Im Test: zwölf Minigrills | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Tragbare Grills im Vergleich

Im Test: zwölf Minigrills

Grillen gehört zweifellos zu den beliebtesten Sommerbeschäftigungen der Deutschen. Dafür braucht man weder Garten noch Balkon, sondern nur einen Holzkohlegrill zum Mitnehmen. Wir haben zwölf Minigrills für unterwegs getestet.

 
Minigrills im SELBERMACHEN-Test © Selbermachen
Minigrills im SELBER MACHEN-Test

Kaum scheint die Sonne wieder warm, gehört es zum gewohnten Bild, dass sich in großen Städten Menschen zum Grillen in Parks und an Seen treffen. Zur Grundausstattung gehört dann, neben den flüssigen Erfrischungen, meist ein einfacher Grill. Den bekommt man schon für ein paar Euro an der Tankstelle, oder – noch simpler – man bringt einen Einweggrill mit in die Grünanlage. Nicht so rücksichtsvolle Zeitgenossen lassen den dann einfach stehen und hinterlassen eine kleine Müllhalde. Das ist weder okay noch nötig.

Für Wanderer, Ausflügler und Gelegenheitsgrillmeister gibt es handliche Grills, die ihre Aufgabe weit besser erledigen als die Ein- und Zweimalgrills von der Tanke. Natürlich kann man dafür 150 Euro ausgeben, aber schon für 30 bis 40 Euro bekommt man anständige Minigrills. Das zeigt auch dieser Test von zwölf kleinen transportablen Holzkohlegrills. Keines der Testmodelle hat versagt, sondern konnte mit mindestens befriedigendem Gesamtergebnis überzeugen.

Drei der Testkandidaten (von Barbecook, Eva Solo und Thüros) schlugen ein wenig aus der Art, weil sie eigentlich als Tischgrills konzipiert sind. Trotzdem sind sie mitgetestet worden, da sie durch ihre leichte und kompakte Bauweise ebenso einfach zu transportieren sind wie „Reisegrills“. Der Grill von Eva Solo hat sogar einen Henkel zum Mitnehmen.

Alle anderen getesteten Grills sind echte Mitnahmeartikel. Sie lassen sich entweder klein zusammenfalten, -stecken oder -klappen oder bekommen einfach einen Deckel aufgesetzt, der festgeklemmt wird. Einige Hersteller liefern gleich noch eine Tragetasche für den Grill mit. Das ist praktisch, jedenfalls wenn man den Grill vorm Einpacken wieder abkühlen lässt.

Selbst die kleinsten Grills im Test bieten genug Grillfläche für zwei bis drei Grillportionen, die größeren können schon eine ganze Familie satt machen.

Außer durch ihre Größe unterscheiden sich die Kleinen von den Großen kaum. Sie funktionieren genauso, und die Modelle mit Deckel lassen sogar indirektes Grillen (Glut an der Seite, Grillgut dazwischen und heiße Umluft im Grill) zu. So einen Grill lässt man bestimmt nicht im Park stehen.

Warum keinen Gasgrill für unterwegs?

Selbstverständlich kann man auch einen kleinen Gasgrill mit in den Park nehmen und sich statt mit Grillkohle mit Gaskartuschen munitionieren. Auch mit kleinen Kartuschengrills wird die Wurst warm, aber das macht nur mäßig Spaß. Zudem werden Fleisch, Gemüse & Co. nicht so heiß gegrillt wie über einem offenen Feuer bzw. offener Glut.

Große Gasgrills stehen dem Holzkohlegrill zwar in nichts nach, auch nicht geschmacklich, aber die kleinen sind etwas schwach auf der Brust. Wer also keine halb garen Sachen mag, sollte sich für unterwegs einen transportablen Holzkohlegrill zulegen.

Das Urmodell aller Grills hat noch einen weiteren, unschlagbaren Vorteil – es ist einfach gebaut. Eine Schale für die Kohle, ein Rost drüber, fertig. Gasgrills, sind sie auch noch so klein, haben dagegen Düsen, Dichtungen und Kupplungen, die immer Beachtung brauchen.

SELBER MACHEN-Test

Barbecook „Amica“

© SelbermachenPreis 79 Euro

Positiv: Sehr standfest. Sehr gutes Anzünd- und Aufheizverhalten. Großer Lieferumfang inklusive Kohle, Anzündgel und Grillzange. Eisenplatte zum Braten.

Negativ: Kleine Grillfläche. Kein Windschutz.

Gesamturteil: Gut

Cobb „Premier“

© SelbermachenPreis 149,90 Euro

Positiv: Sehr gutes Anzünd- und Aufheizverhalten. Nur wenig Kohle nötig. Sehr gutes Halten der Temperatur. Innengefäß zum Garen. Gut in beiliegender Tasche zu transportieren.

Negativ: Nur Grillen auf perforierter Metallplatte möglich.

Gesamturteil: Gut

Esbit „BBQ300S“

© SelbermachenPreis 71,34 Euro

Positiv: Gut in beiliegender Tasche zu transportieren. Rost in drei Stufen höhenverstellbar. Einfache Montage. Leichtestes Gerät im Test.

Negativ: Kein Windschutz. Gehäuse zu heiß, um Standort während des Grillens zu wechseln.

Gesamturteil: Gut

Eva Solo „Tischgrill“

© SelbermachenPreis 225 Euro

Positiv: Sehr gute Verarbeitung. Problemloser Standortwechsel während des Grillens durch Trans port henkel. Äußeres Gefäß auch anderweitig nutzbar.

Negativ: Schlechte Glutbelüftung. Kein Windschutz. Glutbehälter schlecht zu entnehmen.

Gesamturteil: Befriedigend

Küchenprofi „I-Grill“

© SelbermachenPreis 60,20 Euro

Positiv: Größter Grillrost im Test. Gut zu transportieren. Asche kann während des Grillens entleert werden.

Negativ: Kein Windschutz. Kohle bekommt sehr viel Luft – verbrennt schnell. Kohlenachfüllen schwierig. Keine gute Standfestigkeit.

Gesamturteil: Befriedigend

Landmann „Piccolino“

© SelbermachenPreis 39 Euro

Positiv: Gutes Halten der Temperatur. Asche einfach zu entleeren. Standort während des Grillens leicht zu ändern.

Negativ: Ohne Deckel kein Windschutz. Schlechte Luftzufuhr. Deckel etwas umständlich zu verriegeln.

Gesamturteil: Gut

Moonich „Journeyman“

© SelbermachenPreis 69,90 Euro

Positiv: Boxdeckel dient als Windschutz. Grillkohlebehälter.

Negativ: Sehr schwer. Asche schlecht zu entleeren (Gehäusekante). Verarbeitung gerade noch befriedigend. Niedrigere Temperaturen am Grillrostrand.

Gesamturteil: Befriedigend

On’s „Easy-Grill“

© SelbermachenPreis 29,55 Euro

Positiv: Einfache Montage. Sehr gut zu verstauen.

Negativ: Flächen werden sehr heiß. Kein Windschutz. Standortwechsel während des Grillens nicht möglich. Keine Gebrauchs-, nur Montagehinweise auf der Packung. Keine Transporttasche.

Gesamturteil: Befriedigend

Risa Outdoor „Mini-Quick 400“

© SelbermachenPreis 69 Euro

Positiv: Rosthöhe stufenlos verstellbar. Einfaches Kohlenachfüllen. Gut zu verstauen.

Negativ: Kein Windschutz. Kippgefahr beim Schwenken des Rosts. Lange Aufheizzeit. Grillrost nur an einer Schraube befestigt.

Gesamturteil: Befriedigend

Tepro „Billings“

© SelbermachenPreis 34,99 Euro

Positiv: Gute Belüftung. Nach Bedarf ein oder zwei Grillflächen. Sehr gutes Halten der Temperatur. Gut transportierbar. Deckel dient als Windschutz (eine Grillfläche).

Negativ: Gehäuse wird sehr heiß. Mäßige Verarbeitung.

Gesamturteil: Gut

Thüros „Tischgrill“

© SelbermachenPreis 60 Euro

Positiv: Anzünd- und Aufheizverhalten sehr gut. Leichter Grill. Grillrost mit Griffen. Einfaches Nachfüllen der Grillkohle.

Negativ: Gehäuse wird sehr heiß. Kein Windschutz. Standortwechsel während des Grillens nicht möglich.

Gesamturteil: Gut

Weber „Smokey Joe“

© SelbermachenPreis 89,90 Euro

Positiv: Belüftung regelbar. Temperaturhalten sehr gut. Deckel ist Windschutz. Sehr gute Verarbeitung. Deckel für Transport einfach zu fixieren.

Negativ: Kein Grillrostheber mitgeliefert, dadurch Grillkohle umständlich nachzufüllen.

Gesamturteil: Gut

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