Die Schnurgeister sind der große Spaß beim Fasching

Die Schnurgeister sind der große Spaß beim Fasching

Eine einfache Idee, ein paar Kniffe beim Bauen, und schon gibt es beim Kinderfasching ganz und gar Ungeheuerliches zu sehen: Die Schnurgeister sind los!

 
Die Schnurgeister sind eine einzigartige Verkleidung und dank der Bastelei, fängt der Spaß schon vor der Faschingssause an. © Selbermachen
Die Schnurgeister sind eine einzigartige Verkleidung und dank der Bastelei, fängt der Spaß schon vor der Faschingssause an.

Pirat, Clown, Teufel oder Indianer, das sind bei Kindern beliebte Verkleidungen für das bunte Faschingstreiben – noch mehr Freude versprechen unsere Fabelwesen. Bis die Verkleidung getragen werden kann, vergehen einige Bastelstunden.

Schwer zu sagen, ob der Spaß beim Tragen oder beim Anfertigen der phantasievollen Köpfe größer ist. Eines ist klar: Bei der Wahl zum lustigsten Faschingskostüm wird der Schnurgeist ganz vorn landen.

Für die Masken benötigen Sie Sisalschnur und Holzleim, mehr nicht. Hilfen bei der Herstellung sind Luftballons und ein Leim­automat, das ist eine modifizierte Leimdose.

Mit viel Schnur und viel Kleber

Bevor es an das Bauen geht, müssen noch ein paar Vorbereitungen getroffen werden. Zuerst muss die Umgebung geschützt werden, denn Leimspritzer auf Küchen-, Esszimmertisch oder Fußboden sind beinahe unvermeidlich, kann es doch beim Basteln recht turbulent zugehen.

Boden und Deckel des Leimtopfs werden im Durchmesser der Sisalschnur durchbohrt, eine Eintritts- und eine Austrittsöffnung. Die gefüllten Luftballons dienen als Formkern, eine kleine Kunststoffschale oder ein Stück einer Papprolle als Arbeitsstativ. Wenn die leimgetränkte Schnur getrocknet ist, wird die Luft aus dem Ballon gelassen.

Mit der Heißklebepistole lassen sich Mund, Nase, Augen und Ohren auf den Kugelkopf kleben. Wer keine Klebepistole besitzt, kann auch für diese Arbeit den Leim nehmen. Dann müssen die Teile, zum Beispiel mit Stecknadeln, bis zum Aushärten fixiert werden. Farbe auftragen, die Frisur richten und den Umhang überwerfen – dann kann der Faschingsspaß losgehen.

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Das sind sie, die Schnurgeister. Nach dem Basteln der Masken folgt die Generalprobe vor dem großen Auftritt beim Kinderfasching. Die Luftballons sind nicht bloß Dekoration, sondern eine wichtige Hilfe beim Maskenbau.

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Boden und Deckel einer Leimdose durchbohren und die Schnur einfädeln, die getränkte Schnur um den Ballon wickeln.

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Auf einer glatten Unterlage Augen, Ohren und Mund aus flach gewickelter Schnur formen. Nach dem Trocknen kann bemalt werden.

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Nach dem Trocknen über Nacht kann der Ballon entnommen und mit dem Messer eine Öffnung für den Kopf geschnitten werden.

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Mit Heißkleber Mund, Nase, Augen und Ohren auf den Kugelkopf kleben. Das geht auch mit Leim, wenn die Teile gut fixiert werden.

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Ein tolles Ergebnis: Ganz nach persönlichem Geschmack wird Schminke aufgetragen und die Frisur in Ordnung gebracht.

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Frisur wie ein Clown: Auch die Strähnen entstehen aus Sisalschnur, sie werden sorgfältig entflochten und mit Kleber eingepflanzt.

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Richtig gespenstisch wird es natürlich erst mit dem passenden Umhang. Das können alte Bettlaken oder -bezüge sein, die bemalt wer­den, oder preiswerte Stoffe aus dem Kauf­haus. Der zugeschnittene und mit dem Loch zum Durchschlupfen versehene Umhang wird mit Nadel und Faden oder mit Kleber an den Masken befestigt.

TEXT:Ulrich Weiß; Detlef Wittkuhn; FOTO: Selbermachen Media
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