Blumenkübel selber bauen und Geld sparen | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Pflanztrog

Blumenkübel selber bauen und Geld sparen

Nichts geht ohne Kübel. Bäume und Sträucher, Rosen und Stauden sehen darin noch besser aus als im Beet, und für Ihre Terrasse bewirken sie Wunder.

 
Blumenkübel © Selbermachen
Blumenkübel

Bei Pflanzenkübeln lohnt sich das Selbermachen richtig. Große, für Gehölze geeignete Kübel sind ziemlich teuer, die Auswahl ist beschränkt und etwas Dekoratives zu finden gar nicht einfach.

Also selber bauen: Das in der Zeichnung gezeigte Schema eignet sich für rechteckige und quadratische Kübel jeder Größe. Material ist wasserfest verleimtes Sperrholz, das man sich gleich im Baumarkt in passender Größe zuschneiden lassen kann. Die Platten werden stumpf zusammengeleimt und mit Hilfe von Eckleisten zusätzlich von innen verschraubt. Der Boden muss nur eingeleimt werden, denn er liegt auf den Klötzchenfüßen auf. Große Wasserabzugslöcher sorgen dafür, dass die Erde im Kübel nicht vernässt.

Mit einer Lackierung innen und außen wird der Kübel wetterfest. Gleichzeitig bieten sich damit die schönsten Möglichkeiten, die Kübel dem Stil der Terrassenmöblierung anzupassen. Dabei sollte auch die künftige Bepflanzung bedacht werden: Schlichte Pflanzen vertragen kontrastreiche Muster, auffallende kommen in einfarbig gestrichenen Kübeln am besten zur Geltung.

Bei mehrfarbigen Anstrichen wird die gesamte Fläche erst in der vorherrschenden Farbe grundiert, dann entsprechend dem Muster abgeklebt und in mehreren Schritten mit den weiteren Farben gestrichen.

Glück mit Kübelrosen

Für die Kübelkultur sind vornehmlich Sorten mit kompaktem Wuchs geeignet, die robust sind und öfter blühen. An einem sonnigen, luftigen Platz können sie prächtig blühen und gedeihen. Rosen haben Pfahlwurzeln und brauchen hohe, zylindrische Pflanzgefäße, die so groß sind, dass der Wurzelballen rundherum 10 cm Platz zur Wand hat. So wichtig wie der richtige Topf ist auch das Substrat. Es muss Halt geben, ausreichend luftig sein sowie Wasser und Nährstoffe gut speichern. Spezielle Rosenerde erfüllt diese Anforderungen.

Mit einer Schicht Kies oder Blähton als Dränageschicht unter der Pflanzenerde lässt sich Staunässe zuverlässig verhindern Rosen brauchen gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit und ausreichend Nährstoffe. Gut sind Langzeitdünger, die den Bedarf für die ganze Saison decken. Das Gießwasser sollte kalkarm sein, denn zu viel Kalk im Substrat kann zu Eisenmangel führen. Die Rosen sollten täglich inspiziert werden, um Schädlingsbefall oder Krankheiten frühzeitig zu bemerken. Dabei werden sie auch gleich ausgeputzt.

Buchtipp

Wer Rosen hat, braucht ein Handbuch, um immer mal wieder etwas nachzuschlagen. Sei es als Hilfe bei der Sortenwahl, um Anregungen für Kombinationen mit Stauden oder Sommerblumen zu sammeln oder sich Tipps für Pflege und Pflanzenschutz zu holen. Sehr empfehlenswert, weil sehr übersichtlich, gut gegliedert und informativ ist „Rosen pflegen“ von Silke Kluth (128 Seiten, 250 Farbfotos, 12,90 Euro, Gräfe und Unzer Verlag, ISBN 3-8338-0191-3).

Im Mittelpunkt des Praxis-Ratgebers „Rosen“ von Robert Markley (BLV, 160 Seiten, 183 Farbfotos, 15,95 Euro, ISBN 3-405-16491-5) steht die Verwendung von Rosen im Garten; natürlich bietet auch Markley eine Fülle von Tipps und Informationen für die Rosenpflege.

Artikel aus selber machen Ausgabe 06/2011. Jetzt abonnieren!
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