Mit Formen und Farben wohnlich gestalten

Mit Formen und Farben wohnlich gestalten

Fliesen sind eine Entscheidung für viele Jahre. Farben, Formen, Verlegemuster und Fliesenmenge sollten sorgfältig ausgesucht und geplant werden.

 
Fliesen haben in der Küche vielerlei Vorteile. Zusätzlich sehen sie in der richtigen Farb- und Formkombination ausgesprochen gut aus. © Selbermachen
Fliesen haben in der Küche vielerlei Vorteile. Zusätzlich sehen sie in der richtigen Farb- und Formkombination ausgesprochen gut aus.

Die Auswahl an Fliesen ist heute fast unendlich. Neben verschiedenen Farben und Mustern gibt es auch unterschiedliche Größen und Formen, die miteinander kombiniert werden können. Bei der Wahl der Fliesen sollte man immer die gesamte Einrichtung, die Größe der Räume und die Lichtverhältnisse im Auge behalten.

Dunkle Farben können Räume optisch verengen, helle Farben vergrößern die Räume. Senkrecht verlaufende Muster oder Hochformate lassen niedrige Räume höher erscheinen. Störende Lichtreflexionen im Arbeitsbereich können durch matte Glasuren verhindert werden. Die Größe der Fliesen und Muster hat einen entscheidenden Einfluss auf die räumliche Wirkung.

Mit einem genauen Verlegeplan Wände und Böden dekorativ gestalten

Empfehlenswert ist es auf jeden Fall, sich vor Beginn der Arbeit einen genauen Plan zu machen. Ein Grundriss der zu verfliesenden Wand- und Bodenflächen wird auf Millimeterpapier übertragen, und Fliesen- und Verlegematerialmenge wird nach Fliesengröße und Fugenbreite berechnet.

Für den Verschnitt muss je nach Größe der Flächen bis zu 30% hinzugezählt werden. Ablageflächen auf Vorsprüngen müssen gesondert berechnet werden. Riemchen, Abschluss- und Musterfliesen werden genau durchgezählt. Die Lage der Musterfliesen wird eingezeichnet.

Auf diesem Grundriss wird auch schon festgelegt, wo mit dem Verfliesen begonnen werden soll. Beginnt man bei Nischen und Vorsprüngen in der Wandmitte, müssen die Anschnittreihen an der Außenkante gleich breit sein.

Beginnt man an der Außenkante mit ganzen Fliesen, arbeitet man von beiden Seiten zur Mitte, die Anschnittreihe liegt dann in der Mitte der Nische.
Anschnittreihen sollten nicht schmaler als die halbe Fliesenbreite sein.
 

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In der Küche kommen alle Vorteile der Fliese zum Ausdruck. Mit der Vielfalt von Formen und Farben lässt sich der Raum wohnlich gestalten. Die pflegeleichte Oberfläche erleichtert die Arbeit in der Küche.

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Fliesen werden für jede Wand einzeln berechnet, anschließend wird alles addiert, Anschnitte werden als ganze Fliesen gezählt.

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Die Richtschnur wird in der Mitte des Raumes gespannt. Zuerst an dieser und an der Stirnwand entlang wird eine Reihe Fliesen gelegt.

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Das Senklot markiert die Mitte der Wand. An dieser Linie werden die Fliesen links und rechts ausgerichtet.

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Die Fliesenoberkante ist nicht vorgegeben, man beginnt unten mit einer ganzen Fliese, bei begrenzter Höhe beginnt man oben.

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Mauerkanten und Pfeiler werden immer von der Außenkante beginnend verfliest, Anschnitte werden in der Ecke verlegt

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Wand- und Bodenfliesen haben das gleiche Format. In diesem Fall richtet sich der Verlauf der Bodenfliesen nach den Wandfliesen.

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Nischen und Vorsprünge werden entweder von außen – mit Anschnittreihe in der Mitte – oder von innen beginnend verfliest.

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Diagonal verlegte Fliesenmuster unterteilen große Flächen an Wänden und Böden und betonen die Architektur des Raumes.

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Fugen, die vom Farbton der Fliesen abgesetzt sind, heben die Formate hervor und gliedern die gefliesten Flächen.

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Riechen oder Doppelquadrate, horizontal an der Wand verlegt, betonen in besonderer Weise die Länge des Raumes.

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Fliesenformate können den Raum optisch verändern. Je kleiner der Raum oder die Fläche, umso kleiner sollte das Format sein.

TEXT:Peter-Michael Stange; FOTO: Selbermachen Media
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