Selber machen und Geld sparen

Blumenkübel und Tröge aus Beton bauen

Wer sich im Gartenmarkt nach modernen Pflanzkübeln umschaut, weiß: Hier lohnt sich das Selbermachen! Die Maße passen dann genau zu den häuslichen Gegebenheiten, und zudem spart man durch den günstigen Werkstoff Beton noch eine Menge Geld.

Blumenkübel und Tröge aus Beton. Preiswert und stabil
Blumenkübel und Tröge aus Beton: Preiswert, stabil und schnell selbstgemacht.© Chris Lambertsen

Pflanzkübel und Tröge aus Beton sind nicht nur in der Herstellung günstig, sondern sie überzeugen auch noch mit weiteren Eigenschaften. Hier erfahren Sie mehr über den Werkstoff Beton, und wie Sie damit Pflanzkübel für Garten, Balkon oder Terrasse herstellen.

Pflanzkübel aus Beton: Das sind die Vorteile

Im Gegensatz zu teuren Terrakotta-Gefäßen ist Beton beispielsweise absolut frostfest, gerade wenn man flüssige Kunststoffzusätze beim Anmischen zugibt. Diese sorgen dafür, dass der Beton kein Wasser mehr aufnimmt.

Zudem haben unsere Pflanzkübel aus Beton einen gewichtigen Pluspunkt: Ihre Schwere bietet selbst auf windigen Balkonbrüstungen Sicherheit. Das ist auch bei großen Eiben oder Kirschlorbeerpflanzen als Sichtschutz zum Nachbarn von Vorteil.

Pflanzkübel aus Beton in jeder Form

Mit Beton lässt sich jede Form herstellen, die dann eingefärbt, gestrichen oder mit Mustern verziert wird. Wie fein oder grob die Oberfläche wird, hängt von der Sandkörnung in der Fertigmischung ab. Feinbeton-Estrich bringt glatte und glänzende Oberflächen, Estrichzement zeigt gröbere Textur.

Für Pflanzkübel in Naturgärten eignet sich Torfbeton (Hypertufa). Dafür mischt man Zement, Sand und Torf im Verhältnis 2:3:4. Der eher trocken angerührte Brei muss beim Einfüllen gut verdichtet werden. Nach zwei Tagen Trocknen kann die Form herausgelöst und per Drahtbürste aufgeraut werden. Streicht man dann die Oberfläche des Pflanzkübels mit Buttermilch ein, siedeln sich bald Moose und Flechten für eine exklusive Patina an.

Pflanzkübel aus Beton selber bauen: Anleitung

© Chris Lambertsen

Die Schalplatten werden verschraubt, um sie später leichter abnehmen zu können. Ideal sind dafür beschichtete Spanplatten, weil an ihnen der Beton nicht haften kann

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Für die innere Schalung werden Styroporplatten zu einem Block verklebt.

© Chris Lambertsen

Eine Ummantelung aus Haushaltsfolie garantiert, dass sich der Block später leichter herauslösen lässt.

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Für Muster, die später die Oberfläche verschönern, nimmt man Sperrholz. Die Längsseiten werden mit Ausschnitten versehen und in die Form eingesetzt.

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Die ausgeschnittenen Negativformen werden an die kurzen Seiten geklebt. Korken sorgen für spätere Wasserabzugslöcher. Für den Boden legt man ein Armierungsgitter ein und gießt danach dickflüssigen Beton in die Form.

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Dann kommen der Styroporkern und der Rest vom Beton. Dabei verdichtet und stampft man, damit die Menge der Lufteinschlüsse deutlich reduziert wird.

Pflanzkübel aus Beton: Gerne auch mal bunt

Um der Oberfläche das schlichte Grau auszutreiben, nehmen wir Abtönkonzentrate für weiße Wandfarbe – die bringen ordentlich Farbe ins Spiel. Dafür rührt man die Konzentrate vorher in Wasser ein, sodass die Flüssigkeit relativ dünn ist. Beim Anrühren der Beton-Fertigmischung ersetzt sie einen Teil des Wassers.

© Chris Lambertsen

Bei der Dosierung des Konzentrats sollten Sie daran denken, dass der Farbton beim Trocknen des Betons erheblich heller wird. Sind Sie sich nicht sicher, helfen Probesteine, für die man sich das Mischungsverhältnis genau notieren sollte.

Zum Weiterlesen: Hier zeigen wir Ihnen weitere DIY-Anleitungen für Pflanzgefäße.

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