Smart Garden: Bewässerung, Rasenmähen, Grillen oder Licht
Technik für Gartenliebhaber

So wird ihr Garten smart

Schlaue Technik für draußen! Bewässerung, Rasenmähen, Grillen oder Licht: selber machen zeigt, wie Sie Ihren Garten smart machen und welche vernetzten Produkte Sie dafür brauchen.

 
Smart Garden © Gardena
Der Garten ist ein wahres Eldorado für alle möglichen Smarthome Gegenstände.

Der Frühling steht vor der Tür. Jetzt heißt es, den Garten fit für die schönste Jahreszeit machen – aber nicht nur mit Schaufel, Besen oder Harke. Wer smarte Gartentechnik wie Mäh-Roboter, cleveren Sonnenschutz oder automatische Bewässerungssysteme einsetzt, kann seinen Gartenaufenthalt sehr bequem gestalten. Denn diese Geräte lassen sich ganz einfach per Smartphone-App steuern. Außerdem können die praktischen Helferlein Sie über Wettertrends informieren und zugleich die Markisen-Steuerung auslösen. selber machen zeigt Ihnen die aktuellen Trends für Ihren Garten! Außerdem haben wir die wichtigsten Produkte rund um das Thema Smart Garden zusammengestellt.

Das Wetter stets im Blick

Warum sich auf die Vorhersagen in TV, Internet oder Radio verlassen? Mit Ihrer eigenen Wetterstation wissen Sie genau, wie das Wetter bei Ihnen wird. Kühl oder heiß, trocken oder nass.

Sonnenschutz und automatische Bewässerung

Bleiben Sie doch einfach im Sonnenstuhl liegen! Sobald Sie allzusehr geblendet werden, oder Ihre Pflanzen auf der Fensterbank zu vertrocknen drohen,
lassen Sie Markise oder Rollo per App oder automatisch runterfahren. Mit schlauer Bewässerungstechnik brauchen Sie sich außerdem nicht mehr mit Schlauch oder Gießkanne abmühen, und Sie sparen damit Wasser.

Experten Tipp: Das Komplett-System

Damit Sie vollen Komfort in Ihrem Garten genießen können, hat Gardena das „smart system“ in den Handel gebracht. Das schlaue Komplett-System kümmert sich vollautomatisch um Bewässerung und Rasenpflege. Gesteuert wird alles über eine App auf dem Smartphone oder Tablet. Die Details zur Nutzung und Installation des Gardena smart systems erfahren Sie im Fachhandel.

Smart Garden: So steuern Sie Ihren Garten

Smarte Garten-Technik muss nicht kompliziert sein. selber machen zeigt Ihnen hier welche Produkte was leisten können und welche Grundfunktionen Sie erwarten dürfen.

1. Licht im Garten steuern

  • Wofür geeignet? Die intelligente Beleuchtung ist im Smart Home-Segment schon längst ein fester Bestandteil. Nun dringt sie auch in den smarten Garten vor. Damit Sie Abends vor dem Schlafengehen nicht alle Lampen der Außenbeleuchtung einzeln ausknipsen müssen, lässt sich das Licht etwa dank integrierter Funksteckdosen oder Smartphone-App zentral steuern.
  • Wie geht's? Die Komponenten von Beleuchtungssysteme für den Garten sind aufeinander abgestimmt. Die Steuerung erfolgt per Internet-Browser oder App.
  • Welche Funktionen sind geboten? Lichtlösungen für den Garten sind meistens offene Systeme und können mit der Indoor-Beleuchung gekoppelt werden. Beispiele hierfür sind unter anderem "Lightify" von Osram oder das Outdoor-Set von "Philips Hue", welches 2018 auf den Markt kommt. Die dimmbaren Minispots der "Lightify"-Serie, welche kompatibel mit dem Alexa-System sind, gibt es bereits ab knapp 80 Euro bei Amazon. Die wetterfeste Solar-Laterne Luci Lux verspricht bis zu zwölf Stunden Leuchtdauer und ist für rund 30 Euro erhältlich.
  • Was sind die Alternativen? Per Smartphone abends alle Lampen ausschalten oder den Nachtmodus automatisch ablaufen lassen - das ist praktisch. Als Alternative bleibt die Koppelung mit einer Zeitschaltuhr - oder das manuelle Ausknipsen der Beleuchtungseinheit.
  • Tipps zum Produkt: Wege in Ihrem Garten beleuchten Sie sinnvoll mit einem Bewegungsmelder, der per Smartphone an- und ausschaltbar ist. Praktisch wird es, wenn Sie den Bewegungsmelder auch mit dem elektrischen Garagentor verbinden. Einfach Bewegungsmelder per Handy einschalten, wenn Sie mit dem Auto vor die Garage fahren.

2. Automatische Bewässerung

  • Wofür geeignet? Smarte Bewässerung im Garten: Punkt- und zeitgenau Rasen oder Beete bewässern, statt mit Schlauch und Gießkanne zuviel des Guten zu tun. So lässt sich clever Wasser und Freizeit sparen
  • Wie geht's? Der SensoTimer ST6 Duo eco!ogic von Kärcher bewässert feuchtigkeitsgesteuert und bedarfsgerecht. Seine Sensoren messen dabei die Bodenfeuchtigkeit und übermitteln sie per Funk an den SensoTimer.
  • Welche Funktionen sind geboten? Kärchers SensoTimer ST 6 DUO eco!ogic orientiert sich am Wasserbedarf der Pflanzen. Das abnehmbare Bedienteil wiegt gut 1 Kilo und misst 11,9 x 23,4 x 14,8 Zentimeter. Im Set sind zwei Funk-Sensoren (pro Wasserausgang einer) enthalten. Preis: 180,00 Euro.
  • Was sind die Alternativen? Wer die Bewässerung seines Gartens durch einen Sprinkler auch aus der Ferne (per Smartphone- oder Tablet-PC-App) steuern oder überwachen möchte, bekommt mit der smarte Bewässerungssteuerung Blossom für umgerechnet 120 Euro ein entsprechendes Gerät. Blossom hilft außerdem, den Wasserverbrauch zu reduzieren, denn es fließen auch lokale Wetterdaten in den Bewässerungsplan der App ein (bei Regen wird die Bewässerung unterbrochen) – der selbstverständlich nach eigenen Vorstellungen erstellt werden kann. Auch von Gardena gibt es ein vergleichbares Produkt zur flexiblen und automatischen Bewässerung. Für die Gartensaison 2018 bringt der Hersteller sein System "Smart Irrigation Control" auf den Markt. Preis: 200 Euro.
  • Tipps zum Produkt: Pro Tag sind mit dem SensoTimer ST 6 DUO eco!ogic von Kärcher bis zu zwei Zeiten für die automatische Bewässerung einstellbar. Die Bewässerung lässt sich mit dem Gerät zusätzlich um 1 bis 7 Tage verzögern. So bleibt auch Bewässern per Hand jederzeit weiter möglich. Die Programmierung lässt sich auch per Knopfdruck für einen Tag unterbrechen.

Passend dazu: Wir haben das Bewässerungssystem "Sensor Control Set" von Gardena getestet. Wie es abgeschnitten hat, erfahren Sie hier.

3. Rasen mähen lassen

  • Wofür geeignet? Ein Mähroboter soll den Rasen automatisch, effektiv, zuverlässig und ohne Streifenbildung mähen – das jedenfalls versprechen die Hersteller. Auch um seine Akkus kümmert er sich selbst.
  • Wie geht's? Wie der Name schon sagt, mäht der Mähroboter komplett automatisch. Das gilt auch fürs Aufladen seines Akkus. Die Ladestation wird mit Schrauben im Boden verankert, sie soll regen- und sonnengeschützt stehen.
  • Welche Funktionen sind geboten? Via Smartphone-App lassen sich Systemstatus, Lade- und Betriebszustand bei den beiden nagelneuen Mährobotern verschiedener Hersteller abfragen. Außerdem lassen sich die smarten Roboter auch per App vom Sofa aus starten und steuern, die Mähfrequenz zum Graswachstum anpassen und auch mit dem smarten Bewässerungssystem koppeln. Die Mähroboter werden ständig weiterentwickelt.
  • Was sind die Alternativen? Den Bosch Indego gibt es bereits für rund 700 Euro. Er folgt - im Gegensatz zu den meisten Mährobotern - parallelen Bahnen und mäht somit automatisch den Rasen. Per App ist er steuerbar. Aktuelle Geräte wie der Gardeno Sileno city sollen nahezu geräuschlos und fast ohne menschliches Eingreifen arbeiten. Er ist für kleinere Gärten im Stadtbereich ausgelegt. Preis: 1.000 Euro. Ein weiterer Rasenmähroboter, der im Selbermachen-Test gut abgeschnitten hat, ist der Robolinho von AL-KO, der einen sehr feinen Schnitt erzeugt. Er ist in verschiedenen Ausführungen ab 1.100 Euro zu haben. Die günstigste Alternative: Den Rasen mit einem herkömmlichen Mäher selbst zu mähen.
  • Tipps zum Produkt: Damit der Mähroboter weiß, wo er mähen soll, begrenzen Sie den betreffenden Bereich mit einem Kabel. Von Hauswänden etwa muss das Kabel mindestens 30 Zentimeter entfernt verlegt werden. Damit der Mähroboter allein den Weg zur Ladestation findet, verlegen Sie dafür auch ein "Suchkabel", das direkt zur Ladestation führt.

4. Wetterdaten ermitteln

  • Wofür geeignet? Wissen wie das Wetter wird: Wer eine smarte Wetterstation im Garten installiert, erhält die Messwerte und Infos über Regenguss oder Sonnenschein via WLAN von der Basistation direkt aufs Smartphone.
  • Wie geht's? Der Funk-Kombi-Sensor OC 3 von ELV misst Windgeschwindigkeit, Windrichtung und die Niederschlagsmenge. Die Messwerte gehen per Funk an die Basisstation und von dort via WLAN ans Smartphone. Preis: ca. 250 Euro.
  • Welche Funktionen sind geboten? Zusammen mit der der HomeMatic-Zentrale (ab 150 Euro) und dem OC 3-Sensor von ELV können Sie ohne Mühen eine smarte Wetterstation für den Garten installieren. Über den Funk-Rollladenaktor kann ein Windalarm übermittelt und Rolläden dann runtergefahren werden. Preis: um 250 Euro.
  • Was sind die Alternativen? Einer für (fast) alles: Der DuoFern Umweltsensor 9475 von Rademacher ist ein funkfähiger Sensor zur Steuerung der Haustechnik durch Wetterdaten. Er misst Temperatur, Regen, Windstärke, Sonnenposition, Sonnenhöhe und Beleuchtungsstärke. Die Daten sendet er per Funk an angemeldete Empfänger. So kann beispielsweise die Markise bei starker Südsonne automatisch in die Sonnenschutzposition gefahren werden, oder Rolläden bei starkem Wind und Regen komplett automatisch geschlossen werden. Preis: um 250 Euro.
  • Tipps zum Produkt: Mit Netatmo, der Wetterstation fürs Smartphone und Tablet (unterstützt iOS und Android) können Sie auch ohne große Wetterstation im Handumdrehen checken, wie kalt oder warm es draußen ist, wie viel Niederschlag fällt oder gefallen ist (im Bild: der Regenmesser um 60 Euro). Die Station (ein Innen- und ein Außen-Modul) kostet 169 Euro.

5. Sonnenschutz

  • Wofür geeignet? Sonne und Schatten in den Garten lassen: Wenn die Sonne zu sehr vom Himmel brennt, hilft eine Markise oder ein Rollo. Im smarten Garten lassen sie sich ganz bequem per App vom Smartphone oder Tablet aus beziehungsweise mit der Fernbediendung steuern. 
  • Wie geht's? Den Sonnenschutz fahren Sie bequem und völlig automatisch mit der Rolladen-Steuerung aus. Das klappt selbst mit vorhandenen Motoren in Rollo & Co. Steuern lässt sich das Ganze dann via App. Steuern Sie die Jalousien, Markisen und Rollos bequem per App oder Fernbedienung! Außerdem können Sie automatische Zeiten festlegen, in denen sich der Sonnenschutz aktiviert. Es gibt auch Nachrüst-Systeme für bestehenden Sonnenschutz.
  • Welche Funktionen sind geboten? Mit vielen Smart-Home-System sind automatischen Sonnenschutz-Elemente kompatibel. Helligkeitssensoren gibt es beispielsweise vom Hersteller Somfy ("Smart Home Basic Kit Sonne" für 233 Euro), welches mit Rohrmotoren gekoppelt werden kann und die Rollladen automatisch öffnet und schließt. Vergleichbare Elemente (Steuerung, Sender und Antriebe) gibt es beispielsweise von Schellenberg.
  • Was sind die Alternativen? Mit dem Funk-Rolladenaktor von ELV (funktioniert im Homematic Smart-Home-System) lässt sich eine komplette Neuinstallation vermeiden. Denn er macht einfache Rollos smart: Der Aktor kann dafür mit einer bereits vorhandenen Steuerung kombiniert werden. Nur die vorhandene Unterputzdose muss getauscht werden. Der Aktor wird dann an der HomeMatic-Zentrale (Preis: ab 150 Euro) angemeldet. Das Rollo ist ab via Smartphone oder Tablet und entsprechender App direkt ansteuerbar. Preis: ab 45 Euro.

6. Grillen per App

  • Wofür geeignet? Smartes Grill-Vergnügen per App: Ein entsprechend vorbereiteter Grill stellt dafür ein eigenes WLAN-Netz zur Verfügung. Über eine Smartphone und Tablet-App lässt sich dann die Grilltemperatur bequem einstellen.
  • Wie geht's? Der Davy Crockett Pellet-Grill mit WLAN bietet Temperaturfühler, die die Grilltemperatur überwachen. Fällt diese unter einen gewünschten Wert, schüttet der Crockett selbsttätig neue Holz-Pellets in die Brennkammer.
  • Welche Funktionen sind geboten? Ein Stechthermometer überwacht zusätzlich die Kerntemperatur der Grillware. Push-Nachrichten ans Smartphone informieren etwa darüber, wann das Fleisch einen perfekten Gargrad erreicht hat. Die App gibt’s kostenlos für iOS und Android. Preis: um 750 Euro.
  • Was sind die Alternativen? Der Activegrill vom österreichischen IT-Unternehmen Infotronik Touchscreen Systeme ist der erste Holzkohlegrill auf dem Markt, der sich komplett digital steuern lässt. So einfach funktionierts: Holzlade auf, Kohle rein, einschalten: Nach nur 15 Minuten erreicht der Activegrill dann bereits eine Temperatur von 300 Grad Celsius – ein integriertes Gebläse sorgt dafür, dass die Temperatur im Inneren des Grills automatisch gehalten wird. Per Smartphone lässt sich der Grill steuern. Der Haken an der Sache ist der stolze Preis von 5.800 Euro!
  • Tipps zum Produkt: Bei der Kerntemperatur sind sich alle Griller einig! Denn Sie entscheidet über den Garzustand des Fleisches. Das Oregon Scientific Bluetooth Grillthermometer soll die Temperatur verlässlich messen und via Bluetooth-Funk das Smartphone oder das Tablet informieren, sobald der gewünschte Garzustand erreicht ist (ab 60 Euro).
 
 
Horst Schröder
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