Mit Holz wird die Wand fast zur Skulptur.

Mit Holz wird die Wand fast zur Skulptur.

Die Profilbretter sind hier nicht einfach vor die Wand genagelt, sondern in zwei Ebenen montiert. Deshalb ist die Wandverkleidung plastisch wie eine Skulptur.

 
Eine Attraktion ist diese dreidimensionale Wandverkleidung schon durch die besondere Farbgebung. © Selbermachen
Eine Attraktion ist diese dreidimensionale Wandverkleidung schon durch die besondere Farbgebung.

Bei den meisten Wandverkleidungen sind die Profilbretter in einer Fläche auf der Unterlattung befestigt. Auch da, wo in dieser Fläche durch unterschiedliche Anordnung der Bretter Ornamente gebildet sind, bleibt die Wandverkleidung zweidimensional.

Eine ganz und gar ungewöhnliche Lösung wird hier vorgestellt. Diese Wandverkleidung ist dreidimensional, weil ihr oberer Teil um eine gute Handbreit vor dem unteren Teil angebracht ist.

Das wird durch die unterschiedlichen Anstriche der Bretter betont, mehr noch aber durch das schmale Regal, das in den oberen Bereich der Wandverkleidung eingebaut ist.

Und um dem ganzen Gebilde buchstäblich ein paar Glanzlichter aufzusetzen, sind hinter der fliederfarben gestrichenen Blende, die die beiden Ebenen voneinander trennt, noch einige Strahler eingebaut. Auch im Regal werden die auf Glasborden abgestellten Objekte durch die Beleuchtung effektvoll zur Schau gestellt.

Diese Idee zu realisieren ist mit einiger Mühe verbunden; sie erfordert etwas mehr Arbeitsaufwand als eine Wandverkleidung üblicher Art. Aber keine Frage: Die Mühe lohnt sich.

Der Materialeinsatz ist dagegen nur geringfügig höher, denn als Distanzstücke hinter den Profilbrettern im oberen Bereich werden einfache Spanplattenstreifen plus Montageleisten benötigt.

Versteck für die Beleuchtung

Die Zickzacklinie trennt nicht nur die beiden Teile der Wandverkleidung, sondern ist zugleich das Versteck für die Beleuchtung, die dahinter eingebaut ist. Man befestigt entsprechend dem Verlauf der Zickzacklinie 10 cm breite Spanplattenstreifen mit angeschraubten Eckleisten an der Wand und kann darin winzige Halogenstrahler einsetzen.

An der Wand darüber sind weitere Spanplattenstreifen waagerecht anzubringen. Dann können die Bretter im unteren und oberen Teil der Wand eingepasst und mit den üblichen Krallen befestigt werden. Der Trafo für die Beleuchtung wird im Hohlraum hinter der oberen Verkleidung an die Wand geschraubt.

 

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Die Fugenlinien an der Wand sind probeweise gezeichnet, damit die tiefsten Punkte der Zickzacklinie auf einem Brettstoß liegen. Nun kann die Zickzacklinie angetragen werden.

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Die Unterlattung für den unteren Teil der Wandverkleidung kann nun entsprechend den Markierungen mit Dübeln und Schrauben auf der Wand befestigt werden.

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10 cm breite Spanplattenstreifen, verbunden mit Eckleisten, werden in 60 bis 70 cm Ab-stand als Unterlattung der oberen Wandverkleidung an die Wand geschraubt.

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Den oberen Abschluss bildet eine breite Blende aus Spanplatte, die an der Decke an eine Leiste und am unteren Rand an eine Spanplatte mit zwei Eckleisten geschraubt wird.

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Die Schattenfuge unter der Blende an der Decke und über dem unteren Spanplattenstreifen wird schwarz ausgemalt, bevor die Bretter montiert werden.

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Eine Tischkreissäge mit Winkelanschlag arbeitet beim Ablängen der Bretter genauer und schneller als eine handgeführte Säge. Die gute Seite der Bretter liegt oben.

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Ein Nagler verhindert beim Einschlagen der Nägel in die Krallen das Beschädigen der Bretter. Wichtig: Es müssen zu den Brettern passende Krallen verwendet werden.

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Das Einbauregal wird seitlich durch zwei senkrecht eingesetzte Streifen beschichteter Spanplatte begrenzt. Der V-förmige Boden bildet den Abschluss in Höhe der Blende.

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Glasböden ruhen auf Bordträgern, für die vor Einbau der Seitenwände die Löcher gebohrt werden sollten. Der Inhalt des Regals wird durch einen Strahler von oben beleuchtet.

TEXT:Walter Diem; FOTO: Selbermachen Media
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