Fliegengitter selbst montieren

Insektenschutz für Ihr Zuhause

Wenn im Sommer die Fenster Tag und Nacht geöffnet sind, um frische Luft hereinzulassen, nutzen auch Mücken und Motten die Gelegenheit zum Besuch. Wem das nicht zusagt, kann Abhilfe schaffen – mit einem Insektenschutz vor Tür und Fenster. Wir zeigen Ihnen die verschiedenen Varianten der Fliegengitter.

 
Insektenschutz für Zuhause © Africa Studio - stock.adobe.com
Es gibt die verschiedensten Arten von Insektenschutz

So herrlich die lauwarmen Sommernächte auch sind, genießen kann sie nur, wer nicht von den sirrenden Geräuschen stechender Quälgeister um den Schlaf gebracht wird. Auf chemische Keulen wie Spray oder Verdampfer sollten Sie aber verzichten, da sie oft die Atemluft belasten. Zuverlässigen Schutz gegen Insekten gibt es stattdessen für Terrassentüren und Fenster in verschiedenen Bauarten und Preisklassen.
 

Mit Fliegengittern sperren Sie Insekten einfach aus

Das einfachste Abwehrsystem gegen Insekten sind Fliegengitter, die mittels Klettband am Fensterrahmen befestigt werden. Lückenlose Abschlüsse bieten auch Lamellenvorhänge zum Ankletten. Weitere Lösungen sind Steckrahmen aus Aluminium, die es als Bausatz für alle gängigen Fenstergrößen gibt. Die Profile schneidet man selbst zu, was jeder handwerklich begabte Laie schafft. Komplizierter wird der Einbau bei Schiebeelementen, Rollotüren und integrierten Gitterelementen in Jalousiekästen. Hier kommt man um den Fachmann nicht herum.
 

Insektenschutz dank Klettband

Fliegengitter für Fenster gelten immer noch als die klassischste und preiswerteste Lösung, um die Wohnräume vor Insekten zu schützen. Die Montage ist einfach: Das Klettband rundum in den Fensterfalz kleben und das Gewebe darauf befestigen. Das Material aus Polyester lässt sich in der Höhe und Breite mit einem Cutter oder einer Schere auf Fenstergröße kürzen.

Angeboten werden die Gitter meist in zwei Farben. Wenn Sie außer dem Insekten- gleichzeitig den perfekten Sichtschutz wollen, ist Weiß richtig. Die Farbe Anthrazit gewährleistet eine bessere Durchsicht. Nach Saisonschluss lassen sich die Fliegengitter leicht abziehen und sind bei 30 Grad waschbar. Fazit: Preisgünstig sowie schnell und einfach austauschbar.
 

Gitter zum Öffnen

Eine praktische Variante: Fliegengitter zum Öffnen nach Bedarf. Dank eines speziellen Klettsystems – neben dem Montageband im Falz wird zusätzlich ein Klettband am Netz befestigt – lässt es sich jederzeit zum Blumengießen hochschlagen. Falls Sie zu den Allergikern gehören und im Frühjahr bereits ein feinmaschiges Pollenschutzgitter vor dem Fenster hatten, können Sie es gegen dieses Fliegengitter austauschen, da es mit demselben Klettsystem ausgerüstet ist. Es lässt mehr Licht und Luft hindurch. Doch Achtung: Klettband trägt auf. Daher muss das Fenster leicht nachjustiert werden.
 

Spannrahmen für einen guten Insektenschutz

Insektenschutz-Spannrahmensysteme aus Aluminiumprofilen werden von vielen Firmen als Bausätze angeboten und sind schnell und einfach zu montieren. Für Heimwerker auf jeden Fall ein leichtes Spiel. Die Größe sollte stimmen, deshalb ist beim Ausmessen Genauigkeit gefragt. Stehen die Maße fest, werden die Profile entsprechend zugesägt. Mit den zum Set gehörenden Eckverbindern werden die Profile zusammengesteckt und das Gewebe aus Fiberglas verspannt.

Bei diesem System haben Sie die Möglichkeit, den Rahmen fest einzubauen oder ihn als Schwing- oder Klappflügel zu installieren. Je nach Montage werden die Einhängefedern entweder am Fensterrahmen oder die Scharniere für den Flügel an der Hauswand befestigt.
 

Dachfenstersystem

Wer unter der Dachschräge wohnt, hat im Sommer nicht nur mit Insekten, sondern auch mit starker Sonneneinstrahlung zu kämpfen. Abhilfe schaffen hier Kombi-Sets, die beide Bereiche abdecken. Der Alurahmen, der direkt auf der Wand montiert wird, ist mit zwei Kassetten sowie Führungsschienen und Bürstendichtungen ausgestattet. In der oberen ist das Verdunklungsrollo versteckt und in der unteren hat das Insektenschutzgewebe seinen Platz. So können Sie ganz individuell entscheiden, ob und wann Sie den Insektenschutz oder den Sonnenschutz benötigen.
 

Zwei Schwenkflügel für Balkon oder Terrasse

Für eine Doppeltüre an Balkon oder Terrasse bietet sich perfekt ein Insektenschutz mit zwei Schwenkflügeln an. Diese zweiflügeligen Türen sind aus Aluminiumprofilen gefertigt. Zum Schutz des Gewebes sind sie mit einer durchgehenden Griffkante sowie mit Trittplatten ausgerüstet. Das Gewebe aus Fiberglas hat durch die Profileigenschaften eine dauerhaft stabile Spannung. Der Rahmen wird mit Federstiften in der Nische montiert und ist leicht abnehmbar. Wer handwerklich jedoch nicht so begabt ist, sollte für diese Montage auf einen Fachmann zurückgreifen, um Tür und Schutz nicht zu zerstören.
 

Insektenschutz als Schiebeelement

Insektenschutz muss nicht von der Stange gekauft werden. Genauso gut kann man ihn sich nach Maß anfertigen lassen. Diese Variante bietet sich bei Türöffnungen mit einer außergewöhnlichen Größe vor allem in Kombination mit einer Rolltür an. So wird der Schutz nicht mit Schwenkflügeln geöffnet, sondern kann leicht zur Seite geschoben werden. Ein- und zweiflügelige Schiebetüren benötigen Platz und werden vorrangig bei großen Türöffnungen eingesetzt. Wessen Tür in eine Standard-Größe fällt, kann abgazer auch schon im Fachmarkt fündig werden. Dort werden meist Schiebeelemente mit einem stabilen Alurahmen in den Farben Silbergrau, Weiß oder Braun angeboten. Diese sind in der Regel flexibel zu montieren. Damit bei diesem System nichts schiefläuft, ist der Einbau Sache eines Fachmanns.

Nicht nur ein Fliegengitter vor Tür und Fenster dient als zuverlässiger Insektenschutz. Bereits ein Fliegenvorhang kann bei diesen nervigen Plagegeistern Abhilfe schaffen.

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