Was braucht ein Fenster?
Was braucht ein Fenster?

Fenster-Tipps

Was braucht ein Fenster? Glas, Rahmen, Kitt, Griff? Das war einmal. Mittlerweile sind zeitgemäße Fenster mit zahlreichen Funktionen ausgestasstet. Hausbesitzer sollten sie kennen.

 
Auf was kommt es beim Fenster an? © Holz
Auf was kommt es beim Fenster an?

Wärmeschutzverglasung, komplexe Beschlag- und Sicherheitssysteme und ausgefeilte Rahmenkonstruktionen sind Teil einer moderner Fensterkonstruktion. Auf was kommt es sonst noch alles an?

Material

Auf das Material kommt es an, um die Heizkosten – sprichwörtlich – im Rahmen zu halten. Denn: Die höchsten Wärmeverluste bei Fenstern treten am Rahmen auf. Gute Dämmwerte erzielen Kunststofffenster mit Rahmen aus Mehrkammerprofilen. Etwas teurer, aber sehr langlebig sind Holz-Aluminium-Fenster, die aus einem Holzkern bestehen, der außen mit Aluminium verblendet ist.

Verriegelung

© SelbermachenZum Schutz gegen Einbrecher sollte ein Fenster laut Kripo mindestens der Widerstandsklasse 2 (WK2) nach europäischer Norm entsprechen. Ein rundumlaufender Sicherheitsbeschlag mit Pilzzapfenverriegelung gehört ebenso dazu wie eine durchwurfhemmende Verglasung. Es gilt: Je höher der WK-Wert, desto besser der Schutz. Für mehr Sicherheit kann man diese robusten Beschläge und weitere Verriegelungen bei vielen Markenfenstern oft problemlos nachrüsten lassen.

Profil

© SelbermachenMaßgeblich für die Schalldämmung eines Fensters der neuen Generation sind neben einer schalldämmenden Verglasung die Rahmenkonstruktion und die Fugendurchlässigkeit. Aller guten Dinge sind drei: Ein dreifacher Falz wie bei unserem Fenster bietet dreifachen Schallschutz auf drei Dichtungsebenen.

Schliessen

© SelbermachenModerne Beschlagsysteme, wie hier zu sehen, sind nach aktuellem Standard verdeckt liegend im Fensterprofil - untergebracht. Ein doppelflügeliges Fenster ist am grifflosen Flügel mit einem sogenannten Falzhebel ausgestattet. So können bei einem zweiflügligen Fenster beide Flügel nach Wunsch separat arretiert werden.

Beschlag

© SelbermachenEin Fenster aufdrehen und aufkippen zu können – das kann sich nur ein schwäbischer Tüftler erdacht haben: Wilhelm Frank, Gründer der Firma Roto Frank, brachte 1935 den ersten industriell gefertigten Dreh-Kipp-Beschlag auf den Markt. Heute können das etwa 85 Prozent aller in Deutschland eingebauten Fenster. Das Dreh-Kipp-Fenster wird daher bei Fachleuten auch gern „Deutsches Volksfenster“ genannt.

Verglasung

© SelbermachenNeben dem Rahmen bestimmt das Glas den Wärmeschutz Ihres neuen Fensters. Die bis in die 70er Jahre übliche Einfachverglasung ist mittlerweile Fenstern mit zwei- und dreifacher Isolier- oder Wärmeschutzverglasung gewichen. Zusätzliche Metallbedampfung und Edelgas in den Scheibenzwischenräumen bringen heute U-Werte bis zu 0,2 W/(m2K). Dies ist der Wert für den Wärmedurchgang – je geringer dieser sogenannte U-Wert ist, desto besser der Wärmeschutz. Üblich sind heute Werte um 1 W/(m2K) für das Fensterglas.

Entwässerung

© SelbermachenKondenswasser und nach Schlagregen in den Fensterfalz eingetretenes Wasser wird über eine Entwässerungsbohrung im Blendrahmen nach außen wieder abgeführt. Bei Neubauten liegt die Bohrung meist verdeckt im Falz und das Wasser läuft über die Solbank ab.

Griff

© Selbermachen

Der Griff ist das zentrale Bedienelement jedes Fensters. Ein guter Griff lässt sich gut greifen und hat kein Spiel auf dem Vierkantdorn. Dieses Modell hat eine Sperrtaste, die nur in gedrücktem Zustand den Schließmechanismus beweglich macht. Wie ein geschlossenes Griffschloss ist sie ein wirksamer Schutz gegen Öffnen von außen

SELBER MACHEN 05/2009

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