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Herkömmliches Bett in ein Boxspringbett umbauen – so funktioniert es

Wuchtig, weich und wohlig warm – ein typisches Boxspringbett mutet an wie das Herzstück einer Präsidentensuite im Luxushotel. Die üppige Polsterung aus übereinandergestapelten Matratzen und Auflagen strahlt Gemütlichkeit aus und fügt sich durch die Gestaltungsvarianten des Bezugsstoffes perfekt in jedes Wohnambiente ein. Wir zeigen Ihnen wie Sie ein herkömmliches Bett aufrüsten.

 
Wie lässt sich ein herkömmliches Bett in ein Boxspringbett umbauen? © ErikaWittlieb (CC0-Lizenz)/ pixabay.com
Wie lässt sich ein herkömmliches Bett in ein Boxspringbett umbauen?

Ursprünglich aus den Vereinigten Staaten stammend, gewinnen Boxspringbetten zunehmend auch hierzulande an Popularität. Wer gern den Komfort des luxuriösen Bettmodells genießen möchte, ohne sich gleich ein neues Möbelstück zulegen zu müssen, kann aufrüsten: Mit wenigen Mitteln entsteht auf der Basis eines vorhandenen Bettgestelles ein Boxspringbett. Im Folgenden wird aufgezeigt, welche Vorteile die amerikanischen Betten aufweisen und welche Module für einen Umbau im Schlafzimmer nötig sind.

Boxspringbetten – Was zeichnet diese aus?

Boxspringbetten unterscheiden sich in ihrer Konstruktion elementar von den traditionellen mitteleuropäischen Modellen, in denen eine Matratze auf einem Lattenrost aufliegt. Charakteristisch für die amerikanische Variante des Schlafmöbels ist der Aufbau in drei Schichten – Box, Matratze und Topper:

  • Die Box: Das Boxspring, kurz Box genannt, ist die spezifische Unterkonstruktion des Boxspringbettes, die auch als Federkernbox oder Federrahmen bezeichnet wird. Es handelt sich dabei um einen Holzrahmen, in dem sich ein Metallfederkern befindet. Dieser Unterbau steht sich auf etwa 20cm hohen Beinen, um die Luftzirkulation und die Feuchtigkeitsregulation des Bettes zu gewährleisten und Schimmelbildung zu verhindern. Insgesamt übernimmt die Box als federnde Unterkonstruktion die gleiche Funktion wie ein Lattenrost in einem traditionellen Bett.
  • Die Matratze: In Boxspringbetten können Matratzen verschiedener Typen genutzt werden, etwa Federkern- oder Tonnentaschenfederkernmatratzen, Exemplare aus Kaltschaum oder solche aus Latex. Die Matratze wird direkt auf die Box aufgelegt; in Doppelbetten können auch zwei Einzelmatratzen genutzt werden. Wichtig ist, dass Box und Matratze in den Abmessungen deckungsgleich und in der Federung aufeinander abgestimmt sind.
  • Der Topper: Ein Topper ist die dünne Auflage, welche die oberste Lage des Boxspringbettes bildet. Die verwendeten Materialien sind Kaltschaum oder Viscoschaum, welche in einer 4-10 cm starken Matratze verarbeitet sind. 
  • Die Optik: Charakteristisch für ein Boxspringbett ist vor allem die eindrucksvolle und Gemütlichkeit verströmende Erscheinung des Möbelstückes. Da Box, Matratze und Rückenteil meist im selben Stoff bezogen sind, bestehen zahlreiche farbliche und ornamentale Gestaltungsvarianten, die individuell auf den Wohnstil abgestimmt werden können. Einige Modelle sind zusätzlich mit Hussen ausgestattet, die das Bettgestell verdecken und den Blick in den Raum unter dem Bett verhindern.

Bei Anbietern haben Kunden die Möglichkeit, das eigene Boxspringbett selbst, Schritt für Schritt zusammenzustellen. Betten.de bietet dazu vier Schritte an:

  1. Wählen Sie Ihr Wunsch-Bettgestell
  2. Bestellen Sie das Einlegesystem
  3. Optionale Kopfteilverlängerung
  4. Extra-Ausstattung auf Wunsch

Mit ihrem spezifischen Aufbau bieten Boxspringbetten gegenüber den traditionellen Bettgestellen einige Vorzüge, weisen jedoch auch ein paar Schwächen auf:

Vorteile:

  • Die drei Lagen eines Boxspringbettes erreichen eine Höhe, die ein komfortables Hinlegen und Aufstehen ermöglicht. Dies kommt insbesondere älteren Menschen und Personen mit Rücken- und Gelenkbeschwerden zugute.
  • Im Gegensatz zu einem Lattenrost mit Querstreben ermöglicht der Federkern eines Boxspring-Unterbaus eine punktgenaue Druckverteilung.
  • Die vielen Schichten von Federn und Auflagen sorgen für ein besonders weiches Liegeerlebnis und eine starke Wärmeisolation.
  • Da beim Boxspringbett Unterkonstruktion und Matratze aufeinander abgestimmt sind, entfällt es, selbst nach der idealen Kombination aus Lattenrost und Matratze suchen zu müssen.

Nachteile:

  • Schläfer, die es kühl mögen, können Boxspringbetten als zu warm empfinden.
  • Um den Feuchtigkeitsabtransport aus dem vielschichtigen Bettenaufbau zu gewährleisten, muss auf ausreichendes Lüften geachtet werden.
  • Im Allgemeinen sind Boxspring-Konstruktionen groß und sperrig, so dass sie bei Umzügen schwierig zu transportieren sind.

Der Umbau

Um das spezielle Liegegefühl eines Boxspringbettes erleben zu können, muss man nicht gleich das gesamte Bett austauschen. Mit einigen Mitteln lässt sich auch ein herkömmliches Bettgestell, welches auf den Einsatz von Lattenrosten ausgelegt ist, zu einem Boxspringbett umrüsten:

Schritt 1: Austausch der Unterkonstruktion

Speziell für traditionelle Bettgestelle gibt es Federkernboxen zum Einlegen. Dafür wird einfach der Lattenrost des Bettes herausgenommen und die Box anstelle dessen eingelegt. Wichtig ist hierbei, dass das Bettgestell mindestens eine Einlegetiefe von 16 Zentimetern aufweist. Bei einem Doppelbett werden zwei Einzelboxen eingelegt.

Schritt 2: Welche Matratze ist geeignet?

Grundsätzlich lässt sich die vormals auf einem Lattenrost genutzte Matratze auch wieder auf einem Boxspringbett weiternutzen, sofern sie noch nicht durchgelegen ist. Bei der Wahl der Matratze sollte grundsätzlich auf das Vorhandensein von Liegezonen geachtet werden, berichtet die Apotheken Umschau. Indem Unterschiede in der Materialstruktur dafür sorgen, dass Schulter- und Beckenbereich stärker einsinken können, gewährleisten sie eine ergonomische Schlafposition. Zusätzlich sollte das Material eine hohe Punktelastizität aufweisen, was bei Tonnentaschenfederkernmatratzen, Kaltschaum und Latex der Fall ist. Unterscheiden sich die Nutzer eines Doppelbettes stark im Gewicht, wählt man zwei Einzelmatratzen mit unterschiedlichem Härtegrad.

Schritt 3: Die richtige Auflage wählen

Der Topper trägt durch sein Material entscheidend zum Liegegefühl in einem Boxspringbett bei. Komfort- beziehungsweise Kaltschaum sind für Schläfer geeignet, die sich im Schlaf viel bewegen und vermehrt schwitzen, da das Material sich laut fitforfun.de an Positionsveränderungen leicht anpasst und keinen Wärmestau bildet. Ruhige Schläfer, die gern weich liegen und tiefer in das Bett einsinken möchten, wählen am besten einen Topper aus Viscoschaum.

Durch einen Topper in Übergröße lässt sich die Spalte überbrücken, die bei der Einlage von zwei Einzelmatratzen im Doppelbett entsteht.

Um eine optimale Hygiene zu garantieren, sollte der Schutzbezug des Toppers abnehmbar sein und bei 60 Grad in der Maschine gewaschen werden dürfen.

Der Umbau bezieht sich vor allem auf den Austausch der Unterkonstruktion. Der bekannte Lattenrost wird durch eine Federkernbox ausgetauscht.

Der Umbau bezieht sich vor allem auf den Austausch der Unterkonstruktion. Der bekannte Lattenrost wird durch eine Federkernbox ausgetauscht. (FOTO: OpenClipartVectors (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Zusammengefasst

Schlafen wie die Prinzessin auf der Erbse? Das gelingt im Boxspringbett, wo mehrere Schichten von Polstern und Federn den Schläfer liegen lassen wie auf Wolken. Selbst wenn man von seinem alten Bettgestell nicht Abschied nehmen möchte, besteht die Möglichkeit, es durch Module zum Boxspring-Bett zu verwandeln. Schließlich lohnt es sich sehr, in Schlafqualität zu investieren – denn ausgeruht und erfrischt ist jede Hürde des Alltags leichter zu nehmen.

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