Bodenbeläge kennen und richtig verlegen
Entscheidungshilfe

Bodenbeläge kennen und richtig verlegen

Es ist wirklich verdammt schwer, sich zwischen all den zahlreichen Bodenbelägen zu entscheiden. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Bodenbeläge vor, zeigen, wie unterschiedlich sie wirken, und sagen, wie sie verlegt werden.

 
Die wichtigsten Bodenbeläge zum Verlegen. © Michael Holz
Die wichtigsten Bodenbeläge zum Verlegen.

Ihr Wohnzimmer, Schlafzimmer oder Ihr Kinderzimmer steht zur Renovierung an, und Sie suchen noch nach guten Ideen? Fangen Sie mit dem Boden an! Die Bodenfläche hat einen ungeheuren Einfluss auf den Raum, ob die gute Stube eher hell und fröhlich oder dunkler und gemütlich wirkt. Sie hat entscheidenden Einfluss darauf, wie sich die Möbel einfügen und ob die Wandgestaltung zur Geltung kommt oder nicht. Der Bodenbelag macht Räume rustikal, stylish, verspielt oder gemütlich.

Natürlich gibt es neben der emotionalen und visuellen Wirkung auch eher handfeste Argumente für oder wider einen bestimmten Belag. Wer mit einer Stauballergie kämpft, fährt beispielsweise mit einem Teppichboden gut, weil der den Staub bindet und bis zum nächsten Absaugen festhält. Wer seine Gelenke schonen möchte, ist mit einem weichen Kork-, Linoleum- oder Vinylboden bestens bedient. Und schließlich spielen auch der Verlegeaufwand und die Selbermachentauglichkeit eine nicht zu unterschätzende und wichtige Rolle. All diese Aspekte haben wir für Sie unter die Lupe genommen und Ihnen damit hoffentlich eine effektive Entscheidungshilfe an die Hand gegeben. So wissen Sie gleich in welche Richtung Sie mit Ihrer Renovierung gehen wollen.

  1. BambusparkettbodenBambusparkettboden© Michael Holz

    Bambusparkettboden

    Bambusparkettboden "Solido", Farbe Coffee, Struktur vertikal von Elephant Bambus. 50 Euro/qm.
  2. LaminatbodenLaminatboden© Michael Holz

    Laminatboden

    Laminatboden „Logoclic classico“, Eiche Acere von Kronoflooring. 15,95 Euro/qm.
  3. VinylbodenVinylboden© Michael Holz

    Vinylboden

    Vinylboden „Silenta Venta“ in heller Eichenoptik von Rhigo. Ab circa 24 Euro/qm.
  4. LaminatbodenLaminatboden© Michael Holz

    Laminatboden

    Laminatboden „Blue Pearl“ mit hochglänzender Oberfläche, HDM. Um 20 Euro/qm
  5. LaminatbodenLaminatboden© Michael Holz

    Laminatboden

    Laminatboden „Tweet – Eco Balance“, seidenmatte Struktur, Parador. Circa 17 Euro/qm.
  6. KorkbodenKorkboden© Michael Holz

    Korkboden

    Korkboden „Corkett Tigra“ mit Oberflächenversiegelung von Haro. 48,90 Euro/qm.
  7. LaminatbodenLaminatboden© Michael Holz

    Laminatboden

    Laminatboden „Wood Memory 2“- Edition 1 (Matteo Thun) von Parador. Rund 80 Euro/qm.
  8. LinoleumbodenLinoleumboden© Michael Holz

    Linoleumboden

    Linoleumboden „Marmoleum click“, Farbe: Bleecker - street von Forbo. Etwa 43 Euro/qm.
  9. ParkettbodenParkettboden© Michael Holz

    Parkettboden

    Landhausdielen „Epoque“ aus amerikanischer Eiche in Vintage-Braun und in Antique White Brushed von Tarkett. Ab etwa 80 Euro/qm.
  10. VinylbodenVinylboden© Michael Holz

    Vinylboden

    PVC-BELAG „Design 260“, Rollenware, Schachbrett muster, Tarkett. Um 16 Euro/qm.
  11. TeppichbodenTeppichboden© Michael Holz

    Teppichboden

    Teppichboden „Modena Design Floralis“, Rollenware aus Velour. Vorwerk. Rund 40 Euro/qm.

Mehrschichtparkett: der Bodenbelagsklassiker

Wer partout keine Holznachbildung unter seinen Füßen will, kommt um Echtholzparkett nicht herum. Das sogenannte Mehrschichtparkett ist mit seinem dreiteiligen Aufbau aus Nutzschicht, Trägerschicht und Gegenzug so gestaltet, dass sich das holztypische Arbeiten in minimalen Grenzen hält. Mehrschichtparkett wird wie Laminat auch leimlos verlegt, allerdings ist es aufgrund der Holzstärken grundsätzlich dicker als Laminat. Die 10 mm Mindeststärke ist gerade noch renovierungsgeeignet, die guten Parkette sind aber mit bis zu 15 mm fast schon zu dick, um nicht die Türen und ihre Zargen kürzen zu müssen.

Mehrschichtparkett© PRIn etwa vergleichbarer Qualitätsstufe ist Mehrschichtparkett natürlich teurer als Laminat, das gilt vor allem für die hier gezeigten Landhausdielen. Dafür bietet Parkett den Vorteil, dass es abschleifbar, also reparierbar ist.

  1. PE-Folie auslegenPE-Folie auslegen© Michael Holz

    PE-Folie auslegen

    Eine PE-Folie dient als Dampfbremse, um das Holz gegen aufsteigende Feuchtigkeit zu schützen. Folienstöße unbedingt abkleben und an den Wänden etwa 10 cm hochziehen.
  2. Trittschalldämmung auslegenTrittschalldämmung auslegen© Michael Holz

    Trittschalldämmung auslegen

    Die Trittschalldämmung minimiert die Geräuschentwicklung im selben und den darunterliegenden Räumen. Faltplatten sind praktischer zu verarbeiten als Rollenware.
  3. Nut abschneidenNut abschneiden© Michael Holz

    Nut abschneiden

    Von den Dielen der ersten Reihe schneiden Sie die wandseitige Nut ab, damit die obere Nutzschicht wirklich 10 mm vom Rand entfernt liegt und nicht die Trägerschicht.
  4. Passstücke markierenPassstücke markieren© Michael Holz

    Passstücke markieren

    Die Passstücke der Dielenreihen können Sie einfach durch Auflegen in ihrer Länge markieren. Randabstand zur Wand berücksichtigen.
  5. Dielen ansetzenDielen ansetzen© Michael Holz

    Dielen ansetzen

    Die Dielen setzen Sie schräg an die vorherigen an und schwenken sie nach unten.
  6. Diele nach unten drückenDiele nach unten drücken© Michael Holz

    Diele nach unten drücken

    Die kurze Kante setzen Sie bündig an die vorherige Diele an und drücken sie knirsch nach unten, bis sie plan liegt.
  7. Feder einrasten lassenFeder einrasten lassen© Michael Holz

    Feder einrasten lassen

    Ein kurzer Schlag mit blanker Faust garantiert, dass die Feder einrastet.
  8. SetzschlagSetzschlag© Michael Holz

    Setzschlag

    Ein Setzschlag mit Hammer und Zulageholz stellt sicher, dass die langen Kanten sicher eingerastet sind.
  9. Aufbau des ParkettbodensAufbau des Parkettbodens© Michael Holz

    Aufbau des Parkettbodens

    Der grundsätzliche Aufbau eines Parkettbodens: Dampfbremse, Trittschalldämmung, Mehrschichtparkett.
  10. Türzargen kürzenTürzargen kürzen© Michael Holz

    Türzargen kürzen

    Türzargen müssen um die Parkett stärke gekürzt werden, damit die Dielen untergeschoben werden können.
  11. Nutwange entfernenNutwange entfernen© Michael Holz

    Nutwange entfernen

    Legen Sie die letzte Dielenreihe bis an die erste Zarge heran. Von der folgenden Diele entfernen Sie die untere Nutwange mit einem Beitel und schneiden sie auf Türbreite ab.
  12. Dielenscheibe durchtreibenDielenscheibe durchtreiben© Michael Holz

    Dielenscheibe durchtreiben

    Dann können Sie sie auf der anderen Seite der Tür einschwenken und mit Hammer und Schlagklotz unter der Zarge durchtreiben, bis sie an die vorherige dicht anstößt.
  13. Kanten mit Leim versehenKanten mit Leim versehen© Michael Holz

    Kanten mit Leim versehen

    Die nächste Diele wird ebenfalls gerade abgeschnitten, die Kanten mit Leim versehen und das Ganze eingeschwenkt.
  14. Übergangsleiste montierenÜbergangsleiste montieren© Michael Holz

    Übergangsleiste montieren

    Im Türdurchgang montieren Sie die Übergangsleiste per Dübel und Schrauben.

Hightech-Lösung am Dielenkopf

Parkett mit Kopfkantenverriegelung.© Michael HolzDie sogenannte Kopfkantenverriegelung bei unserem Mehrschichtparkett funktioniert über eine eingeklebte Feder (blau). Die wird durch das Herunterklappen der nächsten Diele nach innen gedrückt und schnellt wieder heraus, sobald die Dielen bündig liegen. Lösen lässt sich die Federverbindung nur durch Gegeneinander-Verschieben der beiden Dielen.

Teppichfliesen: Einfacher geht’s nicht

Teppichfliesen „Eco“ von Tretford.© Michael HolzTeppichfliesen sind der mit Abstand am einfachsten zu verlegende Bodenbelag. Die Rückseiten sorgen für eine rutschfreie Lage. Die Fliesen können mit ihrer Florrichtung immer um 90° versetzt gelegt werden, das sorgt für eine interessante Struktur.

  1. Raumachsen markierenRaumachsen markieren© Michael Holz

    Raumachsen markieren

    Messen Sie die Raumachsen (Wandmitte–Wandmitte) ein, und markieren Sie sich deren Verlauf.
  2. Teppichfliesen auslegenTeppichfliesen auslegen© Michael Holz

    Teppichfliesen auslegen

    Ausgehend von diesem Achsenkreuz beginnen Sie, die Teppichfliesen auszulegen.
  3. Fliesen entlang des Achsenkreuzes legenFliesen entlang des Achsenkreuzes legen© Michael Holz

    Fliesen entlang des Achsenkreuzes legen

    Legen Sie zunächst die Fliesen entlang des Achsenkreuzes, dann können Sie die Zuschnittbreiten an den Wänden beurteilen. Korrekturen sind jetzt noch möglich.
  4. Randzuschnitte und Nischen ausmessenRandzuschnitte und Nischen ausmessen© Michael Holz

    Randzuschnitte und Nischen ausmessen

    Randzuschnitte und Nischen ausmessen, dabei eine Randfuge von 1–2 mm einhalten.
  5. Fliesen zuschneidenFliesen zuschneiden© Michael Holz

    Fliesen zuschneiden

    Die Fliesen per Cutter zuschneiden.
  6. Passstücke einlegenPassstücke einlegen© Michael Holz

    Passstücke einlegen

    Passstücke einlegen.
  7. Übergangsleisten verdübelnÜbergangsleisten verdübeln© Michael Holz

    Übergangsleisten verdübeln

    Übergangsleisten im Türdurchgang vor der Verlegung verdübeln.

Vinyl im Dielenformat: dünn und elastisch

Vinyldielen im Wohnzimmer.© Michael HolzDie nur wenige Millimeter dicken Vinyldielen bieten trotz ihrer Schlankheit einen hohen Gehkomfort. Der Clou: Auf ebenen Estrichen benötigen Sie keine zusätzliche Trittschalldämmung unter dem Belag.

  1. Vinyldielen ablängenVinyldielen ablängen© Michael Holz

    Vinyldielen ablängen

    Mit einem Laminat- und Vinylcutter lassen sich die Vinyldielen ganz einfach ablängen.
  2. Keil unterlegenKeil unterlegen© Michael Holz

    Keil unterlegen

    Um die Dielen an den kurzen Kanten zu verbinden, müssen Sie die schon verlegte mit einem Keil unterlegen...
  3. Diele einklickenDiele einklicken© Michael Holz

    Diele einklicken

    ... um dann die nächstfolgende einzuklicken. Das ist mitunter etwas fummelig.
  4. Reihe einschwenkenReihe einschwenken© Michael Holz

    Reihe einschwenken

    Dann die ganze Reihe längsseitig einschwenken.
  5. Breite der Dielenreihe messenBreite der Dielenreihe messen© Michael Holz

    Breite der Dielenreihe messen

    Die Breite der letzten Dielenreihe sollten Sie an mehreren Punkten an der Wand messen.
  6. Breite anzeichnenBreite anzeichnen© Michael Holz

    Breite anzeichnen

    Die Breite minus 5 mm auf der Diele anzeichnen und per Stichsäge zuschneiden.
  7. Dielen einschwenkenDielen einschwenken© Michael Holz

    Dielen einschwenken

    Dielen längsseitig einschwenken.

Laminatböden: unterschiedliche Designs, gleiche Verlegung

Bodenbelag Laminat „Eco Balance“ von Parador.© Michael HolzDie Möglichkeiten bei den Designs von Laminatböden reichen mittlerweile an die der PVC-Böden heran. Einige Hersteller bieten sogar Digitaldruck auf Kundenwunsch (ab 100 qm) an. Die Verlegung der verschiedenen Laminate unterscheidet sich nur noch in Nuancen. Unter allen Holzwerkstoffdielen müssen Sie eine Dampfbremse auslegen oder eine alu-kaschierte Trittschalldämmung.

  1. Laminatböden akklimatisierenLaminatböden akklimatisieren© Michael Holz

    Laminatböden akklimatisieren

    Lassen Sie Laminatböden grundsätzlich 48 Stunden vor der Verlegung im Raum eingepackt liegen, damit sie sich akklimatisieren können.
  2. Trittschalldämmung verklebenTrittschalldämmung verkleben© Michael Holz

    Trittschalldämmung verkleben

    Die Trittschalldämmung mit aufkaschierter Alu-Dampfbremse muss an den Stößen verklebt werden.
  3. Dielen verlegenDielen verlegen© Michael Holz

    Dielen verlegen

    Die Verlegung ist bei fast allen gleich: lange Seite einschwenken, die kurzen Kanten zusammentreiben.
  4. Gefräste FugeGefräste Fuge© Michael Holz

    Gefräste Fuge

    Eine Fase oder gefräste Fuge lässt nachher die Dielen in ihren Dimensionen besonders gut erkennen.

  1. Dielen ineinanderschiebenDielen ineinanderschieben© Michael Holz

    Dielen ineinanderschieben

    Die ersten Dielen können über die kurze Kante leicht ineinandergeschoben werden. Auf bündige Vorderkanten achten.
  2. Längsseiten einschwenkenLängsseiten einschwenken© Michael Holz

    Längsseiten einschwenken

    Die Längsseiten werden wie gehabt eingeschwenkt. Der Versatz der Stirnkanten sollte bei mindestens 30 cm liegen.
  3. Dielen ansetzenDielen ansetzen© Michael Holz

    Dielen ansetzen

    Die jeweils nächste Diele wird an die vorherige angesetzt und nach unten gedrückt. Mit bloßer Hand ganz leicht nachschlagen, bis sie hörbar einrastet.
  4. SetzschlagSetzschlag© Michael Holz

    Setzschlag

    Der schon erwähnte Setzschlag mit dem Hammer auf die lange Kante sorgt dafür, dass die Dielenreihe fest mit der vorherigen verbunden ist. Sie sollten unbedingt ein Zulageholz verwenden.

Vinylböden bieten das größte Farbspektrum

PVC-Belag „Design 260“ von Tarkett.© Michael HolzWenn es um bunte Vielfalt bei Bodenbelägen geht, darf der gute alte PVC oder neuerdings CV- oder Vinylboden nicht fehlen. Neben der großen Farb- und Designvarianz ist es vor allem die gute Renoviereignung der Rollenware, denn mit 2,5 bis 3,5 mm passt der Designboden unter jede Tür samt Zarge. Die Verlegung kann jeder, der mit einem Cutter umgehen kann. In Räumen unter 20 qm können Sie für die Fixierung auf doppelseitige Klebebänder zurückgreifen, die Sie streifenweise im Abstand von 40–50 cm auf den ebenen und sauberen Estrich kleben. Bei größeren Räumen oder bei intensiver Nutzung sollten Sie eine „Universal fixierung für Teppich- und PVC-Böden“ auf den Boden auftragen. Die Bahnenstöße lassen sich mit einem Kaltschweißmittel ganz einfach abdichten – wichtig, wenn der Belag in der Küche oder im Bad liegen soll.

Teppiche leichter schneiden

Teppiche schneiden mit dem „Cutterkant Boy“.© Michael HolzDer „Cutterkant Boy“ ist eine zweiteilige Schiene für das maßgenaue Zuschneiden von Teppich- und Vinylböden. Besonders geeignet ist die Schiene für Selbermacher, die noch wenig Erfahrung mit dem Bodenlegen haben. Wichtig: Die obere Schiene muss formschlüssig auf der unteren aufliegen, damit der Schnitt stimmt (gibt’s in Baumärkten).

  1. Teppichschiene anlegenTeppichschiene anlegen© Michael Holz

    Teppichschiene anlegen

    Mit einer Teppichschiene (Cutterkant) lässt sich der CV-Boden exakt zuschneiden. Unterteil an die Wand legen ...
  2. Schienenoberteil auflegenSchienenoberteil auflegen© Michael Holz

    Schienenoberteil auflegen

    ... und CV-Bahn und Schienenoberteil auflegen. Die beiden Schienenteile müssen exakt aufeinanderliegen.
  3. Boden abschneidenBoden abschneiden© Michael Holz

    Boden abschneiden

    An der Schienenoberkante schneiden Sie den Boden mit dem Cutter ab.
  4. DiagonalschnittDiagonalschnitt© Michael Holz

    Diagonalschnitt

    An der Nische erfolgt zunächst ein Diagonalschnitt von der Nische weg.
  5. ZuschnittZuschnitt© Michael Holz

    Zuschnitt

    Dann haben Sie in der Nische genügend Material, das Sie sauber zuschneiden können.
  6. Klebebänder aufbringenKlebebänder aufbringen© Michael Holz

    Klebebänder aufbringen

    Ist der CV-Boden rundum sauber zugeschnitten, klappen Sie ihn zur Hälfte zurück und bringen streifenweise die doppelseitigen Klebebänder auf.
  7. Schutzfolie abziehenSchutzfolie abziehen© Michael Holz

    Schutzfolie abziehen

    Ziehen Sie die obere Schutzfolie ab – achten Sie darauf, dass Sie die Klebeschicht nicht berühren oder verschmutzen.
  8. CV-Belag zurückrollenCV-Belag zurückrollen© Michael Holz

    CV-Belag zurückrollen

    Den zurückgeklappten CV-Belag rollen Sie jetzt vorsichtig wieder zurück und drücken ihn kräftig auf die Klebebänder auf.
  9. Klebeband aufbringenKlebeband aufbringen© Michael Holz

    Klebeband aufbringen

    Unter den Bahnenstößen bringen Sie mittig ein Klebeband auf ...
  10. Bahn aufdrückenBahn aufdrücken© Michael Holz

    Bahn aufdrücken

    ... und drücken die nächste Bahn fest auf.
  11. Spezialklebeband aufklebenSpezialklebeband aufkleben© Michael Holz

    Spezialklebeband aufkleben

    Möchten Sie den Bahnenstoß wasserfest abdichten, können Sie das mit einem Kaltschweißmittel aus der Tube tun. Spezialklebeband auf die Fuge kleben.
  12. Klebeband festdrückenKlebeband festdrücken© Michael Holz

    Klebeband festdrücken

    Mit einem Nahtroller drücken Sie das Klebeband fest an. Es verhindert, dass das Kaltschweißmittel später auf die Fläche läuft.
  13. Klebeband aufschneidenKlebeband aufschneiden© Michael Holz

    Klebeband aufschneiden

    Mit dem Rollmesser schneiden Sie das Klebeband exakt über der Fuge wieder auf, damit das Kaltschweißmittel eindringen kann. Wichtig: Führen Sie das Messer sorgfältig und langsam durch die Bahnenfuge.
  14. Kaltschweißmittel eindrückenKaltschweißmittel eindrücken© Michael Holz

    Kaltschweißmittel eindrücken

    Das Mittel (Typ A für Neuware) drücken Sie über die spitze Nadel sauber in die Fuge ein, sodass ein etwa 5 mm breiter Film auf dem Klebeband entsteht. Das Klebeband sauber entfernen und die Fuge ein paar Stunden in Ruhe lassen.

Bambusparkett ist besonders hart

Bambusparkett von Elephant Bambus.© Michael HolzBambus ist ein schnell wachsendes Gras, das unglaublich hart in der Oberfläche und damit im Nehmen ist. Das Bambusparkett wird aus 100 % Plantagen-Hochlandbambus hergestellt und mit Naturölen veredelt. Die angenehm warme Tönung wird durch Dämpfung ohne Zusatz von Chemikalien erreicht. Manko: Die Dielen müssen vollflächig auf dem Boden verklebt werden. Den passenden Kleber bekommen Sie ebenfalls bei Elephant.

Die Struktur ist unverkennbar

Bodenbelag Bambus: die Struktur.© Michael HolzDer Bambusboden ist ein sogenanntes Zweischichtparkett, bei dem die untere Lage aus einzelnen, quer verleimten Stäbchen besteht. Bei geklebten Böden ist ein Gegenzug als dritte Schicht nicht nötig.

  1. Kleber für das BambusparkettKleber für das Bambusparkett© Michael Holz

    Kleber für das Bambusparkett

    Der Kleber steht gebrauchsfertig im Eimern zur Verfügung. Achtung: Die Klebewirkung funktioniert auch an Händen und Klamotten. Tragen Sie beim Auftragen also besser alte Kleidung und robuste Handschuhe.
  2. Kleber aufbringenKleber aufbringen© Michael Holz

    Kleber aufbringen

    Bringen Sie den Kleber mit der Kelle auf dem Boden auf, und zwar nur auf die Fläche, die Sie innerhalb von etwa 30 Minuten verlegen könnnen. Achten Sie darauf, dass die Wand sauber bleibt, der Kleber ist später schwer zu entfernen.
  3. Kleber verteilenKleber verteilen© Michael Holz

    Kleber verteilen

    Mit einem Zahnspachtel der Größe B2 bis B4 verteilen Sie den Kleber lückenlos auf dem Estrich.
  4. Rundabstand sichernRundabstand sichern© Michael Holz

    Rundabstand sichern

    Der Randabstand zu den Wänden muss umlaufend 10 mm betragen. Den Abstand sichern Sie mit zwischengesteckten Keilen.
  5. Einlegen der DielenreiheEinlegen der Dielenreihe© Michael Holz

    Einlegen der Dielenreihe

    Das Einlegen und Ausrichten der ersten Dielenreihe erfordert Zeit und Geduld, weil die Flucht exakt stimmen muss. Die Verbindung der Dielen erfolgt über eine einfache Nut- und Federprofilierung. Die Nut zeigt natürlich immer zur Wand. Achten Sie darauf, dass beim Einschieben der Dielen kein Kleber in die Fugen gerät.
  6. Bambusdielen verlegenBambusdielen verlegen© Michael Holz

    Bambusdielen verlegen

    Auch die Bambusdielen werden im Verband gelegt, das heißt, das Reststück der ersten Reihe ist das Anfangsstück der zweiten und so weiter. Der Mindestversatz der Fugen sollte bei 25–30 cm liegen.
  7. Bambusdielen zuschneidenBambusdielen zuschneiden© Michael Holz

    Bambusdielen zuschneiden

    Der Zuschnitt der Bambusdielen erfolgt per Stichsäge von der Unterseite.

Korkböden haben sich weiterentwickelt

Kork© SelbermachenBodenbelag Kork: das Material© Michael HolzKork zum Klicken macht den ökologischen Bodenbelag auch für weniger versierte Selbermacher interessant. Die Trittschalldämmung ist ebenfalls aus Kork und unterseitig bereits aufkaschiert.

  1. Randabstand sichernRandabstand sichern© Michael Holz

    Randabstand sichern

    Der Randabstand von 10 mm wird umlaufend durch Keile gesichert.
  2. Elemente einschwenkenElemente einschwenken© Michael Holz

    Elemente einschwenken

    Von rechts beginnend werden die Elemente über die Längsseite eingeschwenkt.
  3. Kanten anlegenKanten anlegen© Michael Holz

    Kanten anlegen

    Die kurzen Kanten werden dicht angelegt und ebenfalls eingeklickt.
  4. Kork zuschneidenKork zuschneiden© Michael Holz

    Kork zuschneiden

    Der Zuschnitt erfolgt mit der Stichsäge auf der Korkunterseite, die gleichzeitig Trittschalldämmung ist.

Echtes Linoleum für den Selbermacher

Linoleum-Tisch© PRLinoleumböden zu verlegen war lange Zeit Profisache. Das hat sich mit dem Siegeszug der Klickböden geändert. Die Lino-Dielen können wie Laminat und Fertigparkett problemlos mit einander verbunden werden, die Nutzschicht besteht aus 3 mm starkem, echtem Linoleum.

  1. Abschnitte markierenAbschnitte markieren© Michael Holz

    Abschnitte markieren

    Passstücke der Dielenreihen spiegelverkehrt auslegen, Abschnitt markieren.
  2. Diele zuschneidenDiele zuschneiden© Michael Holz

    Diele zuschneiden

    Den Zuschnitt auf der Unterseite ausführen. Dann zerfasert die Kante nicht.
  3. Längsseiten anhebenLängsseiten anheben© Michael Holz

    Längsseiten anheben

    Um die kurzen Kanten einzuklicken, müssen Sie die Längsseite mit untergelegten Keilen etwas anheben.
  4. SetzschlagSetzschlag© Michael Holz

    Setzschlag

    Ein leichter Setzschlag auf die Längsseite (mit Zulageholz) lässt die Dielen sauber einrasten.
  5. Heizungsrohr übertragenHeizungsrohr übertragen© Michael Holz

    Heizungsrohr übertragen

    Heizungsrohre mit Winkel und Bleistift auf die exakt positionierte Diele übertragen.
  6. Heizungsnische übertragenHeizungsnische übertragen© Michael Holz

    Heizungsnische übertragen

    Das gilt auch für die Heizungsnische selbst. 10 mm Randfuge berücksichtigen.
  7. Abstände einmessenAbstände einmessen© Michael Holz

    Abstände einmessen

    Abstände zur verlegten Dielenreihe einmessen.
  8. Rohrausschnitte bohrenRohrausschnitte bohren© Michael Holz

    Rohrausschnitte bohren

    Die Rohrausschnitte mit 25 mm bohren, dann trapezförmig ausschneiden.
  9. Nutwange entfernenNutwange entfernen© Michael Holz

    Nutwange entfernen

    Untere Nutwange der Passdiele entfernen und Leim angeben.
  10. Passdiele einklickenPassdiele einklicken© Michael Holz

    Passdiele einklicken

    Passdiele und Trapez um die Rohre herum zusammenführen und einklicken.

Laminatboden mit Hochglanzoptik

Laminatboden "Blue Pearl" von HDM.© Michael HolzHochglanz-Laminat: das Material© Michael HolzEin klassisch verlegter Laminatboden mit ungewöhnlicher Optik ist „Blue Pearl“. Auch technisch ist er anders: Er hat eine elektronenstrahlgehärtete und daher besonders harte Oberfläche.

  1. Nuten abschneidenNuten abschneiden© Michael Holz

    Nuten abschneiden

    Die wandseitigen Nuten schneiden Sie ab, damit die Randfuge gesichert ist.
  2. Dielenreihe ausrichtenDielenreihe ausrichten© Michael Holz

    Dielenreihe ausrichten

    Beim Ausrichten der ersten Dielenreihe hilft eine dritte Diele als Führung.
  3. Dielen zusammentreibenDielen zusammentreiben© Michael Holz

    Dielen zusammentreiben

    Die Dielen werden entlang der Führung über die Längsseite zusammengetrieben.
  4. Dielen einschwenkenDielen einschwenken© Michael Holz

    Dielen einschwenken

    Die Dielen schwenken Sie ein paar Millimeter neben der vorherigen ein, dann wird zusammengeschlagen.

Ein Teppichboden wird niemals unmodern

Liegeboden: die Maße© SelbermachenBodenbelag Teppich: das Material.© Michael HolzTeppichböden sind immer dort gefragt, wo es um Fußwärme und Gehkomfort geht. Der größte technische Vorteil von Flor & Co. ist, dass der im Raum befindliche Staub vom Teppich gebunden wird und sauber abgesaugt werden kann. Die Teppichverlegung ist der der PVC/CV-Böden gleich, es sind Doppelklebebänder oder eine Fixierung möglich.

  1. Ecken zuschneidenEcken zuschneiden© Michael Holz

    Ecken zuschneiden

    Teppichboden auslegen und in den Ecken mit dem Zuschnitt beginnen. Teppichmesser diagonal nach oben ziehen.
  2. AnsatzpunkteAnsatzpunkte© Michael Holz

    Ansatzpunkte

    So entstehen Ansatzpunkte in der Ecke, von denen aus Sie weiter an der Wand entlangschneiden können.
  3. Teppichmesser ziehenTeppichmesser ziehen© Michael Holz

    Teppichmesser ziehen

    Beim Ziehen des Teppichmessers drücken Sie den Teppich mit der linken Hand kräftig in die Ecke.
  4. Messer diagonal nach oben ziehenMesser diagonal nach oben ziehen© Michael Holz

    Messer diagonal nach oben ziehen

    An Außenecken ziehen Sie das Messer diagonal nach oben, aber immer von der Nische weg.
  5. Dreieck an die Wand schneidenDreieck an die Wand schneiden© Michael Holz

    Dreieck an die Wand schneiden

    Das entstehende Dreieck schneiden Sie dann sauber an die Wand heran.
  6. Fixierung auftragenFixierung auftragen© Michael Holz

    Fixierung auftragen

    Ist der Teppichboden zugeschnitten, klappen Sie ihn zur Hälfte zurück und tragen die Universalfixierung (Ceresit) auf.
  7. Teppich einrollenTeppich einrollen© Michael Holz

    Teppich einrollen

    Den Teppich rollen Sie dann vorsichtig wieder in den Kleber ein und wiederholen das Ganze mit der zweiten Hälfte.
  8. Teppich anreibenTeppich anreiben© Michael Holz

    Teppich anreiben

    Liegt der Teppich im Kleber, reiben Sie ihn mit einer Papprolle oder einer sauberen Wasserwaage kräftig an. Er liegt sicher, bleibt aber trotzdem lösbar.
  9. Doppelnahtschnitt anwendenDoppelnahtschnitt anwenden© Michael Holz

    Doppelnahtschnitt anwenden

    Um Teppichbahnen sauber zu stoßen, müssen Sie den sogenannten Doppelnahtschnitt anwenden. Dazu die beiden Bahnen um mindestens 10 cm überlappen lassen.
  10. Bahnen durchschneidenBahnen durchschneiden© Michael Holz

    Bahnen durchschneiden

    An einer Schiene entlang schneiden Sie nun beide Bahnen mit einem scharfen Messer (mit Hakenklinge!) in einem Zug durch. Führen Sie das Messer möglichst lotrecht.
  11. Reststücke entfernenReststücke entfernen© Michael Holz

    Reststücke entfernen

    Die beiden Reststücke können Sie jetzt entfernen, die Bahnen stoßen millimetergenau aneinander.
  12. Teppichstoß andrückenTeppichstoß andrücken© Michael Holz

    Teppichstoß andrücken

    Haben Sie die Fixierung aufgetragen, drücken Sie den Teppichstoß mit einem Nahtroller sauber an.

Hier erfahren Sie, welche Fehler Sie beim Laminat verlegen unbedingt vermeiden sollten.

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