Mehr als nur ein Unterstand

Carport selber bauen: Bausatz mit Erweiterung

Ein Carport schützt das Auto vor Witterungseinflüssen. Meist aus Voll-Holz gefertigt bieten Carports den optimalen Unterstand für Ihr Fahrzeug, ähnlich wie eine Garage. Dabei sind sie nicht nur attraktiv, sondern können auch individuell gestaltet werden. Erfahren Sie hier, wie Sie Ihr Carport selber bauen können.

 
Carport selber bauen © Jan Schönmuth
Viele Carport-Modelle gibt es als praktischen Bausatz zu kaufen, der nach Belieben erweitert werden kann

Carports gibt es für die verschiedensten Anforderungen. Sie sind in unterschiedlichen Versionen erhältlich, zum Beispiel als Einzelcarports mit Flachdächern, große Doppelcarports mit Satteldächern und wetterfesten Dackeindeckungen. Alle haben aber den gleichen Nutzen: Das Auto vor Witterungseinflüssen zu schützen. Hier zeigen wir, auf was es beim Bau eines Carports ankommt und wie Sie dafür Schritt für Schritt vorgehen.
 

Carport selber bauen: Das müssen Sie beachten

    Wenn Sie sich dazu entscheiden, ein Carport zu bauen, ist ein solides Fundament ganz besonders wichtig. Dies sorgt dafür, dass er sicher und fest steht und auch Windstöße ihm nichts anhaben können.

    Werden bei einem Carport aus Holz die Holzpfosten lediglich in die Erde gerammt, kann es passieren, dass sie nach einiger Zeit faulen und kippen. Um das Holz vor Witterungseinflüssen zu schützen und stabil zu halten, sollte es also druckkesselimprägniert sein. Wer die typische grün-graue Optik nicht ansprechend findet, kann das Holz nach dem Aufbau des Carports lackieren oder lasieren. Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Holzschutz.

    Einzel- und Doppelcarports für die Unterstellung von zwei Fahrzeugen können zudem mit Seitenteilen aus Holz erweitert werden, die abermals für die optische Aufwertung sorgen und zusätzlich gegen Wind und Wetter schützen. Auf diese Weise sind die Fahrzeuge auch seitlich perfekt gegen verschiedene Witterungseinflüsse geschützt.

    In Kombination mit einer Hauswand sorgen Carports sogar dafür, dass das oder die untergestellten Fahrzeuge rundum abgeschottet sind. Eventuell erforderliche Sonderanfertigungen können beim Kauf ebenfalls berücksichtigt werden.

    Bevor der Carport lasiert oder lackiert wird, sollte eine Grundierung aufgetragen werden, die von Pilzen hervorgerufene Blaufärbungen oder Ausblühungen verhindert. Fällt die Entscheidung auf eine Lasur, sollte der Heimwerker dafür eine transparente Grundierung wählen. Wird der Carport lackiert, sollte sie deckend sein. Auch druckkesselimprägnierte Holz-Carports sollten mit einem Anstrich gegen Fäulnis und Bläue geschützt werden.
     

    So wird der Carport-Bau genehmigt

    Beim Bauantrag eines Carports gelten sowohl das Landesrecht, als auch die Vorschriften der einzelnen Gemeinden und Kommunen. So unterscheiden sich die Regelungen innerhalb Deutschlands je nach Standort des Carports. Wenn Sie sich ein Carport bauen möchten, erkundigen Sie sich am Besten direkt bei der Gemeinde und fragen nach den örtlichen Bestimmungen. Planen Sie für die Genehmigung ausreichend Zeit an und überlegen Sie sich davor, wie der Carport gebaut werden soll.

    So oder so ist für die Baugenehmigung wichtig, ob es sich um einen freistehenden Unterstellraum handelt oder ob Sie diesen direkt am Haus anbauen. In diesem Fall treten neben dem Baurecht auch Brandschutzbestimmungen in Kraft. Informieren Sie sich also unbedingt vor dem Bau!

     

    Bausatz für den Carport: Die einfache Alternative

    Wieso sich beim Carport-Bau abmühen, wenn es auch fertige Bausätze im Handel gibt? Die Montage ist in der Regel von einem versierten Heimwerker an einem Wochenende erledigt - und anschließend können Sie den Carport noch nachträglich individuell gestalten oder beispielsweise mit einem Werkstatt-Anbau oder einem Fahrradschuppen erweitern.

    Meistens werden Carports aus Vollholz gebaut. Bausätze haben im Vergleich zu komplett eigenständigen Entwürfen den Vorteil, dass bereits eine statische Berechnung durchgeführt wurde. Nur auf diese Weise ist gewährleistet, dass der Carport ausreichend stabil ist, um auch schwere Lasten wie Schnee tragen zu können. Eine gute Standsicherheit ist wichtig, damit der Carport nicht unter dem schweren Gewicht zusammenbricht und ein Fahrzeug beschädigt.

    Aber egal, welchen Carport-Bausatz Sie verwenden: Achten Sie darauf, dass der Carport stabil im Untergrund verankert ist. Die Holzpfosten dürfen dabei nicht in das Fundament reichen, sonst verrottet das Holz in Kürze.
     

    Carport-Bausatz mit Erweiterung

    Auf Basis eines einfachen Carport-Bausatz aus dem Baumarkt bauen wir hier einen modernen Unterstand für das Auto. Doch damit nicht genug: Dank zusätzlichem Sichtschutz und Fahrradschuppen-Anbau wird aus dem Billigangebot ein echter Multifunktions-Carport.

    Als Ausgangsmaterial dient der günstige Carport-Bausatz Berlin von Bauhaus für rund 400 Euro. Wie der Preis bereits erahnen lässt, ist der Bausatz sehr schlicht und besteht zunächst nur aus einem einfachen Balkengerüst mit Dachaufbau für Wellplatten. Ergänzt werden Sichtschutzwände aus Rhombusleisten und ein praktischer Unterstand für Fahrräder. Mehr dazu erfahren Sie in der Anleitung weiter unten.
     

    Carport mit Fahrrschadschuppen und Sichtschutz: Bauplan mit allen Maßen

    In dieser Zeichnung sind alle Originalteile des Bausatzes grau eingefärbt. Braun davon abgehoben sind alle Teile, die zusätzlich dazugekommen sind: die H-Pfostenträger, der Fahrradschuppen-Anbau und der Sichtschutz. Zum Vergrößern der Skizze hier klicken.


     

    Wichtig: Ein weiterer Standpfosten wird an der hinteren Seite zur Befestigung des Sichtschutzes benötigt. Dieser wird mit einer Einschlaghülse an der Rückseite des Carports im Boden verankert.
     

    Das brauchen Sie für den Carport mit Erweiterung

    • Carport-Bausatz Berlin (Bauhaus)
    • Fundament: 6x H-Pfostenträger für 120-x-120-mm-Pfosten, 24x Sechskant-Holzschrauben mit U-Scheiben, 2x H-Pfostenträger für 90-x-90-mm-Pfosten, 24x 40 kg Beton-Estrich
    • Balkenverbindungen: 8x Gewindestange M12, ca. 150 mm Länge, 8x Muttern und Unterlegscheiben M12, 10x Einpressdübel M12, 6x 2,5 l Xyladecor Holzschutz-Lasur 2in1
    • Fahrradschuppen-Anbau: 2x Pfosten 90 x 90 x 2.400 mm, 6x Baudielen 2.000 x 200 x 40 mm, 1x Glattkantbrett 2.500 x 200 x 18 mm, 6x Dach-PC-Wellplatte, Trapez, 2-000 x 900 x 0,7 mm (Profil 76/18mm), Abstandhalterset, Trapez, 50 Stk., 12x Winkelverbinder 40 x 40 mm (Sparren), Spax-Edelstahlschrauben 4 x45 mm
    • Sichtschutz: 1x Pfosten 90 x 90 x 2.400 mm, 1x Einschlaghülsen 90 x 90 mm, 80 cm lang, 164 lfm Fichten-Glattkantbretter, 120 x 21 x 4.800 mm (Rhombusleisten), 2x Spax-Fassadenschrauben 4,5 x 43 mm mit Fixiergewinde, 500 Stück, 1x Spax-Schrauben, Edelstahl, 5 x 60 mm, 1x Spax-Linsenkopfschrauben, Edelstahl, 4,5 x 40 mm, 200 Stk. (Befestigung Stützleisten), 6x Latte gehobelt, 24 x 44 x 2.000 mm
    • Sichtschutztüren: 6x Glattkantbrett 100 x 24 x 2.500 mm, Fichte, 12x Eckwinkel 120 x 120 x 20 mm, 2x Ladenband 800 x 45 x 5 mm, 16 mm Durchmesser und passende Kloben (für Carporttr), 4x Ladenband 600 x 45 x 5 mm, 16 mm Durchmesser und passende Kloben (Doppeltor), 20x Sechskant M8 x 60 mm mit passenden Muttern und Unterlegscheiben, 6x Schlossschrauben M8 x 60 mm mit passenden Muttern und Unterlegscheiben, Edelstahlschraube 5 x 100 mm / 5 x 120 mm
    • Werkzeuge: Akkuschrauber, Bandschleifer, Betonmischer, Bitaufsatz & Bits, Eimer, Fräse, Fuchsschwanz, Handkreissäge, Holzbohrer, Inbusschlüssel, Kappsäge, Kelle, Knarre, Gerüst, Lot, Maurerschnur, Messer, Pinsel, Schaufel, Schlagbohrmaschine, Steinbohrer, Tischkreissäge, Vorschlaghammer, Wasserwaage, Winkelschleifer, Zollstock, Zwingen

    Aufwand: 2 Wochen
    Kosten: rund 1.000 Euro
     

    So wird der Carport stabil: Das richtige Fundament

    Um den Carport fest im Fundament zu verankern, ergänzen wir die Standpfosten mit H-Pfostenträgern, die in das Betonfundament ragen. Auch die Balkenverbindungen zwischen Standpfosten und Seitenbalken werden modifiziert: Vorgesehen waren Schraubverbindungen mit einfachen Holzschrauben. Die sind zu instabil, sodass wir sie durch Gewindestangen ersetzen, die man durch Standpfosten und Querbalken schiebt. Eine Verbindung mit Gewindestangen ist relativ einfach zu realisieren und sehr stabil.
     

    1. Fundament und Grundgerüst für den Carport bauen

    Die H-Pfostenträger betoniert man ins Fundament ein. An ihnen werden die Holzpfosten angeschraubt und nachträglich ausgerichtet. Legen Sie die Position für die Fundamente des Carports und für den Schuppen fest. Vermessen Sie dazu die Seitenlängen und Pfostenabstände und markieren Sie die Stellen zum Beispiel mit Maurerschnüren.

    Jetzt heben Sie die Punktfundamente aus: Entfernen Sie dazu den Bodenbelag und graben Sie die Löcher (30 auf 30 cm und 80 cm tief). Die Tiefe von 80 cm schützt vor Frostschäden, da das Fundament bis in Erdschichten reicht, die nicht gefrieren. Danach rühren Sie den Estrichbeton nach Packungsangabe mit Wasser an und befüllen das Loch bis kurz unter der Kante. Stoßen Sie mit einer Holzlatte immer wieder in den Beton, damit eingeschlossene Luft entweichen kann.

    Beim Einsetzen des Pfostenträgers legen Sie eine Holzlatte quer über das Loch. So versinkt der Träger nicht im Beton. Stoßen Sie erneut mit der Latte in den Beton, um sicherzugehen, dass er den Träger vollständig umschließt. Nach 24 Stunden ist der Beton fest. Das Durchtrocknen kann je nach Temperatur bis zu zwei Wochen dauern.
     

    2. Pfosten des Carports ausrichten

    Errichten Sie die sechs Pfosten des Carports über den Fundamenten. Befestigen Sie dabei die Pfosten nur provisorisch mit Zwingen an den H-Trägern – so lassen sie sich nachträglich einfach ausrichten. Um die Pfosten in der Höhe auszurichten, legen Sie jeweils über zwei Pfosten einen Sparren und kontrollieren mit der Wasserwaage dessen Neigung.

    Achten Sie dabei auf das richtige Gefälle: Das Dach des Carports sollte eine Neigung von circa 2 % aufweisen. Mit kleinen Holzstückchen passen Sie die Unterschiede in der Höhe so lange an, bis die Sparren mit dem richtigen Gefälle auf den Pfosten liegen. Damit die Pfosten fluchten, spannen Sie eine Maurerschnur über die hintereinander stehenden Pfosten. Tanzt einer aus der Reihe, erkennen Sie das sehr schnell.

    Auch die Pfostenmitte muss stimmen: Spannen Sie jeweils eine Maurerschnur auf halber Höhe links und rechts der Standpfosten. Jetzt erkennen Sie, ob die Flucht an der Pfostenmitte stimmt. Fixieren Sie mit Zwingen die Pfosten in der korrekten Position.

    Um sicherzugehen, dass die Ausrichtung der Pfosten stimmt, warten Sie mit der endgültigen Befestigung der Pfosten, bis die oberen Seitenbalken verschraubt sind. Jetzt können Sie die Balken mit Sechskant-Holzschrauben und Unterlegscheiben an den H-Pfostenträgern festschrauben und die Zwingen sowie Holzstückchen entfernen.
     

    3. Balkenmontage am Carport

    Sind die Standpfosten korrekt ausgerichtet, setzen Sie die Seitenbalken auf die Pfosten. Seitenbalken und Pfosten werden mit einer stabilen Gewindestange verbunden. Dazu fixieren Sie die Balken in der richtigen Position mit einer Zwinge und durchbohren die beiden Balken in einem Schritt. Jetzt können Sie die Gewindestange durchschieben.

    Im Originalbausatz des Carports sollten die Balken durch einfache Holzschrauben verbunden werden. Da uns diese Art der Verbindung zu instabil war, ersetzten wir die Schrauben durch Gewindestangen. Diese werden durch beide Bauteile durchgesteckt und mit Muttern und Unterlegscheiben abgesichert.

    Für zusätzliche Stabilität sorgt ein doppelt gezahnter Einpressdübel. Wie eine gezahnte Beilagscheibe zwischen die beiden Balken gelegt, verhakt er sich in beiden Hölzern und verhindert so jede Bewegung der Balken zueinander.

    Fertig verschraubt, kürzen Sie die Gewindestangen mit einem Winkelschleifer. Lassen Sie die Gewindestange der rechten Carportseite 10 cm länger, denn hier wird danach der Fahrradschuppen angebaut. An dieser Stelle wird nachträglich ein Auflagebrett für die Sparren des Schuppens angeschraubt.

    Danach können Sie bereits die Dachsparren anbringen. Die Sparren befestigen Sie mit Winkeln auf den Seitenbalken. Wichtig: Die Auflagefläche der Winkel noch vor der Montage mit Holzschutzfarbe streichen.

    Tipp: Ein kleines Gerüst erleichtert die Montage- und Streicharbeiten am Carport und macht das Arbeiten sicherer.
     

    4. Carport-Erweiterung: Anbau des Fahrradschuppens

    Der Anbau des Fahrradschuppens besteht aus zwei Pfosten, die mit einem Seitenbalken verbunden sind. Quer, zwischen Carport und Anbau liegend, werden die Dachsparren des Schuppens montiert.

    Die Bretter für den Schuppenanbau schneiden wir aus Baubohlen (Fichte, 2.000 x 200 x 40 mm) mit einer Tischkreissäge auf die Maße des Carports zu. Die Sparren liegen auf einer Seite auf dem Seitenbalken des Anbaus, auf der anderen Seite auf dem Carport auf.

    Um auf der Carportseite ausreichend Auflagefläche zu schaffen, wird ein zusätzliches Auflagebrett an den bereits bestehenden Seitenbalken geschraubt. Hierzu die zwei bestehenden Verschraubungen von Seitenbalken und Standpfosten lösen. In diesem Bild sehen Sie das zusätzliche Brett im linken Bereich, der Sparren liegt oben auf:

    Mit Zwingen befestigen Sie das zusätzliche Auflagebrett provisorisch am Seitenbalken und bohren das Loch für die Gewindestange vor. Anschließend die lang gelassenen Gewindestangen durch alle drei Bauteile stecken. Zusätzlich wird das Auflagebrett auf der gesamten Länge im Abstand von 25 cm mit Holzschrauben aus Edelstahl (5 x 60 mm) fixiert.
     

    5. Dachbedeckung des Carports mit Wellplatten

    Nun wird das Dach von Carport und Fahrradschuppen-Anbau mit Wellplatten eingedeckt. Rund um die Sparrenkonstruktion von Carport und Anbau werden zunächst Ortgangbretter zum seitlichen Abschluss der Dachfläche angebracht. Diese dienen den Dachplatten als Anschlag und Begrenzung. Eine Schnur hilft beim Setzen der Schrauben:

    Die Wellplatten aus Kunststoff schraubt man direkt auf den Sparren fest. Dazu die Platten zuvor mit einem Holzbohrer vorbohren.

    Tipp: Diesen Arbeitsschritt nicht unter 6° C ausführen, da das Material bei tiefen Temperaturen spröde wird und leicht reißt oder bricht.

    Wellplatten aus Kunststoff werden an der höchsten Stelle der Wölbung verschraubt. Würde die Schraube im Wellental sitzen, würde sich Schmutz dort sammeln und Feuchtigkeit könnte eindringen. Damit die Wellplatte durch die Verschraubung nicht gequetscht wird, bringt man unter der Platte einen stabilen Abstandhalter an. So wird eine stabile Fixierung der Wellplatten ermöglicht.

    In die Löcher dreht man also mit einem Inbusschlüssel Abstandhalter aus Kunststoff ein. Abschließend mit einer Spenglerschraube die Dachplatte durch den Abstandhalter hindurch an den Sparren schrauben.

    Müssen die Dachplatten zugeschnitten werden, klebt man die Schnittfläche zuvor mit einem Gewebeband ab. So verhindert man, dass die Wellplatte einreißt. Wenn Sie zudem beim Schneiden unter die Schneideschiene eine Leiste legen, verteilt sich der Andruck überall gleich.
     

    5. Carport-Erweiterung: Sichtschutz-Elemente montieren

    Nun installieren wir einen Sichtschutz aus Rhombusleisten an Carport und Anbau. Bei Rhombusleisten (Rhombus=Raute) handelt sich um Vierkanthölzer, deren kurze Seiten parallel zueinander angeschrägt sind. Der Winkel variiert dabei zwischen 5° und 45°. Verwendung finden Rhombusleisten vorwiegend bei Gebäudeverschalungen oder als Sichtschutz.

    Rhombusleisten kann man relativ teuer im Baumarkt kaufen – oder man stellt sie einfach und billig selbst her. Verwendet man Glattkantbretter mit den Maßen 120 x 21 x 3.000 mm, ergeben sich durch einen mittigen Längsschnitt zwei identische Leisten mit einer Deckung von 58 mm.

    Mit einem Gehrungsschnitt von 45° erzeugen Sie die Schrägung der beiden Seiten – eine ungleichmäßige Keilform entsteht. Im letzten Schritt streichen Sie die fertigen Rhombusleisten noch mehrfach und legen diese anschließend zum Trocknen aus.

    Tipp: Die Leisten haben jeweils eine spitze und eine angefaste Kante (die angefaste Kante hatte das Glattkantbrett bereits im Ausgangsstadium). Bei der Montage muss die angefaste Kante nach unten zeigen, denn an der leichten Fasung tropft der Regen besser ab.

    Um den Sichtschutz und die Sichtschutztür auch auf der Carport-Rückseite stabil zu befestigen, muss ein weiterer Stützpfosten aufgestellt werden. Mit einer Einschlaghülse wird der Pfosten im Boden verankert und mit zwei Brettern an den Dachsparren des Carports befestigt.

    Die Sichtschutzleisten befestigen Sie mit Fassadenschrauben (4,5 x 43 mm mit Fixiergewinde) an der Konstruktion. Mit Abstandhaltern (3 mm) werden die Abstände zwischen den Leisten gleichmäßig. Für gleichmäßige Abschlüsse schieben Sie die Rhombusleisten an einer Seite an einen (provisorischen) Anschlag und schneiden auf der anderen Seite den Überhang auf eine Länge.

    Damit sich die Rhombusleisten nicht verziehen, bringen Sie alle 60 bis 70 cm senkrechte Stützleisten (24 x 44 x 1.800 mm) am Sichtschutz an. Dazu verwenden sie 4,5 x 40 mm große Linsenkopfschrauben, sogenannte Fassadenschrauben.

    Die von uns verwendeten Fassadenschrauben von Spax sind mit einem zweiten Gewinde unterhalb des Linsenkopfes ausgestattet. Dieses sogenannte Fixiergewinde sorgt für eine besonders ebene Oberfläche der Fassadenverkleidung. Es fixiert die Profile an der Unterkonstruktion und sorgt dafür, dass sie sich nicht wegdrücken oder aufwölben.
     

    6. Türen für den Sichtschutz

    Sowohl Carport als auch Schuppenanbau werden mit Türen ausgestattet. Ob Sie den Schuppen mit einer doppelflügeligen oder einer einfachen Tür versehen, bleibt Ihnen überlassen und ist davon abhängig, wie Sie den Schuppen nutzen möchten.

    Als Rahmen dient eine einfache Konstruktion aus gehobelten Fichtenbrettern (2.500 x 100 x 24 mm). Auf einer Seite wird der Rahmen mit Rhombusleisten beplankt. Der Rahmen wird an den Ecken von vier Metallwinkeln (120 x 120 x 20 mm) gehalten.

    Eine diagonal verspreizte Strebe sorgt für zusätzliche Stabilität. Dafür legen Sie vor dem Beplanken die Leiste diagonal auf den Rahmen. Zeichnen Sie die Schnittkanten an und sägen Sie die Leiste entsprechend zu. Achten Sie darauf, dass die horizontale Auflage länger sein muss als die aufrechte. Die Spitze der Aussteifung zeigt immer in die obere, gegenüberliegende Ecke der Aufhängung. Montiert wird die Leiste erst, wenn der Rahmen beplankt ist.

    Nun werden auch die Türen mit den Rhombusleisten beplankt. Zum Anbringen der Rhombusleisten verwenden Sie am besten einen provisorischen Anschlag. Die Leisten nun gegen den Anschlag schieben und am Rahmen befestigen. Die andere Seite kürzen Sie auf die gewünschte Länge. Die Ladenbänder dann je mit einer Schlossschraube und vier Sechskantschrauben durch die Rhombusleisten mit dem Türrahmen verschrauben.

    Um die richtige Position für die Kloben (=Verbindungselemente) zu finden heften Sie sie provisorisch mit wenigen Schrauben (5 x 60 mm) an die Wand. Hängen Sie die Tür ein und justieren Sie die Kloben so, dass sich die Tür leicht öffnen und schließen lässt. Berechnen Sie genug Spielraum – das Holz der Tür wird sicherlich arbeiten.

    Tipp: Lassen sie sich von jemanden helfen, der die Tür hält, während sie die Kloben festschrauben.

    Und so sieht die fertige Rückwand des Carport aus. Fertig!

    Bilder: Jan Schönmuth, Illustration: Tillman Straszburger

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