Unverzichtbar im DIY Bereich: Kreativität und Präzision
Heimwerker-Ratgeber

Unverzichtbar im DIY Bereich: Kreativität und Präzision

Die schönste Idee lässt sich nicht verwirklichen, wenn nicht exakt gearbeitet wird. Perfektion mag im alltäglichen Leben hinderlich sein, im DIY Bereich ist sie unverzichtbar. Erst durch die perfekte Ausarbeitung kann eine kreative Idee ihr ganzes Potenzial entfalten und reibungslos funktionieren.

 
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Ob Raumplanung, Möbelbau oder das Auslegen eines Bodenbelags, exaktes Arbeiten ist unverzichtbar und sichert die lang anhaltende Freude an der eigenen Arbeit. Bei der Einrichtung kann schon ein fehlender Zentimeter die ganze Planung zunichtemachen, und ein Möbel mit Schieflache lässt sich nicht nur weniger gut verwenden, es hält auch weniger lange als ein perfekt gebautes Teil. Das Gleiche gilt natürlich für Bodenbeläge: Niemand möchte Lücken oder Überstände auf seinem Boden haben, welche die Nutzung eines Raumes deutlich einschränken können. Am Anfang jedes gelungenen Projektes steht also eine präzise Planung, die mit dem Rollmeter in der Hand und mit Stift und Zettel – oder einer App – zügig vonstattengehen sollte. Wer die Planung vernachlässigt, beraubt sich selbst eines der schönsten Teile des kreativen Arbeitens.

Ein DIY Projekt planen: Was dabei zu beachten ist

Natürlich gibt es unzählige mögliche Projekte im DIY Bereich, wer allerdings noch wenig Erfahrung hat, sollte mit einem überschaubaren, kleinen Projekt beginnen, um Erfahrungen und Erfolgserlebnisse zu sammeln. Bei der Planung kommen verschiedene W-Fragen zum Einsatz:

Was soll genau gemacht werden?

Es ist notwendig, sich einen genauen Überblick über das geplante Vorhaben zu verschaffen. Dazu zählt auch die Frage, ob durch das Projekt eventuell noch andere Baustellen entstehen können. Gerade beim Werkeln an einem alten Haus können Überraschungen zutage treten! So oder so gilt aber zum Beispiel, wer zum Beispiel eine Decke abhängt, muss danach streichen oder tapezieren, wer eine Küche baut, kommt in den meisten Fällen um einen neuen Bodenbelag nicht herum.

Was genau wird für das Projekt benötigt?

Ohne eine genaue Einkaufsliste fährt man wieder und wieder zum Baumarkt. Und besonders ärgerlich ist es, wenn die extra zugeschnittenen Teile dann doch zu kurz sind. Hier ist also die exakte Planung vonnöten, was besonders das genaue Messen betrifft. Anfängerfehler wie ein zu kurzer Teppich können passieren, kosten jedoch Geld und sind vermeidbar. Der erste und wichtigste Schritt besteht darin, die richtigen Messwerkzeuge zur Hand zu haben. Natürlich kann man im Garten mit einer Schnur und einigen Stöcken ein halbwegs gerades Beet abstecken, doch schon, wenn es um den Bau eines Hochbeetes geht, dann ist genaues Arbeiten angesagt.

Man kann und sollte bei der Planung seiner Vorhaben am besten auch die Kreativität spielen lassen. Es muss nicht die Standardlösung sein, es gibt immer auch einen außergewöhnlichen Weg, sei es ein Upcycling, ein ungewöhnliches Material oder eine einzigartige Ausführung. Hierin liegt der Reiz des Selbermachens, denn es eröffnet neue Horizonte und erlaubt einen individuellen Lebensstil. Bevor man jedoch den Standard verlässt, sollte man diesen erst einmal kennengelernt haben.

Diese Messwerkzeuge braucht jeder Heimwerker

 

  • Mit einer Wasserwaage lassen sich die Dinge in Waage bringen. Das Prinzip haben die alten Griechen beim Bau der Pyramiden schon angewendet. Wasserwaagen gibt es nicht nur in der bekannten, länglichen Form, die sowohl waagerecht als auch senkrecht funktioniert, wer einen Zaun baut, der braucht eine Pfosten-Wasserwaage.
  • Was noch in jeden Werkzeugkasten gehört, sind Rollmeter und Maßstäbe. Rollmeter sind robust und handlich, das Messband aus Stahl ist stabil und flexibel zugleich. Mit dem praktischen Gürtelclip, der an vielen Rollmetern standardmäßig angebracht ist, lässt sich dieses praktische Tool besonders leicht transportieren.
  • Wer eine waagerechte Fläche erneuen will, der braucht ein Nivelliergerät, mit dem Höhenunterschiede gemessen und Höhenhorizonte hergestellt werden können.
  • Ein Entfernungsmesser ist ein modernes Messgerät, das die Planung und Arbeit zum Beispiel bei der Renovierung eines Raumes deutlich beschleunigen kann.
  • Verschiedene Winkel sind unverzichtbar, wenn es um das genaue Zuschneiden geht. Besonders bei der Arbeit mit Holz sind sie eine große Hilfe.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Messwerkzeuge, die bei bestimmten Projekten zum Einsatz kommen und erst dann angeschafft werden müssen – entweder gekauft oder im Baumarkt ausgeliehen. Letzteres bietet sich besonders dann an, wenn das benötigte Teil einen hohen Anschaffungswert hat und nur sehr selten benötigt wird.

Erst messen, dann Holz präzise zuschneiden

Natürlich kann man sich der für sein Projekt benötigten Bauteile aus Holz im Baumarkt zuschneiden lassen, doch ein echter Heimwerker lässt es sich natürlich nicht nehmen, das selbst zu erledigen. Das ist nicht nur günstiger, sondern hat auch einige Vorteile, die natürlich nur dann zum Tragen kommen, wenn man exakt messen und zuschneiden kann.

Wer bei der Holzverarbeitung auf Plattenmaterial anstatt auf Zuschnittware setzt, kann bis zur Hälfte der Kosten einsparen. Zudem hat man die völlige Freiheit, was die verwendeten Holzarten betrifft. Im Baumarkt gibt es meist nur eine geringe Auswahl. Wer häufig mit Holz arbeitet, für den lohnt sich die Anschaffung einer guten Zuschnitt-Säge, deren Anschaffung sich durch die niedrigeren Materialkosten schnell amortisiert. Flexible Arbeit und Zeitersparnis sind das Ergebnis, das jeder Heimwerker zu schätzen weiß.

Welche Schneidewerkzeuge angeschafft werden können, hängt letztlich natürlich auch von der Größe der eigenen Werkstatt ab. Gutes Arbeitsmaterial, eine genaue Planung und das exakte Messen und Zuschneiden sind die Geheimnisse erfolgreicher DIY Projekte, sei es im Haus oder im Garten.
 

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