Projekt Holzpferd: Kopf, Korpus und Finsh | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin

Trojanisches Pferd in nur 48 Stunden bauen

Projekt Holzpferd: Kopf, Korpus und Finsh

So langsam kann sich unser Holzpferd sehen lassen. Korpus und Kopf sind nun an der Reihe. Während die Halbrund-Platten noch kein Pferd erkennen lassen, machen Ohren und Mähne optisch alles klar. Mit dem Finish kommen noch viele kleine Details hinzu, die aus unserem Holzpferd ein liebevoll gestaltetes Kinderspielzeug machen.

 
Projekt Holzpferd Tag 2: Kopf, Korpus und Finsh © Selbermachen
Projekt Holzpferd Tag 2: Kopf, Korpus und Finsh

Der zweite Tag und letzte Tag des Projekt Holzpferd beginnt mit dem Kopf. Hauptaugenmerk beim Pferdekopf ist die maßstabsgerechte Übertragung unserer Vorlage auf die Leimholzplatte. Das Ausschneiden selbst ist dann ein Kinderspiel:

1) Unsere Rasterzeichnung können Sie sich in mehreren Schritten hochkopieren, bis die Rasterweite bei 10 cm liegt. Die Pferdekopfkontur schneiden Sie sich mit einer Schere aus.
2) Die Größe unseres Pferdekopfs ist so bemessen, dass er sich auf den Rest der 50er Leimholzplatte übertragen lässt. Fixieren Sie das Papier, dann ist das Nachzeichnen leichter.

3) Bohren Sie an Wendepunkten mit einem 2er-Forstnerbohrer vor, und schneiden Sie die Konturen mit der Stichsäge aus. Pendelhub ausschalten, dann fasern die Ränder nicht so aus.

4) Alle Schnittkanten müssen Sie mit der Raspel oder Feile großzügig abrunden.
5) Für die Mähne bohren Sie 10-mm-Löcher in die Kante und leimen Seilabschnitte darin ein.
6) Die Verbindung zwischen Pferdekopf und unterer Halbrundplatte übernehmen wieder der wasserfeste Holzleim und zwei Tellerkopfschrauben, die Sie exakt vorgebohrt haben.

7) Legen Sie sich das Pferde-„Skelett“ kopfüber auf einen Tisch, um den Korpus fertigzustellen.
    

Der Korpus des Trojanischen Pferdes

Die Leisten lassen sich nicht nur hervorragend an die Rundung des Skeletts anpassen, sie lassen auch eine gute Belüftung des Inneren zu.

 

1) Die Rahmenleisten schneiden Sie sich auf der Kappsäge auf die exakte Länge. Schnittkanten anschließend schleifen und abrunden.
2) Ein Holzschutzgrund ist der mindeste Wetterschutz für den Außenbereich. Einmal satt von allen Seiten streichen reicht schon aus.
3) Die Leisten fixieren Sie im Fünferpack per Klebeband auf dem Skelett und richten sie exakt aus. Auf gleichmäßigen Fugenverlauf achten.

 

4) Je eine Schraube pro Leiste und Auflage macht aus dem Skelett einen halbrunden Korpus. Die Schrauben nur leicht versenken.
5) Die Schraublöcher der Träger-Platten-Verbindung schließen Sie mit einem eingeleimten Rundstab. So dringt kein Wasser ins Holz ein.
6) Ist der Leim trocken, schneiden Sie den Überstand der Rundstäbe mit der Feinsäge ab. Anschließend die Fläche nachschleifen.

 

7) Das Skelettunterteil setzen Sie auf den Gestellbock und bohren vier Sacklöcher dort, wo die Halbrund-Platten an die beiden Querriegel stoßen.
8) Drehen Sie jeweils eine Tellerkopfschraube durch ein Sackloch in die Querriegel ein – hinten und vorne.

So langsam kann sich das Spielpferd sehen lassen. Rahmenleisten formen seinen Körper, den später Kuscheltiere füllen können – ein Prachtstück.

Das Finish

Es fehlen noch die vielen liebevollen Kleinigkeiten, die aus unserem einfachen Holzmodell ein tolles Pferd und Spielgerät machen.

 

1) Der Zwischenboden ist zweiteilig und ebenfalls aus Leimholz. Er wird auf vier Querleisten aufgelegt, die an den Querriegeln des Gestellbocks fixiert sind.
2) Geben Sie etwas Leim in die Kantenlöcher des Pferdekopfs und führen Sie die Seilenden ein. Anschließend knüpfen Sie die Seile auf, damit die Mähne voller wird.

 

3) Die Klappenscharniere verbinden das fertige Unter- mit dem fertigen Korpusoberteil. Damit der Korpus dicht schließt, müssen Sie die Scharniere ins Holz einlassen.

   

4) Ein Nylonband sichert das Oberteil gegen Abklappen. Bandende doppelt nehmen und mit 4 Schrauben fixieren.
5) Die Öse für den am Unterteil montierten Sturmhaken drehen Sie im Oberteil mit einem Schraubendreher ins Holz.

 

 

Zurück zur Übersicht  

Tag 1: Feinarbeiten, Holzgerüst und Holzskelett

Tags: 
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren