Zeitloser Klassiker

Terrasse mit schickem Holzdeck bauen

Eine Terrasse aus echtem Holz ist ein wahrer Klassiker unter den Terrassen. Wir erklären, wie man mit einfachen Mitteln eine Holzterrasse aufbaut.

 
Holzterrasse selber bauen © Eike Krebs
Ein echter Klassiker: Die Terrasse aus Holz

Terrassen aus Echtholz haben Stil und Charme. So kann man mit der Zeit auch beobachten, wie sich das Holz unter dem Wettereinfluss verändert und eine Patina ansetzt. In Ehre zu ergrauen ist für Terrassenholz okay, nicht jedoch das Durchfeuchten aufgrund von Staunässe. Deshalb gibt es beim Bau einer Terrasse aus Holz einige wichtige Dinge zu beachten.
 

Das richtige Werkzeuge für den Terrassenbau

Präzises Werkzeug, besonders eine Kapp- und Gehrungssäge, benötigen Sie, um die Dielen sauber zuzuschneiden. Ein ungenauer Schnitt wird sonst gerade im Randbereich zum optischen Desaster.

 

Wichtig beim Terrassenbau: Ableitung des Regenwassers

Die häufigsten und folgenschwersten Fehler beim Terrassenbau passieren nämlich regelmäßig bei der Ableitung des Regenwassers. Es kommt immer dann zu Problemen, wenn nach starken Regenfällen die Oberfläche des Holzdecks abtrocknet, die Unterkonstruktion aber unbeachtet in einer Pfütze steht. Passiert dies zu oft, gammelt das Holz von unten weg.

Daher sollten Sie schon bei der ersten Planung Ihrer neuen Terrasse folgenden Grundsatz beherzigen: Legen Sie die Ausgleichschicht von vornherein mit einem leichten vom Haus wegführenden Gefälle an. Tun Sie dies nicht oder bauen Sie die Terrasse gar mit einem Gefälle zum Haus hin, wird sich in kurzer Zeit vor der Terrassentür Wasser sammeln, das Holz schwächen und irgendwann auch einen Weg ins Haus hineinfinden. Und das gilt natürlich auch, wenn die Dielen Ihres Decks parallel zum Haus verlaufen.
 

Fehler beim Terrassenbau vermeiden

Was tun unter Dielenstößen?

Falsch ist es, die Dielenstöße genau auf ein Unterkonstruktionsholz zu legen, weil so das Wasser nicht ablaufen kann (links). Richtig ist es, ein zweites Holz zu verbauen und den Stoß so zwischen die Hölzer zu verlagern, damit das Wasser ablaufen kann (rechts).
 

Schrauben wie tief eindrehen?

Die Schraubenköpfe komplett in den Dielen zu versenken ist falsch (links)! Richtig ist es, die Schraubenköpfe oberflächenbündig einzudrehen (rechts). Senken Sie dabei die Löcher nicht an, sondern bohren Sie im Schraubendurchmesser vor.

Kanten vor dem Verschrauben brechen

Die Holzdielen haben nach dem Zusägen oft ausgerissene oder abgesplitterte Hirnholzkanten. Diese Kanten müssen geschliffen werden. Nehmen Sie dazu einen Bandschleifer mit Schleifpapier der Körnung 80 oder einen Exzenterschleifer mit ähnlichem Schleifpapier. Wer nicht über eines dieser Schleifgeräte verfügt, kann sich mit einem Winkelschleifer behelfen. Führen Sie vorsichtig die Schleifscheibe über die Kante!

Was passiert mit Schnittkanten?

Da die Imprägnierung von behandelten Hölzern nur wenige Millimeter tief ins Holz reicht, müssen die Schnittkanten vor der Verarbeitung mit einem Bläueschutz oder einem entsprechenden Holzschutzmittel nachbehandelt werden.

 

Terrasse aus Holz bauen: Fundament vorbereiten

  1. Richtschnur ausrichten© Eike Krebs

    Richtschnur ausrichten

    Die Terrassenoberkante soll unterhalb des Terrassentüraustritts verlaufen. Addieren Sie die Stärken der Dielen-, der Unterkonstruktionshölzer und der Betonplatten, und richten Sie danach die Richtschnur entsprechend aus. Die Richtschnur zeigt Ihnen dann, wie hoch die Ausgleichsschicht erfolgen muss.
  2. Höhe markieren© Eike Krebs

    Höhe markieren

    Zum Garten hin werden an den Eckpunkten Schnureisen positioniert und die Richtschnur unter Einberechnung eines leichten Gefälles (vom Haus weg) befestigt. Markieren Sie die Höhe mit einem Wachsstift, um stets die Kontrolle darüber zu haben, auch wenn sich einmal die Schnur verschiebt, etwa durch eine Person, die darüber stolpert!
  3. Ausgleichsschicht aufbringen© Eike Krebs

    Ausgleichsschicht aufbringen

    Bringen Sie entsprechend der Richtschnurhöhe die Ausgleichsschicht (bestehend aus Sand der Körnung 0/2 oder 0/4) auf die Fläche auf.
  4. Fläche verdichten© Eike Krebs

    Fläche verdichten

    Mit einem Rüttler (im Fachjargon Vibrationsplatte genannt) wird die gesamte Fläche verdichtet. Einen solchen Rüttler erhalten Sie tageweise bei einem Baumaschinenverleih.
  5. Höhe kontrollieren© Eike Krebs

    Höhe kontrollieren

    Ist die Ausgleichschicht verdichtet, kontrollieren Sie die Höhe und schichten gegebenenfalls noch etwas Sand nach. Mit einer langen Metallstange oder einem Metallprofil wird dann die Fläche abgezogen, sodass eine homogene Fläche mit entsprechendem Gefälle entsteht.
  6. Fläche abziehen© Eike Krebs

    Fläche abziehen

    Ist die Ausgleichschicht verdichtet, kontrollieren Sie die Höhe und schichten gegebenenfalls noch etwas Sand nach. Mit einer langen Metallstange oder einem Metallprofil wird dann die Fläche abgezogen, sodass eine homogene Fläche mit entsprechendem Gefälle entsteht.
  7. Unebenheiten ausgleichen© Eike Krebs

    Unebenheiten ausgleichen

    Kleinere Unebenheiten können auch mittels einer Wasserwaage und einer Schaufel voll Sand ausgeglichen werden.
  8. Untergrund bearbeiten© Eike Krebs

    Untergrund bearbeiten

    Gerade im Randbereich und an den angrenzenden Wänden der Verlegefläche ist es schwierig, mit dem großen Metallprofil zu arbeiten. Daher muss in diesem Bereich der Untergrund mit einer Glättkelle bearbeitet werden.
  9. Gartenvlies auslegen© Eike Krebs

    Gartenvlies auslegen

    Im nächsten Schritt wird über die gesamte Terrassenfläche ein Gartenvlies ausgelegt, das Pflanzen keine Chance gibt hindurchzuwachsen.
  10. Letzte Unebenheiten© Eike Krebs

    Letzte Unebenheiten

    Letzte Unebenheiten, die durch das Gartenvlies hervorgehoben werden, bessern Sie mit Verlegesand aus.
  11. Betonplatten auslegen© Eike Krebs

    Betonplatten auslegen

    Jetzt werden die Betonplatten ausgelegt.

 

Terrasse aus Holz bauen: Dielen verlegen

  1. Gefälle kontrollieren© Eike Krebs

    Gefälle kontrollieren

    Beim Verlegen der Gehwegplatten kontrollieren Sie noch einmal das notwendige Gefälle von 1,5 bis 2 %. Ist das Gefälle noch nicht erreicht, werden die Geh wegplatten mit einem Hammer mit Gummikappe (solche Kappen gibt es für viele verschiedene Hammergrößen) in den sandigen Unterbau getrieben.
  2. Gehwegplatten ausrichten© Eike Krebs

    Gehwegplatten ausrichten

    Die Gehwegplatten werden gemäß des Dielenherstellers in regelmäßigen Abständen gelegt.
  3. Gehwegplatten verlegen© Eike Krebs

    Gehwegplatten verlegen

    Die Gehwegplatten werden gemäß des Dielenherstellers in regelmäßigen Abständen gelegt.
  4. Abschlussbalken ausrichten© Eike Krebs

    Abschlussbalken ausrichten

    Im nächsten Schritt wird der ringsum laufende Abschlussbalken auf den Gehwegplatten ausgerichtet. Hier muss gerechnet werden, damit man auch mit der letzten Diele auf dem Balken landet und nicht am Ende eine Diele der Länge nach auftrennen muss.
  5. Dielen zuschneiden© Eike Krebs

    Dielen zuschneiden

    Auf den ringsum laufenden Balken wird nun die Einrahmung aus Dielen gefertigt. Dazu die Kapp- und Gehrungssäge auf 45° einstellen und einen Gehrungsschnitt ausführen.
  6. Einrahmung auflegen© Eike Krebs

    Einrahmung auflegen

    Die Einrahmung muss sowohl auf dem äußeren Balken als auch auf der ersten Unterkonstruktionslatte aufliegen.
  7. Unterkonstruktionslatten auflegen© Eike Krebs

    Unterkonstruktionslatten auflegen

    Nun folgen alle weiteren Unterkonstruktionslatten.
  8. Dielen in Position bringen© Eike Krebs

    Dielen in Position bringen

    Die Dielen werden zugesägt und in Position gebracht.
  9. Distanzhölzchen verwenden© Eike Krebs

    Distanzhölzchen verwenden

    Distanzhölzchen halten die Dielen auf Abstand.
  10. Schraubenloch bohren© Eike Krebs

    Schraubenloch bohren

    Bohren Sie die Schraubenlöcher mit einem Bohrer mit Tiefenstopp (verhindert Bohrloch in der Unterlatte).
  11. Krumme Dielen festzurren© Eike Krebs

    Krumme Dielen festzurren

    Krumme Dielen werden mit einem Spanngurt gerade gezogen.
  12. Geschafft!© Eike Krebs

    Geschafft!

    So sieht die fertige Ecke der Terrasse aus.

Zeichnungen: Tillman Straszburger

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