Bad renovieren - Schritt 1: Die Abwasserrohre verlegen | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Trockenbau und Rohrinstallation

Bad renovieren - Schritt 1: Die Abwasserrohre verlegen

Grundlage jedes Bades ist der Versorgungsstrang. Hier werden die Abwasserrohre und die Warm- und Kaltwasserleitungen zu- und abgeführt. Erster Gedanke bei der Badsanierung ist also, diesen Strang so zu platzieren, dass er möglichst wenig stört und die Verbrauchsstellen wie Waschbecken und WC auf möglichst kurzem Wege erreichbar sind.
 
Trockenbau und Rohrinstallation im Bad © Thomas Danebrock
Trockenbau und Rohrinstallation im Bad

Mit dem Verlegen der Abwasserrohre bringen Sie die erste Struktur in Ihr neues Bad. Bei der Positionierung des Versorgungsstranges ist es ideal ihn in die neu zu setzende Trennwand oder direkt im Anschluss daran zu integrieren. So können Sie dann den Schacht in Trockenbauweise aus Profilen und Bauplatten errichten. Je weniger Sie bei der Badrenovierung in die vorhandenen Wände eingreifen, desto besser. Bei der Platzierung der Sanitärobjekte sind Sie dank der Elementbauweise mittlerweile relativ frei.

Wichtig: Das Zusammenstecken ist manchmal ein Geduldsspiel. Bei der Montage müssen Sie bei allen Abwasserrohren unbedingt auf ein ausreichendes Gefälle von 2 Prozent zum Fallrohr hin achten!

Die Abwasserrohre verlegen

Das Fallrohr wird entlang der Außenwand gelegt.

Das Fallrohr wird in einem neuen Strang an der Außenwand entlang gelegt. Gehalten werden die Rohre mit gummierten Schellen.

Abzweigungen für WC und Badewanne

Sie brauchen einen 100/110er-Abzweig für das WC und zwei 40er-Abzweige für die Badewanne und den Waschtisch.

Die Ständerprofile aufschneiden

Um die Zu- und Abflussleitungen in der Trockenbauwand durchführen zu können, müssen Sie die Ständerprofile aufschneiden.

Abflussrohre um die Ecke führen

Führen Sie Abflussrohre um die Ecke, setzen Sie zwei 45°-Bögen statt eines 90°- Bogens. Aussparungen groß genug schneiden.

Die PVC-Rohre fixieren

Die PVC-Rohre fixieren Sie mit Holzklötzen so, dass dauerhaft ein 2-Prozent-Gefälle gesichert ist. Die Klötze an den Profilen verschrauben.

Die Zuleitungen für Kalt- und Warmwasser durch die Profile führen

Auch die Zuleitungen für Kalt- und Warmwasser führen Sie durch die Profile durch. Sie brauchen kein Gefälle.

Produkt Info: Frischwasserleitungen

Der EuroadapterFrischwasserleitungen werden heute zunehmend nicht mehr aus Kupferrohren gelötet, sondern aus sogenannten Verbundrohren geschraubt oder gesteckt.

Unser Schraubsystem „DreMa“ bietet drei verschiedene Durchmesser von 16, 20 und 26 mm an, wobei die 26-Rohre für die Steigleitungen verwendet werden und die beiden kleineren Rohre für die Verteilung an die Sanitärobjekte und Vorwandelemente genutzt werden. Zu den Alu-Kunststoff- Verbundrohren kommen allerlei Messingfittings dazu, der wichtigste davon ist der „Euroadapter“ (Bild links), mit dem Sie die Rohr enden an den Fittings verschrauben.

Wichtig: Sie benötigen unbedingt das passende Werkzeug aus dem gleichen System wie eine Spezialschere zum Ablängen und den Kalibrierdorn. Mit dem müssen Sie die selbst geschnittenen Rohr enden wieder kreisrund ausformen, denn das ist Voraussetzung dafür, dass die Fittings und der Adapter eine dauerhaft dichte Verbindung eingehen. Zu bekommen ist „DreMa“ im Baumarkt. Weitere Infos: www.marley.de

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TEXT: Ulrich Wolf ALLE FOTOS: Thomas Danebrock
Artikel aus selber machen Ausgabe 11/2014. Jetzt abonnieren!
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