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Arbeitssicherheit

Sicheres Heimwerken: So vermeiden Sie Risiken

Die Deutschen zimmern gern in den eigenen vier Wänden: Eine aktuelle Studie fand heraus, dass in der Bundesrepublik rund 23 Millionen Hobby-Heimwerker aktiv sind (Quelle: Statista). Gegenüber dem Profi mag es an Erfahrung fehlen, nicht aber an Einsatz - was der Sicherheit kaum dienlich ist. Häufig kommt es beim Bohren, Schrauben und Sägen zu teils schweren Unfällen. Worauf sollte im Interesse der Sicherheit geachtet werden?

 

Sicheres Heimwerken: So vermeiden Sie Risiken © Selbermachen

Schlechte Lichtverhältnisse bergen Risiken

Beim Arbeiten in der eigenen Werkstatt ist der Heimwerker vielen Gefahren ausgesetzt: Anders als in einem Handwerksbetrieb wird die Sicherheit der Anlagen oder eine ausreichende Beleuchtung nicht von der Gewerbeaufsicht überprüft. Die Verantwortung für die eigene Sicherheit trägt der Heimwerker selbst. Bei schlechtem Licht wird herumliegendes Werkzeug schnell übersehen. Solche Stolperfallen stellen - genau wie ungünstig verlegte Kabel - die größten Risiken für häusliche Handwerker da. Ordnung zu halten fällt nicht immer leicht, vor allem wenn die Platzverhältnisse beschränkt sind.

Werkbank Grundlage für sicheren Arbeitsplatz

Eine stabile Werkbank ist deshalb unerlässlich: Die meisten Modelle verfügen über eine Werkzeugwand, die Hammer, Schraubenschlüssel und Zangen sicher aufnimmt. Durch die Ordnung wird der eigene Werkzeugbestand gleichzeitig übersichtlich gelagert. Außerdem ermöglicht eine Werkbank mit Schraubstock das sichere Einspannen von Werkstücken. Wer beispielsweise ein Holzbein oder gar einen Eisenbeschlag mit dem Schleifgerät bearbeitet, kann die eigene Sicherheit so erheblich erhöhen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass improvisierte Ablagen meist ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen.

Persönliche Schutzausrüstung: Nicht bei jedem Heimwerker beliebt

Darüber hinaus wird das Thema Schutzausrüstung von Heimwerkern häufig vernachlässigt. Beim Schleifen sollte eine Staubschutzmaske nicht fehlen. Wer Stein oder Metall mit der Flex trennt, benötigt zudem eine Schutzbrille. Beliebt bei Heimwerkern sind auch Cuttermesser: Die scharfen Universalmesser eignen sich zum Öffnen von Parkettpaketen ebenso wie zum Zuschneiden von Tapete oder Teppich. Doch auch Schnittwunden gehören beim Arbeiten mit dem Messer zum Alltag, weshalb auf Handschuhe nicht verzichtet werden sollte. Darüber hinaus kann der richtige Umgang mit dem Messer Unfälle vermeiden. Grundsätzlich sollte es vermieden werden, dass das Cuttermesser zum Körper hin bewegt wird. Wird das Messer nicht verwendet, sollte die Klinge eingeschoben werden. Für elektrische Handwerkzeugen wie Stichsägen oder Bohrmaschinen gilt Ähnliches. Die Stromverbindung muss bei Nichtgebrauch getrennt werden, um ein versehentliches Anschalten zu verhindern. Enge Kleidung ist bei der Verwendung ratsam, Schmuck sollte in jedem Fall abgelegt werden. Ist die Isolierung eines Kabels beschädigt, darf das Gerät gar nicht erst in Betrieb genommen werden.

Fazit: Hohe Sicherheit bei geringem Aufwand

Die Betrachtung der typischen Sicherheitsrisiken zeigt aber auch, dass kein großer Aufwand notwendig ist, um das Gefahrenpotenzial deutlich zu senken. Wer regelmäßig zu Hammer und Zange greift, sollte sich nur einmal kurz mit dem Thema auseinandersetzen, damit der Heimwerker auch künftig verletzungsfrei seinem Hobby nachkommen kann.
 
 

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