Beleuchtung

Heller Wohnen: So kommt mehr Licht in die Räume

Im Winter leiden wir an Lichtmangel. Das liegt nicht nur daran, dass die Sonne seltener scheint, sondern auch daran, dass wir uns vornehmlich in Innenräumen aufhalten. Viele Wohngebäude sind zudem schlecht ausgeleuchtet und lassen zu wenig Tageslicht herein.
 

 
Heller Wohnen: So kommt mehr Licht in die Räume © PR

Wie wenig Licht wir zu Hause tatsächlich abbekommen, förderte nun eine Studie zutage. Demnach fällt in ein typisches innerstädtisches Mehrfamilienhaus gerade einmal ein Drittel der von Experten empfohlenen Menge an Tageslicht.

Zu wenig Licht schädigt die Gesundheit

Ein Mangel an Tageslicht kann zu dauerhafter Niedergeschlagenheit führen. Er wirkt sich darüber hinaus ungünstig auf die Produktion von Hormonen aus, die den Schlaf-Wach-Rhythmus bestimmen. Schlafstörungen sind eine mögliche Folge. Hier kann künstliche Beleuchtung einen wichtigen Beitrag leisten. Studien belegen, dass besonders eine vormittägliche intensive Dosis Sonnen- oder Kunstlicht hilft, den Biorhythmus im Gleichgewicht zu halten.

Dass Räume mit einer guten Beleuchtung ausgestattet sind, ist also sehr wichtig. Neben genügend und ausreichend großen Fenstern bieten sich folgende Maßnahmen an:

  • Helle Wände, Böden und Möbel reflektieren das Licht besser.
  • Um maximalen Lichteinfall zu ermöglichen, Möbel nicht direkt ans Fenster stellen.
  • Vorhänge aus leichtem lichtdurchlässigem Stoff in einer hellen Farbe wählen.
  • Spiegel geschickt einsetzen, um einfallendes Licht zu reflektieren.

Direkte Blendungen gilt es jedoch zu vermeiden. Sie führen auf Dauer zu Ermüdung, da sie anstrengend für die Augen sind. Beleuchtung sollte so installiert sein, dass sie Flächen nicht direkt anstrahlt und keine Spieglungen auf glänzendem Material verursacht. Letzteres ist zum Beispiel bei der Badbeleuchtung besonders relevant.

Ideale Beleuchtung durch Kombination unterschiedlicher Lichtquellen

Die konkrete Ausleuchtung der verschiedenen Wohnräume spielt für unser Wohlbefinden in der dunklen Jahreszeit ebenfalls eine große Rolle. Jeder Raum hat unterschiedliche Anforderungen, für die Badbeleuchtung gelten andere Regeln als für das Licht im Schlafzimmer. Generell sollte man die großflächige Grundbeleuchtung durch indirektes und direktes Licht ergänzen. Hier bietet sich eine Kombination aus Deckenleuchten, Stehleuchten und Wandleuchten an.

Zwei weitere wichtige Parameter bei der Beleuchtung von Wohnräumen sind die Lichtfarbe und die Beleuchtungsstäke. Die Lichtfarbe beschreibt, welche Eigenfarbe das Licht eines Leuchtmittels hat.

Man misst sie als Farbtemperatur in Kelvin (K). Ihr Spektrum im Wohnbereich reicht von warmweiß (unter 3.300 K), das eher beruhigend wirkt, über neutralweiß (3.300 bis 5.300 K) bis hin zu und tageslichtweiß (über 5.300K). Licht, das dem Tageslicht nahe kommt, regt an und macht wach.

Die Beleuchtungsstärke (Lux) steht in engem Zusammenhang mit Konzentrationsvermögen und Produktivität. Sie beschreibt die Menge an Licht, die auf eine Fläche trifft, und so beeinflusst, wie schnell man eine Sehaufgabe am Computer oder Arbeitsplatz bewältigen kann.

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