Wohlfühl-Atmosphäre schaffen | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Individuelle Wohnraumgestaltung

Wohlfühl-Atmosphäre schaffen

Bei der Einrichtung der eigenen vier Wände ist auf jeden Fall immer jeder Raum als Ganzes zu betrachten. Schließlich soll die Gestaltung der Wand nicht nur mit der des Bodens harmonieren, sondern bestenfalls auch zu dem Stil der Möbel passen. Was eine gut durchdachte Planung voraussetzt. Die vollkommene Wohlfühl-Atmosphäre entsteht dann letztlich mit dem gezielten Einsatz der Dekoration.
 

 
Sofern nicht neu gebaut wird, muss das Alte erst einmal von der Wand ab! Und vielleicht muss der Boden auch gleich schon mit raus. © congerdesign (CC0-Lizenz)/ pixabay.com
Sofern nicht neu gebaut wird, muss das Alte erst einmal von der Wand ab! Und vielleicht muss der Boden auch gleich schon mit raus.


Die Wand

Hier stellt sich zunächst die Frage Tapete oder Putz?

Unabhängig von dieser Entscheidung, dafür aber umso wichtiger, ist hier die Wahl der Farbe oder gar eines Motivs. Vorsicht sei hier vor allem geboten, wenn zu viele bunte Farben ins Spiel kommen. Eine mit verschiedenfarbigen Mustern bestückte Tapete wirkt in Kombination mit buntgemischten Möbeln schnell unruhig und überladen. Vor allem wenn die ausgewählten Farben einfach nicht zusammen passen wollen.

Um auf farbige Muster als regelrechten Hingucker dennoch nicht verzichten zu müssen, bietet es sich an, die einfarbige Wandgestaltung mit einer bunten Mustertapete aufzulockern.
Um sich ein umfassendes Bild davon zu machen, ob die farbliche Wandgestaltung nun auch wirklich dem eigenen Geschmack entspricht und die Einrichtungsvorstellung auch tatsächlich gefällt, können diverse 3D-Raumplaner im Internet ganz hilfreich sein. Es mag zwar eine Weile dauern, sich in diesen Programmen zurechtzufinden und sich die Bedienung anzueignen, aber für einen ersten Gesamteindruck wird sich der Aufwand ganz bestimmt lohnen.
Sobald die Entscheidung auf eine bestimmte Stilrichtung gefallen und die Wandgestaltung festgelegt ist, fällt die Konzentration zunächst auf die Auswahl eines auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmten Bodenbelags.

Der Boden

Fragen über Fragen: Ist eine Veränderung des Bodens nicht längst überfällig? Bietet die neue Wohnraumgestaltung nicht endlich eine Gelegenheit, sich von dem Alten zu trennen, um etwas Neues zu wagen?

Je nachdem um welche Art von Zimmer es sich handelt, sollte vorab überlegt werden, ob sich ein Parkett-, Laminat- oder Fliesenboden nicht womöglich besser eignet, als der Teppichboden. Gerade für Allergiker eine wichtige Angelegenheit. Teppich bindet den Staub zwar im Gegensatz zu glatten Flächen, so dass er nicht durch die Luft gewirbelt wird, glatte Flächen hingegen sind allerdings wiederum auch deutlich schneller und auch einfacher zu reinigen.
Bei der Haltung von Haustieren eignet sich nicht unbedingt gerade der empfindlichste Bodenbelag. Schließlich kommt keine Freude auf, wenn der neue Boden gleich schon direkt in Mitleidenschaft gezogen wird.

Ist die Entscheidung schließlich für einen geeigneten Bodenbelag gefallen, so folgt die mit der Wand abgestimmte Farb- und Strukturauswahl.


Auf die richtige Technik kommt es an.

Foto: ©counselling (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Wichtig bei der Auswahl des gewünschten Bodenbelags ist auch, sich die Art des Verlegens vorab zu vergegenwärtigen, den Zeitaufwand und das benötigte Können dabei möglichst genau abzuschätzen. Muss der verlegte Boden vor Benutzung nämlich noch einer gewissen Pflege unterzogen werden, sollte die Zeit dafür bei der Planung der Raumgestaltung ebenfalls unbedingt berücksichtigt werden.
 
Die Möbel

Wenn Farbe und Boden sorgfältig ausgewählt sind, und der Gesamteindruck gefällt, ist es leicht, sich schon die in Gedanken ausgemalten Möbel darin vorzustellen.
Auch hierbei ist darauf zu achten, sich nicht zu viel in einen Raum zu stellen und ihn damit am Ende völlig zu überladen. Schließlich soll er einen nicht mit seiner Fülle erdrücken, sondern einen angenehmen Ort zum Arbeiten, entspannen und leben bieten.


Mit der richtigen Farbauswahl Akzente setzen.

Foto: ©donterase (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Das Hauptaugenmerk liegt hier also beim sinnvollen Arrangieren der Möbel. Hier empfehlen sich kleine freistehende Gruppierungen. Es muss nicht immer alles unmittelbar an die Wand gerückt werden. Das öffnet den Raum und schafft gleich ein ganz neues Wohlbefinden.
Eine gut durchdachte farbliche Abstimmung ist auch hier wieder das A und O!
Außerdem ist der Lichteinfall der Fenster oder eventuell einer Balkontür bei der Einrichtung des Wohnraumes zu berücksichtigen. So lassen sich von vornherein ganz leicht eventuelle Unannehmlichkeiten vermeiden. Wer wird schon gern dauerhaft an seinem Arbeitsplatz geblendet?
Eine Lösung bietet der gezielte Einsatz direkter oder indirekter Lichtquellen in Form von Lampen. Durch ihre gezielte Platzierung können im Raum auch regelrechte Highlights in Kombination mit einer Möbelgruppierung entstehen.

Die Dekoration

Die Dekoration richtet sich selbstverständlich auch nach den bisher verwendeten Farben im Raum. Hierbei lassen sich schöne Akzente oder Kontraste setzen, die dem Raum letztlich auch seinen gemütlichen Flair und wohnlichen Charakter verleihen.


Die passende Dekoration verschafft einen gemütlichen Flair und wohnlichen Charakter.

Foto: © ErikaWittlieb (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Sie sollte sich im Raum den Möbelgruppierungen anschließen oder ganz für sich alleine stehen und nicht wild im Raum verteilt werden. Dabei entfaltet sich eine besonders schöne Wirkung, wenn die Deko-Artikel in verschiedenen Größen stufenartig arrangiert werden und dadurch die Möbel mit dem Raum verschmelzen lassen.
Auch die Wandflächen können dekorativ aufgelockert werden. Wenn etwas ganz persönliches aus ihrem direkten Umfeld mit in die Dekoration einfließen soll, bietet es sich an, anstelle von Gemälden auch mal wieder Fotos engster Verwandter oder lieber Freunde an die Wand zu hängen. Neben der wie gewohnt gerahmt in Szene gesetzten Porträtfotos gibt es diesbezüglich mittlerweile auch noch eine Fülle weiterer kreativer Umsetzungsmöglichkeiten. Selbst die altbewährte Wanduhr lässt sich heutzutage ganz nach Belieben individuell gestalten.
 
Der Trend 2017

Dieses Jahr voll im Trend ist die Verwendung von unlackiertem, teilweise sogar völlig unbehandeltem Holz, vor allem bei Tischen jeglicher Art. Nicht nur diese Tendenz erfährt im Möbeldesign ein riesiges Comeback, sondern auch cognacfarbene Ledersessel und –Sofas. Farblich wird dieser Einrichtungsstil gerne mit Kissen, Decken und Teppichen in erdigen Tönen wie beige, dunkelbraun und sandfarben abgerundet.

Damit das nicht zu eintönig erscheint, lässt sich auch der Urban Jungle Trend ganz gut in diese Raumgestaltung integrieren. Mit gezieltem Einsatz grüner Pflanzen setzt dieser echt tolle Akzente im von erdigen Farben bestimmten Wohnraum. Ob als große Zimmerpflanze oder auch gerne als Schnittblume in einer Vase dekoriert.


Der Urban Jungle-Trend lässt sich besonders gut mit naturbelassenem Holz und erdigen Tönen kombinieren.

Bildquelle: © Pexels (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Wem das Farbschema nicht zusagt, der liegt auch bei einer reinen schwarz-weißen Einrichtung voll im Trend, sofern er diese mit Kleinmöbeln oder Accessoires in knallig bunten Farben kombiniert. Das schafft tolle Kontraste und setzt wiederum Akzente.

 

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