Smarter Einbruchschutz
Smart Home: abgesichertes Zuhause

Smarter Einbruchschutz

Das smarte Zuhause nimmt einem nicht nur lästige Arbeiten wie Staubsaugen ab und erleichtert uns den Alltag. Richtig praktisch wird es, wenn schlaue und vernetzte Produkte wie Schließsysteme, Lampen oder Kameras Ihr Zuhause so sicher machen wie Fort Knox. Wir zeigen Ihnen, welche Lösungen es gibt und welche Anschaffung sich wirklich lohnt.

 
Einbruchschutz für Ihr Zuhause © Hersteller; Illustrationen: T. Straszburger; Text: Horst Schröder

Schöne neue smarte Welt: Während Sie dem trüben Herbst entfliehen und im warmen Süden Sonne tanken, passen Kameras, Lampen und andere smarte Geräte wie Rauchmelder auf Ihr Zuhause auf, damit alles seinen gewohnten Gang geht. Einbrechern wird etwa durch eine intelligente Lichtsteuerung vorgegaukelt, dass sich während Ihrer Abwesenheit tatsächlich jemand in Haus und Wohnung aufhält. Es gibt bereits Systeme, die das Lichtverhalten ihrer „Besitzer” tageweise erlernen und dann komplett automatisch nachspielen. Denn wenn etwa ständig um Punkt 7 Uhr morgens das Licht in der Küche an- und dann abends wieder ausgeht, wissen Schurken schon nach kurzer Beobachtungszeit, dass sie ungestört sein könnten.

Damit Sie aus dem Urlaub im Blick behalten, was daheim vor sich geht, können Sie die Innenräume und den Außenbereich auch per Kamera überwachen. Diese Geräte werden dafür meist kabellos per WLAN in Ihr Heimnetz eingebunden. Sobald sie Bewegungen registrieren, senden Sie via Internet Beweisfotos oder -videos an Smartphone, Tablet oder PC. Was für Geräte es gibt und welche für Ihre persönlichen Bedürfnisse am besten passen, lesen Sie hier: 
            

           

    
Überwachung à la carte

Hier stellen wir Ihnen verschiedene Sciherheitstechniken vor, smarte Schließsysteme, Licht-Warner ebenso wie Innen- und Außenüberwachung. In einer kleinen Marktübersicht stellen wir die jeweils wichtigsten Geräte und Hersteller vor und empfehlen Ihnen jeweils zwei Produkte. 

Licht-Warner

Wenn ein Haus oder eine Wohnung etwa während eines Urlaubs leer steht, sollen in der Regel Lampen, die an Zeitschaltuhren angeschlossen sind, Einbrechern eine belebte Immobilie vorgaukeln. Das klappt – aber nur nach leicht durchschaubaren Mustern, da die Lampen immer zur gleichen Zeit an- und ausgehen. Intelligente Leuchten, die ihr Lichtverhalten vom Hauseigentümer „lernen” und zu ganz unterschiedlichen Zeiten an- und ausgehen oder per App steuerbare Steckdosen und Leuchten erledigen ihren Auftrag viel besser.

Marktübersicht

BeOn Bulps 
beonhome.com, Preis: Vierer-Set plus iOS-App: ab 250 Euro

Belkin Wemo 
www.belkin.com, Preis Starterset: ab 50 Euro

Osram Lightfy
www.osram.de, per App steuerbar, Preis: ab 56 Euro

Loxone 
www.loxone.de, Komplett-System, Preis: auf Anfrage

Empfehlung der Redaktion: 

   

  BeOn Bulps
  Die Smart Bulbs von BeOn sind intelligente Glühbirnen, die lernen, wann und wo es die Bewohner von Haus oder Wohnung leuchten lassen. Das Erlernte spielen Sie dann bei Bedarf automatisch ab.

   

  Belkin Wemo
  Über das Wemo-System von Belkin können per App oder den Online- Dienst   IFTTT LED Lampen gesteuert werden. Einfach an der Steckdose anschließen und mit dem heimischen WLAN verbinden.

  

Schließsysteme - Per App aufschließen 

Das ständige, nervige Kramen nach dem Haustürschlüssel, besonders wenn man schwer bepackt vom Einkaufen zurück kommt, hat bald ein Ende. Das moderne Smarthome wird künftig nicht mehr per Schlüssel, sondern per App aufgeschlossen. Das Prinzip dabei: Der Motor eines smarten Türschlosses entriegelt automatisch, wenn der Nutzer mit seinem Smartphone da vor steht – der Kontakt wird per Bluetooth hergestellt, das Smartphone kann also in der Tasche bleiben. Einfache Montage – kein Problem für geübte Heimwerker!

Marktübersicht:

Doorbird
www.doorbird.com/de, Preis: ab 349 Euro

Danalock
www.smartlock.de, Preis: ab 230 Euro

August Smart Lock
august.com, Bluetooth-Schloss, Preis: ab 200 Euro

Nuki Smartlock
nuki.io/de, iOS/Android, Start Anfang 2016, Preis: 229 Euro

    
Empfehlung der Redaktion

  Doorbird
  Doorbird ist Klingel, Gegensprechanlage, Videokamera und Alarmmelder in einem. Wer vor der Tür steht, wird auf dem Smartphone- Display angezeigt. Die Tür kann dann per Fingertipp geöffnet werden.

   
   

  Danalock
  Der Motor des smarten Danalock-Knaufs entriegelt das Türschloss automatisch, wenn der Nutzer mit seinem Smartphone davor steht. Das Schloss lässt sich aber auch per Schlüssel öffnen.
 

Innenraum-Überwachung

Sie wollen auch aus der Ferne immer ganz genau wissen, was bei Ihnen daheim so vor sich geht? Dafür brauchen Sie eine Überwachungskamera in den eigenen vier Wänden. Natürlich werden Einbrüche oder Einbruchsversuche gleich per Nachricht direkt auf Ihrem mobilen Gerät gemeldet – die Kamera reagiert meistens auf Bewegung oder Ton. Für den Betrieb solcher Innenraumkameras benötigen Sie eigentlich nur einen WLAN Router. Die Kameras verbinden Sie damit dann kabellos. Zum Positionieren der Kameras brauchen Sie nur einen Stromanschluss in der Nähe, denn akkubetriebene Geräte sind noch eine Rarität. Die aufgezeichneten Videos und/oder Standbilder werden dann in der Regel in einem Online-Datenspeicher (Cloud) eine gewisse Zeit lang vorgehalten (je nach Gerät 24 Stunden bis eine Woche).

Marktübersicht:

Nest Cam
www.nest.com/camera/meet-nest-cam/, Preis: ab 299 Euro

Gigaset Elements
www.gigaset.com, Preis: ab 200 Euro

Myfox Security
www.getmyfox.com, weitere Informationen auf den Folgeseiten, Preis: ab 300 Euro 

Withings Home 
www.withings.com, filmt Videos, speichert diese in der Cloud, per App einsehbar, Preis: um 200 Euro

Empfehlung der Redaktion

Nest Cam (Google)
Noch gibt es die Nest Cam nur in den USA. Vereinzelt ist sie aber über Amazon erhältlich. Praktisch: Sie filmt zuverlässig auch bei Dunkelheit. Und: Die Nest Cam lässt sich auch zeitgesteuert abschalten. Das Livebild kann jederzeit per App abgerufen werden. Für den Download der Videos braucht man aber ein Abo (ab 10 US-Dollar pro Monat).

    

Gigaset Elements
Beobachtungsposten: Einfach die Kamera an eine Steckdose anschließen, Produktcode ins Benutzerkonto eintippen und am heimischen WLAN anmelden: Die Gigaset-Kamera lässt sich einfach per PC-Browser, Android- oder iOS-App einrichten und abfragen. Die Kamera überträgt nur das Livebild.

 

Außen-Überwachung

Überwachungskameras können nach einem Einbruch durchaus bei den Ermittlungen helfen. Wenn Sie Ihr Carport, Ihren Eingangsbereich oder Ihr Gartenhaus mit einer Kamera überwachen möchten, brauchen Sie eine WLAN-Verbindung zum Router. Eingerichtet werden die Kameras dann übers Internet. Entweder per Internetbrowser oder App in Smartphone oder Tablet-PC. Sind die Kameras einmal aktiv, erfassen sie im Blickwinkel von bis zu 130 Grad alle Bewegungen vor ihrer Linse. Wird eine Bewegung eingefangen, geht ein Alarm an den Server des Kamera-Herstellers. Dieser sendet dann eine Nachricht zu Ihrer Smartphone- oder Tablet-App. Eine Überwachungskamera kann außerdem ein kurzes Video speichern – inklusive ein paar Sekunden Vor- und Nachlauf. Auch la¨sst sich in der Regel mit den Kameras via App ein Live-Blick in Garten & Co. werfen.

Marktübersicht:

Samsung Smartcam
www.samsungsmartcam.com, Preis: ab 170 Euro

Arlo von Netgear 
www.arlo.com, Preis: ab 220 Euro

Rollei SafetyCam-20 HD 
Mit IR-Modus für Nachtaufnahmen, www.rollei.de, Preis: ab 160 Euro

Abus WLAN-Außenkamera
www.abus.com/ger/Sicherheit-Zuhause, Mit App-Steuerung, Preis: ab 150 Euro
    

Empfehlung von der Redaktion

 

Samsung Smartcam
Samsung hat seine Outdoor-Kamera besonders platzsparend gestaltet: Die Kameralinse sendet Bilder per Funk zur Basisstation, die mit dem Router verbunden wird. Videos und Fotos lassen sich auf einer microSD-Karte im Gerät speichern. Praktisch: Die Cams lassen sich ins Smarthome- System von RWE einbinden.

   
   

Arlo
Die Basisstaion der Arlo-HDKamera wird am WLAN-Router angeschlossen und empfängt auf diesem Wege die Videoaufnahmen der Kameras. Sie sind komplett batteriebetrieben und senden ausschließlich per Funk – Kabel gibt es also nicht zu verlegen. Befestigt werden die Kameras, total praktisch, mit Magneten.

Fotos: 
T. Straszburger
Artikel aus selber machen Ausgabe 12/2015. Jetzt abonnieren!
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