Zwischenstecker: Die einfachste Lösung, um das eigene Stromnetz intelligent zu machen | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Smarthome: Das alles können intelligente Steckdosen

Zwischenstecker: Die einfachste Lösung, um das eigene Stromnetz intelligent zu machen

Zwischenstecker  zum Schalten, Dimmen oder Messen bekommen ihre Befehle meist per Funk und sind die einfachste, schnellste Lösung, um das eigene Stromnetz intelligent zu machen. Preiswerte Systeme aus dem Elektro- oder Baumarkt nutzen dafür ein eigenes Protokoll und eine drahtlose Fernbedienung mit Tasten für mehrere Funkkanäle. 

 
Zwischenstecker: Die einfachste Lösung, um das eigene Stromnetz intelligent zu machen © PR/ Hersteller
Zwischenstecker: Die einfachste Lösung, um das eigene Stromnetz intelligent zu machen

Während der Installation der Zwischenstecker wird die Steckdose einem bestimmten Kanal zugewiesen. Sie reagiert dann beim Druck auf die jeweilige Taste. Da die Kommunikation nur in eine Richtung funktioniert – von der Fernbedienung zur Dose – lassen sich so keine Daten auslesen.

Um etwa den Stromverbrauch zu erfassen, muss der Zwischenstecker Informationen zurücksenden können. Das geht nur mit Modellen, die über WLAN oder einen anderen Funkstandard mit dem Steuergerät kommunizieren.

Läuft der Informationsaustausch über den heimischen Router, ist außerdem eine Fernbedienung per App möglich. So lassen sich Dosen nicht nur individuell steuern, sondern auch deren Betriebsdaten statistisch auswerten.

Intelligent: WLAN-Steckdosen

Der WeMo Insight Switch von Belkin (Bild links, um 60 Euro) reagiert auf Befehle einer Smartphone-App (Bild rechts) – übers Internet auch von überall aus.Der WeMo Insight Switch von Belkin (Bild links, um 60 Euro) reagiert auf Befehle einer Smartphone-App (Bild rechts) – übers Internet auch von überall aus.

Der WeMo Insight Switch von Belkin (Bild links, um 60 Euro) reagiert auf Befehle einer Smartphone-App (Bild rechts) – übers Internet auch von überall aus. Er misst den Energieverbrauch und gehört zum WeMo-System, das auch LED-Lampen, Videokameras und Bewegungsmelder enthält. Über den Online-Dienst www.ifttt.com lassen sich Schaltvorgänge weitreichend automatisieren.

Fernbedienbar: Funk-Set

Drei Funkschaltdosen und die passende Fernbedienung gehören zum Primera-Set RC 2044 von Brennenstuhl.

Drei Funkschaltdosen und die passende Fernbedienung gehören zum Primera-Set RC 2044 von Brennenstuhl (um 40 Euro). Weitere Zwischenstecker lassen sich für etwa 10 Euro dazukaufen, sogar als spritzwassergeschütztes Modell (IP 44) mit Klappdeckel. Da die Funkfernbedienung lediglich vier Kanäle hat, sind größere Mengen an Steckdosen allerdings nur in Gruppen schaltbar – ein prinzipieller Nachteil aller einfachen Systeme mit unidirektionaler Fernsteuerung. Dafür sind sie preiswert und brauchen weder Router noch WLAN.

Sparsam: Energiemesser

Das Plugwise-System besteht aus Schalt- und Messsteckdosen, die am PC programmiert werden.

Das Plugwise-System besteht aus Schalt- und Messsteckdosen, die am PC programmiert werden. Ein USB-Stick stellt dazu die Verbindung her. Das Startpaket mit zwei Adaptern kostet rund 110 Euro, Erweiterungen für drei oder mehr Steckdosen gibt es ab etwa 120 Euro. Außerdem im Angebot: ein batteriebetriebener Wandtaster zum drahtlosen Schalten.

Fritz-Freund: Dect-Steckdose

Fritz!DECT 200 von AVM (um 50 Euro) schaltet Elektrogeräte über die Fritz!Boxen desselben HerstellersDer Zwischenstecker wird wie ein Schnurlostelefon am Router angemeldet und über die Weboberfläche der Fritz!Box verwaltet

Fritz!DECT 200 von AVM (um 50 Euro) schaltet Elektrogeräte über die Fritz!Boxen desselben Herstellers. Der Zwischenstecker (Bild rechts) wird wie ein Schnurlostelefon am Router angemeldet und über die Weboberfläche der Fritz!Box verwaltet. Zur Fernbedienung gibt es eine Smartphone-App, sogar mit Fernzugriff übers Internet. Zu Hause tut’s auch das Fritz!Fon von AVM (Bild links).

Netzwerker: Powerline-Adapter

Devolo-Adapter zur Datenübertragung via Stromnetz gibt es bereits in der x-ten Generation

Devolo-Adapter zur Datenübertragung via Stromnetz gibt es bereits in der x-ten Generation. Die jüngste Version ist wieder schneller geworden, bleibt dank Homeplug-Standard aber mit früheren Modellen kompatibel. Der dLAN 1200+ soll bis zu 1.200 Mbit/s schaffen. Kosten fürs Startpaket: etwa 140 Euro.

Artikel aus selber machen Ausgabe 09/2015. Jetzt abonnieren!
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