Der weiße Anstrich

Dispersionsfarbe – die universelle Wandfarbe

Die Eimer sind meistens weiß, haben einen farbigen Deckel und eine Vielzahl von Versprechen auf den Etiketten. Aber wie erkennt man eine qualitativ hochwertige Dispersionsfarbe im Baumarkt zuverlässig? Alles was Sie über diese Art von Innenraumfarbe wissen müssen, lesen Sie hier.

 
Dispersionsfarbe - weiße Ware © Chris Lambertsen
Alles rund um das Thema "Dispersionsfarbe"

Dispersionsfarben bezeichnen einen Anstrich aus einem Kunststoffbindemittel und sind die meist verwendeten Wandfarben. Sie haben eine gute Haftung, wodurch sie für die meisten Untergründe geeignet sind. Sie sind leicht zu streichen und sind schonend für Gesundheit und Umwelt. Die Farbnuancen einer Dispersionsfarbe sind von keiner Norm erfasst. Titandioxid macht die Farbe weiß, ist aber auch teuer. Nur ein Vergleich auf der Wand gibt Ihnen Gewissheit, dass die Farbe auch Ihren Wünschen enstpricht. Königsweg: Wandtest mit Farbprobe.

Das kostet eine Dispersionsfarbe:

Bei Farbe ist es wie bei (fast) allen Dingen im Leben: Der Preis ist ein Indikator für Qualität. Gute Markenprodukte gibt es selten unter 30 Euro/10 l. Unter 20 Euro haben sie entweder ein Supersonderangebot, oder Sie müssen Qualitätsabstriche machen. Übrigens: Wir haben 10 Wandfarben getestet. Welche deckt am besten?

Die Größe des Eimers:

Alle Farbeimer sind (Blei-)schwer und wiegen mindestens 15 kg. Schauen Sie aber trotzdem genau auf die Gebindegröße! Der Industriestandard sind 10 Liter - es gibt aber auch 12, 12,5 und 15 Liter große Eimer. Das ist wichtig für die Kalkulation!

Wie viel Farbe braucht es für einen Anstrich?

Als Faustregel gilt ganz grob: ein Eimer pro Zimmer. Bei einer Ergiebigkeit von durchschnittlich 7 qm/l Farbe schaffen Sie zwischen 70 und 80 qm mit einem Eimer. Bei einem einmaligen Farbauftrag.

Ergiebigkeit laut Etikett:

Lesen Sie diese Angaben ganz genau durch! Zu jedem Flächenversprechen („Reicht für 100 Quadratmeter!“) gehört eine Angabe über die Ergiebigkeit eines Liters Farbe. 7 qm pro Liter sind Standard. Wenn diese beiden beiden Werte zusammen passen, haben Sie das richtige Verhältnis für Ihren Anstrich. 

Die Europanorm EN 13300:

Der ehrenwerte Versuch der Normausschüsse, etwas Ordnung in die „Prosa“ auf den Etiketten der Farbeimer zu bringen. Die EN 13 300 ist der Hintergrund der Klasseneinteilung für Deckkraft und Abriebfestigkeit.

Abriebfestigkeit:

Nach EN 13 300 in fünf Klassen wird bei der Abriebfestigkeit beschrieben, wie gut Fettfinger oder Schuhsohlenstriche im Nachhinein abgewischt werden können. Eins ist die stabilste Farbe. Seidenglanz hat grundsätzlich mehr Abriebfestigkeit als matte Farben.

Haltbarkeit:

"Farbe ist wie Joghurt – nicht unbegrenzt haltbar!" Einige Hersteller nennen Mindesthaltbarkeitsdaten (meist zwei Jahre). In der Praxis halten geschlossene Eimer bis zu fünf Jahre, einmal geöffnete maximal 12 Monate. Wenn möglich, den wiederverschlossenen Eimer auf dem Kopf abstellen. Verdorbene Farbe stinkt infernalisch!

Deckkraft von Dispersionsfarbe:

Die Deckkraft wird nach EN 13 300 in fünf Qualitätsstufen angegeben. Klasse eins ist dabei die beste. Grundsätzlich sollten Sie versuchen, möglichst nur mit Deckkraft eins oder zwei zu arbeiten. Bei höheren Klassen müssen Sie häufiger streichen.

Wie oft muss man streichen?

Moderne Qualitätsprodukte sind so eingestellt, dass sie bei einem Farbauftrag streifenfrei decken. Aber: Leicht grau oder gelb getönte Farbe deckt besser als reinweiße. Erfahren Sie hier, wie Sie Wände richtig streichen

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