Kreatives Spiel mit Licht und vielgestaltigen Paneelen

Kreatives Spiel mit Licht und vielgestaltigen Paneelen

Es gibt einige Anregungen für die Kombination von Paneelen und Leuchten. Das Beispiel hier ist darunter wohl das ungewöhnlichste.

 
Dank den Paneelen hat der Raum eine ganz andere Wirkung und entwickelt seinen eigenen Charme. © Selbermachen
Dank den Paneelen hat der Raum eine ganz andere Wirkung und entwickelt seinen eigenen Charme.

Holz an der Decke ist ein Thema mit vielen Variationen. Gemeinsam ist den Deckenvertäfelungen, dass sie sich immer auf die ganze Fläche oder wenigstens auf große Bereiche beziehen – beispielsweise dann, wenn ein Teil des Raums besonders betont und dadurch vom übrigen Raum zumindest optisch abgeteilt werden soll.

Bei dem hier vorgestellten Beispiel sind die Designer von anderen Überlegungen ausgegangen. Die von ihnen entwickelten Paneele sollen nicht zur Verkleidung der Decke dienen, sondern sind Gestaltungselemente, die mit Form, Farbe und Licht für vielfältige Varianten einzusetzen sind.

Man kann in den Deckenpaneelen großflächige Leuchten oder dekorative Kunstobjekte sehen, die dann optimal eingesetzt sind, wenn sie Stilelemente und Formen der übrigen Einrichtung aufgreifen.

Es bleibt nicht dem Käufer und Anwender überlassen, zu den Paneelen nun noch passende Einbauleuchten auszusuchen: Strahler und alle Anschlussteile sind Bestandteile dieses Systems, ebenso wie die Befestigungselemente, mit denen die Paneele im richtigen Abstand zur Decke montiert werden (und die man durch Randleisten verdecken kann, wenn einen die frei abgehängten Paneele stören).

Ein rundum komplettes und vielseitig einsetzbares Paneelsystem also, bei dem die kontrastreichen Furnieroberflächen eine gleiche Bedeutung haben wie z. B. Lackflächen in verschiedenen Farben.

Planungshilfe wird mitgeliefert

Weil die Anwendung dieser Paneele vielen trotz der perfekt aufeinander abgestimmten Bauteile eine gewisse Übung abverlangt, liefern Designer und Hersteller genau dieses Übungsmaterial mit: Dem Systemhandbuch liegt ein Planungsbogen bei, mit dessen Hilfe man ausprobieren kann, welche Kombination für die eigenen Bedürfnisse die richtige ist.

Denn die Paneele werden nicht nur als 30 × 30 cm großes Quadrat und als dazu passendes Dreieck angeboten; es gibt auch ein 60 × 60 cm großes Quadrat, ein 60 × 30 cm großes Rechteck sowie einen Viertelkreis und einen Zwölftelkreis.

Damit eröffnen sich natürlich zahllose Variationen, die man mit dem Planungsbogen sicher nicht alle durchspielen kann und will; aber man kommt mit dessen Hilfe schneller zu der Paneelkombination, die einem am besten gefällt.

Außer dass man die gewünschten Paneelformen wählt und in einer individuellen Anordnung zusammenstellt, hat man eine weitere Wahl zu treffen, denn die Paneele werden mit zehn verschiedenen Oberflächen angeboten.

Es gibt eine Wurzelmaserung, Furniere in Eiche Natur, Anigre, Buche hell und Esche schwarz sowie Lack in Weiß, Schwarz, Blau, farblos (die Farbe einer MDF-Platte) und in Weiß mit einem Muster.

Da ist zu entscheiden, welche Farbe oder welches Holz am besten zu den Farben und Materialien des Raums passt vielleicht aber auch, ob man zwei unterschiedliche Oberflächen in einer Paneelfläche kombinieren will.

Der Service des Herstellers geht weiter: Es wird nicht nur ein Planungsbogen angeboten, sondern auch eine Bohrschablone, mit der die Montage leicht gelingen kann.

Kabel mit Steckverbindungen

Auch wer sich zutraut, Wand- oder Deckenpaneele zu montieren, kann trotzdem einige Scheu davor haben, sich mit Elektroarbeiten abzugeben. Darüber haben sich Entwickler und Hersteller dieses Systems natürlich auch ihre Gedanken gemacht und nach einer Lösung gesucht, wie diese wichtige Komponente des Systems von jedem genutzt und die entsprechenden Einbauarbeiten dem Selbermacher so leicht wie nur möglich gemacht werden können.

Vor allem: wie jedes Risiko einer unsachgemäßen Montage vermieden wird. Denn die könnte schlimme Folgen haben, selbst wenn die Einbauleuchten im Niedervoltbereich betrieben werden.

Bis zu den Trafos, die zu jeder Leuchte oder Leuchtengruppe gehören, hat man es ja mit einer Spannung von 220 Volt zu tun.

Die Fotos zeigen, wie die Lösung aussieht: Alle Verbindungen werden gesteckt, auch die Trafos werden durch Stecker miteinander verbunden. Das macht die Montage der Beleuchtung schnell und vor allem sicher.

Auch die Leuchten selbst sind einfach zu montieren. Sie werden von unten in die vorgebohrten Löcher, die für alle Leuchten den gleichen Durchmesser haben, eingesetzt und durch einen aufgeschraubten Befestigungsring gesichert.

Die Kabel werden auf der Oberseite der Paneele verlegt. Fünf Leuchtentypen mit unterschiedlichen Funktionen gehören zu dem System: Downlights sorgen für Allgemeinbeleuchtung; in einer Variante mit einem Vorsatzglasring streuen diese Leuchten das Licht sogar noch breiter.

Schwenkbare Strahler setzen einzelne Objekte ins rechte Licht. Mit sogenannten Sternenlichtern kann man Effekte setzen. Und schließlich wird noch eine Pendelleuchte mit Vorsatzglasring angeboten, mit der ein Tisch blendfrei beleuchtet werden kann.

Dank der Steckverbindungen kann jede Leuchte, jeder Strahler auch nachträglich gegen einen anderen Typ ausgetauscht werden, ohne dass die Paneele von der Decke abgenommen werden müssen.

Die Technik kann hinter Randleisten versteckt werden

Passend zu allen Paneelformen gibt es Randleisten, die nach der Befestigung aller Module mit je zwei Klammern in Stifte an den Modulen einrasten.

Die Leisten können jederzeit abgenommen werden, wenn man Veränderungen oder Reparaturen an der Elektrik vornehmen will oder muss. Mit den Leisten wirken die Deckenpaneele massiver, störende Technik ist hinter ihnen gut versteckt.

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Der Planungsbogen ist eine Hilfe, wenn man aus verschiedenen Paneelformen eine größere Fläche zusammenstellen will.

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Deckenmodule und Randleisten werden entsprechend der Planskizze zurechtgelegt und für die Montage vorbereitet.

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Sacklöcher für die Trägerarme der Montagebeschläge sind bereits vorhanden. Schnellverschlüsse verbinden Paneel und Trägerarme.

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In der Schablone sind Löcher für die Befestigungspunkte vorgestanzt, die Umrisse der verschiedenen Module sind aufgedruckt.

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Die Grundplatte eines Trägerbeschlags kann durch die Schablone angeschraubt und dank Langloch exakt ausgerichtet werden.

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Die Träger für die Paneele, als „Trilogien“ bezeichnet, sind montiert und auf die ausgewählten Paneelformen ausgerichtet.

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Die Leuchte, hier ein Downlight mit Streuscheibe, die auch später vorgesetzt werden kann, ist schnell zu montieren.

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Ein Trafo zu jeder Leuchte ist notwendig. Die Anschlüsse, auch die der Trafos untereinander, werden einfach gesteckt.

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Alle Leuchten haben den gleichen Durchmesser, werden auf die gleiche Weise eingesetzt und durch einen Befestigungsring gesichert.

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Von innen nach außen werden die Deckenpaneele angebracht. Alles passt perfekt, weil die Trilogien per Schablone platziert wurden.

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Alle Module, die bereits montiert sind, werden auch gleich elektrisch miteinander verbunden; noch erreicht man alle Stecker.

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Das Deckenpaneel ist fertig montiert. Es ist mit zwei Downlights und zwei Pendelleuchten über einem Esstisch bestückt worden.

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Für jeden Kreuzungspunkt wird ein Triloge mit bis zu acht Trägerarmen benötigt, nur in der Mitte sind vier Trägerarme nötig.

TEXT:Walter Diem; FOTO: Selbermachen Media
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