Arbeitsplatte: die neue Spülplattform | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Küchenumbau

Arbeitsplatte: die neue Spülplattform

Sie haben eine neue Spüle? Dann ist sicher auch eine neue Arbeitsplatte fällig. Wir zeigen, wie Sie eine neue Arbeitsplatte passgenau einbauen.

 
Arbeitsplatte mit neuer Spüle © Selbermachen
Arbeitsplatte mit neuer Spüle

Besonders ältere Küchen haben oft viel zu groß dimensionierte oder frei stehende Spülen, die ihre sinnvolle Dienstzeit lange hinter sich haben. Also raus damit! Für die neue, meist kleinere Spüle muss ein neuer Montageausschnitt gemacht werden, und das geht nur mit einer neuen Küchenarbeitsplatte. Bewährt haben sich unempfindliche laminatbeschichtete Spanplatten (meist 38 mm dick) oder etwas dünnere Leimholzplatten.

Wichtig: Damit die neue Arbeitsplatte bei Dienstantritt auch eine ebene Auflage vorfindet, müssen alle Unterschränke gleich hoch sein. Die neue Arbeitsplatte bekommt man im Baumarkt. Dort sollte sie gleich auf die richtige Länge zugeschnitten werden – das geht in Eigenregie mit der Stichsäge oft schief. Den Spülenausschnitt nehmen Sie auf der Platten oberseite vor. Das Stichsägeblatt wird durch ein Bohrloch am Rand einer Ausschnittmarkierung angesetzt.

Vorsicht: Durch die Plattenstärke kann es stark „verlaufen“, also seitlich auswandern. So vergrößert sich das Spülenausschnittmaß schnell um mehrere Millimeter. Immerhin überspielt die Klammerbefestigung an der Plattenunterseite dagegen ein paar Millimeter Ungenauigkeit.

  1. Eckpunkt vorbohren© Selbermachen

    Eckpunkt vorbohren

    Die Umrisse des Ausschnitts auf ein auf die Oberseite der Arbeitsplatte geklebtes Kreppband zeichnen. Dran denken, dass der Spülenrand überstehen soll. Die Eckpunkte mit einem 10-mm-Bohrer vorbohren.
  2. Loch aussägen© Selbermachen

    Loch aussägen

    Mit der Stichsäge sägen Sie von Loch zu Loch entlang dem Bleistiftriss. Klemmen Sie das Ausschnittstück vor dem letzten Schnitt fest, damit es nicht herausbricht.
  3. Schnittkanten versiegeln© Selbermachen

    Schnittkanten versiegeln

    Alle Schnittkanten müssen Sie sorgfältig mit Sanitärsilikon versiegeln. Verwenden Sie zum Verstreichen Spülmittel und Handschuhe.
  4. Ablaufgarnitur montieren© Selbermachen

    Ablaufgarnitur montieren

    Bevor Sie die Spüle befestigen, montieren Sie die Ablaufgarnitur ...
  5. Spülenarmatur montieren© Selbermachen

    Spülenarmatur montieren

    ... und die Spülenarmatur.
  6. Haltekrallen festdrehen© Selbermachen

    Haltekrallen festdrehen

    Setzen Sie die Spüle ein, positionieren und fixieren Sie sie, drehen Sie die Arbeitsplatte um, und drehen Sie die Haltekrallen der Spüle fest (nie mit Akkuschrauber!).
  7. Übergänge versiegeln© Selbermachen

    Übergänge versiegeln

    Den Übergang von Spüle zu Arbeitsplatte versiegeln Sie ebenfalls mit einer feinen Naht aus transparentem Sanitärsilikon.
  8. Umleiter aufbügeln© Selbermachen

    Umleiter aufbügeln

    Für die seitlichen Arbeitsplattenkanten gibt es im Baumarkt passende Umleimer. Einfach aufbügeln (Bügeleisen: mittlere Stufe oder „Baumwolle“), mit einem Holzklotz fest an pressen, den Überstand mit einem scharfen Stechbeitel abstoßen oder mit einem auf der Oberfläche geführten Cutter abschneiden. Die Kanten mit feinem Schleifpapier (180er Körnung) leicht nachschleifen.
  9. Schrauben eindrehen© Selbermachen

    Schrauben eindrehen

    Die Verbindung der Arbeitsplatte mit den Unterschränken erfolgt durch Schrauben, die Sie durch die Querleisten der Schränke hindurch in die Arbeitsplatte setzen. Zwingen Sie beide vorher provisorisch zusammen.
  10. Silikonfuge versiegeln© Selbermachen

    Silikonfuge versiegeln

    Ist das Fliesenschild hinter der Arbeitsplatte gerade und fluchtgerecht, versiegeln Sie den Übergang mit einer Silikonfuge. Sauberer wird es, wenn Sie Platte und Fliesen vorher mit einem Klebeband abkleben.
  11. Abschlussleisten einsetzen© Selbermachen

    Abschlussleisten einsetzen

    Ist das Fliesenschild uneben, sodass eine Silikonfuge zu breit würde, setzen Sie passende Abschlussleisten aus dem Baumarkt ein. Bei unebenen Wänden halten keine Klebebänder, nur Dübel und Schrauben.

Arbeitsplatte aus Massivholz

Wer statt der laminierten, melaminbeschichteten Arbeitsplatte lieber eine aus massivem Buchenholz haben möchte, muss ihr erst mal eine Pflegekur gönnen. Oberfläche (auch die Unterseite!) und vor allem Schnittkanten sollten Sie mit Holz- oder Hartwachsöl viermal behandeln. Das heißt, alle Flächen streichen, zehn Minuten einziehen lassen, Überstände mit einem fusselfreien Tuch abnehmen und trocknen lassen. Mit feiner Stahlwolle (Grad 0000) nachgeschliffen, bekommt die Oberfläche einen seidigen Glanz.

 

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