingegen zunächst die Anschaffungskosten: Eine Pelletzentralheizung kostet heute noch rund doppelt so viel wie eine herkömmliche Heizung.

Fördermöglichkeiten

Diverse Fördertöpfe in Bund und Ländern machen die Investition dennoch schmackhaft. Hier gilt es, sich vorab gründlich zu informieren. Manche Programme unterliegen gerade zum Jahresende Haushaltssperren, andere haben erst wieder im kommenden Jahr Gelder zur Verfügung. Bei einigen Programmen können wiederum nur in bestimmten Planungsphasen Mittel abgerufen werden. Hierzu sollte man sich vor dem Kauf einer Anlage möglichst umfassend informieren, um keine Fristen zu verpassen und Förderung und Kauf miteinander zu koordinieren.

Die wichtigsten Fördermittel

Es gibt direkte Bundeszuschüsse im Marktanreizprogrammes (MAP) zur Förderung erneuerbarer Energien. Informationen und Förderanträge gibt es beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unter Telefon (0 61 96) 9 08-625 oder Internet: www.bafa.de. Bei der Finanzierung helfen auch zinsgünstige Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Informationen hierzu bekommen Sie unter (0 18 01) 33 55 77 (39 Cent/Minute) und im Internet unter www.kfw.de. Wer hier nichts Passendes findet, der suche nach Fördermitteln unter www.energiefoerderung.info.

Heizen mit Holzpellets

  1. TanklasterTanklaster© PR

    Tanklaster

    Kurze Anlieferwege schonen die Umwelt: Der Tanklaster bringt die Pellets vom lokalen Händler direkt vor die Haustür. Auch der Weg der Pellets in den Heizungskeller ist einfach: Die Pellets werden durch einen Schlauch direkt in das Lager gepumpt.
  2. TechnikTechnik© PR

    Technik

    Saugfördersysteme zum Befüllen des Kesselvorratsbehälters eignet sich insbesondere überall dort, wo der Lagerraum der Pellets nicht unmittelbar an den Aufstellungsraum angrenzt.
  3. KellerKeller© PR

    Keller

    Der Kellerlagerraum für ein Einfamilienhaus benötigt eine Grundfläche von etwa 5 qm. Die Füllung eines Einfamilienhaus-Silos beträgt etwa 4 bis 5 Tonnen. Damit ist der durchschnittliche Jahresverbrauch an Pellets abgedeckt.
  4. HeizofenHeizofen© PR

    Heizofen

    Der Platzbedarf für die Aufstellung eines Pelletheizkessels im heimischen Keller ist nicht größer als bei einem Öl- oder Gasheizkessel. Für die Anschaffung dieser umweltfreundlichen Heizungsalternative gibt es mindestens 2000 Euro Zuschuss von staatlicher Seite.
  5. KaminofenKaminofen© PR

    Kaminofen

    **Wie ein Kaminofen, nur weniger romantisch** Pellet-Einzelöfen werden wie ein Kaminofen in einem Wohnraum aufgestellt und hauptsächlich zur Beheizung einzelner Räume oder in Kombination mit anderen Heizsystemen wie zum Beispiel Solarkollektoren eingesetzt. Einzelöfen werden üblicherweise mit Sackware befüllt. Die Öfen bestehen aus einem Verbrennungsraum und einem abgetrennten Vorratsbehälter. Dieser muss in regelmäßigen Abständen – auch während des Heizbetriebs – von Hand befüllt werden. Aus dem Vorratsbehälter werden die Presslinge mittels Schnecke vollautomatisch in den Verbrennungsraum gefördert und dort elektrisch gezündet. Die Menge der eingetragenen Pellets wird durch die zuvor gewünschte Heizleistung beziehungsweise Raumtemperatur bestimmt. Bei hochwertigen Anlagen steuert eine digital-elektronische Überwachung das optimale Verhältnis von Verbrennungsluft, Pelletmenge und Betriebstemperatur.
  6. StatistikStatistik© PR

    Statistik

    **Pellets sind auf lange Sicht preisgünstig** Während Gas und Heizöl in den nächsten Jahren knapper werden dürften und damit auch teurer, ist beim nachwachsenden Rohstoff Holz eher mit einem moderatem Preisanstieg zu rechnen. Die Preisschere zwischen fossilen Brennstoffen und Holz wird sich so immer weiter öffnen, und Holz zum Gewinner bei der Brennstoffwahl machen.
  7. TanklasterTanklaster© PR

    Tanklaster

    Kurze Anlieferwege schonen die Umwelt: Der Tanklaster bringt die Pellets vom lokalen Händler direkt vor die Haustür. Auch der Weg der Pellets in den Heizungskeller ist einfach: Die Pellets werden durch einen Schlauch direkt in das Lager gepumpt.
  8. TechnikTechnik© PR

    Technik

    Saugfördersysteme zum Befüllen des Kesselvorratsbehälters eignet sich insbesondere überall dort, wo der Lagerraum der Pellets nicht unmittelbar an den Aufstellungsraum angrenzt.
  9. KellerKeller© PR

    Keller

    Der Kellerlagerraum für ein Einfamilienhaus benötigt eine Grundfläche von etwa 5 qm. Die Füllung eines Einfamilienhaus-Silos beträgt etwa 4 bis 5 Tonnen. Damit ist der durchschnittliche Jahresverbrauch an Pellets abgedeckt.
  10. HeizofenHeizofen© PR

    Heizofen

    Der Platzbedarf für die Aufstellung eines Pelletheizkessels im heimischen Keller ist nicht größer als bei einem Öl- oder Gasheizkessel. Für die Anschaffung dieser umweltfreundlichen Heizungsalternative gibt es mindestens 2000 Euro Zuschuss von staatlicher Seite.
  11. KaminofenKaminofen© PR

    Kaminofen

    **Wie ein Kaminofen, nur weniger romantisch** Pellet-Einzelöfen werden wie ein Kaminofen in einem Wohnraum aufgestellt und hauptsächlich zur Beheizung einzelner Räume oder in Kombination mit anderen Heizsystemen wie zum Beispiel Solarkollektoren eingesetzt. Einzelöfen werden üblicherweise mit Sackware befüllt. Die Öfen bestehen aus einem Verbrennungsraum und einem abgetrennten Vorratsbehälter. Dieser muss in regelmäßigen Abständen – auch während des Heizbetriebs – von Hand befüllt werden. Aus dem Vorratsbehälter werden die Presslinge mittels Schnecke vollautomatisch in den Verbrennungsraum gefördert und dort elektrisch gezündet. Die Menge der eingetragenen Pellets wird durch die zuvor gewünschte Heizleistung beziehungsweise Raumtemperatur bestimmt. Bei hochwertigen Anlagen steuert eine digital-elektronische Überwachung das optimale Verhältnis von Verbrennungsluft, Pelletmenge und Betriebstemperatur.
  12. StatistikStatistik© PR

    Statistik

    **Pellets sind auf lange Sicht preisgünstig** Während Gas und Heizöl in den nächsten Jahren knapper werden dürften und damit auch teurer, ist beim nachwachsenden Rohstoff Holz eher mit einem moderatem Preisanstieg zu rechnen. Die Preisschere zwischen fossilen Brennstoffen und Holz wird sich so immer weiter öffnen, und Holz zum Gewinner bei der Brennstoffwahl machen.
  13. TanklasterTanklaster© PR

    Tanklaster

    Kurze Anlieferwege schonen die Umwelt: Der Tanklaster bringt die Pellets vom lokalen Händler direkt vor die Haustür. Auch der Weg der Pellets in den Heizungskeller ist einfach: Die Pellets werden durch einen Schlauch direkt in das Lager gepumpt.
  14. TechnikTechnik© PR

    Technik

    Saugfördersysteme zum Befüllen des Kesselvorratsbehälters eignet sich insbesondere überall dort, wo der Lagerraum der Pellets nicht unmittelbar an den Aufstellungsraum angrenzt.
  15. KellerKeller© PR

    Keller

    Der Kellerlagerraum für ein Einfamilienhaus benötigt eine Grundfläche von etwa 5 qm. Die Füllung eines Einfamilienhaus-Silos beträgt etwa 4 bis 5 Tonnen. Damit ist der durchschnittliche Jahresverbrauch an Pellets abgedeckt.
  16. HeizofenHeizofen© PR

    Heizofen

    Der Platzbedarf für die Aufstellung eines Pelletheizkessels im heimischen Keller ist nicht größer als bei einem Öl- oder Gasheizkessel. Für die Anschaffung dieser umweltfreundlichen Heizungsalternative gibt es mindestens 2000 Euro Zuschuss von staatlicher Seite.
  17. KaminofenKaminofen© PR

    Kaminofen

    **Wie ein Kaminofen, nur weniger romantisch** Pellet-Einzelöfen werden wie ein Kaminofen in einem Wohnraum aufgestellt und hauptsächlich zur Beheizung einzelner Räume oder in Kombination mit anderen Heizsystemen wie zum Beispiel Solarkollektoren eingesetzt. Einzelöfen werden üblicherweise mit Sackware befüllt. Die Öfen bestehen aus einem Verbrennungsraum und einem abgetrennten Vorratsbehälter. Dieser muss in regelmäßigen Abständen – auch während des Heizbetriebs – von Hand befüllt werden. Aus dem Vorratsbehälter werden die Presslinge mittels Schnecke vollautomatisch in den Verbrennungsraum gefördert und dort elektrisch gezündet. Die Menge der eingetragenen Pellets wird durch die zuvor gewünschte Heizleistung beziehungsweise Raumtemperatur bestimmt. Bei hochwertigen Anlagen steuert eine digital-elektronische Überwachung das optimale Verhältnis von Verbrennungsluft, Pelletmenge und Betriebstemperatur.
  18. StatistikStatistik© PR

    Statistik

    **Pellets sind auf lange Sicht preisgünstig** Während Gas und Heizöl in den nächsten Jahren knapper werden dürften und damit auch teurer, ist beim nachwachsenden Rohstoff Holz eher mit einem moderatem Preisanstieg zu rechnen. Die Preisschere zwischen fossilen Brennstoffen und Holz wird sich so immer weiter öffnen, und Holz zum Gewinner bei der Brennstoffwahl machen.
  19. TanklasterTanklaster© PR

    Tanklaster

    Kurze Anlieferwege schonen die Umwelt: Der Tanklaster bringt die Pellets vom lokalen Händler direkt vor die Haustür. Auch der Weg der Pellets in den Heizungskeller ist einfach: Die Pellets werden durch einen Schlauch direkt in das Lager gepumpt.
  20. TechnikTechnik© PR

    Technik

    Saugfördersysteme zum Befüllen des Kesselvorratsbehälters eignet sich insbesondere überall dort, wo der Lagerraum der Pellets nicht unmittelbar an den Aufstellungsraum angrenzt.
  21. KellerKeller© PR

    Keller

    Der Kellerlagerraum für ein Einfamilienhaus benötigt eine Grundfläche von etwa 5 qm. Die Füllung eines Einfamilienhaus-Silos beträgt etwa 4 bis 5 Tonnen. Damit ist der durchschnittliche Jahresverbrauch an Pellets abgedeckt.
  22. HeizofenHeizofen© PR

    Heizofen

    Der Platzbedarf für die Aufstellung eines Pelletheizkessels im heimischen Keller ist nicht größer als bei einem Öl- oder Gasheizkessel. Für die Anschaffung dieser umweltfreundlichen Heizungsalternative gibt es mindestens 2000 Euro Zuschuss von staatlicher Seite.
  23. KaminofenKaminofen© PR

    Kaminofen

    **Wie ein Kaminofen, nur weniger romantisch** Pellet-Einzelöfen werden wie ein Kaminofen in einem Wohnraum aufgestellt und hauptsächlich zur Beheizung einzelner Räume oder in Kombination mit anderen Heizsystemen wie zum Beispiel Solarkollektoren eingesetzt. Einzelöfen werden üblicherweise mit Sackware befüllt. Die Öfen bestehen aus einem Verbrennungsraum und einem abgetrennten Vorratsbehälter. Dieser muss in regelmäßigen Abständen – auch während des Heizbetriebs – von Hand befüllt werden. Aus dem Vorratsbehälter werden die Presslinge mittels Schnecke vollautomatisch in den Verbrennungsraum gefördert und dort elektrisch gezündet. Die Menge der eingetragenen Pellets wird durch die zuvor gewünschte Heizleistung beziehungsweise Raumtemperatur bestimmt. Bei hochwertigen Anlagen steuert eine digital-elektronische Überwachung das optimale Verhältnis von Verbrennungsluft, Pelletmenge und Betriebstemperatur.
  24. StatistikStatistik© PR

    Statistik

    **Pellets sind auf lange Sicht preisgünstig** Während Gas und Heizöl in den nächsten Jahren knapper werden dürften und damit auch teurer, ist beim nachwachsenden Rohstoff Holz eher mit einem moderatem Preisanstieg zu rechnen. Die Preisschere zwischen fossilen Brennstoffen und Holz wird sich so immer weiter öffnen, und Holz zum Gewinner bei der Brennstoffwahl machen.

Fragen zum Heizen mit Holz und Pellets?

Wer mehr zum Thema Heizen mit Holz und Pellets erfahren möchte, kann sich mit seinen Fragen an das Informationsportal der Initiative Holz und Pellets wenden. Unter www.holzundpellets.de erhält man einen schnellen und übersichtlichen Einblick in die Welt des regenerativen Brennstoffs Holz sowie zu den verschiedenen Heizsystemen Pellets, Scheitholz und Hackschnitzel. Bei den an der Initiative beteiligten Verbänden handelt es sich um den BDH (Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energieund Umwelttechnik) sowie den DEPV (Deutscher-Energie-Pellet- Verband e.V.). Die Webpräsenzen dieser Organisationen mit ebenfalls vielen nützlichen Hinweisen zum Energieträger Holz erreichen Sie unter www.bdh-koeln.de beziehungsweise www.depv.de.

Ökologische und ökonomische Vorteile von Pelletheizungen:

■ Hervorragende Energiebilanz: Bei der Verbrennung von Pellets wird nur die Menge an Kohlenstoffdioxid (CO2) freigesetzt, die der Baum im Laufe seines Lebens aus der Atmosphäre aufgenommen hat. So viel CO2 würde auch entweichen, wenn das Holz vermoderte. Fossile Brennstoffe hingegen belasten das Klima zusätzlich: Durch ihre Verbrennung erhöht sich der CO2-Gehalt der Atmosphäre und mit ihm der Treibhauseffekt. Zudem ist der Ausstoß an Schwefeldioxid bei der Verbrennung von Pellets geringer. Dieses Gas trägt zur Bildung von saurem Regen und damit zum Waldsterben bei.

■ Sicherheit: Geringes Risiko von Unfällen und Umweltverschmutzungen.

■ Versorgungssicherheit: Nachwachsender, ständig verfügbarer Brennstoff und damit auf Dauer berechenbare, niedrige Preise, Unabhängigkeit von möglichen Ölpreisschwankungen. Verwendung ungenutzter Holzressourcen, die bislang im Wald verrotten beziehungsweise teuer aus der Holzverarbeitung entsorgt werden müssen. Stärkung der Wirtschaft und der sozialen Strukturen in der Region.

■ Staatliche Förderung

Artikel aus selber machen Ausgabe 02/2013. Jetzt abonnieren!
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren