Tipps für die richtige Rasenpflege

Rasen kalken: Zeitpunkt, Anleitung und Co.

Jeder wünscht sich einen gepflegten Rasen. Doch damit dieser kräftig wächst und gedeiht, braucht er neben dem regelmäßigen Mähen und Düngen auch einen ausgeglichenen pH-Wert. Und diesen erhalten Sie durch Kalk! Worauf Sie beim Rasen kalken achten müssen, erfahren Sie hier.

 
Rasen kalken © Utirolf - stock.adobe.com
Um den pH-Wert Rasens aufrecht zu erhalten, sollten Sie ihn kalken

Nach einem braunen und matschigen Winter wünschen sich alle Hobby-Gärtner einen grünen und satten Rasen, der in seiner vollen Pracht strahlt. Doch leider bekommt man den nicht einfach so. Es braucht viel Pflege und Timing, um einen gesunden Rasen zu bekommen.

Wann soll man den Rasen kalken?

Wichtig ist: Erst messen, dann kalken! Um dem Rasen in Ihrem Garten nicht zu schaden, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie ihm nur Kalk zufügen, wenn er das auch benötigt. Durch all die Zusatzstoffe in den gängigen Düngern wird dem Rasen eher Schaden zugefügt, als dass es ihm wohltut. Das Ergebnis davon sind übersäuerte Böden, die keinem Grashalm die Möglichkeit geben, gesund zu wachsen.

Kalk bietet dem Rasen dann den nötigen Nährstoff, den er für ein schönes Wachstum braucht. Im Baumarkt finden Sie entsprechende Test-Sets, mit denen Sie den pH-Wert des Bodens feststellen können. Vor allem auf feuchten und verdichteten Böden kommt es häufig zu einer Übersäuerung. Da niedrige pH-Werte die Vitalität der Rasengräser einschränken, gibt es bestimmte Grenzwerte, unter denen Sie Ihren Rasen kalken sollten.

So interpretieren Sie den pH-Wert:

  • pH-Wert zwischen 5,5 und 6 = optimaler Rasen
  • pH-Wert unter 5,5 = Rasen kalken ist angesagt
  • pH-Wert liegt deutlich über 6 = Rasen auf keinen Fall kalken

Dass man seinen Rasen kalken sollte, um dem Moosbbefall vorzubeugen, ist ein Irrglaube! Ganz im Gegenteil: Kalk dient als Nährstoff für Moos, Klee und Brennesseln und kann sogar das Wachstum noch beschleunigen. Experten raten daher von einem unnötigen Kalken ab, da es zum Sterben der „guten“ Graspflanzen führen kann. Ein pH-Test ist somit immer sinnvoll! Wie Sie eine Bodenanalyse starten, können Sie auch auch hier nachlesen: Gartenerde analysieren und verbessern.

Der richtige Zeitpunkt zum Rasen kalken

Sobald der letzte Schnee gefallen ist, kann man sich im Frühjahr ausgiebig seinem Rasen widmen. Oft fällt dieser Zeitpunkt in den März oder April. Wichtig ist nur, dass der Boden noch schön feucht ist. Experten raten, den Rasen alle zwei bis drei Jahre zu kalken.

Sollten Sie den Zeitpunkt im Frühjahr verpasst haben, ist das kein Problem. Auch im Herbst können Sie ihren Rasen noch kalken. Wichtig ist nur auch hier, dass Boden sowie Wetter feucht sind, um die Entsäuerung zu unterstützen.

Rasen kalken: So geht’s

Wie bereits beschrieben, ist das perfekte Wetter der feuchte Frühling. Damit der Boden den Kalk gut aufnehmen kann, sollten Sie ihn vorher vertikutieren. Durch das Lockern und Lüften unterstützen Sie Ihren Rasen nochmal ausgiebig darin, seine volle Kraft beim anstehenden Wachstum zu entfalten.

Rasen kalken - Streuwagen© LianeM - stock.adobe.com

Zum Verteilen des Kalks dient am besten ein Streuwagen. Dieser sorgt dafür, dass der Kalk genau dosiert wird und Ihre Haut keinen direkten Kontakt mit dem Kalk-Granulat hat, welches Hautreizungen hervorrufen könnte. Sollten Sie keinen Wagen zur Hand haben, tragen Sie beim Streuen unbedingt Handschuhe!

Folgendes ist bei der Dosierung zu beachten: Handelt es sich um einen sandigen Boden mit einen pH-Wert von unter 5,5, benötigen Sie rund 150 bis 200 Gramm Kalk pro Quadratmeter. Für Lehmböden, deren pH-Wert bei etwa 6,2 liegt, brauchen Sie die doppelte Menge, also 300 bis 400 Gramm pro Quadratmeter. Überschreitet der pH-Wert die Grenze von 6,9, ist kein Kalk nötig.

Im direkten Anschluss an das Kalken wird Ihr Rasen ausreichend gewässert und sollte dann vier Wochen ruhen, damit er genug Zeit hat, den Kalk aufzunehmen und sich zu neutralisieren. Erst dann können Sie ihn düngen oder neu besähen.

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