Tipps für die Rosenvermehrung

Rosen vermehren mit Stecklingen

Kaum eine Pflanze bietet so viel Gestaltungsspielraum wie die Rose. Doch für einen üppigen Rosengarten müssen Sie nicht immer neue Sträucher kaufen. Die Königin der Blumen lässt sich auch ganz einfach vermehren. Wie Sie am einfachsten Rosen vermehren und worauf Sie dabei achten sollten, erfahren Sie hier.
 

 
Rosen vermehren durch Stecklinge © sablinstanislav - stock.adobe.com
Mit Hilfe von Stecklingen lassen sich Ihre Rosen vermehren

Die Rose ist eine der beliebtesten Gartenpflanzen und viele Hobby-Gärtner wünschen sich neue Triebe, sobald die alten blühfaul geworden sind. Abgesehen von ihrer Schönheit, ist die Königin des Gartens ein wahres Multitalent. Von Rosenbeeten über naturnahe Rosenhecken bis hin zur üppig bewachsenen Gartenlaube ist alles möglich. Die Auswahl umfasst eine Vielfalt unterschiedlicher Sorten.

Tipp: Setzen Sie bei der Neuanschaffung auf wurzelnackte Rosen. Sie sind deutlich günstiger als ihre Verwandten aus dem Topf. Achten Sie beim Kauf außerdem auf das Label ADR, kurz für „Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung“. Das Label gilt als TÜV-Siegel für Rosen und zeichnet besonders pflegeleichte wie robuste Sorten aus. Bevor Sie die Rosen pflanzen, entfernen Sie das Etikett – andernfalls schnürt es Triebe ab und die Rose geht ein. Besser: Namensschilder in die Erde stecken.

Sowohl bei wurzelnackten als auch bei Containerrosen hängt die Pflanztiefe von der Veredelungsstelle ab – der Verdickung zwischen den ersten grünen Trieben und dem Wurzelhals. Die Veredelungsstelle liegt bestenfalls etwa fünf Zentimeter tief unter der Erde. Das schützt Rosen vor dem Austrocknen und direktem Sonnenlicht.

Wer nicht den einfachen Weg gehen möchte und sich komplett neue Pflanzen zulegt, kann auf das Pflanzen von Stecklingen setzen. Die Variante ist einfach und nicht zeitintensiv.
 

Rosen vermehren mit Stecklingen

Der schnellste Weg, Rosen zu vermehren, geht über das Pflanzen von Stecklingen. Hierbei handelt es sich um die leichteste und am wenigsten arbeitsintensive Methode. Sie eignet sich gut für Zwergrosen, Bodendeckerrosen und Wildrosen. Diese sind robust und wurzelecht. Die beste Zeit, Rosen zu vermehren, liegt zwischen Ende Juni und Anfang August. Zu dem Zeitpunkt haben sich die jungen Triebe bereits verholzt und sind bereit, eingepflanzt zu werden.

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So gehen Sie beim Rosen vermehren durch Stecklinge vor

Schritt 1: Suchen Sie sich bei dem Rosenstrauch einen etwa bleistiftlangen und jungen Steckling aus. Schneiden Sie diesen Trieb knapp unterhalb von einem Blatt oder Auge ab und entfernen Sie von diesem ein paar Millimeter unterhalb eines gut ausgewachsenen Blattes die Blüte.

Schritt 2: Im nächsten Schritt befreien Sie diesen Steckling von seinen unteren Blättern. Dies dient dazu, dass sie in der Erde nicht faulen. Das obere Blatt bleibt jedoch stehen.

Schritt 3: Nun wird getopft! Achten Sie darauf, dass jeder Steckling seinen eigenen Topf bekommt, damit sich die Wurzeln in voller Gänze entwickeln können. Zudem sollten sie tief genug, mindestens fünf Zentimeter, in der Erde stecken. Das ist ebenfalls wichtig für die Wurzelentwicklung. Lediglich das oberste Blatt sollte jetzt aus der Erde schauen.

Tipp: Wenn Sie die Stecklinge nicht gleich nach Abschneiden pflanzen können, stellen Sie diese bis dahin in ein Glas mit Wasser.

Schritt 4: Zum Schluss benötigt der Rosen-Steckling genug Wasser und ein schattiges Plätzchen. Damit sich die Rosen wie gewünscht vermehren, sollte die Erde anfangs immer leicht feucht gehalten werden. Damit sich die Rose gut verzweigen kann, sollten die Triebe im Laufe der Saison mehrmals entspitzt werden. Wenn Sie mehrere Sorten einer Rose vermehren, raten wir Ihnen, diese mit kleinen Schildern zu beschriften. So kommt es zu keiner Verwechslung, bis diese Blüten bilden.

Im Herbst sollten sich genug Wurzeln gebildet haben, damit Sie die Stecklinge aus den Töpfen entnehmen und an ihren vorhergesehenen Platz umsiedeln können.

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Rosen pflegen: Der Jahreskalender

Wasser, ausgewogene Nährstoffe sowie regelmäßige Kontrolle – die Rose verlangt einiges an Fürsorge. Haben Sie sich einmal an die Routine gewöhnt, werden Sie zur Blütezeit reich belohnt. Die Rosenpflege beginnt an der Wurzel. Denn Rosen bevorzugen leichten, krümeligen Boden.

Mulch lockert das Substrat und sorgt dafür, dass die Erde nicht so schnell austrocknet. Schädlingsbefall und Pilzkrankheiten beugen Sie am besten vor, indem Sie Blüten und Blätter regelmäßig kontrollieren. Achten Sie zudem auf eine gleichmäßig feuchte Erde – bei anhaltender Staunässe faulen die Wurzeln.

  • Januar bis Februar: Winterschutz gegebenenfalls verstärken, bei Bedarf Rosen vom Schnee befreien
  • März: Winterschutz entfernen. Mitte des Monats sorgt Langzeitdünger für eine solide Nährstoffversorgung
  • April bis Mai: Rosen schneiden, Boden lockern und bei Bedarf mulchen. Die Pflanzzeit für wurzelnackte Rosen endet im April
  • Juni bis August: Auf Krankheiten und Schädlinge prüfen. Verblühtes regelmäßig abschneiden. Bei Trockenheit durchdringend gießen
  • September bis November: Kalidünger schützt Rosen Mitte September gegen Frost. Von Oktober bis November ist Hauptpflanzzeit. Ende November alle Pflanzen anhäufeln
  • Dezember: Sorgen Sie für ausreichend Winterschutz

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