Richtig verspachteln: große Flächen | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Trockenausbau

Richtig verspachteln: große Flächen

Das Verspachteln und Schleifen der Fugen ist bei großen Flächen eine sehr zeitraubende Angelegenheit. Sie müssen sehr sauber arbeiten, damit das Endergebnis stimmt. Wir zeigen Ihnen, wie Sie große Flächen perfekt verspachteln. Und: mit unseren Tipps geht es sogar etwas schneller.
 
So verspachteln Sie große Flächen richtig. © Selbermachen
So verspachteln Sie große Flächen richtig.

Wenn Sie große Flächen zu verspachteln haben, muss der erste Spachtelgang nicht zu sorgfältig ausgeführt werden. Wichtiger ist es hier zunächst, dass alle Fugen vollständig gefüllt sind. Eine wirklich gute Oberfläche bekommt man beim ersten Gang sowieso nicht hin.

Dafür ist der zweite Spachtelgang mit der gebrauchsfertigen „Finish“-Masse besser geeignet. Für die benutzt man dann einen Glätter, nicht mehr die Kelle.

Ferner sollten nach dem ersten Spachteln und der notwendigen Trockenzeit die unvermeidlichen Überstände der Spachtelmasse nicht komplett abgeschliffen, sondern zunächst mit der Kelle grob abgestoßen werden. Auch hier wird die Kelle diagonal zum Fugenverlauf geführt, um keine Riefen in die Fugen zu schaben.

Beim Einarbeiten eines Fugendeckstreifens in die frische Spachtelmasse beginnt man bei den vertikalen Fugen grundsätzlich oben und arbeitet sich nach unten vor.

Die horizontalen Fugen beginnt man an der Seite, an der man die Kelle führt – Linkshänder links, Rechtshänder rechts. So bekommt man die leicht ziehende Bewegung der Kelle besser hin.

Profi-Tipp

Schleifgitter und Schleifpapier im Vegleich© SelbermachenNormales Schleifpapier, zumal, wenn es ein billiges ist, setzt sich mit dem feinen Gipsstaub der getrockneten Fugenmasse in Sekundenschnelle zu. Besser sind hier Schleifgitter (auch aus dem Baumarkt): Die haben eine größere Abtragsleistung und behalten sie auch wesentlich länger bei. Verwenden Sie zum Schleifen ein 100er-Gitter.

Große Flächen verspachteln: So geht's

Die gefasten Kanten mit dem Gipskern mit Tiefgrund vorbereiten.

Die kurzen Plattenkanten müssen Sie vor dem Verschrauben am Ständerwerk anfasen. Nur so hat die Fugenmasse später eine ausreichend große und tiefe Haftungsfläche. Behandeln Sie dann die gefasten Kanten mit dem Gipskern unbedingt mit dem Tiefgrund vor.

Mit dem Glätter oder der Kelle die angerührte Fugenmasse über die Fugen ziehen.

Mit dem Glätter oder der Kelle ziehen Sie die angerührte Fugenmasse dann großzügig über die Fugen. Halten Sie das Werkzeug dabei leicht diagonal, damit es beim Abziehen nicht in die Fugen reinrutscht.

Nicht ganz versenkte Schnellbauschraube mit einem Schraubendreher nachziehen.

Hier und da werden Sie auf eine Schnellbauschraube stoßen, die nicht ganz versenkt ist. Die ziehen Sie mit einem Schraubendreher nach. Der Spachtel von Knauf hat einen passenden Kreuzschlitz-Dreher am unteren Griffende. Achtung: Drehen Sie die Schraube nicht komplett durch den Kartonmantel durch!

Nach der Trocknungszeit die Flächen mit dem Schleifgitter abschleifen.

Nach der Trocknungszeit schleifen Sie die gespachtelte Fläche mit dem Schleifgitter ab. Es folgt der zweite Spachtelgang.

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Artikel aus selber machen Ausgabe 10/2013. Jetzt abonnieren!
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