Stromspartipps für Heimwerker - so lassen sich die Kosten niedrig halten | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
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Stromspartipps für Heimwerker - so lassen sich die Kosten niedrig halten

Sie wollen auch beim Heimwerken Strom sparen? Mit diesen Kniffen fällt es Ihnen ganz leicht, Sie sparen Geld und schonen zugleich die Umwelt!

 
Glühbirne im dunklen Raum © Free-Photos (CC0-Lizenz) / pixabay.com
Auch beim Heimwerken lässt sich der Stromverbrauch durch einige geschickte Maßnahmen entsprechend drosseln. Auf diese Weise wird die Umwelt und der eigene Geldbeutel geschont.

Frühling, Sommer, Herbst und Winter – nein, es geht nicht um ein Volkslied, sondern die beste Jahreszeit für Heimwerker. Auf den ersten Blick sind die Monate zwischen Mai bis September ideal für alle, die mit dem Begriff DIY etwas anfangen können. Schließlich lässt sich das zumeist schöne Wetter hervorragen nutzen, um Gartenwege neu zu pflastern oder die Terrasse wieder etwas aufzuhübschen. Laut Branchenverband BHB (Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V.) ist der Umsatz in der Baumarktbranche 2016 mit 1,5 Prozent wieder leicht gestiegen. Besonders stark war der Umsatz in den Bereichen Sanitär und Bauchemie. Hier haben Heimwerker jeweils mehrere hundert Millionen Euro umgesetzt.

Aber auch im Bereich der Werkzeuge und Elektromaschinen kann sich das Ergebnis aus 2016 sehen lassen. Während die Umsätze der Baumärkte relativ klar zu beziffern sind, sieht es beim Stromverbrauch für das Hobby Heimwerken ganz anders aus. Wie hoch die Einnahmen der Energieversorger aus dem Segment sind, taucht in keiner Statistik auf. Kein Grund, um als Heimwerker einfach den Kopf in den Sand zu stecken und das Thema Stromsparen von der Liste zu streichen. Schließlich lässt sich auch hier die eine oder andere Wattstunde einsparen, was sich später bemerkbar macht.

Drosseln des Stromverbrauchs

Wo sollten Heimwerker am besten mit dem Stromsparen anfangen? Diese Frage lässt sich nur auf den ersten Blick einfach beantworten. Klar: Der Einsatz energieeffizienter Geräte ist sicher ein guter Anfang. Allerdings liegt hierin nur die halbe Wahrheit.
Auch die einzelnen Arbeitsschritte lassen sich effizienter gestalten – um am Ende weniger Strom verbrauchen zu müssen.

  • Tageslicht nutzen: Bei Renovierungsarbeiten sind Baulampen Standard. Viele Heimwerker unterschätzen allerdings deren Energieverbrauch. Ein handelsüblicher Baustrahler kommt schnell auf 400 Watt bis 500 Watt Stromverbrauch je Stunde. Wer diese Geräte zwei Stunden täglich als Heimwerker im Einsatz hat, verbraucht schon eine Menge Strom. Ideal wäre es, hier auf das Tageslicht zu setzen. Gerade in den Sommermonaten ist es bis in die späten Abendstunden hell. Gute Voraussetzungen zum Renovieren – ohne gleich den Baustrahler bemühen zu müssen.
  • Geräteakkus optimal pflegen: Dieser Punkt spart doppelt Geld. Auf der einen Seite muss ein optimal gepflegter Akku – etwa für Akkuschrauber oder Bohrmaschine – nicht so oft geladen werden (Stichwort Memory-Effekt). Auf der anderen Seite führt schlechte Handhabung zu einem höheren Verschleiß, weshalb schneller Ersatz für den Akku beschafft werden muss.
  • Strom selbst herstellen: Eine PV-Anlage stellt aus Sonnenlicht Strom her. Solarmodule sind inzwischen soweit miniaturisiert, dass Gartenlampen und Kleingeräte (z. B. Teichpumpen) damit betrieben werden können. Einfache Plug & Play PV Panele können zusätzlich für das Laden der Hardware benutzt werden.
  • Arbeitsschritte planen: Wer tapezieren will, muss am Ende lüften. Im Winter geht auf diese Weise Energie in der gesamten Wohnung verloren. Vor dem Hintergrund von Strom- und Energiesparen ist es durchaus anzuraten, die Arbeitsschritte und Projekte detailliert zu planen.

An der Preisschraube drehen: Den Stromanbieter wechseln

Ein wichtiger Punkt zum Stromsparen als Heimwerker ist der passende Tarif. Inzwischen ist die Zahl der Energieversorger immens. Viele Haushalte nutzen das Potenzial eines Versorgerwechsels aber immer noch nicht konsequent. Dabei lässt sich hier in erheblichem Umfang Geld sparen.

Zu achten ist bei diesem Schritt allerdings auf einige Punkte – wie den Stolperfallen bei Pakettarifen. Letztere sind so ausgelegt, dass Verbraucher eine gewisse Menge Strom zu vergleichsweise günstigen Preisen abnehmen. Wer als Heimwerker mehr verbraucht, muss meist – im Vergleich zu anderen Tarifen – tief in die Haushaltskasse greifen. Und die mit Pakettarifen oft kombinierter Vorauskasse ist ein zweites Hindernis. Auch sollten die Laufzeiten nicht zu hoch ausfallen. Einige Vergleichsanbieter sorgen deshalb bereits für Voreinstellungen auf 12 Monate Laufzeit.

In der Vergangenheit hat sich diese gerade bei einer Anbieterinsolvenz – auch wenn die Grundversorgung gesetzlich gesichert ist – als Problem erwiesen. Tipp: Richtig miteinander kombiniert sind Preisgarantie und Laufzeit in der Lage, für eine entspannte Situation zu sorgen.

Auf energiesparende Geräte setzen

Die Bohrmaschine läuft und läuft und läuft! Einige Heimwerker arbeiten über Jahre mit immer derselben Hardware. Eigentlich spricht dies ja für den Heimwerker. Aber: Das Thema Energieeffizienz geht auch an Akkuschrauber, Bohrmaschine, Gehrungssäge usw. nicht vorbei.

Am besten lässt sich das Ganze über das Beispiel mit dem Baustrahler verdeutlichen. Während ein Halogenstrahler eben mal schnell 300 Watt aus der Steckdose saugt, kommt ein Strahler mit eingebauter LED auf gerade einmal 40 Watt bis 50 Watt. Und bei der Helligkeit ist kaum ein Unterschied zu spüren. Ein drastisches Beispiel, das allerdings die Bedeutung der Hardware für das Stromsparen verdeutlicht.
Und ähnlich ist die Situation bei vielen Geräten. Prinzipiell ist zu empfehlen, den Stromverbrauch vor dem Kauf zu prüfen und sich zu fragen, wie viel Leistung wirklich erforderlich ist. Es stellt sich durchaus die Frage, ob ein Profi-Tool mit 2.000 Watt Leistungsaufnahme wirklich ausgereizt wird, oder ob es am Ende auch 750 Watt tun.

Tipp: Heimwerker sollten nicht nur das Equipment fürs DIY im Auge behalten. Gerade in der Haustechnik werden heute oft Geräte eingesetzt, deren neue Generationen mit einem Bruchteil des Stromverbrauchs auskommen. Es kann durchaus darüber nachgedacht werden, alte Umwälzpumpen o. Ä. zu ersetzen.

© geralt (CC0-Lizenz) / pixabay.com
Die eigene Stromrechnung kann manchmal ein wahrer Schock sein. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, sich auch um Fragen wie einen Anbieterwechsel Gedanken zu machen.   

Fazit: Auch Heimwerker können aktiv Strom sparen

Der Strompreis ist in den letzten Jahren immer weiter gestiegen – teils auch aufgrund der Umlagen. Verbrauchern wird daher regelmäßig ans Herz gelegt, Energie zu sparen. Im Haushalt kommt es auf das richtige Verhalten und energieeffiziente Geräte an. Grundsätze, die sich auch auf das Heimwerken übertragen lassen. Wer mit Weitblick und dem Bewusstsein für seinen Verbrauch Projekte startet, kann Strom und Geld sparen. Ein Aspekt betrifft (natürlich) den Energieverbrauch der Hardware – etwa in Bezug auf die Baustrahler. DIY-Fans sollten aber auch nicht davor zurückschrecken, den Stromanbieter zu wechseln. Mit diesem Schritt macht das Heimwerken am Ende noch mehr Spaß.
 

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