Badewanne und Duschtasse einbauen

Badewanne und Duschtasse einbauen

Bei der Modernisierung des Bades werden Dusche und Badewanne eingebaut und mit den Wandfliesen verkleidet. Wie einfach das ist, wird hier gezeigt.

 
Kaum zu glauben, aber diese Duschtasse wurde selbst eingebaut und verfliest. © Selbermachen
Kaum zu glauben, aber diese Duschtasse wurde selbst eingebaut und verfliest.

Das Erstellen des Fundaments für die Dusche und die Badewanne ist die erste Arbeit, bevor man mit dem Einbau der Sanitärelemente beginnen kann. Mit einer normalen Handsäge können die Porenbetonsteine zugeschnitten werden. Es gibt sie in verschiedenen Abmessungen und Stärken.

Zuerst werden die Steine nach dem Zuschneiden trocken aufgebaut, um das Maß zu kontrollieren und eventuell nachzuarbeiten. Für den Einbau der Dusche in der Nische wird zunächst an der hinteren Wand ein Porenbetonstein zur Höhennivellierung angebracht.

Dann wird die Dusche in die Nische eingeschoben, mit der Wasserwaage ausgerichtet und seitlich unterfüttert. Danach wird die vordere Untermauerung eingeklebt. Die horizontale Ausrichtung wird nochmals mit der Wasserwaage kontrolliert, leichte Korrekturen sind dann noch möglich.

Die Badewanne

Der Umbau der Badewanne ist etwas einfacher, da die Wanne auf festen Füßen steht und vor Beginn der Arbeit ausgerichtet wird. Die zugeschnittenen Steine werden senkrecht auf das Mörtelbett gesetzt und mit dem Gummihammer festgeklopft. Verschiebungen in Längsrichtung vermeiden.

Der Kleber ist für maximal 2 – 3 Planblocklängen, gleichmäßig ca. 5 cm dick aufgekämmt, aufzutragen. Auf den glatten Seiten der Planbausteine kann der Fliesenkleber ohne Vorverhandlung des Untergrundes direkt aufgekämmt werden. Sowohl beim Sockel der Dusche als auch beim Wannenumbau muss auf den Fugenverlauf der Wand geachtet werden, bevor die Fliesen zugeschnitten und angesetzt werden.

Das Podest, das durch den Einbau der Dusche entstanden ist, wird zuerst an der senkrechten, dann auf der waagerechten Fläche verfliest. Während der Arbeit wird mit Wasserwaage, Richtschnur und Richtwinkel nachgemessen.

Unterbau auf Maß aus Porenbeton oder fertig gekauft

Porenbeton ist ein Baustoff mit vielen Vorteilen. Er ist sehr leicht, mit norma­­­­­­­len Werkzeugen einfach zu bearbeiten und hat gute Wärmedämmeigenschaften, was besonders im Bereich der Badewanne sehr wichtig ist. Man bekommt ihn in verschiedenen Ab­mes­­sungen.

Die Planbausteine sind rechtwinklig und absolut eben. Ein Verputzen der Oberfläche ist nicht notwendig. Außerdem kann er mit dem Fliesenkleber notfalls verbunden werden, besser jedoch mit einem speziellen Mörtel für Porenbeton. Unterbau der Dusche und Umbau der Badewanne sind kein Problem mit diesem Material.

Eine gute, allerdings auch etwas teurere Alternative sind fertige Bade- und Duschwannenträger aus Hartschaum. Man kann sie gleich beim Kauf der Wannen mitbestellen und ist dann sicher, die richtige Größe zu haben. Die Wärmedämmeigenschaften sind noch besser, die Schallisolierung ist optimal. Sie können auch wie eine Wand verfliest werden.

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Podeste verfliest man von unten beginnend. Links und rechts wird eine Fliesenlegerecke angesetzt und eine Richtschnur gespannt.

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Anschnitte in Ecken müssen sehr genau ausgemessen werden. Hier empfiehlt es sich, mit einem Richtwinkel zu arbeiten.

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Die Duschwanne wird zunächst an der hinteren Wand aufgelegt und mit Hilfe der Wasserwaage ins Lot gebracht.

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Die Untermauerung aus Porenbetonstein ist mit Fliesenkleber oder einem Porenbetonkleber unter der Wanne schnell fixiert.

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Wasserwaage ansetzen und nochmals die horizontale Lage der Wanne prüfen. Noch kann korrigiert werden.

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Passstücke werden so zugeschnitten, dass sie mit dem Fugenraster des Wand- und Bodenbelags übereinstimmen.

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Badewannen müssen schon wegen der Optik verkleidet werden. Hier werden Porenbeton-Planelemente verwendet.

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Planelemente können mit einfachen Werkzeugen auf Maß zugeschnitten und mit Po­renbetonkleber verbunden werden.

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Die Verkleidung springt etwa 10 mm zurück, damit der fertige Fliesenbelag später mit der Wanne abschliesst.

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Dehnungsfugen werden beim Verfliesen der Badewannenumrandung berücksichtigt. Der Fugenverlauf stimmt mit der Wand überein.

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Die Badewanne ist umrandet und fertig verfliest. Nach einer Ruhezeit von 2 Tagen kann mit dem Verfugen begonnen werden.

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Immer mehr werden auch schwierige Fliesenlegerarbeiten von Heimwerkern ausgeführt. Und die Ergebnisse können sich sehen lassen, wie diese eingebaute Dusche und die Badewanne zeigen.

TEXT: Peter-Michael Stange; FOTO: Selbermachen Media
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