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Elektrische Sicherungen

Als Sollbruchstellen schützen Schmelzsicherungen oder Leitungsschutz - schalter den Stromkreislauf vor Überlastung. Wird der Nennstrom für eine gewisse Zeitspanne überschritten, unterbrechen sie den Stromfluss. Wie das bei unterschiedlichen Sicherungstypen funktioniert, zeigt die Übersicht:

 
Der Schraubautomat ist einer von 5 Sicherungen die wir Ihnen vorstellen möchten, © Hersteller
Der Schraubautomat ist einer von 5 Sicherungen die wir Ihnen vorstellen möchten,

Das Prinzip der Sicherung

Im Haushalt und bei Autos sind meist die folgenden beiden Typen von elektrischen Sicherungen im Einsatz: Bei Schmelzsicherungen (Feinsicherung, Flachsicherung, DIAZED, NEOZED) wird ein Schmelzdraht physisch zerstört. Daher muss die Sicherung nach dem Auslösen ausgetauscht werden.

Die 1924 entwickelten Leitungsschutzschalter (auch Schraubautomat) können dagegen nach dem Auslösen über einen Rückstellschalter wieder aktiviert werden. Sie funktionieren über einen thermischen Auslöser aus Bimetall, der sich bei Überlast verbiegt und einen magnetischen Schnellauslöser, der reagiert, wenn es zu einem Kurzschluss kommt.

Flachsicherung (auch ATO-Sicherung)

Typ: Schmelzsicherung

Verwendung: seit 1976 gebräuchlich für Kleinspannung von 12,24 oder 48 Volt, meist in Kraftfahrzeugen 

Nennstrom: 1 bis 120 Ampere mit Farbcode (gelb = 20 A)

Aufbau: Isolierkörper aus thermoplastischem Kunststoff mit zwei breiten Kontaktzungen, verbunden durch Schmelzfaden

Größen: am gebräuchlichsten sind Mini-Stecksicherung und Standard-Stecksicherung (im Bild, 19,1 x 5,1 x 18,5 mm)

 

Schraubautomat

Typ: strombegrenzender Selbstschalter

Verwendung: als Ersatz für Schmelzsicherungen; nach dem Auslösen rückstellbar; je nach Zweck gibt es Schalter mit unterschiedlichem Auslöseverhalten

Nennstrom: 2 bis 25 Ampere mit Farbcode (rot = 10 A)

Aufbau: ein thermischer und ein elektromagnetischer Auslöser; dadurch bessere Absicherung als durch Schmelzeinsätze

Größe: etwa 13 x 10,4 x 4,2 cm

 

Feinsicherung

Typ: Schmelzsicherung

Verwendung: als Schutzsicherung in Geräten und Netzteilen

Nennstrom: von 0,032 bis 20 Ampere (im Bild 200 mA)

Aufbau: zylindrischer Glaskörper mit Metallkappen; zwischen den Metallkappen befindet sich ein Schmelzdraht, teils von Quarzsand umhüllt 

Auslöseverhalten: erhältlich in sechs Stufen von FF für superflink (20ms) bis TT für superträge (300 ms)

Größe: in Europa ist 5 x 20 mm die gebräuchliche Form

 

DIAZED / NEOZED

DIametrisch Abgestufter Zweiteiliger EDison-Schmelzstöpsel, auch D-System (DIAZED); NEO steht für griechisch neu, auch
  auch D0-System (NEOZED)

Typ: Schmelzsicherung

Verwendung: häufig im Haus-Verteilerkasten

Nennstrom: DIAZED: DII (Sockel E27) 2 bis 25 A; DIII (Sockel E33,im Bild) 35 bis 63 A NEOZED: D01 (Sockel E14) 2 bis

16 A; D02 (Sockel E18) 20 bis 63 A

Aufbau: Isolierkörper aus Porzellan mit Schmelzleiter und farbigem Auslöseanzeiger

 

Leitungsschutzschalter (auch LS-Schalter)

Typ: strombegrenzender Selbstschalter, rückstellbar

Verwendung: von Kraftwerken bis hin zum Haus-Verteilerkasten; je nach Zweck gibt es Schalter mit unterschiedlichem Auslöseverhalten bei Überlast und bei Kurzschluss

Nennstrom: bis 63 Ampere

Aufbau: bei Überlast thermischer Auslöser aus Bimetall und magnetischer Schnellauslöser mit Schlagkontakt für Kurzschlüsse

Größe: etwa 8,8 x 7 x 1,8 cm

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