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So geht's: Dielenboden ausgleichen

Ein dünner Fließestrich macht alle Böden eben – sogar einen schiefen Dielenboden!

 
Dielenboden mit Fließestrich ausgleichen © Selbermachen
Dielenboden mit Fließestrich ausgleichen

Die Ansprüche an einen Dielenausgleich sind nicht einfach zu erfüllen: Das geeignete System muss die Unebenheiten des Bodens ausgleichen, bei Dielen die Bewegungen des Holzes in gewissem Umfang mitmachen, eine absolut ebene Oberfläche bieten – gleichzeitig soll aber die Aufbauhöhe des Ganzen nicht zu groß sein.

Das alles leistet eine Ausgleichsmasse wie zum Beispiel „Neu auf Alt“ (Lugato). Dabei handelt es sich um ein Kunststoff-Zement-Gemisch, das in einer Dicke von 5 bis 20 mm auf den Dielen ausgegossen wird und dort zu einer harten, aber flexiblen Ebene abbindet. Das Geheimnis: Die Masse geht mithilfe einer Grundierung und eines aufgetackerten Armierungsgewebes einen festen Verbund mit dem Dielenboden ein. Allerdings sind zum Gelingen dieser im Übrigen recht „spritzigen“ Arbeit umfangreiche Vorarbeiten nötig. Wichtig ist, dass die Masse an keiner Stelle weglaufen kann, weshalb alle Fugen dicht sein müssen. Der Randdämmstreifen, den Sie an die Wand kleben, verhindert, dass zwischen Boden und Wänden eine Schallbrücke entsteht. Und schließlich müssen Sie die Dielen unbedingt nachverschrauben, um ein Federn zumindest zu minimieren. Wollen Sie unterschiedliche Beläge ausgleichen, müssen Sie unbedingt eine Bewegungsfuge in die Ausgleichsmasse einbauen. Die Schicht darf auf keinen Fall durchgehen, sonst gibt’s Risse in der Oberfläche. Kleben Sie den Übergang deshalb mit einem Styroporstreifen ab.

  1. Ausgangszustand des DielenbodensAusgangszustand des Dielenbodens© Selbermachen

    Ausgangszustand des Dielenbodens

    So sah der Boden nach der Entfernung des alten PVC-Belags aus. Die Fläche unter dem ehemaligen Ofen ist gefliest, die Holzdielen sind mit PVC-Kleber zugesetzt.
  2. Kleber- und Lackreste entfernenKleber- und Lackreste entfernen© Selbermachen

    Kleber- und Lackreste entfernen

    Mit einer Einscheiben-Schleifmaschine und einer 24er-Schleifscheibe werden alle Kleber- und Lackreste entfernt.
  3. Dielen nachverschraubenDielen nachverschrauben© Selbermachen

    Dielen nachverschrauben

    Die Dielen müssen in jedem Balken mit je zwei Spaxschrauben nachverschraubt werden.
  4. Fugen zuschmierenFugen zuschmieren© Selbermachen

    Fugen zuschmieren

    Alle größeren Fugen schmieren Sie mit der Ausgleichsmasse in dickerer Konsistenz (weniger Wasser zugeben) zu.
  5. Grundierung auftragenGrundierung auftragen© Selbermachen

    Grundierung auftragen

    Die Grundierung reguliert das Saugverhalten des Holzes und verbessert die Haftung. Sie ist genau auf die Ausgleichsmasse abgestimmt.
  6. Aussparung aufklebenAussparung aufkleben© Selbermachen

    Aussparung aufkleben

    Am Übergang zu den Fliesen kleben Sie als Aussparung einen Styroporstreifen mit Klebestreifen auf die Fuge.
  7. Abschluss bildenAbschluss bilden© Selbermachen

    Abschluss bilden

    Den Abschluss an der Tür bilden Sie mit einer Winkelleiste, die der Aufbauhöhe der Ausgleichsschicht entspricht.
  8. Randdämmstreifen anklebenRanddämmstreifen ankleben© Selbermachen

    Randdämmstreifen ankleben

    Rundherum kleben Sie einen Randdämmstreifen mit doppelseitigem Klebeband an die Wand.
  9. Armierungsgewebe auftackernArmierungsgewebe auftackern© Selbermachen

    Armierungsgewebe auftackern

    Beim Auftackern des Armierungsgewebes lassen Sie die Bahnen um 5 cm überlappen.
  10. Höhe markierenHöhe markieren© Selbermachen

    Höhe markieren

    Um die Höhe von 2 cm rundherum an den Wänden zu markieren, legen Sie einfach eine Wasserwaage flach auf die Seite.
  11. Dichtigkeit prüfenDichtigkeit prüfen© Selbermachen

    Dichtigkeit prüfen

    Jetzt noch mal alle Anschlüsse auf Dichtigkeit prüfen, bevor die Ausgleichsmasse angerührt und auf den Boden gekippt wird.
  12. Masse verteilenMasse verteilen© Selbermachen

    Masse verteilen

    Ist die Masse eingebracht, muss sie verteilt und entlüftet werden. Am besten geht das mit einem groben Besen. Dabei sollte man rückwärts in Richtung der Zimmertür arbeiten.

Alternative: Verlegespanplatten© SelbermachenStatt Ausgleichsmasse können Sie auch mit Plattenmaterialien einen ebenen Untergrund schaffen. Dafür stehen Verlegespanplatten und Bodenplatten aus Gips zur Verfügung. Sie sind ohne angerührte Masse zu verlegen, allerdings sind diese Rohböden deutlich dicker (ab ca. 20 mm, Fließestrich ab 5 mm). Eines haben sie aber gemeinsam: Sie nehmen es mit allen Belägen auf.

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