Zink, Kupfer oder Kunststoff?

Regenrinne: Das richtige Material

Neben Zink sind Kunststoff und Kupfer die meistverwendeten Materialien für eine Regenrinne. Welches die Wahl gewinnt, entscheidet nicht nur der Preis.

 
Regenrinne © derevo30 - stock.adobe.com
Bei Regenrinnen gibt es verschiedene Materialien zur Auswahl - mit Vor- und Nachteilen

Warum eine Regenrinne aus Kunststoff nehmen, wo Zink doch viel länger hält? Dann könnte man doch auch gleich Regenrinnen aus Kupfer oder sogar Edelstahl für den Dachkanal wählen. Denn neben der Optik, die zum Haus passen soll, spielen sicher der Preis und die Kosten für die Montage eine gewichtige Rolle. Hier geben wir eine Übersicht über verschiedene Materialien bei Regenrinnen.
 

Regenrinne aus Kunststoff

Am preiswertesten und zugleich am einfachsten zu verarbeiten sind Regenrinnen aus Kunststoff. Eine Regenrinne aus Kunststoff unterscheidet sich von Kupfer- sowie Zinkrinnen durch drei Eigenschaften: Sie ist grundsätzlich steckbar, extrem passgenau und wird mit Klebstoff montiert. Bei Metall wird üblicherweise gelötet und nur selten gesteckt.

Der Nachteil von einer Regenrinne aus Kunststoff ist, dass Einzelteile nicht mehr austauschbar sind. Das Gewicht der Rinnenteile ist gering, und die Einzelteile der Rinne passen präzise zueinander. Das macht Kunststoffrinnen zum Favoriten für alle, die ihre Rinne selbst montieren wollen. Hier erfahren Sie, wie Sie Kunststoff-Regenrinnen selbst montieren.
 

Regenrinne aus Metall: Kupfer und Zink

Durch Stecksysteme kann man heute auch Metallrinnen selbst montieren. Sie verlangen aber ein sehr genaues Ausrichten, da die Rinnenböden am Ende des Kanals nicht passen, wenn sie auch nur ein wenig verformt werden. Bei Metallrinnen, die nicht steckbar sind, lohnt sich für Selbermacher eine Zusammenarbeit mit dem Dachdecker oder Spengler. Dort kaufen Sie Material und lassen sich beraten.

Die zeitaufwendige Montage vor Ort macht man selbst und spart so teure Arbeitszeit des Profis. Rinneneisen und Fallrohrschellen sowie das Zuschneiden der Rinnenteile kann man dann selbst erledigen. Der Fachmann kommt anschließend nur noch, um die Rinnenteile miteinander zu verlöten.

  • Regenrinne aus Zink: Der Vorteil der Zinkrinnen ist das gute Verhältnis zwischen günstigem Preis und Langlebigkeit. Nach einigen Monaten Bewitterung können sie – als einzige – passend zum Haus farbig gestrichen werden.
  • Regenrinne aus KupferKupferrinnen sind deutlich teurer, halten aber fast ewig. Die absolute Oberklasse unter den Rinnenmaterialien sind extrem haltbare Regenrinnen aus Edelstahl, die preislich aber noch über Kupfer liegen und die nur der Profi montieren kann.

 

Nicht nur Geschmackssache: Die Form der Regenrinne

Kastenrinnen aus Metall oder Kunststoff sind aus optischen Gründen manchmal besser geeignet, als die üblichen halbrunden Rinnenprofile. Sie eignen sich gut für kleinere Dachflächen bis etwa 25 qm, beispielsweise von Gartenhäusern oder Carports.
 

Die richtige Größe der Regenrinne

Größere Dachflächen brauchen Rinnen, die viel Wasser aufnehmen können. Beim Austausch orientiert man sich an der bisherigen Rinnengröße, bei Neubauten sollte man einen Dachdecker nach dem benötigten Rinnenquerschnitt fragen. Hier gibt es neben den Halbrundrinnen auch halbovale Querschnitte (zum Beispiel Vario von Riegelhof & Gärtner, Duplex von Marley) die schlanker wirken aber etwas mehr Fassungsvermögen als halbrunde Rinnen haben. Die halbovalen Rinnen sind bisher aber nur aus Kunststoff erhältlich.
 

Zubehör für die Regenrinne

Laubfänger für die Regenrinne sollten selbstverständlich sein. Gerade dort, wo viele Bäume sind, hat man mindestens zweimal im Jahr die lästige Aufgabe, die Regenrinne von Laub und Samen zu befreien. Vergisst man es, wird das Regenwasser irgendwann über den Rinnenrand abfließen.

Ein Laubsieb im Ablaufloch (ab etwa 20 Euro) hilft, da es das meiste Laub zurückhält. Besser sind rund vorgeformte Laubfanggitter, die in Halbrundrinnen eingelegt werden (etwa 9 Euro/m). Noch besser sind flache Laubfanggitter, die auf der Rinne liegen und von denen der Wind das Laub einfach fortbläst.

Die Regenwasserklappe sorgt bei jedem Guss dafür, dass sich Ihre Regentonne füllt. Ist die Tonne voll, wird die Klappe einfach nach oben geklappt und das Wasser fließt durchs Fallrohr ab. Riegelhof & Gärtner, etwa 30 Euro.

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