Möbel restaurieren: Antike Holz-Schätze fachgerecht aufarbeiten | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
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Möbel restaurieren: Antike Holz-Schätze fachgerecht aufarbeiten

Ob Antiquität, Flohmarktfund oder Erbstück: Mit unseren Restaurierungs-Tipps machen Sie Ihre antiken Holzmöbel wieder vorzeigbar. Sie werden sehen: Das Sanieren alter Holzmöbel ist einfacher als man denkt.

 
Antiquitäten, Flohmarkt-Funde und Erbstück restaurieren: Antike Holz-Schätze fachgerecht aufarbeiten © Selbermachen Media
Antiquitäten, Flohmarkt-Funde und Erbstück restaurieren: Antike Holz-Schätze fachgerecht aufarbeiten

Antike Möbel ausrangieren, nur weil sie kleine Schäden haben oder optisch nicht mehr so viel hermachen? Bei der Kommode der Großeltern und anderen liebgewonnenen Einzelstücken lohnt es sich, etwas Aufwand in die Aufarbeitung und Restaurierung zu stecken.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit wenigen Handgriffen das Beste aus der vorhandenen Substanz Ihrer Holzmöbel herausholen.

Es muss auch nicht immer der Originalzustand als Vorbild dienen. Haben Sie die Holzkonstruktion wieder stabilisiert, probieren Sie doch mal etwas Neues aus: Mit Lacken, Lasuren, Farbbeizen und Tapeten machen Sie aus unscheinbaren Möbelstücken unverwechselbare Unikate.

Doch zunächst widmen wir uns kleineren und etwas größeren Schäden. Ist das Bein abgebrochen? Kein Problem? Kleine Beschädigungen im Holz? Ebenso kein Problem. Wir zeigen Ihnen wie sie selbst fachgerecht restaurieren.

Beinprothese und Wundverschluss

Beim Möbelrücken können gerade ältere Stücke leicht ramponiert werden. Wir zeigen, wie Sie kleine Schäden schnell wieder beheben.

Bohren Sie mit dem Forstnerbohrer (20 Millimeter) ein Loch in die Kontaktflächen, um den neuen Fuß mit einem Holzdübel zu verleimen.Ist der Leim getrocknet, beizen Sie den gefasten und gehobelten Kantholzabschnitt in der zum Möbelstück passenden Farbe.

1.) Bohren Sie mit dem Forstnerbohrer (20 Millimeter) ein Loch in die Kontaktflächen, um den neuen Fuß mit einem Holzdübel zu verleimen.

2.) Ist der Leim getrocknet, beizen Sie den gefasten und gehobelten Kantholzabschnitt in der zum Möbelstück passenden Farbe.

Zum Schluss bekommt der neue Fuß noch einen Anstrich mit Klarlack. Nun steht die Kommode wieder stabil auf allen Vieren.Nach dem Leimen beschädigter Möbelteile schleifen Sie die Flächen des Möbelstücks mit 220er-Schleifpapier in Maserungsrichtung.

3.) Zum Schluss bekommt der neue Fuß noch einen Anstrich mit Klarlack. Nun steht die Kommode wieder stabil auf allen Vieren.

4.) Nach dem Leimen beschädigter Möbelteile schleifen Sie die Flächen des Möbelstücks mit 220er-Schleifpapier in Maserungsrichtung.

Streichen Sie die entstaubte Oberfläche zweimal mit Wachslasur und machen Sie jedesmal mit 240er-Papier einen Zwischenschliff.Kleine Beschädigungen in der Lasur können Sie später mit handwarmem, farblich passendem Holzwachs und einem Spatel beheben.

5.) Streichen Sie die entstaubte Oberfläche zweimal mit Wachslasur und machen Sie jedesmal mit 240er-Papier einen Zwischenschliff.

6.) Kleine Beschädigungen in der Lasur können Sie später mit handwarmem, farblich passendem Holzwachs und einem Spatel beheben.

Erste Hilfe für antike Stühle

Nicht alle alten Stühle haben das Zeug zur Antiquität. Und doch gibt es gute Gründe, sie zu erhalten: etwa als nostalgische Erinnerungsstücke oder als günstig erstandenen Flohmarktfund.

Ihre Schwachstellen sind immer wieder die gleichen. Zunächst sollten alle Leimverbindungen des Stuhls, die lose oder wacklig sind, vorsichtig mit Klopfholz und Hammer zerlegt werden.

Mit kurzen Schlägen lösen Sie die lockere Seitenzarge vom Stuhl bein, auch der Eckverbinder wird entfernt. Nach dem Entfernen des alten Holzleims aus den Zapfenlöchern beginnen Sie damit, für neue Stabilität zu sorgen.

Alte Stühle haben manchmal einen nostalgischen Wert, weshalb es sich lohnt, sie zu restaurieren. Ausgebrochenes Zapfenloch: Spreizen Sie den Riss mit einem Zahnstocher auf und füllen Sie mit einem zweiten den Riss mit Leim auf.

1.) Alte Stühle haben manchmal einen nostalgischen Wert, weshalb es sich lohnt, sie zu restaurieren. 

2.) Ausgebrochenes Zapfenloch: Spreizen Sie den Riss mit einem Zahnstocher auf und füllen Sie mit einem zweiten den Riss mit Leim auf.

Neuer Eckverbinder: Zeichnen Sie die Umrisse des alten Eckverbinders auf eine gleich dicke Buchenholzleiste und sägen Sie die Form aus.Passen Sie den neuen Eckverbinder in die Nuten von Hinter- und Seitenzarge ein. Dann Leim in Nut und an Verbinder geben. Die Zarge fixieren.

3.) Neuer Eckverbinder: Zeichnen Sie die Umrisse des alten Eckverbinders auf eine gleich dicke Buchenholzleiste und sägen Sie die Form aus.

4.) Passen Sie den neuen Eckverbinder in die Nuten von Hinter- und Seitenzarge ein. Dann Leim in Nut und an Verbinder geben. Die Zarge fixieren.

Reha für Tische: Schnell den Schaden beheben

Verschmutzte Oberfläche, abgelöstes Furnier und gebrochene Tischplatte: So machen Sie mit wenigen Handgriffen ein trauriges Wrack zum Hingucker.

Lange stand es vergessen auf dem Dachboden, doch dafür ist es zu schade: ein Biedermeier Tischchen. Dabei ist der Reparaturaufwand überschaubar. Was Sie brauchen, sind Spachtel, Leim und Schraubzwingen, das war’s.Nach dem Reinigen mit einem feuchten Lappen entfernen Sie mit dem Spachtel grobe Verschmutzungen wie Wachsflecken.

1.) Lange stand es vergessen auf dem Dachboden, doch dafür ist es zu schade: ein Biedermeier Tischchen. Dabei ist der Reparaturaufwand überschaubar. Was Sie brauchen, sind Spachtel, Leim und Schraubzwingen, das war’s.

2.) Nach dem Reinigen mit einem feuchten Lappen entfernen Sie mit dem Spachtel grobe Verschmutzungen wie Wachsflecken.

Die Bruchfläche der Tischplatte muss ebenfalls von Verschmutzungen gereinigt werden.Befreien Sie das Holz vom alten Leim, wo sich das Furnier von der Zarge gelöst hat.

3.) Die Bruchfläche der Tischplatte muss ebenfalls von Verschmutzungen gereinigt werden. Hebeln Sie den festsitzenden Teil der Platte von der Zarge.

4.) Befreien Sie das Holz vom alten Leim, wo sich das Furnier von der Zarge gelöst hat.

Dann neuen Holzleim auftragen und das Furnier anpressen.Verleimen Sie die gereinigte Tischplatte und zwingen Sie sie fest, damit sie sich nicht wirft.

5.) Dann neuen Holzleim auftragen und das Furnier anpressen.

6.) Verleimen Sie die gereinigte Tischplatte und zwingen Sie sie fest, damit sie sich nicht wirft. Eine Folie schützt die Arbeitsunterlage.

Artikel aus selber machen Ausgabe 01/2016. Jetzt abonnieren!
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